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Cololight im Test – Farbenfrohe Beleuchtung fürs smarte Zuhause

Die von uns getestete smarte RGB-Beleuchtung „Cololight“ versteht sich als günstige Alternative zur Produkten wie den Nanoleafs, die wir ebenfalls bereits testen durften. Für eine smarte Beleuchtung mit vielen Optionen werden derzeit schnell mehrere hundert Euro fällig. Mit „Cololight“ ist das anders – hier ist das Basisset für etwas mehr als 40 Euro erhältlich. Preislich bewegen wir uns damit auf einer völlig anderen Ebene, was die Frage aufwirft, ob das auch qualitativ der Fall ist: Kann die günstige Alternative mit den teuren Vorbildern mithalten? Wir wollten es wissen und haben „Cololight“ getestet.

Lieferumfang

Der Lieferumfang ist wenig spektakulär: Im Basisset sind drei Leuchteinheiten enthalten. Hinzu kommen eine Kontrolleinheit und ein Sockel, mit dessen Hilfe die Leuchtelemente aufgestellt werden können. Ferner sind Verbindungsstücke beigelegt. Weitere Einzelteile werden nicht geliefert.

Die einzelnen Leuchtelemente sind 8,6 x 3,05 x 7,45 Zentimeter groß. Damit sind sie zwar ein wenig breiter als Nanoleaf-Panels, aber immer noch sehr handlich. Entsprechend schlank präsentiert sich der Karton, in dem sie geliefert werden.

Weitere Module können zusätzlich für jeweils Preis nicht verfügbar * erworben werden. Außerdem sind Wandhalterungen, ein stabilerer Standfuß, ein zusätzlicher Stromanschluss sowie Stabilisatoren optional erhältlich.

Verarbeitung und Montage

Die einzelnen Leuchtelemente sind sechseckig gestaltet und verfügen auf der Rückseite über je sechs Anschlussstellen, über die sie mit anderen Leuchtelementen verbunden werden können. Dafür werden zusätzlich Verbindungsstücke benötigt, die den Leuchtelementen beiliegen. Werkzeug ist für das Verbinden der Elemente nicht nötig, sodass sofort nach dem Auspacken losgelegt werden kann. Da jedes Einzelteil sechs Anschlussstellen aufweist, ergeben sich vielfältige Verbindungsmöglichkeiten – der Kreativität sind hier also kaum Grenzen gesetzt.

Wir konnten die einzelnen Elemente sehr schnell und ohne Probleme zusammensetzen. Wichtig ist hierbei vor allem, eines der Elemente per USB-Kabel mit einer Steckdose oder einem Gerät, über welches es mit Strom versorgt werden kann, zu verbinden. Die Positionierung im Raum sollte also auch unter dem Aspekt der Stromversorgungsmöglichkeit bedacht werden. Ferner ist darauf hinzuweisen, dass ein entsprechender USB-Adapter benötigt wird, wenn das Kabel mit einer Steckdose verbunden werden soll. Der Hersteller empfiehlt Modelle mit mindestens 2 Ampere, legt aber leider keins in den Lieferumfang. Ein Ladekabel kann laut Hersteller bis zu 30 Leuchtelemente mit Strom versorgen. Da wir nur das Basispaket mit nur drei Zusatzelementen getestet haben, haben wir nicht geprüft, inwiefern dem tatsächlich so ist. Sollen mehr Panels verbunden werden, kann man sie jedoch mit weiteren Stromquellen verbinden.

Hinsichtlich der Verarbeitung der Leuchtelemente gibt es wenig zu sagen. Sie wirken stabil und weisen keine offensichtlichen Schwächen auf. Ferner sind sie handlich, lassen sich leicht miteinander verbinden und sind dabei deutlich stabiler als die Module von Nanoleaf. Allerdings ist Cololight auch zum Aufstellen vorgesehen, während Nanoleaf an die Wand geklebt werden sollte. Falls ihr Cololight an eurer Wand anbringen möchtet, benötigt ihr die zusätzlich erhältlichen Wandhalterungen.

Im Inneren der Panels stecken neunzehn Leuchtdioden. Ob die Leuchten langlebig sind, kann sich in einem kurzen Test selbstverständlich nicht zeigen. Trotz des vergleichsweise geringen Preises scheint bei Cololight jedoch nicht an der Verarbeitgung bzw. Qualität gespart worden zu sein. Beachten muss man hierbei jedoch, dass die Panels von Cololight deutlich kleiner und dicker als die Nanoleafs sind. Der Preis pro Fläche ist bei Nanoleaf und Cololight also etwa der selbe.

Bedienung per App und Touchbutton

Nachdem die Leuchtelemente montiert sind, stellt sich die Frage, wie wir sie bedienen können. Zunächst einmal erscheint diese Frage überflüssig: Sobald die Leuchtelemente mit dem Stromnetz verbunden sind, beginnen sie zu leuchten. Hierfür ist also noch keine Steuerung nötig. Wollen wir jedoch Einfluss auf Farben und Effekte nehmen, was beim Kauf in aller Regel beabsichtigt gewesen sein wird, müssen wir auf eine kostenlose App des Herstellers zurückgreifen.

Nach dem Download bietet die App die Möglichkeit, sich zu registrieren. Daneben besteht die Möglichkeit, die App als Gast zu nutzen. Wer sich registriert, kann eigene Farbeffekte erstellen und speichern, was als Gast nicht möglich ist. Uns ist aufgefallen, dass eine Verbindung zu den Leuchtelementen nur im 2,4-GHz-Netz aufgebaut werden kann. Auch wenn das 5-GHz-Netz den selben Namen wie das 2,4-GHz-Netz besitzt, ist eine Verbindung leider nicht möglich. Man muss dafür zunächst das 5-GHz-Netzwerk deaktivieren. Das hätte man sicherlich besser lösen können. Doch auch danach hatten wir noch Probleme, so brauchten wir mehrere Anläufe bis die Panels ordentlich eingerichtet waren. So haben sie sich im ersten Versuch zwar mit dem Netzwerk verbunden und konnten im selben WLAN gesteuert werden, wurden aber nicht mit dem Account verknüpft.

Steht die Verbindung einmal, kann die Lampe per App ein- und ausgeschaltet werden. Ferner können unterschiedlichste Farben und Effekte ausgewählt werden. 24 voreingestellte Effekte können einfach angewählt werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, eigene Effekte zu erstellen, was die Darstellungsoptionen noch einmal stark erweitert.

Die wahrscheinlich interessanteste Möglichkeit besteht darin, eigene Farbszenen zu erstellen: Unterschiedliche Leuchtelemente können ganz nach den eigenen Vorstellungen mit verschiedenen Farben ausgestattet werden. So sind beispielsweise Farbverläufe aber auch buntgemischte Farbkombinationen möglich. Laut Hersteller gibt es 16 Millionen Kombinationsmöglichkeiten. Der Haken an der Sache: Um wirklich interessante Kombinationen zu erstellen, werden viele Zusatzleuchten benötigt, die separat erworben werden müssen.

Ein ganz besonderes Extra hält die App ebenfalls bereit: Es besteht die Möglichkeit, die Cololights auf Umgebungsgeräusche reagieren zu lassen, was sehr interessant ist.

Bedienen lässt sich die App indes sehr einfach. Mittels Wischbewegung kann zwischen verschiedenen Farben und Effekten gewechselt werden. Die Bedienung ist sehr intuitiv ausgelegt und erfordert keinerlei Einarbeitung.

Eine weitere Bedienungsmöglichkeit findet sich am Ladekabelmodul: Per Touchbefehl kann zwischen voreingestellten Farbmodi gewechselt werden. Ferner lassen die Leuchtelemente sich auf diesem Wege ein- und ausschalten. Der Button ist durch eine Linie gekennzeichnet. Wird kurz auf ihn gedrückt, erfolgt ein Moduswechsel. Wird er lange berührt, schalten die Lampen sich aus.

Auch die Steuerung per Amazon Alexa und Google Home ist möglich. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass die App zur Einrichtung der Module „Cololight“ heißt, man dort jedoch nach dem Dienst „LifeSmart Smarthome“ suchen muss. Wir hoffen, dass dies künftig behoben wird. Die Sprachsteuerung über Apple-Geräte soll auch demnächst möglich sein.

Insgesamt finden wir die Einstellungs- und Bedienungsoptionen sehr umfangreich. Darüber hinaus sind wird mit der geringen Komplexität der Bedienung sehr zufrieden.

Leuchtkraft und Aussehen

Insgesamt sind die zur Verfügung stehenden Farben und Farbeffekte mehr als ausreichend, wenngleich für wirklich interessante Kombinationen mehrere Zusatzelemente benötigt werden. Die Leuchtkraft ist auch angenehm hoch, sodass die Beleuchtung auch in lichtdurchfluteten Räumen noch zur Geltung kommt. Falls sie einem zu grell ist, kann man die Helligkeit aber auch herunterregeln.

Fazit

Insgesamt können wir festhalten, dass es sich bei den getesteten Cololight-Leuchtelementen um eine sehr günstige Alternative zu Produkten wie Nanoleaf und Co handelt, wenn man nur eine kleine Fläche beleuchten möchte. Bei größeren Flächen tun sie sich preismäßig nicht viel, da die Nanoleaf-Panels deutlich größer sind. Anders als mit den Nanoleaf-Panels ist auch eine Aufstellung ohne Wandmontage möglich. Außerdem kann man durch die kleinere Panelfläche deutlich filigranere Beleuchtungskonstrukte aufbauen. Schade ist nur, dass die Cololight-Panels sehr dick sind.

Die Verarbeitung ist gut, die Auswahl an Farben und Farbkombinationen überragend und die Bedienung sehr einfach. Zu einem Preis von 45 Euro (aktuell: € 45,99 *) erhält man also ein nettes Gadget, das sich funktionsmäßig auf jeden Fall mit den teureren Nanoleafs messen kann.

Cololight

Verarbeitung
Montage
Bedienung
Leuchtkraft
Preis-Leistungs-Verhältnis

Bei Cololight handelt es sich um eine günstige, aber nicht weniger funktionsreiche Alternative zu Nanoleaf.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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Simon

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