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Outlier Air V2: Die nächste Generation der Wireless-In-Ears von Creative

Creative hat in seinem Audio-Labor erneut getüftelt und kabellose In-Ears mit Touch-Bedienelement auf den Markt gebracht. Richtig, mit Touch-Bedienelementen an beiden Hörern. Vorbei das wilde Gedrücke irgendwelcher Tasten, um einen Anruf anzunehmen. Die Outlier Air V2 sind schnittig, schweißresistent und sollen vor allem eine verbesserte Anrufqualität mitbringen – passend zu den Touch-Aspekten.

Das Ganze wird über Bluetooth 5.0 mit Handy, Tablet und Co. verbunden. Außerdem halten die Akkus 12 Stunden Laufzeit aus. Das heißt man kann Musik morgens beim Joggen hören, wenn man von der Arbeit kommt, bis man ins Bett geht und morgens noch die nächste Joggingrunde flitzen, ohne dass es auch nur im mindesten der Audioqualität zu nahetritt. Wer dennoch mehr braucht, hat die Ladestation in Taschenformat gleich mit dabei.

Klingt alles schön und gut. Wir haben genauer hingeschaut und nicht nur die Daten von Creative unter die Lupe genommen, sondern die neuen Outlier Air V2 auch eindringlich getestet. Mal schauen, inwiefern sich Generation zwei von den ersten Outlier Air unterscheidet.

Technische Daten

Bauart In-Ear mit Touch-Bedienelementen
Kopfhörer-Treiber 5,6 mm Graphen-Treibermembran
Frequenzgang 20 Hz – 20.000 Hz
Mikrofon 2 x Omnidirektional
Frequenzgang (Mikrofon) 100 Hz – 10.000 Hz
Empfindlichkeit (Mikrofon) -42 dB
Verbindung Bluetooth 5.0
Wireless-Reichweite 10 Meter
Akku-Kapazität 80 mAh pro Ohrstöpsel
Akkulaufzeit 12 Std. pro Ladung, 34 Std. Laufzeit gesamt
Schnittstelle USB Typ C
Aufladezeit 2 – 3 Stunden
Abmessungen Ohrstöpsel: 34 x 15 x 18 mm / Ladeetui: 82 x 44 x 27 mm
Gewicht Ohrstöpsel: 6 g / Ladeetui: 60 g
Preis 69,99 €

Ab jetzt zum Antouchen

Besonders bewegend im Vergleich zu den Vorgängern, stellen sich bei den Creative Outlier Air V2 die Touch-Bedienelemente dar. Statt dem obligatorischen Klick auf die Ohrstöpseltasten, genügt nun ein zärtliches tippen, um sowohl Musik zu pausieren und den nächsten Titel auszuwählen als auch einen Anruf anzunehmen. Ganz ohne große Komplikationen kann man seiner aktuellen Beschäftigung also weiter nachgehen, während ein leichter Tipp auf die Ohrhörer ausreicht, um sich mit einem Anrufer zu verbinden.

Und genau darauf wurde bei Creative auch diesmal noch mehr Wert gelegt als bei den Outlier Airs, die letztes Jahr bereits den Audio-Markt betraten.

Glasklar telefonieren

Neben geschmeidigen Touch-Funktionen erweitern die Outlier Air V2 ihr Können durch eine verbesserte Anrufqualität. Zudem wurde die Nutzung der Smart Assistenten Siri und Google Assistant weiter ausgebaut.

Grund dafür sind die beiden integrierten Mikrofone, die in der V2-Variante mit der Qualcomm-Technologie cVc 8.0 ausgestattet wurden. Somit wurde im Vergleich zu den Vorgängern ein neuer Chip verbaut, der den neuen Outlier Airs eine deutliche Steigerung in Sachen Stimmaufnahme mitgibt. Dabei wird die Stimme aus den Hintergrundgeräuschen herausgefiltert und glasklar übermittelt. Dafür wurden zwei omnidirektionale Mikrofone verbaut, welche in alle Richtungen aufnehmen, aber so das beste Stimmergebnis heraussuchen können.

Wir können nach unseren Tests definitiv bestätigten, dass die Qualcomm-Technologie ihre Arbeit hervorragend macht und die verbauten Mikrofone eine glasklare Unterhaltung per Call liefern.

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Lauscher auf, hier gibt’s ordentlich was zu hören

Normalerweise fangen wir bei unseren Headset-Tests mit den Hörern an, bevor wir uns zum Mikrofon vorarbeiten. In diesem Fall war uns der Übergang von Touch zu Anrufqualität von Creative auf dem Silbertablett geliefert worden. Sodann widmen wir uns der Audioqualität der Wireless-In-Ears.

Um nicht nur detaillierten Klang in den Höhen durch die Outlier Air V2 zu hören, sondern auch passende Bässe, ist Creative bei den 5,6-mm-Graphen-Treibermembranen geblieben, die der Hardware-Hersteller bereits in den Vorgängern verbaut hat – und die sich bereits bewährt haben.

Der Knüller kommt aber erst noch: wie in vielen Creative-Audioprodukten ist in den Outlier Air V2 auch Super X-Fi verbaut. Dass Creative es den heiligen Gral des Kopfhörerklangs nennt, können wir durchaus nachvollziehen. Durch die dazugehörige App sorgen Parameter anhand von Fotos (eins vom Gesicht, zwei je von jedem Ohr) dafür, dass der räumliche Klang so eindrucksvoll zu hören ist, dass man denkt, man wäre in einem Tonstudio mit Profi-Surroundanlage. Schnell vergisst man, dass man tatsächlich Kopfhörer aufhat. Das Ganze nennt sich dann holografisches Audio.

Allerdings funktioniert dies nicht mit Netflix, YouTube, Spotify oder anderen Streamingdienste; ausschließlich mit der SX-Fi-App.

Wie schon viele vor uns können wir allein für Super X-Fi den Goldaward für die Outlier Air V2 auspacken. Aber warten wir das Fazit ab.

1A-Verbindung für 1A-Sound

Übertragen wird sämtliches Audio über Bluetooth 5.0 an das Endgerät. Gestützt wird es durch das AAC-Verfahren, das für verlustfreien Stereosound sorgt, sowie aptX, einem Audio-Kodierer aus dem Hause Qualcomm, welcher den Frequenzgang zwischen 20 Hz und 20.000 Hz ermöglicht. Letzteres hat jedoch den Nachteil, dass es auch auf dem genutzten Mobilgerät integriert sein muss, da die Reduktion der Bitrate einseitig nicht funktioniert. Ist dies der Fall, steht einem ordentlichen Klang nichts mehr im Wege.

Von den Outlier Air V2 hat man länger etwas

Damit wollen wir nicht auf die Garantie des Produktes anspielen, viel mehr ist die Akkulaufzeit nun im Fokus. Im Vergleich zu den Outlier Air von 2019 wurde sich hier gesteigert. Die neueste Variante kommt mit 34 Stunden Gesamtakkulaufzeit daher, bei laufendem Betrieb sind es immerhin noch 12 Stunden.

Da die Creative Outlier Air V2 für Unterwegs gedacht sind, reicht diese Zeit absolut aus. Gesteigert hat sich die Akkulaufzeit jedoch nur gegenüber den Outlier Airs. Die Outlier Gold, die ebenfalls 2019 herauskamen, sind mit 39 Stunden Gesamtakkulaufzeit und 14 Stunden Spielzeit noch immer Spitzenreiter unter den drei Modellen.

Zum Aufladen dient das gleiche Ladeetui, wie bereits beim Vorgänger. Lediglich eine LED an der Seite fällt weg, nämlich die der Stromanzeige. Was unserer Ansicht nach aber überhaupt nicht relevant ist. Das Etui ist ebenfalls in dem matten Grau-blau angestrichen. Legt man die Ohrstöpsel hinein, dauert es 2 bis 3 Stunden, um wieder das vollkommene Audioerlebnis für Unterwegs zu haben. Geladen wird natürlich über ein USB-Typ-C-Kabel. Die Magnete im Ladeetui sind stärker als beim Vorgänger, wodurch die In-Ears beim Transport nicht mehr aus der Ladehalterung rutschen können.

Schickes Design und robust

Äußerlich sind die Outlier Air V2 sowohl visuell als auch haptisch hochqualitativ und geschmackvoll – ganz wie man es von den Vorgängern gewohnt ist. Diesmal gibt es jedoch keine Gold-Variante und so kommen die neuesten Wireless-In-Ears von Creative in einem matten Grau-blau daher. Die Touchflächen sind dagegen mit einer Hochglanzveredelung versehen. Die Kombination beider Oberflächen ist unserer Ansicht nach umwerfend gelungen.

IPX5-zertifiziert können die Outlier Air V2 stilecht auch im Regen verwendet werden und halten jeden Schweißausbruch aus – ob beim Sport oder im Sommer bei 35 Grad in der Bahn.

Zum Schluss soll noch ein kleines, aber feines Extra erwähnt werden: Creative hat gelernt und gibt den Outlier Air V2 gleich drei verschiedene Ohrstöpselaufsätze mit. So bekommt jeder auch die perfekte Passform für seine Ohren.

Fazit und Preis

Der Knaller zuerst: Obwohl die neuen Outlier Air V2 einige Modifikationen verpasst bekommen haben, werden sie mit einem Preis von 69,99 € bei Markteinführung günstiger sein als die Vorgänger. Diese kamen damals für 10,00 € mehr um die Ecke. Für uns ein absolut angemessener Preis, für das was die neuen Wireless-In-Ears von Creative können.

Unterm Strich können wir diesen tatsächlich eine glänzende Auszeichnung verleihen. Vom holografischen Audio mittels Super X-Fi, über die Touchfunktionen, bis hin zur verbesserten Anrufqualität sind die Creative Outlier Air V2 absolut gelungen. Und wem Design noch wichtig ist, bekommt mit diesen ein vollendetes Paket.

Creative Outlier Air V2

Verarbeitung
Tragekomfort
Soundqualität
Aufnahmequalität
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis

95/100

Die Creative Outlier Air V2 sind gelungene Nachfolger von bereits sehr ausgereiften True Wireless In-Ears. Absolut überzeugend und der Preis ist auch mehr als fair!

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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Simon

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