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Jackery Explorer 500 Test: Kompakt, praktisch und gut?

Im Bereich der mobilen Energiespeicher gehört Jackery zu den beliebtesten Herstellern. Dass das Unternehmen weiß, was bei einer Powerstation wichtig ist, konnte es bereits in unserem Test zur Jackery Explorer 1000 Pro (Test) unter Beweis stellen. Mit einem Gewicht von knapp 11,5 kg ist diese aber recht schwer, weshalb sie sich nicht über längere Distanzen hinweg tragen lässt. Wer es kompakter mag, für den hat Jackery ebenfalls eine passende Powerstation parat, die nur etwa knapp die Hälfte wiegt. Ob auch diese überzeugen kann, liest du im Jackery Explorer 500 Test.

Technische Daten

Akkukapazität 518 Wh (24 Ah, 21,6V)
Maße 30 x 19,3 x 24,2 cm
Gewicht 6,4 kg
Ladezyklen 500+
Akkutyp Lithium-Ionen-Akku
Ausgänge 3x USB-A (5V * 2,4A)
2x DC (12V * 7A)
1x KFZ (12V * 10A)
1x AC (230V, 50 Hz, Sinuswelle, 500W Durchgangsleistung, 1000W Spitzenwert)
Ladezeit 7-9h (Haushaltssteckdose, KFZ-Steckdose)
ca. 10h mit 100W-Solarpanel
Preis € 659,99 *, € 945,99 * (inkl. Solarpanel)

Lieferumfang

Jackery Explorer 500 Test

Große Überraschungen warten in der Verpackung nicht. Neben der Powerstation selbst findest du hier auch ein Kfz-Ladekabel (12 Volt), ein Netzteil mit AC-Ladekabel, eine praktische Transporttasche sowie die Bedienungsanleitung.

Jackery Explorer 500 Test: Design und Verarbeitung

  • Robustes Design im kompakten Formfaktor
  • Praktischer Tragegriff
  • Display und Anschlüsse ausschließlich an der Front

Die Jackery Explorer 500 erinnert nicht nur an eine kleinere Version der Jackery Explorer 1000. Vielmehr sieht sie so aus, als hätte der Hersteller sein Modell mit knapp 1.000 Wh kurzerhand geschrumpft. Schließlich setzt man auch hier auf die typische Farbkombination aus Grau und Orange.

Jackery Explorer 500 Test

Mit den Maßen von 30 x 19,3 x 23,4 cm handelt es sich um eine extrem kompakte Powerstation, die in etwa in der Liga der EcoFlow River 2 Max (Test) spielt. Dank ihres Gewichts von gerade einmal 6,4 kg lässt sie sich außerm bequem von A nach B tragen. Damit ist sie optimal für den mobilen Einsatz geeignet und muss nicht zwangsläufig mit einem Auto über längere Strecken transportiert werden.

Jackery Explorer 500 Test

Natürlich kommt auch hier der praktische Handgriff zum Einsatz, welchen wir von der Explorer 240 und auch der Explorer 1000 kennen. Wobei ich sagen muss, dass ich den Griff der Jackery Explorer 1000 Pro noch besser finde. Schließlich lässt dieser sich praktischerweise einklappen, was einen die Powerstation nicht nur leichter im Kofferraum verstauen lässt. Obendrein kann man zu ladende Gegenstände besser darauf platzieren.

Jackery Explorer 500 Test

Der Aufbau der Powerstation ist selbsterklärend und auch für Neulinge im Bereich der mobilen Energiespeicher schnell nachvollziehbar. So kannst du deine elektronischen Geräte an einem der Anschlüsse an der Vorderseite anschließen. Hier befindet sich auch das praktische Display. Außerdem befinden sich hier die Eingänge, über die sich der Akku der Explorer 500 mit neuer Energie versorgen lässt.

Jackery Explorer 500 Test
An der Seite befindet sich nicht nur der Lüfter, sondern auch eine praktische Taschenlampe.

Die Verarbeitungsqualität ist auch bei der Jackery Explorer 500 wieder herausragend. Hier knarzt und knackt es an keiner Stelle und das Gehäuse macht den Eindruck, als würde es selbst härtere Stöße problemlos wegstecken. Dieses Gefühl finde ich vor allem bei Powerstations wichtig. Schließlich schlummert unter der Haube ein leistungsstarker Akku, den es zu schützen gilt.

Jackery Explorer 500 Test: Anschlüsse

  • 3x USB-A, 2x DC-Anschlüsse (12 V), 1x Schuko (max. 500 W), 1x Autosteckdose
  • Input für Netzkabel, Autostecker und SolarPaneele
  • Verzicht auf USB-C

Die Praktikabilität einer Powerstation steht und fällt mit der Anschlussvielfalt. Und hier dürften die allermeisten wohl mit der Auswahl zufrieden sein, welche die Front der Jackery Explorer 500 zur Verfügung stellt. Fangen wir auf der rechten Seite an. Hier findet man eine klassische AC-Steckdose mit 500 Watt Ausgangsleistung vor. Diese lässt sich mit dem darüber befindlichen Knopf an- und ausschalten. Links daneben befinden sich insgesamt drei USB-A-Anschlüsse (5 V und 2,4 Ampere), welche ebenfalls über einen passenden Knopf bereitgestellt werden. Fraglich ist, warum Jackery auf USB-C verzichtet.

Daneben wiederum findet man neben zwei 12 Volt starken DC-Ausgängen auch eine Autosteckdose, welche ebenfalls 12 Volt bietet. Auch diese Einheit lässt sich mit einem DC-Button ein- und ausschalten. In der linken oberen Ecke findet man die Input-Sektion. Hier lässt sich die Powerstation wahlweise über eine Haushaltssteckdose, Solarmodul oder ein Kfz aufladen. Abgerundet wird das Ganze mit einer praktischen Taschenlampe, welche sich an der Seite befindet. Diese verfügt ebenfalls über die Möglichkeit, ein SOS-Signal abzusenden.

Sowohl die Schuko-Steckdose als auch die beiden 12 Volt DC-Ausgänge schützt Jackery mit passenden Gummiabdeckungen. Das sorgt dafür, dass man die Explorer 500 auch bei etwas schlechteren Witterungsbedingungen nutzen kann. Etwas schade finde ich hierbei allerdings, dass die USB-Anschlüsse keine Abdeckung bieten. Die Anschlussvielfalt ist meines Erachtens nach für eine Powerstation dieser Größe gut, aber ausbaufähig. So kommt die direkte Konkurrenz in Form der EcoFlow River 2 Max mit insgesamt zwei Schuko-Dosen und USB-C-Port daher.

Jackery Explorer 500 Test: Display

  • Sehr gut erkennbares Display
  • Ein- und ausgehende Leistung erkennbar
  • Akkuladestand erkennbar

Neben den Anschlüssen findet man an der Vorderseite außerdem ein praktisches Display vor. Ähnlich wie bei den Ports lässt auch dieses sich per Knopfdruck einschalten. Um Energie zu sparen, schaltet sich der kleine Bildschirm nach einigen Sekunden automatisch wieder ab. Dies ist dann nicht der Fall, wenn die Powerstation gerade an einer Energiequelle angeschlossen ist. Vom Display selbst bin ich positiv überrascht. Schließlich lässt es sich selbst bei hoher Helligkeit sehr gut erkennen. Um extreme Sonneneinstrahlung zu simulieren, strahlte ich frontal mit einer Taschenlampe darauf. Trotzdessen konnte man die Inhalte noch gut erkennen. Und das lohnt sich. Schließlich bietet der Bildschirm wertvolle Statusinformationen.

Am wichtigsten ist dabei wohl der Akkuladestand. Diesen gibt die Explorer 500 nicht nur durch eine mit insgesamt fünf Balken gefüllte Batterie in der Mitte des Displays an. Ich freue mich, dass Jackery die bloße Batterieanzeige durch eine genaue Prozentangabe rechts daneben präzisiert. Der Verzicht darauf störte mich bei der Flashfish E200 (Test). Auf der linken Seite lässt sich unter den Punkten Input und Output ablesen, wieviel Watt die Powerstation gerade aufnimmt, bzw. abgibt. Sollte sich der Akkustand dem Ende neigen, ist das Display auch ein praktischer Helfer. Schließlich fängt es bei einem Ladestand von unter 5 Prozent an zu blinken.

Jackery Explorer 500 Test: Lithium-Ionen-Akku mit langer Ladedauer

  • 7:30 h für vollständige Ladung über Steckdose
  • 518 Wh Akkukapazität
  • Ladevorgang erfreulich leise

Jackery setzt bei der Explorer 500 auf Lithium-Ionen-Akkus. Diese bringen erfahrungsgemäß Vor- und Nachteile mit sich. So punkten Batteriezellen dieses Typs mit einer hohen Energiedichte, weshalb auch stolze 518 Wh in dem kompakten Gehäuse Platz finden. Im Vergleich dazu bietet die EcoFlow River 2 Max mit 512 Wh etwas weniger. Die Nase vorn hat EcoFlow allerdings im Bereich der Lebensdauer. Dank der LiFePO4 Akkus, welche die River 2 Max verwendet, sind tausende Ladezyklen möglich. Die Jackery Explorer 500 bietet hingegen nur knapp 500 Ladezyklen. Hier hätte ich mir mehr Nachhaltigkeit gewünscht.

Mithilfe der praktischen Transporttasche lassen sich die notwendigen Kabel transportieren.

Ein entscheidender Nachteil der Jackery Explorer 500 ist die Ladedauer. Am schnellsten bekommt man die Batteriezellen der Powerstation über die Haushaltssteckdose geladen. Doch von schnell kann hier nicht die Rede sein. Knapp 7:30 h dauerte es, bis ich die 518 Wh gefüllt hatte. Wer seinen mobilen Energiespeicher also schnell zwischen Tür und Angel aufladen möchte, ist hier an der falschen Adresse. Hier wird die Explorer 500 von der River 2 Max in die Schranken gewiesen. Diese ist dank einer Eingangsleistung von bis zu 660 Watt binnen nur 60 Minuten von 0 auf 100 Prozent aufgeladen.

Dass der Akku geladen wird, lässt sich an der blauen Statusleuchte erkennen.

Doch das langsame Laden hat auch seine Vorteile. Schließlich läuft die Jackery Explorer 500 im Gegensatz zur River 2 Max erfreulich leise. Lüftergeräusche konnte ich während der Testphase nicht feststellen. Das liegt nicht nur am schonenden Ladevorgang. Obendrein setzt Jackery darauf, das Netzteil nicht in der Powerstation selbst zu verbauen. Stattdessen kommt ein externes Netzteil zum Einsatz. Ich bin zwar eher ein Freund der integrierten Netzteile, angesichts der praktischen Tragetasche stört es mich hier aber nicht weiter.

Verzicht auf Steckdose dank SolarSaga 100

  • Aufladen über SolarPaneele möglich
  • SolarSaga 100 lässt sich zusammenklappen
  • Praktischer Tragegriff

Camper, Outdoor- und Festivalfans haben nicht immer die Möglichkeit, auf eine Steckdose zugreifen zu können. Um die Jackery Explorer 500 dennoch aufladen zu können, kann man auf passende Solarpaneele zurückgreifen.

Jackery Explorer 500 Test

Für unseren Test der Powerstation hatten wir deshalb auch die SolarSaga 100 zur Verfügung. Wie der Name bereits vermuten lässt, kann das Set bestehend aus zwei Solarpaneelen die Powerstation mit maximal 100 Watt Leistung laden. Hierfür steckt man diese ganz einfach am Eingang für das Netzteil an.

Durch unseren Testzeitraum im Winter konnte ich natürlich nicht die maximale Ladeleistung erreichen. Stattdessen waren bei leicht sonnigem Herbstwetter nur zwischen 20 und 25 Watt möglich. Angesichts der Jahreszeit empfand ich die Ergebnisse aber keinesfalls als schlecht.

Die Anschlusskabel befinden sich in der integrierten Tasche des SolarSaga 100. Praktisch!

Deshalb gehe ich auch davon aus, dass die Paneele bei strahlendem Sonnenschein die 100 Watt erreichen können. Laut Jackery soll man die Powerstation dann innerhalb von etwa neuneinhalb Stunden von 0 auf 100 Prozent laden können.

In den Ecken befinden sich kreisförmige Magnete, mit deren Hilfe man das Solarpaneele zusammenklappen und tragen kann.

Ein besonderer Plus-Punkt geht an das kompakte und praktische Design der SolarSaga 100. Schließlich kann man sie durch den Tragegriff nicht nur bequem von A nach B tragen. Weiterhin lassen sich die beiden Paneele ganz einfach zusammenklappen. Zusammengeklappt halten sie dann dank Magnetmechanismus.

Durch das Material, das in seiner Zusammensetzung an Teflon erinnert, sind sie außerdem erfreulich leicht. Es handelt sich hierbei also um eine sehr gute Ergänzung, die nicht nur als Notlösung dient, wenn einmal keine Steckdose zur Hand ist. Obendrein lässt sich die Powerstation so mit selbst produziertem grünen Strom aufladen.

Praxistest

  • Hoher Bedienkomfort
  • Verzicht auf USB-C nicht zeitgemäß

In der Praxis empfand ich die Nutzung der Jackery Explorer 500 als äußerst komfortabel. Um sie auf Herz und Nieren zu testen, habe ich mehrere elektronische Geräte an der Powerstation angeschlossen. Mit MacBook 13, iPhone 12 Mini und iPad Air kam sie dabei im gleichzeitigen Betrieb bestens klar. Auch meinen Wasserkocher und sogar meinen Fernseher habe ich zeitweise an der Powerstation nutzen können. Sobald die abgegebene Leistung steigt, merkt man das der Explorer 500 an. Schließlich aktiviert der mobile Energiespeicher bei Bedarf seine Lüfter.

In Ermangelung eines USB-Ports muss ich mein MacBook per Schuko aufladen. Schade eigentlich.

Angesichts des externen Netzteils war ich darüber doch etwas überrascht. Das hat mich während meiner Testphase nicht wirklich gestört. Ich kann mir aber vorstellen, dass der eine oder andere davon genervt sein könnte. Insbesondere dann, wenn man die Powerstation zum Campingausflug oder als Stromversorger im Outdoor-Kino nutzt, können die Lüfter schon ein wenig störend sein. Alles in Allem bietet die Jackery Explorer 500 aber genau die Stromversorgung, die man von einer Powerstation erwartet.

Fazit

Bei der Jackery Explorer 500 handelt es sich um eine sehr gute Powerstation, die lediglich in einigen wenigen Punkten nicht wirklich überzeugen kann. So bietet sie zum einen eine hervorragende Verarbeitung. Bei dieser Powerstation muss man sich dank des robusten Designs wohl keine Sorgen darum machen, dass sie schnell kaputt gehen könnte. Weiterhin ist sie kompakt, leicht und mit einem praktischen Tragegriff ausgestattet, weshalb man sie bequem von A nach B tragen kann. Schade ist nur, dass man diesen nicht einklappen kann. In Sachen Anschlüssen bietet sie trotz ihrer kompakten Größe eine solide Auswahl. Zwar hätte ich mir noch eine zweite Schuko-Dose sowie USB-C gewünscht, den meisten werden die vorhandenen Anschlussmöglichkeiten aber bestimmt genügen. Das Display wiederum ist über jeden Zweifel erhaben, weil gut zu erkennen und mit vielen wertvollen Informationen bestückt.

In der Praxis punktet der mobile Energiespeicher dann mit einem unkomplizierten Handling und lädt selbst klassische Haushaltsgeräte zuverlässig auf. Eine echte Achillesferse der kleinen Powerstation ist meines Erachtens nach das Ladeverhalten. So dauert es mit knapp 7:30 h einfach viel zu lang, die Explorer 500 aufzuladen. Hier ist die Konkurrenz einfach weit besser. Sicherlich hat sich Jackery dazu entschieden, um möglichst viel Langlebigkeit aus den Lithium-Ionen-Akkus herauszuholen. In Zukunft wäre aber vielleicht ein Wechsel auf LiFePO4-Akkus erstrebenswert, um Langlebigkeit mit schnellem Laden zu verbinden. Trotz dieser Schwachstelle ist die Jackery Explorer 500 eine wirklich gute Powerstation, die eine Bereicherung für jeden Campingausflug ist. Im direkten Vergleich würde ich aber die günstigere und besser ausgestattete EcoFlow River 2 Max vorziehen.

Jackery Explorer 500

Verarbeitung und Design
Hardware
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis

88/100

Die Jackery Explorer 500 ist eine gute Powerstation, die sich in einigen Disziplinen jedoch der Konkurrenz geschlagen geben muss.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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