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Nothing Ear (a) Test: Die Top-In-Ears für unter 100 Euro

Nachdem wir uns die 150 Euro teuren Nothing Ear im Test bereits angeschaut haben, folgen nun auch die Nothing Ear (a). Das Einstiegs-Modell startet zum äußerst attraktiven Preis von nur 99 Euro und punktet in unserem Test mit einem tollen Klang, guter aktiver Geräuschunterdrückung und überzeugenden Features.

Technische Daten

Produkt Nothing Ear (a)
Bluetooth-Version 5.3
Bluetooth-Codecs AAC, SBC, LDAC
Maximaler Betriebsbereich 12m (ohne Hindernis)
Akkulaufzeit
  • mit ANC: Bis zu 5,5 Std.
  • ohne ANC: Bis zu 9,5 Std.
  • insgesamt 42,5 Std. mit Ladeetui; (variiert je nach Lautstärkepegel und Audioinhalt)
Ladezeit 1,5 Std. (für Ladeetui via USB-C oder kabellos)
10 Minuten für 10 Stunden Wiedergabe
Größe Ladeetui (H x B x T) 47,6 mm x 63,3 mm x 22,7 mm
Gewicht  4,8 g pro Earbud; 39,6 g Ladeetui & Ohrhörer
Wichtigste Funktionen ANC; Transparenzmodus; Trageerkennung; Multipoint, Gaming-Modus, ChatGPT
Preis € 99,00 *

Nothing Ear (a) Test: Schickes Design trifft tadellose Verarbeitung

  • zeitloses, überzeugendes Design
  • tadellose Verarbeitung
  • handliches Ladecase

Wenig überraschend setzen die Nothing Ear (a) auf dasselbe transparente Design wie auch die anderen In-Ear-Kopfhörer des Herstellers. Aussehen, Größe und Designakzente sind nahezu identisch zu den Nothing Ear, mit dem Unterschied, dass es das günstigere Einstiegs-Modell neben den klassischen Farben Schwarz und Weiß auch in einem knalligen Gelb gibt.

Die weiße Variante unseres Testmusters unterscheidet sich rein optisch nur an einem Punkt von den Nothing Ear, denn der geriffelte Stil liegt hier ebenfalls in weißer Farbe vor, während dieser bei den teureren Ear in Schwarz einen schönen Akzent setzt.

Dadurch wirken die Nothing Ear (a) aber ein Stück weit „cleaner“ und noch einen Tick minimalistischer. Das exzellente und weiterhin einzigartige Design des Herstellers gefällt also auch hier ausgesprochen gut und macht optisch einiges her.

Weiterer Design-Unterschied: Der Korpus der Ear (a) ist mit einer matt-weißen Oberfläche versehen, während der der Nothing Ear mit einer glänzenden Oberfläche aufwartet. Einen Unterschied macht das allerdings nicht.

Auch die hervorragende Verarbeitung liegt auf Augenhöhe mit dem teureren Geschwisterchen. Unterschiede gibt es allerdings beim Ladecase. Denn die Hülle der Ear (a) fällt im direkten Vergleich deutlich kompakter und leichter aus, ist allerdings hinsichtlich der Form etwas klobiger geworden und lässt sich nicht ganz so leicht öffnen.

Mit den handlichen Abmessungen von 47,6 mm x 63,3 mm x 22,7 mm passt das Ear (a) Case noch besser in die Hosentasche, dafür muss allerdings auf eine kabellose Ladefunktion verzichtet werden. Geladen wird ausschließlich per USB-C.

Zudem weist das Case der Ear (a) lediglich eine IPX2-Zertifizierung gegen Tropfwasser auf, während das der Ear mit IP55 auch gegen Regen und Feuchtigkeit geschützt ist. Die Earbuds selbst sind hingegen gemäß IP54 auch gegen Spritzwasser geschützt.

Hervorragender Tragekomfort

  • 4,8 Gamm pro Earbud
  • hervorragender Tragekomfort

Die Nothing Ear (a) sind mit einem Gewicht von 4,8 Gramm pro Earbud unwesentlich schwerer als die Ear, setzen ansonsten aber auf dieselbe Form. Entsprechend bietet auch das günstigere Modell einen hervorragenden Tragekomfort, dank dem die In-Ear-Kopfhörer auch stundenlang bequem in den Ohren ruhen, ohne zu drücken.

Insgesamt drei Größen an Silikon-Eartips liegen dem Lieferumfang bei, wobei Größe M bereits vorinstalliert ist. Mit den Größen S und L sollte hingegen jeder die perfekte Passform finden.  Und auch wenn die Nothing Ear (a) nicht die leichtesten In-Ear-Kopfhörer markieren, ist es die überzeugende Form des Korpus, die sie zu einem der bequemsten Modelle auf dem Markt macht.

Beeindruckende Ausstattung zu günstigem Preis

  • Bluetooth 5.3
  • hochauflösender LDAC-Codec
  • Multipoint, Tragerkennung und Gaming-Modus

Während man im Preissegment bis 100 Euro normalerweise bei der Ausstattung den einen oder anderen Kompromiss eingehen muss, stattet Nothing die Ear (a) mit einem überzeugenden Feature-Set aus. Sie setzen, wie auch die Ear, auf modernes Bluetooth 5.3, das mit einer hohen Reichweite punktet.

Außerdem verfügen die In-Ears über den hochauflösenden LDAC-Codec, der bei entsprechendem Zuspieler die Audioqualität merklich verbessert. Der LHDC 5.0-Codec bleibt allerdings den teureren Nothing Ear vorbehalten.

Die Nothing Ear (a) verfügen zudem über eine aktive Geräuschunterdrückung samt Transparenzmodus, einen dedizierten Gaming-Modus mit besonders niedriger Latenz, sowie eine Tragerkennung samt Mono-Modus.

Dank Bluetooth-Multipoint lassen sie sich zudem mit zwei Audioquellen gleichzeitig koppeln, was wiederum dank Google Fast Pair und Microsoft Swift Pair im Android- und Windows-Ökosystem besonders schnell vonstattengeht.

Präzise anpassbare Bedienung und gute Akkulaufzeit

  • präzise Touchsteuerung
  • bis zu 5,5 Stunden Laufzeit
  • 42,5 Stunden Laufzeit mit Ladecase

Auch das Bedienkonzept der Nothing Ear (a) weiß zu gefallen. Dabei setzen die In-Ear-Kopfhörer auf eine präzise Touch-Steuerung, die allerdings nicht durch Berühren, sondern durch Zusammendrücken der Sensorfläche auslöst.

Diese befindet sich, silbern abgesetzt, gut erreichbar an der Außenseite der Stile und funktioniert tadellos und schnell. Einmaliges Drücken startet oder pausiert die Wiedergabe, zweimaliges Drücken springt zum nächsten, dreimaliges Drücken zum vorherigen Song.

Nothing Ear (a)

Innerhalb der Begleit-App kann zudem eine Lautstärkeregelung hinzugeschaltet werden, die durch zweimaliges Drücken und Gedrückt halten die Lautstärke erhöht oder verringert. Ich finde das Bedienkonzept sehr gelungen, da das Zusammendrücken mehr Präzision bietet als so manches Berühren bei der Konkurrenz.

Positiv überrascht hat mich zudem die Akkulaufzeit der Nothing Ear (a), die sogar noch etwas besser ausfällt als bei den Nothing Ear. Mit bis zu 5,5 Stunden Laufzeit samt aktiver Geräuschunterdrückung liegt diese auf gutem Niveau, wenngleich hier einige Konkurrenten deutlich mehr realisieren. Die Cambridge Audio Melomania M100 (unser Test) beispielsweise bieten mit 10 Stunden sogar fast das Doppelte – aber eben auch zum doppelten preis.

Nothing Ear (a)
Nothing legt den Ear (a) zwei zusätzliche Paar Eartips bei.

Mit dem Ladecase kommen die Ear (a) auf eine Laufzeit von insgesamt 42,5 Stunden, sodass man problemlos durch lange Tage kommt. Die Ladezeit geht mit rund zwei Stunden in Ordnung, geladen werden kann allerdings nur per USB-C.

Sehr guter Klang der Nothing Ear (a)

  • 11-mm-Treiber
  • gefälliges, detailreiches und klares Klangbild…
  • … das jedoch nicht so neutral und luftig ausfällt wie bei den Ear

Nothing stattet die Ear (a) mit dynamischen 11-mm-Treibern aus, die zwar genauso groß sind wie bei den teureren Modellen des Herstellers, allerdings nicht aus Keramik, sondern aus PMI und TPU gefertigt sind. Das sorgt für ein hörbar anderes, aber keineswegs schlechteres, Klangbild als im Falle der Nothing Ear.

Während die Ear eher auf einen neutralen und ausgeglichenen Sound setzen, kommen die Nothing Ear (a) deutlich Bass-betonter daher. Allerdings bilden die In-Ears auch die Mitten schön detailreich ab und neigen in den Höhen auch bei maximaler Lautstärke nicht zum Übersteuern. Allerdings fehlt es den Höhen im direkten Vergleich ein wenig an Luftigkeit, während das gesamte Klangbild etwas enger zusammengestaucht klingt.

Das zumindest rein objektiv betrachtet. Subjektiv hingegen, könnten die Nothing Ear (a) für dich sogar besser klingen als die Ear. Gerade, wer Genres mit mehr Bass – wie Pop-Musik, Hip-Hop oder Electro – bevorzugt, bekommt hier einen absolut klaren und gefälligen Sound geboten, der wirklich Laune macht.

Nothing Ear (a)

Aus technischer Sicht klingen die teureren Ear aber genreübergreifend besser und markieren damit die gelungeneren Allrounder. Einen wirklich guten Klang realisieren aber beide In-Ear-Modelle des britischen Tech-Unternehmens, gegen die doppelte so teure Konkurrenz schlagen sich auch die preisgünstigen Nothing Ear (a) sehr gut, haben aber hinsichtlich des Detailgrades und der Räumlichkeit das Nachsehen.

Der Klang kann zudem über die Nothing X App angepasst werden. Hier steht ein 3-Band-Equalizer zur Verfügung, bei dem Bässe, Mitten und Höhen in drei Stufen zwischen einem Wert von -6 bis +6 angepasst werden können.

Schade hingegen: Der exzellente und unglaublich detailliert anpassbaren 8-Band-Equalizer bleibt ebenso den teureren Nothing Ear vorbehalten, wie der Klangtest, mit dem sich der Sound an die eigenen Ohren anpassen lässt.

Dennoch kann auch bei den Ear (a) über die Bass Enhance-Funktion der Tieftonbereich weiter verstärkt oder das Bass-Segment etwas abgesenkt werden. Standardmäßig ist der Wert hier auf 3 (von 5) eingestellt, ich persönlich habe mit Stufe 1 den für mich besten Klang realisieren können.

ANC und Transparenzmodus auf gutem Niveau

  • gute passive Dämpfung
  • ANC und Transparenzmodus auf gutem Niveau
  • gute Mikrofonqualität

Die aktive Geräuschunterdrückung und das Gegenstück in Form des Transparenzmodus liegen auf Augenhöhe mit den Nothing Ear und liefern gute Ergebnisse, wenngleich hier Top-Modelle wie die Sony WF-1000XM5 oder Bose QuietComfort Ultra eine noch bessere Geräuschunterdrückung vorweisen können. Dennoch ist eine deutliche Steigerung im Vergleich zur vorangegangenen Generation um die Nothing Ear (2) spürbar.

Nothing Ear (a)
Nothing stattet auch die Ear (a) mit 11-mm-Treibern aus.

Dennoch punkten die Ear (a) bereits mit einer sehr guten passiven Dämpfung, die in Kombination mit dem in drei Stufen anpassbaren, und wahlweise auch adaptiv auf die Umgebung reagierenden, ANC vor allem tiefe, sonore Frequenzen sehr gut unterdrückt.

Gerade Stimmen und hohe Frequenzen kommen aber, wenngleich stark gedämpft, stärker hindurch als bei den teureren Konkurrenten. Der Transparenzmodus liefert ebenfalls gute Ergebnisse und punktet mit einem natürlichen Klang, dürfte aber gerne die Stimmen gerne noch etwas mehr in den Fokus rücken.

Mikrofon-Testaufnahme der Nothing Ear (a):

Mikrofon-Testaufnahme der Nothing Ear:

Auch die Mikrofonqualität präsentiert sich fast auf Augenhöhe mit dem teureren Nothing-Modell und bietet eine gute Stimmverständlichkeit, die Ear bilden die eigene Stimme aber noch etwas detaillierter und klarer ab. Zudem dürften Umgebungsgeräusche gerne noch besser unterdrückt werden.

Nothing Ear (a)
Das Ladecase der Nothing Ear (a) (links) ist handlicher als das der Nothing Ear, unterstützt aber kein kabelloses Laden.

Überzeugende Begleit-App: Nothing X

Im Test der Nothing Ear habe ich bereits die Begleit-App ausgiebig gelohnt. Nothing X heißt sie und punktet auch bei den Nothing Ear (a) mit einem aufgeräumten Design und stimmigen Funktionsumfang. Einige der wichtigsten Funktionen der Ear, darunter der im Detail anpassbare Equalizer sowie die Klangpersonalisierung fehlen dem günstigeren Modell allerdings.

Neben den typischen Funktionen wie einer Akkustandsanzeige oder der Möglichkeit, die Firmware zu aktualisieren, erlaubt die App eine Anpassung der Bedienung oder die Option, Trageerkennung, Gaming-Modus oder den LDAC-Codec zu aktivieren oder auszuschalten.

Auch eine Integration des KI-Tools ChatGPT wird geboten, steht allerdings aktuell nur in Kombination mit den Nothing Phone-Modellen des Herstellers zur Verfügung, weshalb wir dieses Feature nicht testen konnten.

Nothing Ear (a) Test: Fazit

In-Ear-Kopfhörer für 99 Euro sind natürlich äußerst attraktiv. Vor allem, wenn sie dabei noch ein derart rundes und überzeugendes Gesamtpaket abliefern wie die Nothing Ear (a). Der Earbuds punkten mit einem gefälligen und erstaunlich detailreichen Klang, einer wirklich guten aktive Geräuschunterdrückung und Features wie Multipoint, LDAC, die normalerweise nur bei deutlich teureren Konkurrenten zu finden sind.

Das ANC liegt auf Augenhöhe mit den 50 Euro teureren Nothing Ear, während das günstigere Einsteiger-Modell sogar bei der Akkulaufzeit die Nase vorn hat. Dafür bieten die Ear aber den detailreicheren Klang, der zudem dank des einzigartigen Equalizers stärker personalisiert werden kann. Gerade Fans Bass-lastiger Musik könnten mit der Abstimmung der Ear (a) sogar etwas mehr Spaß haben.

Insgesamt liefern die Nothing Ear (a) damit ein absolut überzeugende Vorstellung ab, die sie zu den aktuell besten In-Ear-Kopfhörern für den schmale(re)n Geldbeutel macht.

Nothing Ear (a) Test: Gold Award

Nothing Ear (a)

Verarbeitung
Tragekomfort
Soundqualität
Aufnahmequalität
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis

90/100

Ein überzeugender Klang, gutes ANC und herausragender Tragekomfort machen die Nothing Ear (a) zu den aktuell besten In-Ear-Kopfhörern für unter 100 Euro. Wer etwas mehr möchte, wird mit den 50 Euro teureren Nothing Ear jedoch besser bedient.

Philipp Briel

Ich bin leidenschaftlicher Gamer seit meiner frühen Kindheit und habe neben dem PC nahezu jede Spielekonsole bereits besessen. Auch Technik begeistert mich, vor allem brenne ich für Peripherie, PCs, Notebooks und Gadgets.

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