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Acer AOpen AV10a im Test: Großes Kino im Kleinformat?

Zu niedrige Auflösung für große Bilddiagonalen

Ich hatte zwar viel Spaß mit dem Kino-Feeling, das der kleine Beamer mit sich bringt, in einem Punkt gibt es aber beim Bild wirklich zu meckern. Und dies betrifft die Auflösung. Der AOpen AV10a kommt mit einer Auflösung von 480p daher. Das ist einfach zu wenig, wenn man eine Leinwandgröße von 55 Zoll aufwärts nutzen möchte. Selbstverständlich ist man es von Beamern gewöhnt, dass das Bild nicht so gestochen scharf daherkommt, wie es bei gängigen TV-Geräten der Fall ist.

Ab einer bestimmten Bildschirmgröße konnte ich beim AOpen AV10a aber wirklich anfangen, Pixel zu zählen. Wer also auf der Suche nach einem Beamer für gigantische Bilddiagonalen ist, sollte sich lieber nach einem Gerät mit einer höheren Auflösung umsehen. Fraglich ist jedoch, ob der kleine Projektor dieses Ziel überhaupt erreichen möchte. Hier liegt wohl eher die Portabilität im Fokus und damit die Möglichkeit, überall ein gutes Bild an die Wand zu zaubern, das in typischen Fernseher-Größen überzeugen kann.

Ein guter Sound

Gut gefallen hat mir übrigens auch der Klang des kleinen Beamers. Hier wird deutlich, dass die optische Ähnlichkeit zu einem Sonos One nicht von ungefähr kommt. Zwar kann der Mini-Projektor in Sachen Sound nicht mit den US-Amerikanischen Experten für smarte Lautsprecher mithalten, doch was aus der kleinen Box kommt ist wirklich gut.

Das Design vom AOpen AV10a erinnert uns schon ein wenig an die beliebte Sonos One aus der gleichnamigen Klangschmiede. (Bild: Sonos)

Der AOpen AV10a bietet vorne und hinten jeweils einen Lautsprecher, welcher eine Leistung von 5 Watt (10 Watt Gesamtleistung) bieten kann. Das sorgt zwar nicht für ein Dolby-Atmos-Feeling, den allermeisten dürfte es jedoch ausreichen.

Über zwei Stunden Akkulaufzeit – im Eco-Modus

Wie bei allen Geräten, die mit Portabilität werben, kommt es auch bei portablen Beamern auf eines ganz besonders an – die Akkulaufzeit. Und hier hat mich der kleine Projektor wirklich überrascht. Laut Verpackung soll der AOpen AV10a auf eine Akkulaufzeit von zwei Stunden kommen können. In meinem Test hielt der Mini-Beamer aber sogar etwas über zwei Stunden durch. Hierzu muss ich sagen, dass ich ihn im Eco-Modus genutzt habe, welcher erfahrungsgemäß auf energieeffizientes Arbeiten setzt.

Die vier LEDs auf der Oberseite des Gerätes geben Auskunft über den Akkustand. (Bild: Acer)

In einem neuerlichen Anlauf wollte ich die Akkulaufzeit dann bei maximaler Helligkeit von stolzen 700 ANSI Lumen testen. Hier nahm jedoch nicht nur die Lautstärke des Lüfters deutlich zu. Obendrein ging dem mobilen Beamer auch schneller die Puste aus. Bereits nach einer knappen Stunde wurde mir eine Warnung angezeigt, dass die Akkukapazität langsam zur Neige geht. Wer das Gerät also auf maximaler Helligkeit nutzen möchte, sollte nach Möglichkeit eine Stromquelle in der Nähe haben.

Verbindung zum iPhone nicht möglich

Ein Beamer kommt vornehmlich bei der Wiedergabe von Serien, Filmen oder einer Präsentation zum Einsatz. Doch Acer bewirbt seinen AOpen AV10a auch als eine praktische Möglichkeit, um Smartphone-Inhalte an eine Wand zu projizieren. Gerne hätte ich an dieser Stelle geschrieben, wie sehr mich dieses Feature begeistert hat. Allerdings hat es bei mir schlichtweg nicht funktioniert. Ich konnte zwar eine Bluetooth-Verbindung zum Gerät aufbauen, doch eine Bildschirmsynchronisierung war nicht möglich.

Anders sah es beim Zugriff auf Inhalte auf USB-Stick oder Micro-SD-Karte aus. So ließen sich die entsprechenden Inhalte bequem mittels Beamer abrufen und wiedergeben. Im häuslichen Einsatz oder einer Präsentation unterwegs erweist sich der AOpen AV10a also als perfekte Lösung. Wer jedoch ein iPhone sein eigen nennt, muss leider in die Röhre schauen. Wie es bei Android-Geräten aussieht, weiß ich allerdings nicht. Vielleicht funktioniert die Synchronisierung beim passenden Betriebssystem besser.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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