Smartphones, Tablets & Wearables

Grundlagenwissen zu LTE (4G) und wertvolle Praxis-Tipps

Mobile Nutzung & LTE für zu Hause

Trotz der oben genannten Zahlen, gibt es mittlerweile auch bereits bezahlbare Mobilfunk-Tarife, die LTE Verbindungen ermöglichen. Das Surf-Volumen ist zwar begrenzt und der Empfang auch nicht flächendeckcend gegeben, aber wenn man dann mal in den Genuss von bis zu 50 MBit/s kommt, freut man sich umso mehr. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass Ihr Handy LTE unterstützt.

Die optimale Mobilfunk-Versorgung zu Hause

Wenn das LTE Signal in ausreichender Stärke bei Ihnen zu Hause anliegt, kann der 4G-Standard eine echte Alternative zu DSL und Kabel sein. LTE Verfügbarkeit heißt aber leider nicht unbedingt, dass Sie LTE auch im Gebäude nutzen können. Wände, Fenster und sogar die Möbel absorbieren die elektromagnetischen Wellen und schwächen das Signal. In diesem Falle wird eine Antennenanlage benötigt. Folgende Maßnahmen müssen hierzu ergriffen werden:

  1. Aufnahme des Signals mit einer Mobilfunk-Antenne
  2. Transport zum Router oder Endgerät (Tablet / Smartphone)
  3. Verteilung zur Verwendung weiterer Geräte via WLAN (Notebook etc.)

Was ist bei der Auswahl der Antenne zu beachten?

In Abhängigkeit vom Signalpegel wird die Leistungsgröße (dBi) der Antenne gewählt. Je größer die dBi-Angabe ist, umso leistungsstärker ist die Antenne. Man muss sich allerdings vor geschönten Angaben in Acht nehmen. Bei Markt-Portalen wie z.B. amazon tummeln sich Verkäufer, die sehr dubiose Leistungsversprechen abgeben. Bei LTE sind für einen Empfangskanal Leistungsangaben bis 15 dBi realistisch – nicht mehr!

Befindet man sich in einem gut versorgten Gebiet, aber das Gebäude ist sehr gut gedämmt und lässt nichts mehr durch, dann ist eine kleine Antenne ausreichend. Aber auch diese Antenne sollte außen montiert werden. Im Innenraum macht eine Montage nur wenig Sinn, weil die Antenne dann, je nach Standort, ebenso wenig Signal erhält wie das Tablet.

lte-mimo-mobil-antenne

Unabhängig von der verwendeten Antenne gilt:

Die Antenne muss außerhalb des Gebäudes angebracht werden. Es sollte ein Standort auf dem Dach oder in Dachnähe gewählt werden.

Bei der Planung für die Signalübertragung mittels Antennenkabel, welches das Signal möglichst verlustarm ins Gebäude bringen soll, muss man ebenfalls Vorsicht walten lassen. Jedes Kabel verursacht Übertragungsverluste. Wenn man an der Kabelqualität spart, kann sogar der gesamte Antennengewinn zunichte gemacht werden. Wer sogar auf die glorreiche Idee kommt, ein Sat-Kabel verwenden zu wollen, wird mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein. Sie sagen vielleicht, Kabel ist Kabel. Hier verhält es sich ähnlich wie bei Frage: “Benzin oder Diesel?” 😉

Das Antennenkabel sollte immer so kurz wie nur möglich gewählt werden. Verwendet man hochwertige Kabel wie z.B. das Koaxialkabel FTS-H 200 von FTS Hennig, können 10m problemlos überbrückt werden. Ab dieser Länge sollte man über noch bessere Kabel-Typen nachdenken. Besseres Kabel bedeutet allerdings in der Praxis einen größeren Kabelquerschnitt (7mm oder 10,2mm) und damit, aufgrund des hohen Kupferanteils, höhere Preise.

Sobald man das Mobilfunk-Signal mittels Antenne gebündelt und via Antennenkabel ins Haus transportiert hat, stellt sich die Frage, wie man nun das Signal zum Endgerät bekommt.

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Olaf Hennig

Olaf Hennig gründete 1996, nach seinem Elektrotechnik-Studium an der Uni Dresden und seinem Abschluss als staatlich geprüfter Techniker für Datenverarbeitungstechnik am DAA-Technikum Jena, das Unternehmen Funk & Telefonsysteme Hennig e.K.

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