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Berliner Polizei stößt bei Datenauswertung an ihre Grenzen

Barbara Slowik, Polizeipräsidentin in Berlin, gab gegenüber der Deutschen Presseagentur an, die Beschlagnahmung von Handys stelle die Berliner Polizei vor massive Herausforderungen. Die Ressourcen der Behörde scheinen kaum auszureichen, um der Sicherung und Auswertung der Daten von immer mehr beschlagnahmten Datenträger nachkommen zu können.

Beschlagnahmung großer Datenmengen als Normalfall

Die Polizeipräsidentin gab gegenüber der dpa außerdem an, dass die Beschlagnahmung großer Datenmengen den Normallfall jeder Ermittlung außerhalb von banalen Delikten darstelle: „Große Datenmengen beschlagnahmt die Polizei inzwischen in jedem Bereich der Kriminalität. Egal ob Betrug, Mord oder Brandstiftung, wir beschlagnahmen mindestens ein Smartphone“. Auf diesen Smartphones befinden sich zahlreiche Daten, die die Polizei allesamt sichert und auswertet. Slowik zählt hier Chatverläufe, Sprachnachrichten, Fotos und Videos auf.

Polizei will zusätzliche Mittel

Aus den riesigen Mengen persönlicher Daten, die durch die Behörde beschlagnahmt und ausgewertet werden, lassen sich Slowik zufolge wertvolle Erkenntnisse ziehen, weshalb das Mittel geschätzt werde. Gleichzeitig spricht sie davon, es handle sich bei diesem Instrument um einen „Fluch“, da es „extrem fordernd“ sei, die beschlagnahmten Daten zu analysieren. Aus diesem Grund arbeite die Kriminalpolizei daran, die Datenauswertung zu automatisieren. Der beschriebene Idealzustand besteht darin, automatisch Chatverläufe nach bestimmten Schlagworten und Fotos nach bestimmten Merkmalen durchsuchen zu können, umso Arbeitskraft und -zeit zu sparen. Hierfür sei „aktuelle Technik und Software“ nötig, was jedoch mit einem enormen finanziellen Aufwand verbunden sei.

Slowik gibt darüber hinaus an, dass der Berliner Polizei in der vergangenen Legislaturperiode rund drei Millionen Euro für die genannten Zwecke zur Verfügung gestanden hätten. Sie geht davon aus, dass diese Summe auch in den nächsten Jahren benötigt wird, um neue technische Analysemittel sowie weiteres Personal zu beschaffen.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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