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DSGVO-Verstoß: WhatsApp muss 225 Millionen Euro Strafe zahlen

Aufgrund eines Verstoßes gegen die EU-weit geltenden Datenschutzbedingungen DSGVO wurde der Messenger-Dienst WhatsApp von einer Behörde in Irland zu einer dreistelligen Millionen-Strafe verdonnert. Es handelt sich um die zweithöchste Strafe, die bislang im EU-Raum verhängt wurde.

WhatsApp wird zur Kasse gebeten

Aufgrund eines Verstoßes gegen die DSGVO-Richtlinien muss WhatsApp nach einer Entscheidung der Data Protection Commission (DPC) in Irland eine Strafe in Höhe von 225 Millionen Euro zahlen. Die entsprechende Untersuchung wurde bereits vor rund drei Jahren angestoßen, wie der staatliche irische Rundfunk RTE meldet.

Ursprünglich hatte die DPC „nur“ eine Strafe in Höhe von 50 Millionen Euro vorgesehen. Nachdem allerdings im Dezember 2020 andere europäische Behörden Einsicht in die Untersuchung erhielten, wie in den Richtlinien der DSGVO vorgesehen, wurde diese Strafe nun aber auf 225 Millionen Euro heraufgesetzt.

Hintergrund ist die im Mai 2018 in Kraft getretene Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die den personenbezogenen Informationsaustausch zwischen Nutzern und Unternehmen regelt. Gleichzeitig wird WhatsApp aufgefordert, die Datenerfassung gemäß der DSGVO neu auszurichten.

Unternehmen will Berufung einlegen

WhatsApp ist mit der Strafzahlung jedoch nicht einverstanden und kündigte an, vor dem Obersten Gerichtshof Irlands oder dem Europäischen Gerichtshof Berufung einzulegen. In einem entsprechenden Verfahren geht es vor allem um die Höhe der Strafe, nachdem WhatsApp Irland zuvor rund 77,5 Millionen Euro für eine mögliche Strafzahlung zur Seite gelegt hatte.

„Wir stimmen der heutigen Entscheidung im Bezug auf die Transparenz, die wir Nutzern in 2018 gewährleistet habe, nicht zu und die Strafen sind komplett unverhältnismäßig. Wir werden diese Entscheidung anfechten,“ wird ein Sprecher von WhatsApp zitiert.

Die jetzige Strafe sei gegen den Willen der DPC durchgesetzt worden, die als federführende Aufsichtsbehörde für WhatsApp in Europa agiert. Sie entspricht aber immer noch nur 0,08 Prozent des Umsatzes der Facebook-Gruppe. Die DSGVO sieht allerdings Strafen bis zu einer Höhe von 4 Prozent des Umsatzes vor.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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