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Internetknoten der DE-CIX werden auf EVPN umgestellt

Die Deutsche Commercial Internet Exchange (DE-CIX) möchte künftig effizienter arbeiten. Um dieses Ziel zu erreichen, möchte man die aktiven Internetknoten auf Ethernet Virtual Private Networks umstellen. Dies soll die Prozessorlast reduzieren und für mehr Effizienz sorgen.

„Größte Netzwerk-Umstellung der Firmengeschichte“

Mit dem Projekt „Peering LAN 2.0“ möchte die DE-CIX eigenen Angaben zufolge nichts geringeres als die „größte Netzwerk-Umstellung der Firmengeschichte“ in die Wege leiten. Die Umstellung der Internetknoten auf Ethernet Virtual Private Networks (EVPN) soll dabei gleich mehrere Vorzüge haben. So soll durch mehr Effizienz beispielsweise die Stabilität deutlich verbessert werden. Doch obendrein sollte man auch die Sicherheitsaspekte nicht außer Acht lassen. Schließlich soll EVPN für mehr Sicherheit im Netz sorgen. Der CTO der DE-CIX, Dr. Thomas King, betont diesbezüglich, dass man die Prozessorlast wohl um ein Viertel reduzieren werde.

Möglich machen soll es die Grundstruktur von EVPN. Hierbei werden nicht mehr massig Anfragen zur selben Zeit an abertausende Router von Kunden weitergeleitet, die an einem bestimmten Rechenzentrum angeschlossen sind. Stattdessen sollen die gewünschten Paarungen auf anderem Wege ermittelt werden. Von großer Relevanz sind hierbei das Adress Resolution Protocol (ARP) sowie das Neighbor Discovery Protocol (NDP). Beide Seiten könnte man auch als eine Art Sender und Empfänger sehen. Schließlich sorgen sie dafür, dass die passenden IP- und Mac-Adressen zueinander finden.

DE-CIX setzt auf mehr Effizienz

Wer mehr Leistung aus einem System herausholen möchte, kann dies auf zwei Wegen erreichen. Zum einen kann man für mehr Hardware-Power sorgen. Das ist jedoch energieintensiv und häufig nicht zielführend. Sinnvoller ist da eine Umstellung, die für mehr Energieeffizienz sorgt. So soll dies nun bei der Umstellung auf EVPN geschehen. Es werden nämlich nicht mehr unzählige Anfragen von jedem einzelnen Router abgefangen. Stattdessen kommt beim Kunden selbst nur eine gefilterte Auswahl an Anfragen an. Bevor die Anfragenflut nämlich weitergeleitet wird, kommt sie zunächst beim Internetknoten DE-CIX-Router an. Dadurch soll die Grundrechenlast erheblich sinken. Obendrein sorgt das Filtern mithilfe von EVPN dafür, dass weniger Angriffspunkte vorhanden sind. Das Peering LAN 2.0 mit EVPN befindet sich schon jetzt im Produktivbetrieb.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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