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Meta Verified: Tech-Gigant kündigt kostenpflichtiges Abo an

Den einst hofierten Tech-Konzernen aus dem sagenumwobenen Silicon Valley im US-Bundesstaat Kalifornien geht es nicht gut. Davon ist auch die Facebook- und Instagram-Mutter Meta betroffen. Dementsprechend wird nun nicht nur bei den Ausgaben fürs Personal der Rotstift angesetzt. Obendrein experimentiert man mit alternativen Einnahmequellen. Meta hat seinerseits nun ein Premium-Abo angekündigt, das sich Nutzer auch etwas kosten lassen sollen. Mit Meta Verified möchte der Social-Media Gigant unter der Führung von CEO Mark Zuckerberg nun einen ähnlichen Weg bestreiten wie Twitter.

Es läuft nicht gut im Silicon Valley

Coronapandemie, Ukrainekrieg, Inflation – Die letzten Monate und Jahre stellten eine große Herausforderung für die globale Wirtschaft und damit auch große wie kleine Unternehmen dar. Während einige wenige als Gewinner hervorgingen, hat es andere sehr hart getroffen. So auch die Tech-Konzerne im Silicon Valley. Spätestens seit den immens gestiegenen Energiekosten müssen die einstigen Überflieger den Rotstift ansetzen. Der Hauptgrund hierfür dürfte sicherlich das eingebrochene Werbegeschäft sein. Viele Unternehmen können es sich derzeit einfach nicht leisten, Werbung auf den Plattformen zu schalten. Auch bei den Zahlen von Meta macht sich dies offenbar bemerkbar. Schließlich entlässt der Konzern derzeit Mitarbeiter in fünfstelliger Höhe. Beim Personenschutz von Firmenchef Mark Zuckerberg möchte man aber offenbar nicht sparen.

Schließlich erhöhte der Konzern die Ausgaben von 10 Millionen US-Dollar auf sage und schreibe 14 Millionen US-Dollar. Neben Sparen stehen aber offenbar auch neue Wege des Gewinns im Fokus. Und hierbei könnte Meta einen seiner jahrelang geltenden „Unique Selling Points“ aufgeben. So ist das Unternehmen stets angetreten, seine Dienste für den Nutzer kostenfrei anzubieten. Was in der Öffentlichkeit schon fast wie ein großes Geschenk wirkte, brachte Facebook und Co. hintenrum viele Milliardengewinne mit Werbung ein. So stiegen mit den Nutzerzahlen auch die Beträge, welche Meta von seinen Werbekunden verlangen konnte. Doch da die Werbekunden abflauen, geht das Konzept offenbar nicht mehr wirklich auf. Dementsprechend möchte Meta nun Premium-Abos für seine Nutzer anbieten. Das Modell soll auf den Namen „Meta Verified“ hören.

Meta Verified erinnert an Twitter Blue

Wirklich neu ist die Idee von kostenpflichtigen Abos in einem jahrelang kostenfreien Sozialen Netzwerk natürlich nicht. Schließlich machte Twitter im letzten Jahr bereits Negativschlagzeilen als bekannt wurde, dass man mit Twitter Blue eine Art Premium-Abo zum saftigen Preis plane. Damit wollte auch der Kurznachrichtendienst neben den umfangreichen Sparmaßnahmen eine neue Einnahmequelle generieren. Ähnlich wie bei Twitter Blue soll auch bei Meta Verified eine Art Kontoverifizierung stattfinden. Das bedeutet, wer künftig einen begehrten blauen Haken ergattern möchte, muss dafür auch bezahlen. Meta verliert selbstverständlich kaum ein ein Wort darüber, dass man mit dem neuen Abo Geld generieren möchte. Stattdessen verpackt der Tech-Konzern dies als Mittel, um gegen Fake-Konten vorzugehen.

Wer sich im Zuge von Meta Verified ein verifiziertes Konto sichern möchte, muss zunächst seine Identität samt Ausweiskontrolle bestätigen lassen. So soll man sich wirklich sicher sein können, dass tatsächlich diese und keine andere Person hinter dem Konto steckt. So weit geht Twitter bei seiner „Authentizitätsoffensive“ nicht. Nach erfolgter Ausweiskontrolle gibt es dann den blauen Haken bei Facebook oder Instagram. Obendrein sollen Premium-Abonennten einen direkten Kundensupport erhalten. Dieses Service-Paket lässt Meta sich auch entsprechend bezahlen. Wer ein Abo von Meta Verified über den Internetbrowser am Rechner abschließt, muss 11,99 US-Dollar im Monat zahlen. Über die App für iOS und Android wird es ungleich teurer. Hier fallen monatlich 14,99 US-Dollar an.

Tests von Meta Verified in Australien und Neuseeland

Bevor das Premium-Abo seinen Weg in unsere Gefilde findet, möchte Meta es zunächst ausgiebig testen. Dafür soll Meta Verified vorerst nur für Nutzer in Australien und Neuseeland möglich sein. Anschließend soll es langsam aber sicher auf dem gesamten Globus eingeführt werden. Um ein wenig die Werbetrommel zu rühren und potentielle Kunden zu gewinnen, kündigte CEO Mark Zuckerberg übrigens auch ein paar kleinere digitale Goodies für die Abonnenten von Meta Verified an. So soll man wohl auch exklusive Sticker erhalten. Diese lassen sich dann in Reels und Stories nutzen, was insbesondere Instagram-User ansprechen dürfte.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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