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Twitter: Elon Musk möchte mit allen Mitteln Geld sparen

Die Negativ-Schlagzeilen rund um die Übernahme von Twitter durch Tech-Milliardär Elon Musk reißen nicht ab. Nun ist bekannt geworden, dass dem Tesla-CEO mutmaßlich jedes Mittel recht ist, um Kosten einzusparen. So soll er beispielsweise seit Wochen keine Miete für die Großraumbüros in San Francisco und dem Rest der Welt zahlen.

Mietrückstand bei Twitter

Die Welt staunte nicht schlecht, als bekannt wurde, dass Elon Musk tatsächlich Twitter übernehmen werde. In den ersten Tagen nachdem Musk die Chefetage des Kurznachrichtendienstes symbolisch mit einem Waschbecken betreten hat, war die Öffentlichkeit über das Vorgehen des Milliardärs erschrocken. So kündigte er sogleich Massenentlassungen an, die er auch direkt in die Tat umsetzte. Obendrein plant der gebürtige Südafrikaner, die Serverstruktur des sozialen Netzwerks zu entschlacken. Experten fürchten diesbezüglich eine Instabilität beim Betrieb von Twitter. Erklärtes Ziel ist, so viel Geld wie möglich einzusparen.

Schließlich ist der Kurznachrichtendienst derzeit noch ein echtes Minusgeschäft. Doch offenbar leiden unter dem fragwürdigen Vorgehen des Tech-Visionärs nicht nur die Twitter-Mitarbeiter und -User. Wie nun bekannt geworden ist, zahlt das Unternehmen seit einigen Wochen keine Miete mehr für seine Geschäftsräume. Das betrifft wohl nicht nur die Großraumbüros in der Firmenzentrale in San Francisco. Die Büros weltweit sollen betroffen sein. Dies geht aus einem Bericht der New York Times hervor. Diese beruft sich dabei auf Informanten aus dem näheren Dunstkreis von Twitter.

Elon Musk fährt harten Sparkurs

Die rückständigen Mieten scheinen nur die Spitze des Eisbergs zu sein. Von dem harten Sparkurs von Elon Musk seien wohl auch die gekündigten ehemaligen Twitter-Mitarbeiter betroffen. Laut den Informanten der New York Times werde wohl firmenintern offen darüber gesprochen, welche negativen Folgen eintreffen würden, wenn man den Gekündigten ihre zustehende Abfindung kurzerhand nicht zahlen werde. Einen Hauch von Insolvenz spürt man dann, wenn man einen Blick auf die für Januar geplante Versteigerung von Büro-Mobiliar des Kurznachrichtendienstes wirft. Offenbar scheint Musk jedes Mittel recht zu sein, um aus den roten Zahlen bei Twitter herauszukommen.

Schließlich macht der Kurznachrichtendienst derzeit täglich knapp 4 Millionen US-Dollar Miese. Das soll vor allem daran liegen, dass nach der Twitter-Übernahme durch Elon Musk viele Werbekunden dem sozialen Netzwerk den Rücken kehrten. Allein die Kosten zu senken wird über kurz oder lang wohl auch nicht das Problem lösen. Es müssen vielmehr neue Einnahmequellen gefunden werden. Hierbei sollte eigentlich Twitter Blue als eine Art Premium-Mitgliedschaft helfen. Mitglieder erhalten dabei nicht nur den begehrten blauen Haken gegen eine monatliche Zahlung von knapp 10 Euro. Obendrein verspricht Musk mittlerweile, dass man wohl nur noch halb so viel Werbung angezeigt bekommen soll.

Entlassungswelle ebbt nicht ab

Intern scheint es bei Twitter noch immer mächtig zu brodeln. So herrscht auf Seiten des Personals auch anderthalb Monate nach Übernahme des Chefpostens durch Musk Misstrauen und Angst gegenüber der neuen Chefetage. Schließlich kommt es wohl noch immer zu Entlassungen auf Seiten der angestammten Twitter-Mitarbeiter. Als Rechtfertigung nutzt Musk dabei regelmäßig unfaire Anforderungen. Nun hat der Tesla-Chef gemeinsam mit dem Rest der Führungsriege eine Verschwiegenheitsverpflichtung im Rahmen einer Rund-Mail verschickt. Wer diese nicht bis zu einem bestimmten Stichtag bestätigt hat, muss mit einem Ausschluss aus den internen Kommunikationskanälen rechnen. Hierbei stehen nicht nur „einfache“ Programmierer sondern wohl auch hochrangige Manager im Fokus.

Doch offenbar scheint Musk die Angestellten nicht nur aus Kostengründen zu entlassen. Hier scheint vielmehr auch Misstrauen eine große Rolle zu spielen. Schließlich berichtet die New York Times ebenso, dass der neue Twitter-Chef nun zunehmend Personal von Tesla ins soziale Netzwerk holt. Insbesondere die Juristen des E-Autobauers laufen dabei über. Bereitet sich hier möglicherweise jemand auf mögliche rechtliche Auseinandersetzungen vor? Mit der kürzlich stattgefunden Auflösung der „Trust & Safety Council“ hat der Tech-Milliardär obendrein eine wichtig Einheit im Kampf gegen Hatespeech, verschwörerische Inhalte und bedenkliche Medien aufgelöst. Das scheint dem Selbstverständnis von Musks freier Meinungsäußerung zu entsprechen und gipfelte darin, dass er einen Beitrag der Verschwörungsideologen von QAnon teilte.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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