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Netflix: Werbekunden enttäuscht über niedrige Abozahlen

Um den sinkenden Abonennten-Zahlen entgegenzuwirken, rief Netflix ein kostengünstiges Werbe-Abo ins Leben. Nun zeigt sich, dass das Konzept offenbar nicht aufgegangen ist. Schließlich blieb die Nachfrage deutlich hinter den Erwartungen zurück. Nun muss der Streamingdienst offenbar Geld an seine Werbekunden zurückzahlen.

Netflix Werbe-Abo ist gefloppt

Die Idee klang einfach wie genial. Um dem Schrumpfen der Abo-Zahlen Einhalt zu gebieten, brachte Netflix im November ein werbefinanziertes, günstiges Abo ins Spiel. Nach gut einem Monat wird klar, dass der Plan nicht aufgegangen ist. Schließlich entschieden sich deutlich weniger Kunden für das Werbe-Abo als man sich beim Streamingdienst erhoffte. Als Ursache für das werbefinanzierte Abo gelten die miserablen Quartalszahlen, die das US-Unternehmen für das erste Quartal 2022 vorlegte. Hier geriet Netflix nämlich erstmals in eine Abwärtsspirale. Während der Service insbesondere während der Corona-Krise boomte und Quartal für Quartal Millionen neue Abonnenten vorweisen konnte, musste man erstmalig einen Nutzerverlust hinnehmen. So kehrten 200.000 User dem Streamingdienst den Rücken.

Werbefinanziertes Abo nicht attraktiv genug

Doch warum floppt das Werbeabo? Die Antwort scheint einfach zu sein. So dürfte es vor allem der Preis sein, der potentielle Nutzer abschreckt. Schließlich ist das Werbe-Abo gerade einmal drei Euro günstiger als das preiswerteste Netflix-Abo ohne Werbung. Wer sich für den geringen Aufpreis entscheidet, bekommt nicht nur werbefreien Zugriff auf die Inhalte. Obendrein muss man beim Werbeabo eine schlechtere Streamingqualität, eingeschränkte Bibliothek sowie fehlende Downloadfunktion hinnehmen. Gegenüber Digiday haben Mitarbeiter des Dienstes bestätigt, dass die geringen Werbe-Abonnenten nicht nur die Statistik des Streamingdienstes erneut schmälern dürfte. Obendrein scheint Netflix seine vertraglichen Pflichten gegenüber seinen Werbekunden nicht einhalten zu können. Die Zuschauerzahlen sollen bei manchen Werbekunden gar ein Fünftel unter der versprochenen Menge liegen.

Werbekunden erhalten Erstattung

Von einem maximalen Flop könnte man dann sprechen, wenn Netflix nun auch noch die Werbekunden abspringen. Dessen ist sich offenbar auch der Streamingdienst selbst bewusst. Schließlich hat er sich dazu durchgerungen, seinen Kunden Geld zurückzuzahlen. Obendrein hat Netflix die Kosten für diejenigen gesenkt, die fortan Werbung bei dem Service schalten möchten. Das Timing könnte kaum besser sein. Schließlich gilt die Vorweihnachtszeit für viele Firmen als wichtigster Zeitpunkt, um Werbung zu schalten. Allerdings ist die Preissenkung von Netflix nicht wirklich konkurrenzfähig. Mit 55 US-Dollar für insgesamt 1.000 Impressionen sank der Preis zwar um 10 US-Dollar. Streaming-Konkurrent Disney+ ist da aber nochmal 5 US-Dollar günstiger. Wir sind gespannt, ob der Plan von Netflix aufgeht oder über kurz oder lang das Werbe-Abo eingestampft wird.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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