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Ring: Überwachungskameras der Amazon-Tochter geben Videos ohne Zustimmung an Polizei weiter

Na, am Amazon Prime Day 2022 bei den Ring-Überwachungskameras der Amazon-Tochter, wie der Ring Floodlight Cam Wired Plus oder der Ring Spotlight Cam zugeschlagen? Dann dürfte dir diese Meldung mit Sicherheit gar nicht schmecken. Die Kamera geben ihre Aufnahmen in dringenden Fällen auch ungefragt an die Polizei weiter, wie Amazon mittlerweile bestätigt hat.

Ring Überwachungskameras schauen mit

Überwachungskameras des Amazon-Tochterunternehmens Ring geben in dringenden Fällen ihre Aufzeichnungen an die Polizei weiter. Und das sogar ungefragt und ohne dass du dazu eine Zustimmung erteilen müsstest.

US-Senator Ed Markey aus Massachusetts klopfte bereits Ende Juni 2022 bei Amazon an, um nachzufragen, ob in diesem konkreten Fall Ring Doorbell-Kameras Gespräche abhören könnten, wie die britische Zeitung The Independent berichtet.

Zuvor wurde eine Studie veröffentlicht, die belegte, dass Kameras des Herstellers, nachdem deren Bewegungsmelder ausgelöst wurde, Audio in einer Entfernung von bis zu 7,6 Metern (25 Fuß) mithören und aufzeichnen können.

Die Antwort von Amazon auf Markeys Anfrage fällt deutlich aus, wie Yahoo mitteilt. Brian Huseman, Amazon Vice President of Public Policy, äußerste sich folgendermaßen zu den Fragen:

„Ring behält sich das Recht vor, ohne Verzögerung auf dringliche Anfragen von Strafverfolgungsbehörden, für Fälle, bei denen eine unmittelbare Gefahr für den Tod oder eine schwere Körperverletzung einer Person besteht, zu reagieren. Dringliche Anforderungen müssen mit einem Antrag auf Offenlegung im Notfall eingereicht werden,“ so Huseman.

Ring: „Es werden keine Kundendaten weitergegeben“

Ring bestätigt indes, dass man die Kunden- und Nutzdaten vertraulich behandele und diese nicht ohne zuvor erteilte Einwilligung, eine Vollmacht oder einen „dringlichen oder Notfall-Umstand“ mit der Polizei und anderen Behörden teile.

In den insgesamt elf ermittelten, dem Brief zugrundeliegenden, Fällen habe Ring Videos an die Polizei übermittelt. „In jedem dieser Fälle hat Ring in gutem Glauben beschlossen, dass es unmittelbare Gefahr für eine Person vorlag und entschied, die Daten ohne Verzögerung den Strafverfolgungsbehörden offenzulegen“, führt Huseman weiter aus.

„Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht für alle Kunden das Richtige“

Ring Überwachungskameras böten zwar eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, diese sei aber nicht ausnahmslos für alle Kundinnen und Kunden geeignet, sagte Huseman weiter. Diese sei zwar grundlegend in Ring-Geräten integriert, zunächst sei dieses Feature ab Werk aber deaktiviert.

Die Forderung seitens Senator Ed Markey, die Verschlüsselung standardmäßig zu aktivieren, lehnt der Hersteller ab. Hersteller Ring steht bereits seit Jahren in der Kritik, was die Sicherheitsaspekte der Überwachungskameras angeht.

In den USA arbeite man mittlerweile mit 2.161 Strafverfolgungsagenturen im eigenen „Neighbours Public Safety Service“ zusammen, was der Polizei Zugang zu den Informationen aus den Kameras gewährt.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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