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Tesla möchte wieder auf Radartechnik setzen

Offenbar möchte Tesla ein wenig an der Hardware seiner Autos schrauben. Insbesondere die ansonsten als Referenz geltende Kameratechnik der Fahrzeuge des Elektroautoherstellers steht dabei im Fokus. Diese soll nämlich nun doch wieder Ergänzung durch Radartechnik erhalten. Da möchte wohl jemand endlich seinen Autopiloten in die Tat umsetzen?

Tesla registriert Radartechnik bei FCC

Der Autobauer selbst hat sich zu seinen Plänen noch nicht öffentlich geäußert. Vielmehr geht die Umstellung der Technik aus einer Registrierung bei der US-Fernmeldebehörde (FCC) hervor. Dort gab Tesla an, dass man ab Anfang 2023 auf Radarsensoren setzen möchte. Von einem wirklichen Upgrade kann man hier aber nicht sprechen. Vielmehr ist es eine Rückkehr zu Altbekanntem. Schließlich setzte man beim US-Autobauer lediglich die letzten anderthalb Jahre auf reine Kameratechnik. Diese bezeichnet das Unternehmen seitdem als Pure Vision. Dass man keine Radartechnik mehr nutzen wolle, teilte Tesla CEO Elon Musk höchstselbst im Frühjahr 2021 mit. Hieraus dürften in aller erster Linie geringere Kosten entstanden sein. Beim Wettstreit um den Bau des perfekten selbstfahrenden Autos scheint die reine Kameraerkennung aber offenbar nicht zielführend zu sein. Deshalb schwenkt man nun wohl wieder auf Radar als Ergänzung um.

Wann kommt der autonome Tesla?

Noch vor ein paar Jahren galt Tesla als Vorzeigehersteller, wenn es um den Bau selbstfahrender Autos geht. Mittlerweile hat die Konkurrenz aber nicht nur aufgeholt. Autobauer wie Mercedes Benz sind gar gleichauf mit den US-Amerikanern und in manchen Disziplinen sogar voraus. So konnte sich das Stuttgarter Traditionsunternehmen in der letzten Woche beispielsweise die Erlaubnis zur Integration des autonomen Parkens vom Kraftfahrtbundesamt einholen. Tesla hingegen lässt seinen Worten kaum Taten folgen. Bereits im Jahr 2016 war die Rede davon, dass alle künftig gefertigten Modelle autonom fahren können werden, wenn sie nur das notwendige Softwareupdate erhalten. Allerdings scheint dieser Wunschvorstellung vieler Tesla-Fahrer nun offenbar ein Riegel vorgeschoben worden zu sein.

Wer ein etwas älteres Fahrzeug aus dem Hause Tesla fährt, kann sich selbst nach Neueinbau des aktuellen Bordcomputers lediglich über autonomes Fahren Level 2 freuen. Dieses kann den Abstand regeln, bietet einen Spurhalteassistenten und fährt selbstständig geradeaus. Das mag nach viel klingen, ist von selbstfahrenden Autos aber noch weit entfernt. Doch gegenüber den in 2021 und 2022 gebauten Teslas hatten die älteren Modelle einen entscheidenden Vorteil. So boten sie Radarsensoren und Ultraschalltechnik. Diese halfen insbesondere beim Einparken und dürften auch bei schlechten Lichtverhältnissen für eine bessere Orientierung des Fahrzeugs gesorgt haben.

Kommt ein verbesserter Radar zum Einsatz?

Für Tesla scheint bereits seit längerem festzustehen, dass der Verzicht auf die Radarsensoren ein großer Fehler war. Schließlich meldete das Unternehmen wohl bereits Anfang diesen Jahres bei der FCC an, dass man wieder auf Radar setzen wolle. Diesbezüglich verlangte der Autobauer nach einem Bericht von Electrek wohl sogar eine Verschwiegenheitserklärung. Da sich die FCC aber offenbar nur für eine Dauer von sechs Monaten auf die Vereinbarung einließ, war es wohl lediglich eine Frage der Zeit, bis das Problem ans Tageslicht gelangen würde. Nun stellt sich natürlich die Frage, warum Tesla sich überhaupt zu dem Verzicht auf Radartechnik entschloss.

Waren hier wirklich nur Einsparungen im Fokus? Wenn man den Aussagen von Elon Musk Glauben schenken mag, dann nicht. Aus seiner Sicht ist die Kameratechnik klassischer Radartechnik der früheren Tesla-Modelle überlegen. Dies liegt vor allem an der besseren Bildverarbeitung, die selbige bieten. Allerdings hat sich mit der Zeit in diesem Bereich einiges getan. Auch Radare sind inzwischen mit einer höheren Auflösung ausgestattet. Möglicherweise möchte man also einen neuen Radar einbauen? Laut Electrek arbeitet Tesla wohl derzeit an einer Technik, dessen Reichweite doppelt so hoch ist.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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