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Volkswagen kann derzeit keine Wärmepumpen in E-Autos verbauen

Wegen des anhaltenden Halbleitermangels ist Volkswagen aktuell nicht in der Lage, Wärmepumpen in seinen Elektroautos der ID-Sparte zu verbauen. Das hat der deutsche Automobilhersteller nun offiziell bestätigt.

Halbleitermangel: Volkswagen fehlt es an Wärmepumpen

Als Folge der weiterhin anhaltenden Halbleiterkrise mangelt es der Volkswagen-Gruppe an Material für Wärmepumpen, das hat der deutsche Automobilhersteller nun gegenüber der Website Electrive.net bestätigt.

Man beobachte die Situation sehr genau und hofft, die Wärmepumpe bald wieder in das eigene Angebot aufnehmen können, erklärt Volkswagen auf Nachfrage. Vorausgegangen waren Meldungen aus Kanada, in denen die VW-Gruppe den Audi Q4 e-tron und den VW ID.4 bis auf Weiteres ohne Wärmepumpe ausliefert.

Mittlerweile ist dank der Antwort von Volkswagen klar, dass der Mangel nicht allein Kanada betrifft, sondern die Wärmepumpe weltweit Mangelware ist. Betroffen ist zudem nicht nur der ID.4, sondern sämtliche ID.-Elektroautos von Volkswagen. Unklar ist, ob auch die Modelle anderer Hersteller wie beispielsweise Audi betroffen sind – hier habe das Magazin bislang keine Antwort erhalten.

In den jeweiligen Fahrzeug-Konfiguratoren weisen die Hersteller jedoch darauf hin, dass es aufgrund von globalen Lieferengpässen bei bestimmten Sonderausstattungen durchaus zu längeren Lieferzeiten kommen könnte. Bei VW ist die Wärmepumpe aktuell vollständig aus dem Konfigurator verschwunden.

In Kanada erhalten zumindest Käuferinnen und Käufer des Audi Q4 e-tron eine Gutschrift als Kompensation, da die Wärmepumpe dort – anders als bei VW-Modellen – teil der Serienausstattung ist. Wie der Volkswagen-Konzern hierzulande verfahren will, ist aktuell noch unklar.

Halbleitermangel greift weiter um sich

Die Wärmepumpe eines Elektroautos ist dafür zuständig, im Innenraum für eine Beheizung oder Abkühlung zu sorgen. Indes hat der Halbleitermangel und die damit einhergehende Chipkrise die Automobilbranche weiterhin fest im Griff und sorgte regelmäßig für Produktionsstopps oder Verzögerungen bei der Auslieferung von Fahrzeugen unterschiedlicher Hersteller.

Hauptgrund war natürlich die COVID-19-Pandemie, aufgrund der viele Produktionsstätten von Halbleitern und anderen Teilen aufgrund von Lockdowns ihre Arbeit niederlegen mussten.

Im Dezember 2022 einigten sich die EU und die USA über Subventionen, um möglichst schnell eigene Halbleiterproduktionen auf die Beine zu stellen. Der EU Chips Act fördert beispielsweise den Bau einer Chipfabrik von Intel in Magdeburg, während auch in den USA verschiedene Fertigungsanlagen entstehen sollen.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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