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xHamster: Sperrung in Deutschland steht nun fest

Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis der Zugriff auf die deutsche Pornoplattform xHamster hierzulande blockiert wird. Zu groß waren die rechtlichen Bedenken, die gegenüber dem Portal bestehen. Nun steht fest, dass die Seite von den fünf größte deutschen Providern gesperrt wird.

Einstimmige Entscheidung in der KJM

Was für Experten bereits viele Wochen feststand, kann man nun Schwarz auf Weiß in einer Entscheidung der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) nachlesen. So unterliegt die Porno-Webseite xHamster künftig in Deutschland einer umfangreichen Sperrung. Grund hierfür sind große Bedenken im Bereich des Schutzes von Kindern und Jugendlichen. Diese könnten nämlich problemlos auf die Webseite zugreifen und zum Teil verstörende Inhalte konsumieren. Ihre Entscheidung hat die KJM letzte Woche der Öffentlichkeit mitgeteilt. Für die Betreiber des Portals hat dies nun zur Folge, dass die fünf größten Internet-Provider Deutschlands eine Blockierung einrichten müssen.

Verstoß gegen JMStV

Als Begründung gibt die KJM einen schweren Verstoß gegen den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) hervor. Dass die Internetanbieter für eine Blockade der Porno-Webseite sorgen müssen, haben die Medienanstalten der einzelnen Bundesländer bereits per Bescheid festgelegt. Nach Ablauf der entsprechenden Fristen wird dann kein Zugang mehr möglich sein. Dabei ist die Problematik rund um xHamster keineswegs neu. Bereits im Frühjahr 2020 wurde das Porno-Portal seitens der Behörden zu einer Überarbeitung der monierten Missstände aufgefordert. Dabei stand im Fokus der Behörde, dass xHamster eine entsprechende Altersüberprüfung einrichten sollte.

Altersüberprüfung ist Pflicht

Diese ist verpflichtend für alle vergleichbaren Portale im World Wide Web. So regelt der JMStV, dass pornografische Inhalte lediglich Volljährigen zugänglich gemacht werden dürfen. Um die Zugehörigkeit zu dieser Nutzergruppe feststellen zu können, muss der Webseitenbetreiber für entsprechende Mechanismen sorgen. Eine Altersüberprüfung ist dabei die sinnvollste und gängigste Möglichkeit. Der Vorsitzende der KJM sagte zu dem Ergebnis der Kommission:

„Unser gesetzlicher Auftrag ist es, Kinder und Jugendliche vor Inhalten zu schützen, die nicht ihrem Entwicklungsstand entsprechen.“

Schutz vor psychischen Schäden

Mit dem Ergebnis der Kommission wird keineswegs das generelle Verbot von Porno-Portalen im Netz deutlich. Es stellt vielmehr klar, dass man dabei auch die Schutzbedürftigkeit von Kindern nicht außer Acht lassen darf. Zu schwerwiegend können die negativen Auswirkungen des Konsums pornografischer Inhalte auf Kinder und Jugendliche sein. Man müsse deshalb eine zuverlässige Altersüberprüfung an die Legalität einer Webseite mit pornografischen Inhalten knüpfen. Eumann machte diesbezüglich klar, dass die Rechte der Kinder weit mehr wiegen als die der Webseiten-Betreiber.

„Da xHamster das nicht tut, greifen wir als letztes Mittel auf Sperrverfügungen zurück. Wir schützen Kinder, nicht das Geschäftsmodell der Pornoindustrie.“

Netzsperre ist laut xHamster kontraproduktiv

Eine ganz andere Meinung zur Blockade im Internet hat der Portal-Betreiber selbst. So hat sich xHamster gegenüber der Deutschen Presse Agentur mit deutlich Worten geäußert. Das Porno-Portal ist der Ansicht, derartige Sperren seien

„weit von einer optimalen Lösung entfernt“.

Schließlich haben diese laut xHamster nicht zur Folge, dass Kinder und Jugendliche auf den Konsum vergleichbarer Seiten verzichten. Stattdessen könnte es sie auf unbekanntere Plattformen treiben, deren Inhalte zum Teil viel schlimmer seien. Aus der Stellungnahme lässt sich auch herauslesen, dass in der Causa xHamster offensichtlich noch nicht das letzte Wort gesprochen wurde. Der Betreiber zeigt sich nämlich offen für eine Altersüberprüfung und möchte dabei sogar mit den Verantwortlichen aus der Politik zusammenarbeiten. Diese würde dann die Internetblockade möglicherweise aufheben. Allerdings möchte das Porno-Portal dies bislang nur unter einer Voraussetzung in die Tag umsetzen. Eine entsprechende Verifikation müsse verpflichtend für alle Anbieter von Inhalten aus der Porno-Branche sein.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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