Peripherie Testberichte

Skyroam Solis im Test: Mobiler LTE-Router mit Internet auf Knopfdruck

Bedienung

Der geneigte Nutzer dürfte sich jedoch weniger im Grübeln über die Auswirkung der Farbgebung verlieren. Ihn interessiert vor allem, wie das Gerät bedient wird, und was es ihm bieten kann. An dieser Stelle sei erwähnt, dass bei der Thematik der Bedienung zunächst erneut Irritation eintritt: Ob zwei vollkommen gewöhnliche Knöpfe wohl zur Steuerung dieses Gerätes ausreichen werden?! Das unweigerlich eintretende Stirnrunzeln weicht jedoch schnell einem Ausdruck der freudigen Entspannung – Skyroam hätte die Bedienelemente seines Gerätes kaum einfacher und selbsterklärender gestalten können.

Einer der Knöpfe dient dem Ein- und Ausschalten des Gerätes. Mit dem anderen kann per Knopfdruck ein Tagespass für das mobile Internet erworben werden – „Internet auf Knopfdruck“ lautet also die Devise.

Bevor das Gerät genutzt werden kann, muss jedoch ein wenig Zeit investiert werden. Da für die Installation ein Internetzugang benötigt wird, gewährt Skyroam neuen Nutzern zwanzig Minuten lang kostenlosen Zugang zum mobilen Internet. Bei der Installation des Gerätes sollte also ein Laptop bereitstehen, um diese kostbaren Minuten nicht zu verschwenden.

Auf der Unterseite des runden Gerätes finden sich der Netzwerkname und das Passwort, das für die Nutzung des Hotspots benötigt werden. Nun suche man auf dem zur Konfiguration verwendeten Gerät nach ebendiesem Netzwerk – im Idealfall gelingt dies ohne Probleme und nach einem Klick auf den Netzwerknamen und der Eingabe des Passwortes besteht eine Verbindung.

Neben dem Namen des Netzwerks und dem für den Zugang notwendigen Passwort findet sich auf der Unterseite des Solis auch eine Internetadresse. Diese muss – nachdem das zur Konfiguration verwendete Gerät mit dem Hotspot verbunden ist – im Browser aufgerufen werden. Auf dieser Seite erfolgt dann eine Registrierung des Gerätes. Darüber hinaus können über diese Seite Tagespässe gekauft werden.

Prinzipiell ist zu sagen, dass bei der Benutzung spürbar ist, dass Skyroam viel Wert auf Einfachheit und intuitive Verständlichkeit legt. Dies fällt in der Praxis insgesamt eindeutig positiv aus.

Einsatzmöglichkeiten und praktischer Nutzen

Zunächst sei gesagt, dass Einschätzungen hinsichtlich des praktischen Nutzens immer subjektiv sind. Für Menschen, die selten auf mobiles Internet außerhalb des Heimatlandes angewiesen sind, hat diese orangefarbene Box höchstens dekorativen Charakter. Vielreisende, die aus unterschiedlichsten Gründen an jedem Ort der Welt auf schnelles, verlässlich verfügbares Internet angewiesen sind, werden in ebendieser Box viel mehr ihren persönlichen Heilsbringer und Retter in der Not sehen.

Letztendlich ist der Einsatz vor allem sinnvoll, wenn andere Möglichkeiten der Nutzung des Internets aus wirtschaftlichen oder praktischen Gründen kaum möglich sind. Wer sich beispielsweise längere Zeit in den Vereinigten Staaten aufhält und dort das mobile Internet nutzt, kann auch auf günstigere Alternativen wie örtliche Prepaid-Karten zurückgreifen. Doch auch das Roaming ist in den USA nicht besonders teuer. Anders sieht es oftmals in asiatischen Ländern aus. Hier zahlt man schnell auch mal 20 Cent pro Megabyte. In einem derartigen Fall kann der Solis von Skyroam mit seinen flexiblen Tagespässen eine perfekte Lösung darstellen. Mit diesem Gerät bleibt der Nutzer permanent flexibel, da kein Mobilfunkvertrag abgeschlossen werden muss. Die mobile SIM-Karte steht auf Abruf – besser gesagt: auf Knopfdruck – zur Verfügung, wenn sie benötigt wird.

Der Service kann in mehr als 120 Ländern genutzt werden. Skyroam hat hierzu Verträge mit mehr als 200 lokalen Mobilfunkanbietern geschlossen. Auf der Internetseite lässt sich herausfinden, in welchen Ländern eine Internetverbindung hergestellt werden kann. Es ist in jedem Falle ratsam, dies vor dem Kauf des Gerätes zu prüfen. Wer beispielsweise eine Reise in die ehemalige deutsche Kolonie Namibia plant, und sich mit dem Solis in der Tasche auf der sicheren Seite wiegt, wird eine böse Überraschung erleben, da in diesem Land bisher kein Solis-Partner existiert, was dazu führt, dass dort keine Internetverbindung aufgebaut werden kann. Darüber hinaus muss in dem Land bzw. in der Region prinzipiell mobiles Internet existieren – nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis, was bedeutet, dass in der näheren Umgebung des Standortes des Solis Sendemasten vorhanden sein müssen. Vor allem in wenig entwickelten Ländern könnte dies nicht immer der Fall sein.

Der praktische Nutzen ist letztendlich also von der Person des Nutzers sowie von den Ansprüchen ebendieses Menschen abhängig. Wer auch im Ausland auf schnelles, verlässliches Internet angewiesen ist, findet im Solis ein nützliches Gerät. Wer einmal jährlich für zwei Wochen in den Urlaub fährt, kann hingegen getrost auf diesen hübschen Hotspoterzeuger verzichten. Der Unterschied zwischen einem Fehlkauf und einer nützlichen Anschaffung ist also graduell und liegt nicht unbedingt im Wesen des gekauften Gerätes begründet.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.
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