Mobilgeräte Testberichte

Tablet-Test Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE

Display

Fragt Ihr mich, ist das Display eines der absoluten Highlights des Galaxy Tab S2. Ich mag ja generell AMOLED-Displays und hier handelt es sich um einen 9.7 Zoll großen, hellen und knackscharfen Vertreter dieses Typs. Schon beim ersten Einschalten bekam ich ein Grinsen auf dem Gesicht und das Bedürfnis, sofort ein Spiel zu installieren und freute mich auf das Surfen. Nach der typischen Einrichtung habe ich dies auch gleich getan. Dead Trigger 2 war die Wahl und ich gehe später gern noch auf die Multimedia-Fähigkeiten näher ein. Beim Surfen war es eine Wohltat für die Augen und bis auf den AMOLED-typischen, leichten Gelbstich bei weißen Flächen war alles perfekt. Wobei die Farben bei AMOLED auch immer etwas kräftiger sind. Ein technisch versierter Bekannter bezeichnet das immer mehr oder weniger liebevoll als Comic-Look. Ich hingegen mag das sehr und Samsung bietet auch glücklicherweise die bekannten Einstellmöglichkeiten bei der Farbwiedergabe.

Samsung Galaxy Tab S2-07

Bei einer Auflösung von 2.048 x 1.536 Pixeln (QXGA) und damit 264 ppi, werden Inhalte sehr scharf dargestellt. Wer einmal ein Tablet mit mindestens FullHD-Display genutzt hat, wird mit einer geringeren Auflösung auch nicht mehr glücklich. Im Gegensatz zu Handys ist der Unterschied bei Displaygrößen ab 8 Zoll nämlich deutlich sichtbar. Natürlich muss man hier auch den Preis in Relation sehen. Das 4:3 Format finde ich, bis auf die Wiedergabe von Videos, sehr praktisch. Da man auch viel surft, ist es imho das beste Format um Inhalte möglichst übersichtlich zu präsentieren.

Gibt es Kritik bei den Gleiteigenschaften oder anderen Punkten? Nein – es fühlt sich so gut an, wie es aussieht und die Helligkeit reicht mit 360 cd/m² auch im Freien zum Ablesen aus. In einem Satz – ein hervorragendes Display.

Hardware

Bewegen wir uns in der 500 Euro-Klasse, sollte ein Tablet eine potente Hardware liefern. Mich beeindrucken immer wieder die Exynos-Chips von Samsung. Es zeigt, dass Samsung eben einer der wenigen Hersteller ist, die nicht nur Einzelteile einkaufen und zu einem Ganzem zusammenfügen, sondern diese einzelnen Komponenten auch selbst entwickeln und herstellen. Man nehme 4 potente Cortex A57 Kerne und 4 stromsparende Cortex A53 Kerne und erhält einen Chip, der genügend Reserven für Leistung und gute Stromspareigenschaften für lange Laufzeit verbindet. Man muss aber auch erwähnen, dass es sich hier eigentlich um die Hardware-Spezifikation eines Note 4 handelt (gab es auch mit Snapdragon 805). Das bedeutet nichts Schlechtes – ist das Note 4 doch sehr schnell – aber ist eben auch keine Neuentwicklung oder Innovation.

Ich habe mit dem S2 viel gesurft, verschiedenste Casual und auch grafikintensive Spiele gespielt, habe Videos geschaut und gedreht und Musik gehört und Fotos gemacht. Ich hatte nie den Eindruck mangelnder Performance. Bei Crossy Road ruckelte es sehr selten, wenn sehr viel auf dem Schirm los war. Da Dead Trigger 2 aber problemlos lief, gehe ich eher von ineffizienter Programmierung der App aus. Ein wenig warm wurde das Gerät, wenn Leistung gefordert war. Die Hände habe ich mir aber nicht verbrannt.

Mit den 32 GB Speicher kommt man gut hin und es kann per MicroSD-Karte erweitert werden. Die 2 Öffnungen an der Unterseite beinhalten die Lautsprecher des Tabs. Insgesamt ergibt sich also Hardware der Oberklasse (nicht High-End) die für 98% der Nutzer vollkommen ausreichend sein dürfte.

Tabletpeicher 32 GB
Arbeitsspeicher 3GB
Prozessor Samsung-Exynos 5433
Grafik Mali T-760
Takt 4 x 1.9 GHz, 4 x 1.3  GHZ / 8 Kern
Displaydiagonale 9.7 Zoll Super-AMOLED
Auflösung 2.048 x 1.536 Pixeln (QXGA)
Helligkeit 360 cd/m³
Software Android 5.0.2, Touch-Wiz
Maße (B,H,T) 169 x 237.3 x 5.6 mm, 389 Gramm
Speicherkarte / Sim MicroSD / Nano Sim
Kamera / Video / Blitz / Front 8 MP / FHD Maximal / 2.1 MP
Konnektivität 4G, BT 4.1, WLAN (a,b,g,n,ac), GPS
Akku Lithium Polymer mit 5870 mAh

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Stefan Bumann

Etwas älter aber seit Jugendzeiten in Sachen Hard- und Software dabei. Studiere aktuell Informatik an der Universität zu Lübeck. Erste Konsole: Atari 2600 Erster Rechner: Amiga 600 Erster PC: 486 SX 25 Erster Handheld: GameBoy Original

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