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Redmi Note 11 Pro+ 5G im Test: Viel Smartphone für wenig Geld?

Im Bereich der Redmi Note 11 Serie von Xiaomi den Überblick zu behalten, ist gar nicht so einfach. Schließlich gibt es in der neuesten Generation mittlerweile sechs unterschiedliche Geräte. Die Hälfte davon verdienen in den Augen des chinesischen Tech-Konzerns den Beinamen „Pro“. Als Sperrspitze gilt dabei das nagelneue Redmi Note 11 Pro+ 5G. Dieses soll nach Herstellerangaben noch ein Quäntchen besser sein als es das Redmi Note 11 Pro 5G bereits ist. Auf den ersten Blick lassen sich dabei kaum Unterschiede feststellen.

Dies verwundert angesichts identischer Kamera, des selben Displays sowie eines übereinstimmenden Designs auch nicht wirklich. Unter der Haube soll es aber anders aussehen. Grund hierfür soll unter anderem die überarbeitete Akkuleistung sein, die dank 120 Watt Ladeleistung nun innerhalb von maximal 15 Minuten für eine volle Batterie sorgen soll. Darüber hinaus spendiert Redmi dem neuesten Smartphone den stärkeren Mediatek Dimensity 920 Prozessor. Ob sich der Aufpreis für das Pro+ lohnt, lest ihr in unserem Test.

Technische Details

Name Xiaomi Redmi Note 11 Pro+ 5G
Leistung MediaTek Dimensity 920 – CPU: Octa-core CPU, up to 2.5GHz – GPU: ARM Mali-G68
– LiquidCool Technology 2.0
– LPDDR4X RAM + UFS 2.2 storage – 6GB+128GB, 8+128GB, 8GB+256GB – Erweiterbar auf 1TB
– MIUI 12.5, based on Android 11
Kamera 108MP+8MP+2MP Triple-Kamera auf der Rückseite

– 108MP Hauptkamera – f/1.8 – 0.7μm, 9-in-1 binning into one large 2.1μm pixel – 1/1.52″ sensor size
– 8MP Ultraweitwinkelkamera – f/2.2, FOV 120°
– 2MP Makrokamera – f/2.4
– 16MP Frontkamera – f/2.4

Display 6.67″ FHD+ AMOLED DotDisplay
– 120 Hz Bildwiederholrate
– 2400 x 1080 Pixel
– Corning Gorilla Glass 5
Maße 163.65mm x 76.19mm x 8.34mm, 204 Gramm Gewicht
Akku 4.500 mAh großer Lithium-Ionen-Akku, HypeCharge mit beiliegendem 120 Watt Netzteil möglich
Konnektivität – SIM 1 + Hybrid (SIM or MicroSD)
– Bands:
2G: GSM: 850 900 1800 1900MHz
3G: WCDMA: 1/2/4/5/6/8/19
4G: LTE FDD: 1/2/3/4/5/7/8/12/13/17/18/19/20/26/28/32/66 4G: LTE TDD: 38/39/40/41/42
5G: n1/3/5/7/8/20/28/38/40/41/66/77/78
– Wireless Network
– Wi-Fi Protocol: Wi-Fi 6, 802.11a/b/g/n/ac
– Bluetooth 5.2
– NFC
– IR Blaster
Audio – Super linear Stereo Lautsprecher
– SOUND BY JBL | Hi-Res Audio | Hi-Res Audio Wireless | Dolby Atmos
– 3.5mm headphone jack
Sicherheit Fingerabdrucksensor an der Geräteseite oder Gesichter-Entsperren per Frontkamera
Preis 399,90 Euro (6/128), 429,90 Euro (8/128), 449,90 Euro (8/256)

Lieferumfang

Große Überraschungen gibt es im hochwertigen Pappschieber, der doch etwas an Apple-Smartphones erinnert, nicht. Nach einer kleinen Packung, in der sich eine praktische Hülle aus Silikon nebst ein wenig Papierkram befindet, folgt bereits das Gerät. Unter dem Redmi Note 11 Pro+ 5G erblickt man dann das gigantische Netzteil mit 120 Watt Leistung sowie ein Ladekabel (USB-A auf USB-C). Vor allem das Schnellladegerät finden wir angesichts des vergleichsweise niedrigen Preises wirklich beeindruckend.

Design und Verarbeitung

Auch, wenn die optischen Unterschiede zum Redmi Note 11 Pro 5G quasi nicht vorhanden sind, muss man noch einmal einen direkten Vergleich zum Note 10 als wahren Vorgänger anstellen. Hier kann man die Weiterentwicklung deutlich sehen. Insbesondere die Form des Rahmens hat sich stark geändert. Als Vorbild dient hierbei offensichtlich das iPhone 13. Ähnlich wie Apples aktuellste Smartphone-Serie setzt Xiaomi auch beim Redmi Note 11 Pro+ 5G auf klare Kante.

Im Vergleich zum Redmi 10 ist die 11. Generation deutlich kantiger.

Dies ist Geschmacksache und ich bin als iPhone-User ganz klar Fan des kantigen Designs. Schließlich sieht das nicht nur moderner aus, sondern sorgt auch für einen guten Halt in der Hand. Angesichts des hohen Gewichts (204 Gramm) und den alles andere als kompakten Maßen (163,6 x 76,2 x 8,3 Millimeter) ist das nicht  selbstverständlich. Wer kein Freund großer Smartphones mit hohem Gewicht ist, wird aber auch das Note 11 Pro+ 5G nicht toll finden.

Das Redmi Note 11 Pro+ 5G ist alles andere als kompakt. Eine bequeme Einhandbedienung dürfte nur Personen mit sehr großen Händen möglich sein.

Als ich das Smartphone zum ersten Mal in den Händen hielt, kam es mit sehr hochwertig vor. Es hätte mich nicht gewundert, wenn Xiaomi hier gar auf ein Aluminium-Chassis setzen würde. Dass der Hersteller hier auf Kunststoff setzt, verschleiert man gekonnt mit einer schönen Glasrückseite. Was mir richtig gut gefällt, ist das matte Design der Rückseite. Diese ist eine echte Kampfansage gegen hässliche Fingertapser. Wir hatten das Redmi Note 11 Pro+ 5G in Grau als Testobjekt zur Verfügung. Alternativ kann man sich das Smartphone auch in Blau oder Grün sichern.

Die Aufteilung der Tasten ist einer ergonomischen Bedienung zuträglich. Ein Blick auf die rechte Geräteseite fördert zum einen die Lautstärkewippe zutage. Diese bietet einen angenehmen Druckpunkt und lädt damit zum regulieren der Lautstärke ein. Darunter befindet sich der Fingerabdrucksensor, mit dessen Hilfe man das Smartphone bequem per Daumen oder einem anderen Finger entsperren kann. Der Sensor dient gleichzeitig als Power-Button, was das Entsperren des relativ großen Geräts sehr angenehm gestaltet. Im Test zeigte sich der Sensor extrem reaktionsfreudig und zuverlässig.

Auf der rechten Seite befinden sich neben dem Fingerabdrucksensor auch die Lautstärkewippe.

Während es auf der linken Seite nichts Spannendes zu entdecken gibt, befindet sich an der Oberseite einer der beiden Stereo-Speaker, ein Mikrofon, ein IR-Sender und, wer hätte es gedacht, ein klassischer 3,5 mm Klinkenanschluss. Letzterer ist im Jahr 2022 fast schon exotisch und wird den einen oder anderen sicher freuen. Auf der Unterseite befindet sich nicht nur der zweite Stereo-Speaker, sondern auch das zweite Mikrofon. Dazu gesellen sich ein USB-C-Port sowie der obligatorische SIM-Kartenslot. Letzteren kann man wahlweise mit zwei SIM-Karten oder aber mit einer SIM-Karte und einer MicroSD-Karte bestücken.

Auf der Rückseite erblickt man neben dem schicken matten Heck natürlich auch das Kameramodul. Dieses ist schon allein aufgrund seiner Größe kaum zu übersehen. Ich habe kein Problem mit großen Kameramodulen und nehme deren Ausmaße zugunsten guter Fotoqualität gerne in Kauf. Was mich aber wirklich stört, sind weit herausragende Kameramodule.

Beim Redmi Note 11 Pro+ 5G ist dies leider der Fall. Das Modul ragt stolze 2,5 mm aus dem Gehäuse heraus. Damit ist Wackeln auf flachen Oberflächen vorprogrammiert. Glücklicherweise legt Xiaomi ein Silikon-Case bei, das das Kippeln deutlich verringert. Kaum zu übersehen ist natürlich das gigantische AMOLED-Display, welches Redmi dem Note 11 Pro+ spendiert. Dieses misst 6,67 Zoll und bietet insbesondere rechts und links extrem dünne Bildschirmränder.

Die matte Rückseite beugt Fingerabdrücken gekonnt vor.

Am oberen Bildschirmrand befindet sich eine Punchhole-Notch, in der sich die Frontkamera versteckt. Mit 5 mm ist der untere Bildschirmrand deutlich dicker als oben und an der Seiten. Das könnte den einen oder anderen Freund von Symmetrie sicherlich stören. Das Redmi Note 11 Pro+ 5G ist nach IP53 vor dem schädigenden Eindringen von Spritzwasser geschützt. Das ist in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich.

6,67 Zoll AMOLED mit 120 Hz

Schon beim „normalen“ Pro war auf Seiten von Presse und Kundschaft ein fast schon überschwänglich positives Feedback zu vernehmen, wenn es um das Display ging. Wen wundert das? Schließlich lieferte Redmi ein 6,67 Zoll AMOLED-Display ab, welches 120 Hz bietet und dazu auch noch in 2.400 x 1.080 Pixeln gestochen scharf auflöst. Im Bereich der Mittelklasse-Smartphones ist das alles andere als typisch. Da verwundert es auch kaum, dass Redmi kurzerhand das Display auch beim Pro+ beibehält. Das sorgt dafür, dass der Bildschirm zwar immer noch sehr gut gut ist, ein Alleinstellungsmerkmal hat Redmi hier aber nicht mehr inne.

Das AMOLED-Display überzeugt mit hohen Kontrasten, lebendigen Farben und 120 Hz.

Schließlich hat auch die Konkurrenz dazugelernt, weshalb mittlerweile auch andere Geräte in der Preisklasse in Sachen Display-Technik mithalten können. Dennoch hat der Blick auf das Display auch mir richtig viel Freude bereitet. Dafür sorgt bereits der tolle Kontrast, der AMOLED-typisch ist. Ergänzt wird dieser durch lebendige Farben und eine tolle Helligkeit (maximal 1300 Lux). Da das Smartphone obendrein HDR-Inhalte wiedergeben kann, macht dank des großen Displays auch das Streamen der Lieblingsserie oder eines Filmes viel Spaß.

Die Bildwiederholrate kommt mit beachtlichen 120 Hz daher, was ein Garant für butterweiches Scrollen durch den Browser und für geschmeidige Bewegtbilder ist. Auch, wenn die Wohltat für die Augen geradezu süchtig macht, sollte man sich auch vor Augen führen, dass hohe Bildwiederholraten auch an dem Durchhaltevermögen des Akkus nagen. Dementsprechend kann man diese auch auf 60 Hz herunterschrauben. Das Redmi Note 11 Pro+ 5G macht dies erfreulicherweise automatisch, wenn die Anwendung ohnehin keine schnellen Bewegungen vorweist.

In der oberen Mitte befindet sich die Frontkamera.

Damit das Display vor Kratzern weitestgehend geschützt ist, setzt Redmi auf Corning Gorilla Glass 5. Trotz AMOLED-Technik verzichtet Xiaomi abermals darauf, dem Display des Redmi Always-On zu spendieren. Wenn du einen Blick auf das anpassbare „always“ on Display werfen möchtest, musst du dieses zunächst berühren. Nach einer gewissen Zeit geht dieses von selbst wieder aus. Wem Always-On als Feature wichtig ist, der sollte das im Hinterkopf behalten. Ansonsten beeindruckt das Display das Redmi Note 11 Pro+ 5G in seiner Gesamtleistung vor allem angesichts des niedrigen Gerätepreises auch heute noch.

Mediatek statt Qualcomm

Kommen wir zu den inneren Werten. In Sachen Prozessorleistung hat Redmi sich vom langjährigen Partner Qualcomm verabschiedet. Stattdessen werkelt im Redmi Note 11 Pro+ 5G der Dimensity 920 aus dem Hause Mediatek. Der im 6-nm-Verfahren gefertigte Prozessor bekommt Unterstützung von der Mali-G68 Grafikeinheit. Durch den Prozessorwechsel hat Xiaomi seinem Redmi Note 11 Pro+ 5G zu einem Leistungsschub gegenüber seinen Familienmitgliedern verholfen.

Ergebnis im 3DMark Wild Life

Darüber freut man sich insbesondere dann, wenn man gerne mit seinem Smartphone spielt. Insbesondere die direkten Vergleiche bei Benchmarks wie Geekbench 5 oder auch 3DMark fördern dies zutage. So punktet das Pro+ im 3D Mark Wild Life mit 1.957 Punkten (Pro: 1.209 Punkte). Im Geekbench 5 bietet das Pro+ hingegen 734 Punkte (Single-Core) und 2.215 (Multi-Core), während das Pro 551 Punkte (Single-Core) und 1.761 Punkte (Multi-Core) vorweisen kann. Zahlen sind das eine, die allgemeine Performance das andere. Im Test erweist sich das Redmi Note 11 Pro+ 5G als erfreulich schnelles Smartphone.

Ergebnis bei Geekbench 5

Durch das System im Allgemeinen und Apps im Besonderen manövriert man sich wunderbar geschmeidig. Nerviges Ruckeln musste ich hier zu keinem Zeitpunkt verspüren. Allerdings machen die Ergebnisse der Benchmarks deutlich, dass das Redmi dann doch hinter einigen Konkurrenten liegt, was die Leistung angeht. Insbesondere das Realme GT Master Edition (Test) bietet mehr Power und ist dabei auch noch günstiger. Wenn wir über die Leistung reden, wollen wir auch noch ein paar Worte zu den möglichen Ausstattung verlieren. So kannst du das Redmi Note 11 Pro+ 5G wahlweise in den Versionen 6 GB RAM/128 GB Speicherplatz , 8 GB RAM/128GB Speicherplatz und 8 GB RAM/256 GB Speicherplatz kaufen.

Hauseigenes MIUI 12.5 auf Basis von Android 11

Auch bei seinem neuesten Werk setzt die Xiaomi-Tochter auf das hauseigene Betriebssystem MIUI 12.5. Dieses erinnert nicht ohne Grund an Google Android. Schließlich nimmt es sich Android 11 als Basis und spendiert dem Betriebssystem seine eigene Note. Im Test hatte ich zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Probleme mit MIUI 12.5. Weder Abstürze, noch nervige Ruckler trübten die User-Experience. Auch, wenn man kein reines Android bekommt, muss man hier keineswegs Huawei-ähnliche Zustände befürchten. Will meinen, dass das Note 11 Pro+ 5G selbstverständlich Google Services wie den Google Play Store bietet.

Durchschnittlich gute Triple-Kamera

Angesichts des positiven Feedbacks, das die Kamera des 11 Pro einheimsen konnte, waren meine Erwartungen an die Kamera des Redmi Note 11 Pro+ 5G groß. Xiaomi spendiert seinem Redmi Note 11 Pro+ 5G eine Triple-Kamera bestehend aus Hauptkamera (108 MP), Ultraweitwinkel (8 MP) und Makro-Kamera (2 MP). Während die Hauptkamera auf den identischen Sensor wie das klassische Note 11 Pro setzt, hat Xiaomi die beiden anderen Objektive ausgetauscht. An der Vorderseite befindet sich indes die Frontkamera, die mit 16 Megapixel auflöst.

Im Endergebnis bekommt man gute Fotos spendiert. Diese erweisen sich nicht nur als detailreich, sondern haben auch dank ihres hohen Kontrasts und der natürlichen Farben einen positiven Eindruck bei mir hinterlassen.

Dabei bietet die Kamera nicht nur Möglichkeit von schönen Portraitfotos, sondern hat auch einen Makromodus an Bord. Während der Bokeh-Effekt ersterer wirklich überzeugend ist, empfand ich die Makroaufnahmen mitunter etwas unscharf. Hier spürt man dann doch, dass „nur“ 2 Megapixel zur Verfügung stehen.

Ein Portraitmodus darf nicht fehlen.

In dunklen Lichtverhältnissen lohnt es sich durchaus, den Nachmodus einzuschalten. Dieser sorgt dafür, dass man auch zu später Stunde ganz gute Bilder schießen kann. Leider kommt es dabei nahezu immer zu einem Bildrauschen, aber auch hier sei wieder auf die Preisklasse verwiesen. Im direkten Vergleich sorgt der Nachtmodus dafür, dass das Bild nicht nur besser belichtet, sondern auch weniger verschwommen ist als im normalen Modus.

Bei der Frontkamera gibt es herzlich wenig zu meckern. Diese ist dank 16 Megapixeln nicht nur erfreulich scharf, sondern punktet im Test auch mit einer schönen Farbwiedergabe, die gute Selfies verspricht. Natürlich lassen sich auch Bewegtbilder aufzeichnen. Beim Redmi Note 11 Pro+ 5G kannst du dabei Videos in Full HD mit 30 FPS aufzeichnen.

Frontkamera

Videos in 4K sind leider nicht möglich, was wirklich schade ist. Kurzum lässt sich das Redmi Note 11 Pro+ 5G bedenkenlos für den gelegentlichen Schnappschuss zwischendurch nutzen. Wer hingegen ein Mittelklasse-Smartphone mit überzeugender Kamera sucht, sollte sich lieber bei einem anderen Hersteller umschauen.

5G wird zum Standard

Kannst du dich noch an die Zeit erinnern, als 5G langsam aber sicher etabliert wurde? Während der moderne Mobilfunkstandard zu Beginn nur einigen wenigen hochpreisigen Flaggschiffen vorbehalten war, ist er mittlerweile auch in den Reihen der Mittelklassegeräte angekommen. Dies ist auch beim Redmi Note 11 Pro+ 5G der Fall. Hier sorgt aber kein Qualcomm Prozessor, sondern der Mediatek Prozessor für eine breite Kompatibilität nicht nur zu 5G, sondern auch zu vielen 4G-Bändern. Auf dem neuesten Stand ist das Redmi Note 11 Pro+ 5G auch dank Bluetooth 5.2 und WiFi 6. Obendrein bietet das Redmi NFC, was auch Features wie kontaktloses Bezahlen ermöglicht.

Eine volle Akkuladung in 20 Minuten

Das Redmi Note 11 Pro+ 5G soll durch seine fortschrittliche Akkuperformance punkten. Dabei spricht der Hersteller Xiaomi aber ganz offensichtlich nicht von der Kapazität seiner Smartphone-Batterie. Diese schrumpft nämlich kurzerhand von 5000 mAh des Redmi Note 11 Pro 5G auf 4500 mAh. Der Hersteller sah sich zu diesem Schritt gezwungen, um seine rasend schnelle Schnellladefunktion bieten zu können.

Das wuchtige Netzteil lädt den Akku des Redmis rasend schnell wieder auf.

Der in zwei Zellen aufgeteilte Akku kann nun nämlich mit der stolzen Leistung von 120 Watt aufgeladen werden. Das Design mit zwei Zellen ist ursächlich für die Verkleinerung, aber auch der Wegbereiter dafür, dass der Akku innerhalb von knapp 20 Minuten von 0 auf 100 Prozent geladen wird. Da kann man auch über die Laufzeit hinwegsehen, die noch immer locker einen Tag Smartphone-Nutzung ermöglicht, aber keine Rekorde brechen wird.

Fazit

Mit dem Redmi Note 11 Pro+ 5G hat Xiaomi ein richtig tolles Stück Technik zum fairen Preis abgeliefert. Im Vergleich zum Note 11 Pro punktet es dabei mit ein wenig mehr Leistung. Das betrifft nicht nur den etwas stärkeren Mediatek-Prozessor, der gegenüber dem Snapdragon aus dem Note 11 Pro die Nase vorn hat. Auch die beeindruckende Schnellladefunktion konnte im Test punkten. Da nehme ich auch gerne in Kauf, dass das Durchhaltevermögen im Vergleich zum Vorgänger den kürzeren zieht.

Die Verpackung erinnert durchaus an Premium-Produkte von Apple.

Ansonsten hält es Xiaomi bei seinem Redmi Note 11 Pro+ 5G eher gemäß dem Motto „Schuster bleib bei deinen Leisten“. So ruht sich das Unternehmen zu Recht auf seinen Lorbeeren aus. Schließlich gibt es in Sachen Verarbeitungsqualität und Design kaum Besseres in dieser Preisklasse – gesetzt dem Falle, man hat kein Problem mit großen und schweren Smartphones. Bei der Kameraleistung gibt es hingegen einiges zu meckern. Der Makromodus ist enttäuschend und die allgemeine Bildqualität ist nicht mehr als guter Durchschnitt. Wer damit kein Problem hat, bekommt hier viel Smartphone für wenig Geld.

Xiaomi Redmi Note 11 Pro+ 5G

Verarbeitung
Hardware
Multimedia
Performance
Akku
Preis-Leistungs-Verhältnis

87/100

Das Redmi Note 11 Pro+ 5G ist eine sinnvolle Verbesserung des klassischen Pro 5G. Wer kein Problem mit großen Smartphones hat und obendrein nicht allzu viel Wert auf die Kameraqualität legt, bekommt mit Xiaomis Smartphone viel Smartphone für wenig Geld.

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Jens Scharfenberg

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