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HP Omen 16 (2024) Test: QHD-Gaming-Notebook mit Core i9 und RTX 4080

Für einen fairen Preis schnürt HP mit dem neuen Omen 16 ein stimmiges Gesamtpaket aus ansprechendem 240-Hz-Display, schnellem Intel Core i9 14900HX und GeForce RTX 4080. Ob und für wen sich der Kauf lohnt, klärt unser HP Omen 16 (2024) Test der Modellvariante „HP Omen 16-wf1078ng“.

Technische Daten

Produkt HP Omen 16-wf1078ng
Prozessor Intel Core i9-14900HX (24 Kerne, 2.2 – 5.8 GHz)
Grafikleistung Nvidia GeForce RTX 4080 (12GB GDDR6 VRAM); 145 W TDP
Display 16 Zoll; QHD; 240 Hz
Speicherplatz 1 TB SSD (NVMe PCIe 4) installiert
Arbeitsspeicher 32 GB DDR5-RAM (2x 16GB DDR5-5600 SO-DIMM)
Tastatur Mechanisch; Full Size; mit RGB-Beleuchtung
Betriebssystem Windows 11 Home
Konnektivität Wi-Fi 6E; Bluetooth 5.3
Abmessungen (B x T x H) 369 mm x 259 mm x 23,5 mm
Gewicht 2,39 kg (ohne Netzteil)
Preis € 3.276,99 *

HP Omen 16 (2024) Test: Design und Verarbeitung

Das HP Omen 16 (2024) greift dasselbe schlichte und Office-taugliche Design auf, das bereits die Vorgänger wie den Omen 17 (unser Test) auszeichnete. Das robuste Aluminium-Chassis kommt in dunkelgrauer Farbe (Shadow Black) daher und hinterlässt optisch einen sehr guten Eindruck.

Wichtigster Designunterschied ist, dass das Omen-Logo auf dem Deckel durch einen entsprechenden Schriftzug ersetzt wurde, dabei schützt die matte Oberfläche recht gut vor Fingerabrücken.

Es handelt sich um ein angenehm dezentes Design, das ohne viel Bling-Bling auskommt, während sich das Notebook auch hinsichtlich der Verarbeitung kaum Patzer leistet. Das Display wippt aber, wie schon beim Omen 17, recht stark nach was und das bereits bei leichten Berührungen.

Mit Abmessungen von 369 mm x 260 mm x 23,5 mm (Breite x Tiefe x Höhe) ist das Omen 16  spürbar größer und wuchtiger als das Transcend 16 aus gleichem Haus, das wir im August 2023 getestet haben.

Ein Gaming-Bolide wie der XMG Neo 16 (unser Test) fällt hingegen, trotz gleicher Displaygröße, nicht nur spürbar größer, sondern auch über 100 Gramm schwerer aus als das Omen 16 mit 2,39 kg. Die Wartung erfolgt über Kreuzsschlitz-Schrauben an der Unterseite des Notebooks, die den Arbeitsspeicher (zwei SO-DIMM) und die M.2-SSD freigeben. Beide lassen sich auf Wunsch austauschen und ersetzen.

Ausstattung und Anschlüsse

Die Ausstattung des HP Omen 16 (2024) kann sich absolut sehen lassen. HP kombiniert den Intel Core i9-14900HX samt 24 Rechenkerne mit Taktraten von bis zu 5,8 GHz mit 32 GB DDR5-5600-RAM und einer 1 TB großen PCIe 4.0-SSD aus dem Hause SK Hynix.

Als Grafiklösung kommt die NVIDIA GeForce RTX 4080 Laptop-GPU mit 12 GByte VRAM zum Einsatz, die allerdings leider etwas beschnitten ist und sich maximal 145 Watt genehmigen darf. Damit liegt sie deutlich unter dem Maximum von NVIDIA, die hier bis zu 175 Watt ansetzen.

Nichts auszusetzen gibt es bei der restlichen Ausstattung. Geboten werden modernes Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.3 und eine 1080p-Webcam mit 2,1 Megapixeln Auflösung, die eine gute Bildqualität bietet und über einen Hardware-Shutter verfügt.

HP Omen 16 (2024)

HP spendiert dem Notebook darüber hinaus zwei HyperX-Lautsprecher, die DTS:X Ultra unterstützen, klanglich leider aber nicht überzeugen können. Der Klang ist okay, allerdings mangelt es hörbar an Details und Bässen. Im Lieferumfang enthalten ist das kabellose HyperX Cloud II Core Gaming-Headset.

Anschlüsse des HP Omen 16 (2024)

Anschluss-seitig ist das HP Omen 16 (2024) gut aufgestellt. Auf der linken Seite erwarten dich zwei Thunderbolt-4-Anschlüsse mit PowerDelivery und DP-Alt-Modus, sowie ein kombinierter 3,5-mm Klinkenanschluss.

Rechts hingegen gibt es nur einen einzigen USB-A-Port (USB 3.2 Gen 1). Auf der Rückseite findest du neben dem Netzanschluss Gigabit-LAN, HDMI 2.1 und einen weiteren USB-A 3.2 Gen 1-Port.

Auf einen SD-Kartenleser verzichtet HP hingegen leider vollständig. Sehr schade, denn gerade links wäre dafür noch mehr als genug Platz gewesen. Die Anschüsse wurden also 1-zu-1 aus dem HP Omen Transcend 16 übernommen.

Das Display des HP Omen 16 (2024)

Das Display des HP Omen 16 (2024) markiert einen kleinen Rückschritt zum (günstigeren) Transcend-Notebook, denn statt eines Mini-LED-Displays kommt hier ein normales IPS-Panel zum Einsatz.

Das macht seine Sache allerdings wirklich gut. Geboten wird eine QHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln bei einer satten Bildwiederholrate von 240 Hz und einer niedrigen Reaktionszeit von 3 ms.

Zudem punktet das Anzeigegerät mit einer überzeugenden Farbdarstellung, guten Kontrasten und einer hervorragenden Blickwinkelstabilität.

Die durchschnittliche Helligkeit liegt bei 300 cd/m² und ist damit etwas geringer als bei den meisten anderen Gaming-Notebooks in dieser Preisklasse. Vor allem in helleren Umgebungen wird das deutlich spürbar. Alles in allem ein gutes Display, das mit Ausnahme der 240 Hz aber keine nennenswerten Alleinstellungsmerkmale bietet.

Tastatur und Touchpad

Ebenfalls übernommen aus dem Transcend wurde die Chiclet-Tastatur des HP Omen 16 (2024), die zugunsten etwas bereiterer Tasten und Abstände auf einen Nummernblock verzichtet. Dafür gibt es rechts zwei Zusatztasten für den Omen Hub und Taschenrechner, die semi-transparenten WASD-Tasten des Transcend sind hier allerdings schwarz gehalten.

Das Tippgefühl der Tastatur geht absolut in Ordnung, der mittlere Hub erlaubt präzise Auslösungen und der Druckpunkt ist klar definiert. Das Trackpad ist 12,5 cm x 8 cm große (Breite x Höhe) und punktet mit klaren Druckpunkten und einer angenehmen Größe.

Zudem bietet die Tastatur eine Per-Key-RGB-Beleuchtung, die sich im Omen Hub einstellen, per FN-Tastenkombination aber auch deaktivieren lässt.

Praxistest des HP Omen 16 (2024)

In der Praxis offenbaren sich beim HP Omen 16 (2024) die ersten Schwächen und die haben es mitunter in sich. Das beginnt bei der hohen Lautstärke des Gaming-Notebooks und das, obwohl Laptops in diesem Segment ja ohnehin nicht als Leisetreter bekannt sind.

Im Omen Hub können wir zwischen drei Profilen wählen: Eco (leise, aber langsamer), Ausgeglichen und Leistung.

Bereits im standardmäßig aktivierten ausgeglichenen Modus wird das Omen 16 mit bis zu 51 dB(A) unter Last deutlich und noch dazu recht hochfrequent auf. Im Leistungsmodus, der in Spielen ein paar mehr FPS herauskitzelt, wird es mit 61 dB(A) sogar schon unangenehm laut.

Gleichzeitig erwärmt sich das Chassis unter Volllast auch merklich. Vor allem im oberen Bereich der Tastatur wird es beim Zocken unangenehm warm, weil die Lüfter dort an der Rückseite die heiße Luft auf dem Gehäuse pusten.

Abseits dessen gibt das HP Omen 16 (2024) in der Praxis aber eine sehr gute Figur ab und punktet mit einer hervorragenden Performance. Der HP Omen Hub wartet zudem mit praktischen Funktionen auf und ermöglicht ein Hardware-Monitoring, eine Anpassung der RGB-Beleuchtung und sogar Undervolting der CPU in einem klaren Layout mit umfangreichen Erklärungen für Einsteiger.

Benchmark: Produktivität, System, SSD und Gaming

Wie schlägt sich das HP Omen 16 (2024) samt Core i9-14900HX denn in der Praxis? Das habe ich mir, wie immer, anhand verschiedener Benchmarks und Spiele ganz genau angeschaut. Alle Tests wurden im Gaming-Modus durchgeführt, der die maximal mögliche Leistung zur Verfügung stellt.

Die Produktivitäts- und Systemleistung messe ich mit PCMark 10 und Cinebench R23. PCMark 10 simuliert bei Durchführung des Benchmarks unterschiedliche Workflows, die Textverarbeitung, Surfen im Internet und Tabellenkalkulationen miteinbeziehen. Cinebench hingegen misst die Geschwindigkeit der CPU-Kerne einzeln, sowie im Multi-Core-Betrieb.

Neu in unserer Benchmark-Teststrecke sind ab sofort auch Geekbench 6, das die Leistung der CPU im Single- und Multi-Core-Bereich, sowie die Power der GPU bemisst. Außerdem kommt ab sofort auch Cinebench 2024 zum Tragen, das seit September 2023 mit einer neuen Engine und einer gleichförmigeren Benchmark-Szene bessere Vergleichsmöglichkeiten bietet.

Für die Gaming-Tests kommen neben dem synthetischen Benchmark 3DMark auch verschiedene Spiele wie F1 22 samt Raytracing, Final Fantasy XV und viele mehr zum Einsatz. Die SSD-Geschwindigkeit misst AS-SSD.

SSD-Benchmark: AS-SSD

Als SSD kommt eine SK Hynix PC801 mit einer Kapazität von 1 TB und einer PCIe 4×4 Anbindung zum Einsatz, die mit sehr guten Geschwindigkeiten und niedrigen Latenzen punktet. 5.562,76 MB/s lesend und 3.517,86 MB/ schreibend können sich absolut sehen lassen. Die SSD nutzte HP bereits beim Omen 17 (2023).

Erfreulicherweise kann die PC801 diese Leistung auch bei deutlich größeren Dateien aufrecht erhalten: Im 10-GB-Test waren nur minimale Leistungseinbrüche messbar.

Lesen Schreiben
Sequenziell 5.562,76 MB/s 3.517,86 MB/s
4K 67,96 MB/s 247,01 MB/s
4K-64Thrd 865,74 MB/s 3.623,80 MB/s
Zugriffszeit 0,017 ms 0,017 ms

Cinebench, Geekbench und PCMark

Im Cinebench R23-Benchmark bleibt der Core i9 zumindest im Multi-Core-Test deutlich hinter den Erwartungen zurück. So liegen die Resultate hier eher auf dem Niveau des Vorgängers Core i9-13900HX.

Warum das so ist, kann ich mir allerdings auch nicht erklären. An den Power-Limits oder anderen Einstellungen kann es nicht liegen.

Das Medion Erazer Beast X40 (unser Test) hat gezeigt, was hier möglich ist. Über 29.000 Punkte sind im Multi-Core-Test theoretisch möglich, teilweise sogar über 30.000. Das HP Omen 16 kommt aber nur auf magere 18.895 Punkte und rangiert damit auf Augenhöhe mit dem 13900HX aus dem Transcend 16.

Lediglich bei der Single-Core-Leistung erreicht das aktuelle Gaming-Notebook die Werte, die man von der CPU auch erwarten darf. Anders sieht es in Cinebench 2024 aus, auch wenn uns hier aktuell noch Vergleichswerte aus dem Bereich der Gaming-Notebooks fehlen.

1.038 Punkte im Multi-Core- und 128 Punkte im Single Core-Test attestiert der Benchmark dem Notebook , das ist spürbar mehr als im Core Ultra 7 155H oder AMD Ryzen 9 7940HS.

Anders sieht es jedoch wieder im ganzheitlichen PCMark-Test aus, in dem der HP Omen 16 (2024) sowohl im Gesamtergebnis als auch in den Teilbereichen das Medion Erazer Beast X40 schlägt. Mit Ausnahme der Digital Content Creation, wo das Beast dank RTX 4090 natürlich klar die Nase vorn hat. 8.479 Gesamt-Punkte sind jedenfalls ein sehr gutes Ergebnis.

Benchmark Ergebnis
Cinebench R23 Multi Core 18.845 Pkt.
Cinebench R23 Single Core 2.194 Pkt.
Cinebench 2024 Multi Core 1.038 Pkt.
Cinebench 2024 Single Core 128 Pkt.
Cinebench 2024 GPU 15.154 Pkt.
PCMark 10 Gesamtwert 8.479 Pkt.
PCMark 10 Essentials 11.554 Pkt.
PCMark 10 Productivity 10.834 Pkt.
PCMark 10 Digital Content Creation 13.213 Pkt.
Geekbench 6 Multi Core 16.597 Pkt.
Geekbench 6 Single Core 3.017 Pkt.
Geekbench 6 GPU 153.892 Pkt.

Grafik- und Gamingleistung

Das HP Omen 16 (2024) bietet dank der RTX 4080 eine überzeugende Gaming- und Grafik-Performance für QHD-Auflösungen mit maximalen Grafikdetails. Dabei gilt es zu beachten, dass der Modus „Leistung“ eine deutlich bessere Performance ermöglicht:

Bis zu 20 Prozent höhere Framerates sind, abhängig vom jeweiligen Spiel, möglich. Wenn du dafür natürlich die unerträglich lauten Lüfter in Kauf nimmst.

Allgemein hat die Gaming-Leistung allerdings unter der beschnittenen Grafikeinheit zu leiden. Mit einer TGP von 130 Watt kann das HP Omen 16 nicht aus dem Vollen Schöpfen. Die Performance liegt zwar merklich über der des Omen Transcend 16 mit RTX 4070 und ebenfalls 130 Watt, aber mindestens genauso deutlich unterhalb dessen, was die RX 4080 mit vollen 175 Watt zu Leisten im Stande ist.

Viele andere Gaming-Notebooks mit dieser Grafikeinheit erreichen hier deutlich mehr Leistung und das zu mitunter sogar niedrigeren Preisen. Was schade ist. Ich kann nur mutmaßen, dass sich HP bewusst war, wie heiß und laut das Notebook bereits mit 130 Watt wird und die Power-Limits entsprechend nicht noch weiter erhöhen wollte.

Benchmark (Modus Ausgeglichen) Ergebnis
Fire Strike Gesamt 23.227 Pkt.
Time Spy Gesamt 12.450 Pkt.
Port Royal Gesamt 8.735 Pkt.
Speed Way Gesamt 3.618 Pkt.
Solar Bay Gesamt 58.286 Pkt.
F1 22 (Ultra Preset) – 1080p 84 fps (Durchschnitt)
F1 22 (Ultra Preset) – QHD 66 fps (Durchschnitt)
Final Fantasy XV (High Quality) – 1080p 12.563 Pkt.
Final Fantasy XV (High Quality) – QHD 9.318 Pkt.
Shadow of the Tomb Raider (Ultra) – 1080p 157 fps
Shadow of the Tomb Raider (Ultra) – QHD 136 fps

Akkulaufzeit

Das HP Omen 16 (2024) ist mit einem 83 Wh starken Akku bestückt, der durch ein vergleichsweise kompaktes 280 Watt Netzteil mit Energie versorgt wird. Die Ladezeit von 0 auf 100 Prozent liegt bei etwa 1,5 Stunden, wobei die ersten 50 Prozent in nur 30 Minuten schnell geladen sind.

Die Laufzeiten von 2h 51 Minuten im PCMark Office Test, sowie 1 Stunde 19 Minuten im Gaming-Benchmark sind allerdings etwas mager.

HP Omen 16 (2024)

HP Omen 16 (2024) Test: Fazit

Das HP Omen 16 (2024) ist ein gutes Gaming-Notebook. Keine Frage. Die Verarbeitung passt, das Design ist angenehm schlicht und auch die Ausstattung und modernen Anschlüsse gefallen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch vieles, was komisch anmutet oder nicht ganz so gut gefällt.

Die GeForce RTX 4080 ist, im Vergleich zur Konkurrenz, eher schwach auf der Brust. Worunter dann wieder die Gaming-Performance leidet. Zudem werden die Lüfter mitunter unerträglich laut, gerade im Leistungs-Modus.

Alles in allem ergibt sich hier ein grundsolides Gesamtpaket, das in Anbetracht der Leistung und Qualität aber zu teuer ausfällt. Hier bietet die Konkurrenz mehr für dasselbe oder gar weniger Geld.

HP Omen 16 (2024) Test: Silver Award

HP Omen 16 (2024)

Design & Verarbeitung
Display
Ausstattung
Leistung
Akku
Preis-Leistungs-Verhältnis

83/100

Schlichtes Gaming-Notebook mit überzeugender Ausstattung, das für QHD gut gewappnet ist, sein Potenzial aber nicht voll ausspielen kann und dabei unter Last sehr warm und laut wird.

Philipp Briel

Ich bin leidenschaftlicher Gamer seit meiner frühen Kindheit und habe neben dem PC nahezu jede Spielekonsole bereits besessen. Auch Technik begeistert mich, vor allem brenne ich für Peripherie, PCs, Notebooks und Gadgets.

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