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Huawei Matebook D16 Test: Für manche das bessere Notebook

Neben dem bislang leistungsstärksten Matebook, namentlich dem 16s, hat Huawei im Juni ein weiteres 16-Zoll-Notebook vorgestellt, das ein wenig im Schatten des stärkeren Geschwistermodells stand. In unserem Huawei Matebook D16 Test verraten wir dir, warum es trotz weniger Leistung für dich vielleicht das bessere Notebook darstellen könnte.

Technische Daten

Prozessor Intel Core i5-12450H ( 8 Kerne, 12 Threads, 1.5 – 4.4 GHz)
Intel Core i7 12700H (14 Kerne, 20 Threads, 1.7 – 4.7 GHz) – Testgerät;
Grafikleistung

Intel UHD Graphics;
Intel Iris Xe – Testgerät

Display 16″; 2.520 x 1.680 Pixel; 60 Hz
Speicherplatz 1TB SSD (M.2 NVMe PCIe 3.0 x4)
Arbeitsspeicher 16 GB DDR5-3200
Tastatur Full-Size mit Hintergrundbeleuchtung
Betriebssystem Windows 11 Home
Konnektivität WiFi 6 (802.11ax); Bluetooth 5.1
Akku Li-Polymer; ‎60 Wattstunden
Abmessungen (B x H x T) 356 x 248 x 14,1 mm
Gewicht 1,70 kg (ohne Netzteil)
Preis € 1.558,00 *

Huawei Matebook D16 Test: Der Lieferumfang

Den Premium-Anspruch des Matebook 16s wird man mit dem Huawei Matebook D16 nicht ganz gerecht. Das zeigt sich bereits an der Verpackung, die – anders als beim teureren Bruder – in schlichter Papp-Optik daherkommt.

Dabei teilen beiden neuen 16-Zöller in etwa denselben Lieferumfang, der auch beim D16 überschaubar ausfällt. Neben dem Notebook selbst findest du ein rund zwei Meter langes USB-C- auf USB-C-Ladekabel im Karton, das durch ein 65-Watt-Netzteil ergänzt wird.

Huawei Matebook D16 Lieferumfang

Auch hierbei handelt es sich um ein „Huawei SuperCharge“-Netzteil, mit dem du auch Smartphones, Tablets und andere Geräte schnell mit Energie versorgen kannst. Eine kompakte Schnellstart-Anleitung, die eigentlich nur aus zwei Bildchen und einer halben Seite Text in 29 Sprachen besteht und eine Garantiekarte runden den Lieferumfang ab.

Design und Verarbeitung

Aus optischer Sicht gleicht das Huawei Matebook D16 dem 16s fast wie ein Ei dem anderen. Mit einigen wichtigen Unterschieden. Deswegen werde ich gleich nochmal einen direkten Vergleich zwischen beiden Notebooks anstreben.

Doch zunächst einmal zum D16. Dieses kommt in einer schicken, grauen Farbgebung daher (Space Grey). Auf dem Deckel prangt der Name des Herstellers. Das Notebook kommt auf eine Breite von 356 mm, ist 248 mm tief und ist im geschlossenen Zustand hinten 14,1 mm, vorne rund 10 mm hoch. Der Laptop bringt dabei angenehme 1,694 kg auf die Waage und liegt gut in der Hand.

An der Vorderseite sitzt mittig eine Plastikmulde, die ein leichtes Öffnen ermöglicht. Das Scharnier (ebenfalls als Plastik) sitzt dabei recht straff, womit sich das Matebook eben nicht mit nur einem Finger öffnen lässt.

Auf der linken Seite findest du im hinteren Bereich insgesamt vier Anschlüsse:

  • 1x USB-Type-C (unterstützt Daten, Laden und DisplayPort)
  • 1x USB-Type-C (unterstützt Daten und Laden)
  • 1x HDMI 2.0
  • 1x 3,5-mm-Klinke (2-in-1-Komboanschluss)

Die vier Anschlüsse werden auf der rechten Seite des Notebooks durch zwei USB-A-Ports ergänzt, von denen einer den schnellen USB 3.2 Gen1-Standard unterstützt. Der andere ist hingegen leider nur ein recht langsamer USB 2.0-Anschluss.

An der Unterseite findest du einen gummierten Standfuß an der Oberseite, der sich fast über die gesamte Breite des Notebooks erstreckt, sowie zwei kleinere Standfüße an der Unterseite. Auffällig in der Mitte ist zudem der breite Luftauslass, in dem allerdings nur ein Kühler auf der rechten Seite zu erkennen ist. Unten sitzen zudem links und rechts die verbauten Lautsprecher. An der Rückseite finden sich die Luftauslässe des Kühlsystems.

Auf der Innenseite des Deckels sitzt das matte IPS-Display, das mit schmalen Rändern 90 Prozent des Notebook-Körpers einnimmt. Mittig darüber die Webcam samt Status-LED. Unten finden wir die flache Full-Size-Tastatur (inklusive Num-Block!) samt eines minimal nach links versetzten Touchpads. Oben rechts darüber sitzt der Power-Button, der in seinem Inneren zudem einen Fingerabdruckscanner beherbergt.

Matebook D16
Die Tastatur kommt in voller Größe daher. Inklusive Ziffernblock.

Verarbeitung des Huawei Matebook D16

Die allgemeine Verarbeitungqualität des Notebooks liegt auf gutem Niveau, wenngleich man dem D16 den günstigeren Preis im Vergleich zum 16s deutlich anmerkt. Das beginnt bereits bei der Wahl der Materialien, wenngleich sich das Hartplastik durchaus robust anfühlt. Der Displaydeckel gibt unter Druck vor allem in der Mitte allerdings bedrohlich stark nach.

Huawei Matebook D16 Verarbeitung

Im aufgeklappten Zustand zeigt sich ein ähnliches Bild, denn Tastatur und gesamter unterer Teil zeigen ein ganz ähnliches Bild. Allerdings musst du schon wirklich ordentlich Druck aufbauen. Mehr, als es bei einer normalen Nutzung der Fall wäre. Ansonsten stimmt die Verarbeitung, gemessen am Preis, vor allem bei Tastatur und Trackpad.

Huawei Matebook 16s vs Huawei Matebook D16: Die Unterschiede

Mal abgesehen von der verbauten Hardware gibt es einige wichtige Unterschiede, die das rund 1.700 Euro teure Matebook 16s (unser Test) vom 1.300 Euro teuren D16 unterscheiden. Rein optisch kannst du beide Modelle, zumindest aus der Ferne, erst einmal kaum auseinanderhalten. Sie sind ungefähr gleich breit, gleich hoch und bieten ähnlich aussehende Anschlüsse).

Huawei Matebook 16s vs Matebook D16
Auf den ersten Blick gleichen sich beide Matebooks.

Bei genauerer Betrachtung allerdings schon. Hier zeigt sich, dass das D16 minimal weniger tief ausfällt. Unterschiede offenbaren Sich zudem hinsichtlich der Verarbeitung. Während das 16s vollständig aus Metall gefertigt ist, kommt beim D16 eben günstigeres Plastik zum Einsatz. Das resultiert auch in einem rund 300 Gramm niedrigeren Gewicht.

Wirklich interessant wird es allerdings auf der Innenseite. Das 16s bietet ein hoch-glänzendes Display, während das D16 auf ein besseres, mattes Panel setzt. Dafür löst das teurere Modell höher auf (2.520 x 1.680 Pixel gegenüber 1.920 x 1.200 Pixel) und bietet ein minimal besseres Kontrastverhältnis. Dennoch: Gerade draußen ist das matte Display des D16 deutlich besser ablesbar und gefällt uns daher besser. Dafür musst du allerdings auf den berührungsempfindlichen Touchscreen verzichten, den Huawei nur beim teureren Modell bietet.

Einen weiteren Unterschied findest du hinsichtlich Tastatur und Trackpad. Denn nur das Matebook D16 bietet ein volles Layout inklusive Num-Block. Während beim 16s die Stereo-Lautsprecher neben der Tastatur sitzen (und besser klingen), verbaut man sie beim D16 an der Unterseite.

Das schafft zusätzlichen Platz für den Num-Block samt vier Zusatztasten, die sich als durchaus praktisch erweisen. Auf der anderen Seite fällt das Trackpad beim D16 dafür deutlich kleiner aus. Die weiteren Unterschiede sind vor allem technischer Natur. So fehlt dem D16 beispielsweise Thunderbolt 4, der Akku und die NVMe SSD sind kleiner und statt LPDDR5-RAM gibt es etwas langsameren LPDDR4-Speicher.

Im Top-Modell des Matebook D16 kommt dieselbe Intel Core i7 12700H-CPU zum Einsatz, wie im Falle des 16s. Dafür zahlst du insgesamt auch ganze 400 Euro weniger. Theoretisch bietet das D16 also das bessere Preis-Leistungsverhältnis. Wobei die schnellere Kommunikation, der doppelte System- und der schnellere Arbeitsspeicher, sowie der Touchscreen den Aufpreis, je nach Anwendungsgebiet, wert sein könnten.

Tastatur, Trackpad und Praxis

Auch beim Huawei Matebook D16 kommt eine wirklich hervorragende Tastatur zum Einsatz. Das Tippen macht auf den flachen Tasten mit einem Hubweg von 1,5 mm einfach Freude und geht sehr präzise vonstatten. Angenehm und praktisch fällt zudem die dezente weiße Hintergrundbeleuchtung der Tasten aus. Aufgrund des Num-Blocks sind die Taste alle etwas näher zusammengerückt. Das Layout wirkt ein wenig zusammengestaucht, was bei mir für den einen oder anderen Vertipper sorgte.

Das Trackpad unterstützt Multi-Touch und löst ebenfalls präzise aus. Mit einer Größe von 12 cm x 7,3 cm (Breite x Höhe) ist es allerdings bedeutend kleiner als im Falle des 16s. Rein technisch und in der Praxis liegt es aber absolut auf Augenhöhe.

Eine Besonderheit der neuen Matebook-Modelle bzw. Huawei-Geräte im Jahr 2022 ist die Super Device Funktion, bei der andere Geräte des Herstellers sich besonders einfach koppeln und im Verbund nutzen lassen. Sehr praktisch, wenn du ohnehin im Huawei-Kosmos unterwegs bist. Funktioniert in der Praxis genauso gut wie bei Apple.

Huawei Super Device Funktion
Super Device sei Dank: Andere Huawei-Geräte lassen sich besonders leicht koppeln.

Die Huawei FreeBuds Pro 2 (unser Test) wurden sofort erkannt und können verbunden werden. Grundvoraussetzung für die Nutzung ist allerdings ein Huawei-Konto, in das du auch eingeloggt sein musst.

Display des Huawei Matebook D16

Beim Matebook D16 kommt ein FullView-Display mit IPS-Technik und einer Bilddiagonale von 16 Zoll zum Einsatz. Es setzt auf ein Seitenverhältnis von 16:10 und bietet damit mehr Platz für Inhalte in der Vertikale.

Es löst in 1.920 x 1.200 Pixeln auf und bietet damit eine Pixeldichte von 142 PPI. Damit liegt man deutlich unter dem Wert des Matebook 16s (189 PPI), was du in der Praxis auch merkst. Die maximale Helligkeit von 300 cd/m² und die TÜV-zertifizierte Low Blue Light-Filterung teilen beide Geräte, genau wie den 100-prozentigen sRGB-Farbraum.

Alles in allem gefällt mir das Display gut, was vor allem am matten Panel liegt, das deutlich weniger mit Spiegelungen zu kämpfen hat als das Matebook 16s. Dafür sind Farben, Kontraste und Schriften beim großen Bruder aber auch einfach nochmal etwas besser. Auch hier gibt’s zudem nur 60 Hertz.

Doch ganz ehrlich? Ich bevorzuge das matte Display des Matebook D16, denn auch hier sehen Farben schön kräftig und die Schriften knackig scharf aus. Dank der niedrigeren Auflösung ist die Navigation zudem etwas einfacher.

Huawei Matebook D16 im Praxistest

In der Praxis sorgt die neue Intel Core i7-12700H-CPU für ein flottes Arbeitstempo, wobei der Arbeitsspeicher für anspruchsvolle Anwendungen recht knapp bemessen sein dürfte. Gerade, da er mit dem LPDDR4-Standard langsamer arbeitet als beim Matebook 16s.

Die Grafikberechnung über die integrierte Intel Iris Xe Grafikkarte ist damit absolut ausreichend, disqualifiziert das Matebook D16 aber ebenfalls für sämtliche Gaming-Ambitionen.

Wirklich gut finde ich das relativ niedrige Gewicht in Kombination mit den Abmessungen. Dass auch nur 400 Gramm schon Welten bedeuten können, zeigt sich im direkten Vergleich beider 2022er-Matebooks deutlich. Gefühlt ist das D16 deutlich leichter als das 16s, was es in der Praxis mobiler und portabler wirken lässt.

Huawei Matebook D16
Die dezente, weiße Hintergrundbeleuchtung der Tastatur ist in zwei Stufen regelbar.

Was mir ebenfalls trotz der Position an der Unterseite gefällt, sind die verbauten Lautsprecher. Sie werden schön laut und geben einen wirklich guten Klang ab. Zumal sich dieser mithilfe der Windows-App Huawei Steuerfeld und den dortigen Audio-Geräteeinstellungen noch verbessern lässt. Was übrigens auch für verbundene Kopfhörer oder Mikrofone gilt.

Huawei Matebook D16 Audioverbesserung

Auch bei der Webcam lassen sich eine handvoll praktischer Einstellungen vornehmen, darunter eine Auto-Zentrierung oder die Möglichkeit, verschiedene Hintergrundbilder auszuwählen.

Huawei Matebook D16 Webcam

Im Huawei PC-Manager kannst du zudem zwischen einem Leistungsmodus und dem Modus „Ausgeglichen“ wählen. Ersterer soll eine bessere Leistung auf Kosten eines höheren Akkuverbrauchs bieten. In der Praxis fallen die Unterschiede zwischen den Optionen aber eher gering aus.

Benchmark: Produktivität, Systemleistung und SSD

Kommen wir also zum Härtetest für das Huawei Matebook D16. Wie schlägt sich das Notebook in den Benchmarks? PCMark 10 simuliert bei Durchführung des Benchmarks unterschiedliche Workflows, die Textverarbeitung, Surfen im Internet und Tabellenkalkulationen miteinbeziehen. Außerdem musste sich das Notebook im Benchmark-Test Cinebench R23 und Cinebench R20 beweisen.

Zudem vergleichen wir in allen Benchmarks die Unterschiede zwischen dem ausgeglichenen und dem Leistungsmodus und ziehen den direkten Vergleich zum Matebook 16s. Angenehm stechen darüber hinaus die Betriebstemperatur und Lüfterlautstärke ins Auge. Hier hatte die Vorgängergeneration offenbar mit Problemen zu kämpfen, wie ich aus anderen Tests entnehmen konnte.

Huawei Matebook D16
Das Matebook D16 bleibt auch unter Last sehr leise und lediglich handwarm.

Diese scheint Huawei in den Griff bekommen zu haben, denn auch unter Last drehen die Lüfter kaum hoch und bleiben weitestgehend unhörbar. Auch die Wärmeentwicklung gefällt und liegt nochmals unter der des Matebook 16s. Selbst unter Dauerlast im PCMark-Benchmarktest wird das Notebook an der Unterseite, sowie auf der Tastatur, lediglich handwarm und kann problemlos weiter genutzt werden.

Cinebench und PCMark10

Doch wie sehen die Ergebnisse denn nun aus? Widmen wir uns zunächst dem Rendering-Benchmark Cinebench R20. Hier läuft das D16 im Modus ausgeglichen bei 3.847 Punkten (Multi-Core) und 577 Punkten im Single-Core-Test.

Im Leistungsmodus ändert sich an den Werten nicht so viel wie erhofft. Am Ende landen wir bei 4.325 Punkten (Multi-Core) und 662 Punkte (Single-Core). Vor allem der Multi-Core-Wert liegt erstaunlich deutlich hinter dem des Matebook 16s, das hier auf 5.983 Punkte (Multi-Core) und 698 Punkte (Single-Core) kommt.

In Cinebench R23 zeichnet sich ein ganz ähnliches Bild ab. Hier erreicht das D16, zunächst wieder im Modus ausgeglichen, 9.063 Punkte (Multi-Core) beziehungsweise 1.437 Punkte (Single-Core). Im Leistungsmodus kommen wir auf 10.513 Punkte bzw. 1.776 Punkte. Auch hier liegen beide Werte deutlich unter denen des Huawei Matebook 16s (13.124 Pkt. / 1.816 Pkt.).

Der dritte Test im Bunde ist gleichzeitig auch der anspruchsvollste. PCMark10 testet das Huawei Matebook D16 auf Herz und Nieren. Endergebnis: 5.549 Punkte, gemessen im Leistungsmodus. Hier landete das Matebook 16s bei 5.879 Punkten und damit gar nicht mal so weit vor dem günstigeren Modell.

Matebook D16
Beim PCMark-Test landet das günstigere Notebook gar nicht so weit hinter dem 16s.

Die Ergebnisse überraschen zumindest in Teilen, setzen doch beide Laptops auf dieselbe CPU und eine ähnlich schnelle SSD. Verantwortlich für die niedrigeren Ergebnisse dürfte in diesem Fall vor allem der langsamere LPDDR4-Speicher sein.

Benchmark Huawei Matebook D16 Huawei Matebook 16s
Cinebench R20 (Leistung) 4.325 Pkt. / 662 Pkt. 5.983 Pkt. / 698 Pkt.
Cinebench R23 (Leistung) 10.513 Pkt. / 1.776 Pkt. 13.124 Pkt. / 1.816 Pkt.
PCMark 10 (Leistung) 5.548 Pkt. 5.879 Pkt.

SSD-Benchmark

Enttäuschend fällt hingegen einmal mehr die Leistung der verbauten Silicon Motion PCIe-8 SSD aus, die gerade beim Schreiben nochmals deutlich hinter der ebenfalls per PCIe 3.0-x4 angebundenen Variante des Matebook 16s liegt.

Beim sequentiellen Lesen liegen beide Notebooks in etwa gleich auf. Beim Schreiben hingegen fällt die NVMe-SSD im Matebook D16 spürbar ab und kommt nur auf 1.529,04 MB/s. Interessanterweise liegen aber alle anderen Werte in etwa auf Augenhöhe und das D16 hat teils sogar die Nase vorn. So fallen die Zugriffszeiten beim Lesen (0,029 ms gegenüber 0,031 ms) und Schreiben (0,017 ms / 0,024 ms) dafür beim günstigeren Notebook kürzer aus.

Matebook D16 SSD Benchmark

Akku: Lauf- und Ladezeit

Huawei legt dem Matebook D16 ein 60-Watt-Netzteil bei, mit dem sich beispielsweise auch Smartphones schnell laden lässt. Es lädt den 60 Wattstunden großen Akku des Laptops sehr schnell auf. In 1 Stunde und 48 Minuten ist die Batterie von 0 Prozent auf 100 Prozent wieder voll geladen.

Die Akkulaufzeit selbst fällt hingegen etwas ernüchternd aus. Nach ziemlich genau vier Stunden geht dem Laptop in unserem gemischten Akkutest aus WLAN-Nutzung, Streaming und Office-Arbeiten die Puste aus.

Huawei Matebook D16 Netzteil
Das Laden des Akkus geht dank 65-W-Netzteil fix. Die Laufzeit fällt mit rund 4 Stunden aber recht kurz aus.

Das ist nicht nur deutlich weniger als im Matebook 16s, sondern auch in etwa halb so lang, wie beim Matebook D16-Vorgängermodell aus dem Jahr 2021, das (trotz geringerer Kapazität von 56 Wh im Vergleich zu nun 60 Wh) zwischen sieben und acht Stunden lang durchhielt. Hier zeigt sich einmal mehr, dass die 12. Generation der Intel-CPUs hinsichtlich der Energieeffizienz nicht mit AMD mithalten kann. Im vergangenen Jahr setzte Huawei auf den AMD Ryzen 5 4600H.

Huawei Matebook D16 Test: Fazit

Das neue 2022er-Modell des Huawei Matebook D16 macht im Test eine ganze Menge richtig. Für einen relativ attraktiven Preis vereint der Laptop ein edles Design mit einer hochwertigen Verarbeitung. Zudem punktet er mit einer wirklich gelungenen Tastatur und einem präzisen Trackpad, mit dem das Arbeiten Spaß macht.

Auch die Leistung liegt auf gutem Niveau und dürfte für die meisten Anwendungsgebiete mehr als ausreichend Reserven bieten. Für Gaming-Ambitionen bist du hier allerdings an der falschen Adresse. Zudem gefällt mir das Display ausgesprochen gut.

Wenngleich du hier einige Abstriche im Vergleich zum hochwertigeren Matebook 16s in Kauf nehmen musst (beispielsweise bei der Auflösung oder dem fehlenden Touchscreen), gefällt mir das matte Display mit seinen satten Farben und der knackig scharfen Darstellung hervorragend.

Bei derselben CPU-Konfiguration kostet das D16 satte 400 Euro weniger als das 16s und kommt der Leistung in vielen Belangen bedrohlich nahe. Lediglich der langsamere Arbeits- und Systemspeicher machen sich im Benchmark-Test bemerkbar, in der Praxis fällt der Unterschied jedoch etwas geringer aus. Die Akkulaufzeit von nur knapp vier Stunden ist aber einmal mehr die Achillesverse des Notebooks.

Damit bietet das Huawei Matebook D16 (2022) das in meinen Augen attraktivere Preis-Leistungsverhältnis, wenn du mit den Einschränkungen leben kannst. In der Summe seiner Teilen ein wirklich gelungenes Notebook, mit dem du eine Menge Freude haben kannst.

Huawei Matebook D16 Test: Silver Award

Huawei Matebook D16

Design & Verarbeitung
Display
Ausstattung
Leistung
Akkulaufzeit
Preis-Leistungs-Verhältnis

86/100

Edles und hochwertiges Notebook mit schneller CPU, toller Tastatur und überzeugendem Display. Lediglich die Akkulaufzeit und der langsame RAM halten das neue Matebook zurück. Das Preis-Leistungsverhältnis überzeugt jedoch.

HUAWEI MateBook D16 im Preisvergleich



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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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R
Renalto

Neues Mitglied

1 Beiträge 0 Likes

Hallo Simon,

erst einmal danke für den sehr guten Test. Eine Frage habe ich jedoch noch.
Bzgl. der Verarbeitungsqualität schreibst du „Das beginnt bereits bei der Wahl der Materialien, wenngleich sich das Hartplastik durchaus robust anfühlt. Der Displaydeckel gibt unter Druck vor allem in der Matte allerdings bedrohlich stark nach.“

Lt Huawei sollte das Gehäuse doch aus Metall sein? Trifft das für den Displaydeckel nicht zu?

Viele Grüße
Renalto

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