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Acer Predator Cestus 510 – Gaming-Maus im Test

Mit der Predator Cestus 510 stellte Acer eine neue Maus vor, die das damalige Flaggschiff Cestus 500 ersetzen sollte. Die Cestus 510 hebt sich dabei insbesondere durch einen verbesserten Sensor und ein 4-Wege-Mausrad vom Vorgänger ab.

Für den Preis von derzeit Preis nicht verfügbar * erhält man mit der Cestus 510 eine Gaming-Maus, die eine gute Ausstattung mit einer besonderen Umsetzung der verbauten Taster kombiniert. Im Inneren der Maus werkelt ein Pixart PMW 3389 mit 16.000 DPI und einer maximalen Geschwindigkeit von 400 IPS. Die maximale Beschleunigung gibt Acer nicht an, laut dem Datenblatt des Sensors liegt sie bei 50 g.

Wie im Preisbereich üblich verfügt die Maus über einige austauschbare Elemente und eine RGB-Beleuchtung. Besonders sind die verbauten Omron-Switches: Unter jeder der Maustasten sind zwei unterschiedliche Taster verbaut, die auf 20 beziehungsweise 50 Millionen Klicks spezifiziert sind. Diese haben einen unterschiedlichen Druckpunkt, für jede Maustaste kann der zu nutzende Switch individuell ausgewählt werden.

Lieferumfang

Die Cestus 510 wird in einem Schwarz-Blauen Karton geliefert. Darin befindet sich, neben der Maus selbst, noch etwas Zubehör: Neben der allgegenwärtigen Anleitung liegen ein schwarzer und ein grauer Aufkleber mit dem Predator-Logo bei. Zudem gibt es eine Transporttasche mit Predator- sowie Acer-Branding, zwei alternative Gehäuseteile für die Maus und ein optionales Zusatzgewicht. Insgesamt kann man das Gewicht der Maus in zwei Stufen um insgesamt 10 Gramm erhöhen.

Design und Verarbeitung

Acers neue Maus richtet sich klar an Rechtshänder, das wird anhand des Layouts klar ersichtlich: Der Rücken und die rechte Fingerauflage lassen sich austauschen, die Daumenauflage ist hingegen fest verbaut und nicht für Linkshänder geeignet. Zudem befinden sich auf der linken Seite des Geräts zwei der Zusatztasten, die sich nur mit dem Daumen sinnvoll bedienen lassen.

Abseits der beiden Daumentasten gibt es noch die übliche DPI-Taste am Mausrücken. Weitere Bedienelemente sind neben den beiden Haupttasten und dem Mausrad nicht verbaut. Bei letzterem handelt es sich aber um ein 4-Wege-Mausrad, das also nach links und rechts gedrückt werden kann. Damit erhält man zwei zusätzliche Tasten, die man mit Funktionen belegen kann.

Besonders markant am Design der Acer Predator Cestus 510 sind die beiden Flügel seitlich der Maustasten. Bei diesen handelt es sich wirklich nur um ein Designelement, das im Betrieb keine Funktion hat. Die Maus ist breit genug ausgelegt, sodass man die Flügel im Betrieb nie berührt – sie stören also nicht.

Bei der Materialwahl setzt Acer auf einen mattschwarzen Kunststoff; lediglich die Zusatztasten sind glänzend. Das eingesetzte Material ist sehr griffig, die Verarbeitung makellos. Auch die geriffelte Oberfläche, die an den Seitenteilen eingesetzt wird, liegt sehr gut in der Hand.

An der Unterseite der Maus gibt es noch eine Besonderheit: Neben dem Sensor und den üblichen Gleitoberfläche sind hier noch zwei Schiebeschalter untergebracht. Mit diesen können die Switches der beiden Haupttasten ausgewählt werden, was die Lebensdauer und den Druckpunkt beeinflusst – mehr dazu im nächsten Kapitel.

Praxis

Im Test leistet der verbaute PMW 3389 eine tadellose Arbeit: Der Sensor überträgt Bewegungen präzise und ohne Jitter. Auch die Ergonomie der Cestus 510 ist lobenswert: Durch die austauschbaren Elemente an der Maus kann diese wahlweise für den Claw- beziehungsweise Fingertip- oder den Palm-Grip optimiert werden, was in der Praxis gut funktioniert. Die Maus kann auch durch verhältnismäßig große Hände noch bequem im Palm-Grip gehalten werden. Das ist mit vielen Konkurrenzprodukten nicht so gut möglich.

Im Betrieb sind alle Tasten der Maus problemfrei zu erreichen. Beispielsweise ist ein Wechsel des Profils über die DPI-Taste ohne Hinsehen oder umständliches Umgreifen möglich. Auch die Umsetzung des 4-Wege-Mausrads ist gelungen: Beide Zusatztasten sind problemfrei zugänglich und stellen somit eine sinnvolle Ergänzung dar.

Bei den umschaltbaren Omron-Switches unter den beiden Haupttasten handelt es sich tatsächlich nicht nur um Marketing: Beide Switches haben in der Tat einen deutlich unterschiedlichen Druckpunkt. Die auf 20 Millionen Klicks spezifizierten Taster bieten ein etwas knackigeres Druckgefühl, das mit einem höheren Druckwiderstand und einem lauteren Auslösegeräusch einhergeht. Die 50-Millionen-Taster sind hingegen sehr weich zu betätigen. Damit bietet Acer eine weitere sinnvolle Möglichkeit, um die Maus den eigenen Vorlieben anzupassen.

Auf Seiten der Ergonomie sowie der technischen Umsetzung spielt Acers Cestus 510 damit weit oben mit, auch wenn es für manche Anwendungsgebiete noch minimal bessere Lösungen geben würde. Schön wäre insbesondere eine zweite DPI-Taste gewesen, um auch das vorherige Profil anwählen zu können. Immerhin: Diese Funktion kann gegebenenfalls gut über das Mausrad realisiert werden.

Im Vergleich zur Cestus 500 fällt zudem die Möglichkeit weg, die Daumenauflage auszutauschen. Aus unserer Sicht ist das kein wirkliches Problem, da eine auslaufende Auflage wie bei der Cestus 510 ohnehin in jeder Haltungsart die bequemere Lösung ist. Nutzer, die das anders sehen, haben aber nun weniger Möglichkeiten als mit dem Vorgänger.

Software und Einstellungsmöglichkeiten

Wie heutzutage üblich, gibt es auch für die Cestus 510 eine passende Software. Die Konfiguration erfolgt über Acers produktübergreifendes Quartermaster-Tool, das schnell und ohne Registrierungszwang installiert werden kann. Die Software ist in schwarz, grau und türkis gehalten und hat ein modernes UI.

Der Programmstart dauert kurz, anschließend reagiert die Software flüssig. Änderungen an der Beleuchtung werden in Echtzeit auf den internen Speicher der Maus übertragen, alle anderen Funktionen werden erst nach Freigabe des Nutzers überschrieben. Das ist die ideale Lösung: Sie verhindert eine Fehlkonfiguration und ermöglicht es zugleich, dass man sich schnell die verschiedenen Lichteffekte ansehen kann.

Der erste Punkt „Tastenbelegung“ beinhaltet die gleichnamige Funktion: Hier können die verschiedenen Tasten der Maus mit Funktionen belegt werden. Dabei sind neben üblichen Maus- und Tastatur-Aktionen auch Programmstarts, ein Sniper-Modus sowie Makros möglich. Damit bietet Acer ein recht umfangreiches Paket, das die wichtigsten Funktionen abdeckt. Schön wäre es allerdings noch gewesen, die DPI-Rate des Sniper-Modus einstellen zu können. Zudem ist die Aufnahmefunktion von Makros recht langsam und hängt hinterher, sobald man schnell längere Zeichenfolgen eingibt.

Unter „Effekte und Farben“ sind die Beleuchtungs-Einstellungen zu finden. Die Maus bietet drei verschiedene Beleuchtungszonen, die unabhängig voneinander mit Farben und Effekten belegt werden können. Letztere können zudem in ihrer Geschwindigkeit konfiguriert werden. Die Helligkeit, Homogenität und Farbdarstellung der LEDs ist auf der Höhe der Zeit, hier liefert die Cestus 510 ein gutes Ergebnis.

Die Konfiguration des Sensors ist über die folgenden vier Punkte der Maus verteilt. Bis zu fünf DPI-Profile stehen zur Auswahl, die in 50-DPI-Schritten im Bereich zwischen 400 und 16.000 angepasst werden können. Die folgenden Punkte beinhalten ein optionales Angle-Snapping, die Abtastrate des Sensors, eine Oberflächen-Kalibrierung sowie die Lift-Off-Distance. Damit werden alle Ansprüche an die Sensor-Konfiguration abgedeckt, sofern man von einer getrennten DPI-Einstellung pro Achse absieht.

Fazit

Für derzeit Preis nicht verfügbar * erhält man mit der Acer Predator Cestus 510 eine Maus mit sehr guter Ergonomie und einem ebenso gut umgesetztem Sensor. Lediglich bei der Software lässt Acer derzeit noch ein kleines bisschen Potential ungenutzt, doch auch so ist die Cestus 510 auf jeden Fall einen zweiten Blick wert.

Acer Predator Cestus 510

Verarbeitung
Ausstattung
Ergonomie
Software
Preis-Leistungs-Verhältnis

Sehr gute Maus mit Potential bei der Software

Acer Predator Cestus 510
Dieses Produkt ist nicht verfügbar.

Valentin

Durchgeknallter Vollzeitnerd

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