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Asus ROG Strix Scope II 96 Wireless im Test

Asus ROG hatte anscheinend schon immer einen Fable für lange Produktnamen. Jetzt gibt es eine Tastatur mit richtig langem Namen, dafür ist sie aber im schmalen Formfaktor gebaut. Die Asus ROG Strix Scope II 96 Wireless ist nämlich eine Tastatur, der vier Prozent an Größe fehlt. Dafür sind hauseigene, austauschbare Switches sowie ein spezieller Wireless-Dongle mit an Bord. Was Asus ROG uns mit der Tastatur aber noch zu bieten hat, erfahrt ihr hier bei uns im Test.

Technische Daten

Tastenschaltertyp Asus ROG NX Snow (1,8 mm)
Angebotene Schaltertypen Linear
Schalter austauschbar ja
Material Aluminium
Abmessungen (L x B x H) 377 mm x 131 mm x 40mm
Gewicht 1012 Gramm (ohne Kabel)
Onboard-Speicher nicht angegeben (5 Profile, 3 RGB-Schemata)
Kabelanschluss USB-Typ-C
Rollover-Technologie N-Key Rollover
Tastenkappen PBT Double-Shot
Betriebsmodi Tippen; Gaming
Besonderheiten Austauschbare Tastenkappen
Farben Schwarz
Preis € 165,90 *

Design und Verarbeitung

Um kurz zu erklären, was es mit der 96 im Namen und den fehlenden vier Prozent der Größe hat. Die Asus ROG Strix Scope II 96 Wireless hat „nur“ 96 Prozent der Größe einer normalen Tastatur. Es fehlen ihr so gut wie keine Tasten. Der Numblock oder spezielle Multimediatasten wurden direkt an den Rest der Tastatur angegliedert. Entsprechend erhalten wir ein kompakteres Tastaturlayout. Ein paar Tasten, wie zum Beispiel Print, werden über die Funktionstaste angesteuert. Kein Verlust, wenn wir bedenken, was für ein platzsparendes Produkt wir erhalten. Und selbst auf eine Multimediataste wird nicht verzichtet, diese ist oben rechts angebracht.

Das Gehäuse ist aus Aluminium und macht allgemein einen sehr hochwertigen Eindruck. Die NX Snow Switches von Asus ROG sind in das Gehäuse eingelassen und müssen extra mit dem mitgelieferten Werkzeug entfernt werden. Das sorgt für bessere Stabilität beim Tippen und einen besseren Look. So stehen die Tasten nicht zu weit ab und die Tastenkappen müssen nicht unendlich lang sein. Apropos Tastenkappen, diese sind UV-beschichtet und bestehen aus PBT, was auch für die sehr gute Qualität spricht.

Oben rechts befindet das von Asus genannte Multiwheel. Diese übernimmt gleich mehrere Funktionen, welche über die Taste hinter dem beleuchteten ROG-Logo durchgeschaltet werden können. Zu den Funktionen zählt die Lautstärkeregelung, die Mediensteuerung oder das Regeln der Helligkeit der Tastatur. Über die Asus Armoury Crate-Software kann noch eine zusätzliche Funktion frei eingestellt werden.

Die Handballenauflage ist aus Kunstleder und wird per Magnet an der Tastatur festgehalten. Durch die Magneten wird die Auflage fest am Aluminiumgehäuse der Tastatur gehalten. Auch Verschieben sorgt für keinerlei Probleme. Die Polsterung ist sehr bequem, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht besonders dick wirkt.

Auf der Unterseite befinden sich zwei Standfüße, die in zwei verschiedenen Stufen aufgestellt werden können. Entsprechend verändert sich der Winkel der Tastatur und kann so an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Zusammen mit den Gummipads an den Standfüßen, kommen wir auf insgesamt fünf Pads, die festen Halt auf dem Schreibtisch sorgen.

Auch auf die Rückseite der Asus ROG Strix Scope II 96 Wireless müssen wir eingehen. Dadurch, dass es sich um ein kabelloses Produkt handelt, finden wir dort einen Schalter. Mit diesem können wir zwischen drei verschiedenen Modi umschalten: Bluetooth, Kabelgebunden und Wireless (2,4 GHz). Direkt daneben finden wir einen USB-Typ-C-Anschluss.

Praxistest und Tippgefühl

Asus hat sich mit der Strix Scope II 96 Wireless etwas besonderes ausgedacht. Nicht nur, dass auf langlebige PBT Double-Shot-Keycaps gesetzt wird, in den Schaltern sind spezielle Stabilisatoren verbaut. Diese sind extra abgeschirmt und zusätzliche geschmiert, um Reibung zu minimieren.

Außerdem ist ein Keycap-Puller mit im Lieferumfang enthalten, mit dem auch die Switches entfernt werden können. Ja, wie schon bei der Asus ROG Keris Wireless Aimpoint können hier die Switches getauscht werden. Bei eben jenen Switches setzt man auf eine Eigentwicklung: ROG NX Snow.

Die verbauten Switches haben ihren festen Auslösepunkt bei 1,8 mm. Die linearen Schalter benötigen eine Anfangskraft von 40 Gramm, zur schlussendlichen Bestätigung sind 54 Gramm notwendig. Kommt ihr von einer anderen Art Schalter zur Asus ROG Strix Scope II 96 Wireless müsst ihr euch selbstverständlich umgewöhnen.

Weiterhin wird N-Key-Rollover (oder Full-Key-Rollover) geboten, entsprechend wird jede gedrückte Taste, egal wie viele gleichzeitig, erkannt. Die USB-Abtastrate liegt bei 1.000 Hz, auch bei 2,4 GHz liegt diese bei 1.000 Hz. Der Onboard-Speicher kann bis zu sechs Profilen sichern, zusätzlich sind noch fünf Farbeinstellungen speicherbar. Makros können On-The-Fly aufzeichnet werden.

Die Tastatur bietet ein sehr angenehmes Tippgefühl. Durch die geschmierten Schalter kommen wir klar ohne viel Reibung zum Schaltpunkt, der ohne viel Kraftaufwand betätigt wird. Dazu tragen auch die einstellbaren Standfüße und die Handballenauflage bei. Die verwendete Dämmmatte kann bei Bedarf auch heraus genommen werden. Hierfür müssen aber alle Tasten und Switches entfernt werden.

Den gigantischen Wert von 1.500 Stunden Akkulaufzeit sollten wir natürlich auch erwähnen. Selbstverständlich wird der Wert nur bei ausgeschalteter RGB-Beleuchtung erreicht. Genau überprüft haben wir den Wert nicht, rein rechnerisch kommt dieser Wert definitiv hin. Ist die Beleuchtung eingeschaltet, kommen wir trotzdem noch auf 90 Stunden. Auch ein guter Wert, der sich auf bestätigen lies.

Software Asus Armory Crate

Wie auch bei der Keris Wireless, wird bei der Strix Scope II 96 Wireless als Software Asus Armoury Crate verwendet. An der Übersichtlichkeit hat sich noch nichts verändert und zum ersten Start müssen wir uns erst einmal auf die Suche nach der Tastatur begeben.

Über die Software können wir Profile anlegen, mehr als auf der Tastatur am Ende gespeichert werden können. Auf dem Onboard-Speicher finden bis zu fünf ihren Platz. Da die Asus ROG Strix Scope II 96 Wireless über RGB-Beleuchtung verfügt können wir diese auch über die Software verwalten.

Die wohl wichtigsten Bereiche sind Tasten und Multiwheel. Im ersten können wir für jede Taste frei individualisieren. Funktionen, Makros oder auch ganz anderen Funktionen sind überhaupt kein Problem. Es werden keinerlei Grenzen gesetzt und ihr könnt die Tastatur komplett frei an eure Bedürfnisse anpassen.

Eine kleine Besonderheit der Strix Scope II 96 Wireless ist das sogenannte Multiwheel. Es gibt drei vorgefertigte Funktion: Lautstärkeregelung, Mediensteuerung und Einstellung der Tastaturhelligkeit. Die Funktion können wir aber auch frei einstellen.

Außerdem können wir den Akkuladestand überprüfen, sowie Einstellungen zum niedrigen Akkustand oder das Ausschalten der Tastatur nach bestimmter Zeit vornehmen.

Fazit

Ihr wollt nicht auf den NumBlock verzichten, aber trotzdem eine kompakte Tastatur auf dem Schreibtisch haben? Vielleicht ist die Asus ROG Strix Scope II 96 Wireless genau das Richtige für euch. Durch die Dämmmatte unter den Schalter sowie das Schmiermittel ist der Tastenklang etwas gewöhnungsbedürftig, sollte aber reine Gewöhnungssache sein.

Dafür wird euch ein wirklich hochwertiges Produkt mit Tri-Mode-Verbindung inklusiver langer Akkulaufzeit geboten. Durch den kabellosen Modus bleibt euer Schreibtisch schön aufgeräumt. Habt ihr bereits ein anderes kabelloses Produkt von Asus ROG, wie die Keris Wireless Aimpoint, müsst ihr nicht einmal mit zwei Dongles arbeiten, sondern eins reicht aus.

Die Qualität aus hochwertigen Materialien, PBT-Tastenkappen, geschmierten Schaltern und kabelloser Verbindungsmöglichkeit lässt sich Asus ROG selbstverständlich bezahlen. Mit einem Preis von € 165,90 * Euro, können wir die Tastatur trotzdem ausnahmslos empfehlen.

Asus ROG Strix Scope II 96 Wireless

Verarbeitung
Ausstattung
Ergonomie
Software
Preis-Leistungs-Verhältnis

95/100

Die Asus ROG Strix Scope II 96 Wireless bietet sehr gute Verarbeitung, geschmierte sowie austauschbare Switches und ein angenehmes Tippgefühl inklusive passendem Klang.

Lukas Heinrichs

Mitgründer von Basic-Tutorials.de und leidenschaftlicher Zocker und zusätzlich noch Redakteur für den Blog, hält mich meistens mein Arbeitsleben von Unmengen an Artikel ab.

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