PC- & Konsolen-Peripherie

Backforce versus Vertagear: Die Nummer Eins gegen den leuchtenden Stuhl

Nicht nur deutsche Unternehmen spielen in der Super-Liga der Gaming-Chairs mit, sondern auch welche aus den USA. Die Rede ist in diesem Vergleich speziell von Vertagear. Der Gaming-Stuhl-Hersteller hat dabei gleich drei einzigartige Serien im Angebot, die jede für sich spezielle Eigenschaften mitbringen. Besonders Aufsehen erregen einige Modelle aber ihres Designs oder der RGB-Beleuchtung wegen. Ja, richtig gehört: Gaming-Chairs mit RGB-Beleuchtung. So naheliegend, so einfach die Idee.

Googelt man nach Vertagear wird das Ergebnis direkt mit den Worten „The Leader in the Best Gaming Chairs“ betitelt. Das sind große Worte in einem hart umkämpften Ranking. Wenn es aber nach unserer Top-5-Liste geht, steht Backforce mit seinen Stühlen One und One Plus an der Spitze.

Schauen wir also mal – abseits irgendwelcher Rankings – und vergleichen die Top-Modelle von Backforce und Vertagear direkt, um herauszufinden wer die wahre Nummer 1 ist. Lassen wir die Spiele beginnen!

Eckdaten zu den Unternehmen

  Backforce Vertagear
Gründung 2019 2015
Herkunftsland Deutschland USA
Markt-Segment Premium Premium
Zielgruppe (Größe) 150 – 192 cm Bis 188 cm
Zielgruppe (Gewicht) 45 – 130 kg Bis 200 kg
Preisspanne aller Stühle 499 – 629 Euro 259 – 899 Euro
Garantie 10 Jahre Je nach Bestandteil bis zu 10 Jahre
Besondere Features 5D-Armlehnen, flexible Lordosestütze, markantes Rückenschild, individualisierbare Extras RGB-Beleuchtung, einfache Montage, einzigartiges Design der Triiger-Serie, große Auswahl an Zubehör

Backforce: Jung und revolutionär

Gerade einmal frische zwei Jahre ist Backforce alt, aber bereits jetzt schon in aller Munde. Wie konnte die Marke so schnell aufsteigen und sich einen Platz im Olymp der Gaming-Stühle ergattern? Die Antwort ist einfach: Backforce gehört zum Stühle-Hersteller Interstuhl, die auf mehr als 60 Jahre Erfahrung zurückblicken können. Und genau die sind in den Backforce One geflossen, der 2019 erstmals vorgestellt wurde.

Mittlerweile wurde eine zweite Generation releast, der Backforce One Plus, welcher mit weitaus mehr Besonderheiten ausgestattet ist als sein Vorgänger. Dabei hat sich interstuhl nicht nur auf Ergonomie fokussiert, was bei Gaming-Stühlen mit das Wichtigste ist, sondern auch Optik und Langlebigkeit gewidmet.

Da Interstuhl seit Jahren ausschließlich in Deutschland produziert und das in Handarbeit, war es keine große Frage für das Unternehmen von der Schwäbischen Alb, dass es auch mit den Backforce-Stühlen so gehandhabt wurde. Das bietet dem Hersteller die Möglichkeit ganze 10 Jahre Garantie auf seine Gaming-Stühle zu geben. Eine Hausnummer, bei der bisher sonst kein anderer Anbieter mithalten kann. Schafft es Vertagear?

Was die Gaming-Stühle von Backforce auszeichnet

Wer ohne Wenn und Aber 10 Jahre Garantie vergibt, setzt natürlich nur auf beste Materialien und perfekte Verarbeitung. Beides können wir unterstreichen. Keine Naht ist schief, nichts wackelt oder quietscht. Verwendet werden Alcantara-Leder – sehr atmungsaktiv (auch im Sommer bei 40°) –, Aluminium für das Fußkreuz sowie Zwei-Schaum-Komponenten, damit jeder Teil des Hinterns den idealen Widerstand erhält.

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Das Beste ist in unseren Augen aber die Tatsache, dass in jedem Backforce eine Formholzplatte verbaut ist. Was Besseres kann einem Rücken nicht passieren, als in einem Stuhl mit einer solchen zu sitzen. Holz hat den Vorteil sich „bewegen“ zu können, während Stahlrahmen steif sind. Aber Stahl zu verbauen ist günstiger und sicherer für Unternehmen bezüglich der Garantie. Backforce macht in diesem Fall eine Ausnahme und kann dennoch Versprechen halten. Stahl ist natürlich dennoch verbaut, allerdings nur in der Funktion als Gerüst.

Was zudem den Komfort fördert, ist eine flexibel einstellbare Lordosenstütze – horizontal und vertikal –, Sitztiefen- sowie Sitzneigverstellung und 5D-Armlehnen beim Backforce One Plus. Letztere können sogar komplett weggeklappt werden, damit man näher an den Schreibtisch kommt, wenn es beim eifrigen Zocken mal nur 10 Zentimeter Abstand zum Bildschirm sein dürfen.

Doch nach Komfort und Langlebigkeit hört es bei Backforce eben noch nicht auf. Ein mehrschichtiges, futuristisch wirkendes Kunststoffschild verkleidet die Rückseite der Lehne. Ein Punkt, der bei den meisten Herstellern von Gaming-Stühlen meist missachtet wird. Außerdem fallen die Backforce-Stühle durch ein einzigartiges Design mit breiten Schultern auf, die oberflächlich mit Patches individualisiert werden können. Der Gamer Pulse, eine LED-Leuchte auf der Rückseite, setzt das i-Tüpfelchen auf (unserer Meinung nach) einwandfrei konzipierte Gaming-Chairs.

Kooperationen mit dem BIG-Clan, Paluten und Friendly Fire sowie zahlreiche weitere positive Reviews bezeugen übrigens, dass wir nicht als einzige so schwärmend von Backforce denken. Aber genug gelobt, kommen wir zum Herausforderer Vertagear.

Weitere Details unserer Reviews zu den Backforce-Stühlen lassen sich hier nachlesen:

Was die Gaming-Stühle von Vertagear auszeichnet

Bei den Vertagear-Stühlen ist es ebenfalls nicht möglich, uns kurzzufassen; so viel haben diese zu bieten. Zunächst sei erwähnt, dass der Hersteller nicht nur zwei Modelle zu bieten hat, sondern gleich drei ganze Serien. Dies ist ganz bestimmt auch der Tatsache geschuldet, dass Vertagear bereits seit 2015 am Markt ist und demnach etwas mehr Zeit hatte Gaming-Stühle zu entwickeln als Backforce.

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Insgesamt gibt es neun Modelle in den Serien S-Linie, P-Linie und der Triigger-Linie. Jede davon hat dabei einen anderen Schwerpunkt. Die S-Linie kann als Budgetserie verstanden werden, die sich besonders an Einsteiger richtet. Hier stechen typische Rennsitzlooks, langanhaltender Komfort dank gut gewähltem Schaumstoff sowie ein Submarininghügel beim SL4000 hervor. Die P-Linie ist dagegen auf größere Menschen und Pro-Gamer spezialisiert. Hier sticht ein ähnliches Aussehen wie bei Backforce hervor, nur mit dem Unterschied, dass sich Löcher in der Lehne befinden – wie man es von vielen Gaming-Stühlen kennt.

Details werden wir im direkten Vergleich der Topmodelle (One Plus vs. PL4500) noch näher erläutern. Aber so viel sei schon mal gesagt: Der PL4500 als Flaggschiff der P-Linie kann nicht nur RGB, sondern die Oberfläche wurde auch mit kaffeegetränkten Fasern überzogen. Ja, richtig gehört: „kaffeegetränkt“. Damit sollen jegliche Gerüche – wie beispielsweise von Schweiß – neutralisiert werden. Statt einer Formholzplatte wie beim Backforce wurde hier lediglich ein Stahlrahmen verbaut. Zusammen mit dem Aluminium-Fußkreuz halten die Gaming-Chairs in dieser Serie bis zu 200 kg aus. Da hat Backforce leider das Nachsehen.

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Aber der auffälligste Stuhl ist nicht mal der RGB-Chair von Vertagear, sondern die Stühle der Triigger-Serie. Sie machen ihrem Namen alle Ehre: sie triggern! Und das mit einem Aussehen, das schwer in Worte zu fassen ist. Wie gut, dass wir Fotos haben.

Alles an den Triiggern-Stühlen schreit nach Ergonomie, Belastbarkeit, Langlebigkeit und Design. Letzteres bildet sich aus Industriestahlgerüst, Kalbslederelementen und atmungsaktivem Netzkissenbezug. Selbst die felgenlosen Rollen machen ordentlich etwas her. Höhe und Winkel lassen sich zudem einstellen, wie man es gerne hat. Ausgeliefert wird die Serie zwar ohne Kopfstütze, diese ist aber im Onlineshop von Vertagear separat bestellbar.

Ebenso wie zahlreiche andere Goodies, was den Hersteller auch ein gewisses Alleinstellungsmerkmal in der Branche einbringt. Hier können neben Rollen und Kissen auch Drehkreuze mit Unterbodenbeleuchtung und RGB-Kits für andere Stühle außer dem PL4500 geordert werden.

Darüber hinaus können wir außerdem noch hervorheben, dass Vertagear bei allen Stühlen ausschließlich hochwertige Materialien, 3D- bzw. 4D-Armlehnen und individuell anpassbare Kippmechaniken verbaut. Wir wissen zwar nicht, wo Vertagear ihre Stühle herstellt, aber jeder einzelne ist herausragend verarbeitet. Daher können wir auch nachvollziehen, dass die Garantie sich bei Vertagear ebenfalls zum Teil auf 10 Jahre ausweitet – nur eben nicht auf komplette Stühle (ausgenommen die Triigger 350 Special Edition).

Außerdem kommt bei allen Vertagear-Stühlen der S- und P-Linie die patentierte Slide-In-Technik zum Tragen. Diese lässt die Stühle im Handumdrehen aufbauen.

Topmodelle: Der Backforce One Plus im Vergleich zum Vertagear PL4500

Lassen wir die jeweiligen Zugpferde der beiden Marken gegeneinander antreten. Dabei ist es durchaus schwer bei Vertagear den geeigneten Gegner zu finden, da die Triigger- und die S-Linie schwer mit dem One Plus vergleichbar ist. Aber nicht, weil sie unbedingt minderwertiger sind, sondern weil vor allem ein Triigger-Stuhl eine ganz andere Konzeption ist. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf sollte man das Duell zwischen One Plus und PL4500 also mit Vorsicht genießen.

Den Vorsprung baut Backforce zunächst mit der Formholzplatte im Rücken auf, wogegen ein Stahlrahme einfach nicht ankommt. In Sachen Polsterung, Stabilität und Verarbeitung gibt es aber jeweils ein Unentschieden. Besonders hat uns die HygennX-Technologie beeindruckt, welche kaffeegetränkte Fasern verwendet, um unangenehme Gerüche zu neutralisieren. Ein großartiges Extra, was Vertagear einen Punkt beschert.

Bezüglich Ergonomie und anpassbare Sitzposition braucht sich Vertagear ebenfalls nicht verstecken, auch wenn Backforces Synchronmechanik noch rückenfreundlicher ist. In Sachen Gewicht und Größe kann der P4500 aber mehr stemmen. Lediglich beim Thema Lordosenstütze gewinnt Backforce klar: Beim Vertagear-Stuhl ist nur ein Kissen dabei. Vergleicht man den One Plus aber eben mit dem Triigger 350, würde diesbezüglich Gleichstand herrschen.

Am besten sieht man die ähnlich gute Qualität und verbauten Funktionsweisen beider Hersteller am Preis-Leistungs-Verhältnis. Während der Backforce One Plus für 629 Euro den Besitzer wechselt, sind es beim Vertagear PL4500 nur 439 Euro. In beiden Fällen bekommt man für den jeweiligen Betrag anständige Leistung. Würde Vertagear nachbessern, wo sie dem Backforce One Plus „hinterherhinken“, wären es ebenfalls 629 Euro und es gäbe ein Unentschieden.

Individualisierbare Extras wie RGB bei Vertagear und die Patches bei Backforce haben wir nun im direkten Vergleich mal ausgelassen. Hierbei entscheidet immer auch der persönliche Geschmack.

Fazit

Man muss zugeben, dass Vertagear Punkte zu Ende gedacht hat, die bei anderen Herstellern oftmals als Kritikpunkt aufstoßen. Da sei zum einen die RGB-Beleuchtung, die wohl viele Gamer-Enthusiasten anspricht – genau wie im PC, bei Headsets oder bei sonstiger Peripherie. Und zum anderen ist die Aufbauweise zu erwähnen. Während es bei allen anderen Herstellern – auch Backforce – keine unbedingte Leichtigkeit ist, einen Stuhl aufzubauen, macht Vertagear eine Leichtigkeit daraus.

Natürlich sind das beides keine Punkte, die darüber entscheiden, ob ein Stuhl lange bequem ist, ergonomisch korrekt oder individuell an den Körper angepasst werden kann. Es sagt auch nichts über Materialien und Verarbeitung aus. Aber alle Punkte, die in unseren Augen entscheiden, ob ein Gaming-Stuhl Top oder Flop ist, hat Vertagear gemeistert. Selbst in Bezug auf die Garantie kann Vertagear mit Backforce mithalten. Zwar gelten die 10 Jahre nicht auf ein gesamtes Modell (ausgenommen die Triigger 350 Special Edition), sondern nur auf Teile, aber selbst das ist mehr als die meisten anderen Hersteller zu bieten haben.

Bei all den Vergleichen, die wir bisher gemacht haben – noblechairs, Gamechanger, SecretLab, Recaro etc. – ist Vertagear der erste Hersteller, der mit Backforce in einem Atemzug genannt werden kann. Wenngleich er bei Details noch hinten ansteht und Eigenschaften, die Backforce in einem Stuhl vereint, auf drei Serien verteilt.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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