PC- & Konsolen-Peripherie

Glorious Model O Pro Wireless Test: Leichte Gaming-Maus mit starkem Sensor

Die Gaming-Maus Glorious Model O ist ein alter Bekannter im Testlabor von Basic-Tutorials. Mittlerweile liegt das Pro-Modell mit starkem 19.000-DPI-Sensor in einer neuen Auflage vor, bei der sich eine ganze Menge getan hat – nicht nur beim Body, der nun ohne Waben-Optik daherkommt. Was die kabellose Gaming-Maus auf dem Kasten hat, klärt unser Glorious Model O Pro Wireless Test der Golden Panda Limited Edition.

Technische Daten

Ergonomie Symmetrisch (für Links- und Rechtshänder)
Sensor Glorious BAMF
Sensortyp Optisch
DPI 100 – 19.000
IPS 400
Beschleunigung 40G
Abfragerate 1.000 Hz
Hardware-Beschleunigung Keine
Tastenzahl 6 (6 programmierbar)
Material ABS-Kunststoff
Schalter Glorious Switches
Gewicht 56 Gramm
Abmessung (L x B x H) 128,0 mm x 66,0 mm x 28,0 mm
Länge / Material des Kabels 2,0 Meter / Stoffummantelung
Anschluss USB-Typ-A auf USB-Typ-C
Konnektivität Kabellos (2,4-GHz-Empfänger); kabelgebunden
Akkulaufzeit Bis zu 80 Stunden
Preis € 119,90 *

Glorious Model O Pro Wireless Test: Der Lieferumfang

Im unscheinbaren, grau-weißen Karton der Glorious Model O Pro Wireless finden wir das obligatorische Zubehör. Neben der Maus selbst legt der Hersteller ein geflochtenes USB-A- auf USB-C-Ladekabel mit einer Länge von zwei Metern, einen USB-A-Wireless-Receiver samt USB-C-Adapter, sowie die obligatorischen Anleitungen und einige Sticker bei.

Glorious Model O Pro Wireless Lieferumfang

Bei unserem Test-Modell handelt es sich um die Golden Panda Limited Edition der Gaming-Maus, die in der neuen Sub-Marke Glorious Forge des Herstellers entstanden ist. Hier realisiert der Peripheriehersteller neue und einzigartige Produkte, die auf Wunsch aus der Community entstehen.

Nach dem Group-Buy-Konzept erfolgt die Fertigung, sobald genügend Vorbestellungen getätigt wurden. Eine Übersichtsseite direkt beim Hersteller informiert darüber, welche Sondereditionen der Community bereits realisiert wurden und welche sich aktuell in Produktion oder Konzeption befinden.

Design und Verarbeitung

  • Schickes, schlichtes Design
  • Einzigartiger Look durch Pastellfarben

Die neue Glorious Model O Pro Wireless unterscheidet sich bereits rein optisch stark von den bisherigen Gaming-Mäusen des Herstellers, der seit April 2022 unter neuem, kürzerem Namen firmiert.

Und ich rede jetzt noch nicht einmal von der Farbe der limitierten Sonderedition. Denn das bekannte, löchrige Wabenmuster ist Geschichte, so setzt die Model O Pro Wireless auf einen soliden Body, der ganz ohne Öffnungen daherkommt. Das scheint Glorious so wichtig zu sein, dass das „Solid Shell“-Design sogar auf der Front der Verpackung Erwähnung findet.

Im Kern bleibt die Neuauflage dabei der Form ihrer Vorgänger treu. So setzt auch diese Gaming-Maus auf eine symmetrische Formgebung, die sich gleichermaßen an Rechts- wie auch Linkshänder richtet. Zumindest, wenn du – als Linkshänder – auf die beiden Seitentasten verzichten kannst, denn diese finden sich mal wieder nur auf der linken Seite der Maus.

Optisch hebt sich natürlich vor allem die Golden Panda Edition durch ihre Farbgebung von den meisten Nagern ab. Sie setzt auf eine pastellgelbe Farbgebung mit schwarzen Details. Die geschwungene Form des Mausrückens sorgt für gute ergonomische Eigenschaften.

Zwischen den beiden Primär-Tasten, die auf besonders langlebige mechanische Switches mit einer Lebensdauer von 80 Millionen Klicks setzen, findest du ein angenehm geriffeltes Mausrad. Darunter sitzen eine längliche Taste, mit der du die DPI-Auflösung einstellen kannst, sowie eine LED-Anzeige, die über den Akkustand des Nagers informiert.

Glorious Model O Pro Wireless

An der Unterseite findest du, neben dem Power-Button und einer DPI-Info-LED, natürlich den optischen Sensor. Eingerahmt wird das Ganze durch vier recht große, abgerundete Gleitfüße aus PTFE.

Wie gut ist die Verarbeitungsqualität?

  • Tadellose Verarbeitung
  • Angenehme Haptik

Rein objektiv betrachtet, gibt es an der Verarbeitung der Glorious Model O Pro Wireless nichts auszusetzen. Die Kanten, Übergänge und Tasten sind allesamt sauber und präzise gearbeitet, Spaltmaße suchst du vergeblich.

Auch unter Druck gibt die rund 56 Gramm leichten Gaming-Maus an keiner Stelle nach. Hier hat der Hersteller definitiv spürbar zugelegt und die Verarbeitungsqualität durch die Bank verbessert. Sehr gut gefällt mir zudem die ganz leicht strukturierte Oberfläche, die für eine angenehme Haptik sorgt.

Glorious Model O Pro Wireless
Die Verarbeitungsqualität überzeugt. Im direkten Vergleich wirkt die Maus aber nicht ganz so hochwertig wie manch ein Konkurrent.

Subjektiv hingegen wirken eine in einer ähnlichen Gewichts- und Preisklasse angesiedelten Gaming-Mäuse wie die Razer Viper V2 Pro (unser Test) aber etwas wertiger und robuster, was vor allem am etwas dickeren Kunststoff-Gehäuse liegt. Dieses Gefühl lässt sich aber objektiv nicht belegen, ich denke, das ist einfach Geschmackssache.

Sensor- und Praxistest

  • Präziser Sensor mit bis zu 19.000 DPI
  • Überzeugendes, genaues Tracking
  • Angenehmes, ergonomisches Design

Unter der Haube der Model O Pro Wireless werkelt der gemeinsam mit Pixart von Glorious entwickelte BAMF-Sensor, der es in der Spitze bis auf eine Auflösung von 19.000 DPI schafft. Die Tracking-Geschwindigkeit von 400 IPS und die Abtastrate von 1.000 Hz klingen zwar auf dem Papier lediglich nach einem durchschnittlichen Wert, in der Praxis ist der Nager damit aber sämtlichen Games gewachsen und stößt auch bei schnellen, kompetitiven Shootern nicht an ihre Grenzen.

Ich würde mal schätzen für 99 Prozent aller PC-Spielerinnen und -Spieler sind die gebotenen Werte mehr als ausreichend. Eine noch höhere Geschwindigkeit oder Abtastrate dürfte vermutlich nur Esports-Profis überhaupt benötigen.

Im Rahmen des Glorious Model O Pro Wireless Tests leistete sich der Sensor jedenfalls keinerlei Patzer und setzt sämtliche Eingaben in Spielen wie Overwatch 2, Apex Legends, Anno 1800 oder Age of Empires 4 problemlos und akkurat um.

Glorious Model O Pro Wireless
Der optische BAMF-Sensor punktet mit einer hohen Auflösung und präzisem Tracking.

Sehr gut gefallen wir zudem Größe und Ergonomie der Maus, sowie das Scrollrad. 128 mm ist die Maus lang, im hinteren Teil 66 mm und vorne 61 mm breit. Mit ihrem geschwungenen Mausrücken ruht die Model O Pro Wireless angenehm in der Hand und das selbst dann, wenn du mal länger spielen solltest.

Die Switches der beiden Primärtasten lösen angenehm schnell und taktil aus und fallen dabei keinesfalls zu laut aus – wenngleich es auch deutlich leisere Haupttasten im Bereich der Gaming-Mäuse gibt. Ich empfinde das Klick-Geräusch aber als sehr angenehm.

Das Scrollrad bietet eine spürbare, aber dennoch nicht zu schwergängige Rasterung und ermöglicht dank der vergleichsweise großen Vertiefungen ein präzises und griffiges Scrollen. In Kombination mit den hervorragendes PTFE-Skates zeichnet sich in der Praxis ein absolut stimmiges Gesamtbild ab.

Glorious Model O Pro Wireless Ergonomie

Auf Spielerein wie KI-Funktionen oder eine RGB-Beleuchtung verzichtet Hersteller Glorious bei seiner Gaming-Maus konsequent. Wenn du Wert auf möglichst viel Bling-Bling legst, bist du hier an der falschen Adresse. Die Model O Pro Wireless überzeugt eher durch ihre Leistung als durch ihr Auftreten.

Wireless-Betrieb und Akkulaufzeit

  • Kabellos und kabelgebunden verwendbar
  • Bis zu 80 Stunden Akkulaufzeit
  • Akkustandsanzeige direkt auf dem Mausrücken

Kabellos findet die Glorious Model O Pro Wireless mithilfe des beiliegenden USB-A-Dongles Verbindung zu PC, Laptop oder Mac und wird nach dem Einstecken des Receivers auch sofort erkannt. Jetzt nur noch an der Unterseite einschalten und schon kann es losgehen.

Die Funkverbindung im 2,4-GHz-Band hat natürlich den Vorteil, dass eine Eingabeverzögerung nahezu nicht vorhanden ist. Auf eine Konnektivität via Bluetooth verzichtet der Hersteller allerdings leider.

Alternativ kannst du die Gaming-Maus auch mithilfe des beiliegenden Kabels betreiben, das ansonsten dem Aufladen des verbauten Akkus dient. Und der hat es ebenfalls in sich. Satte 80 Stunden Nutzung sind möglich, bevor der Nager neue Energie tanken muss. Damit positioniert man sich auf Augenhöhe mit den besten kabellosen Gaming-Mäusen auf dem Markt.

Einen Pluspunkt sammelt Glorious durch die Akkustandsanzeige direkt an der Maus. Hältst du die DPI-Taste drei Sekunden lang gedrückt, beginnt die LED-Anzeige unterhalb der Taste zu blinken. Der schmale Streifen ist zwar relativ schwer erkennbar und eigentlich nur zu sehen, wenn du die Maus dafür in die Hand nimmst, aber immerhin gibt es eine Batterieanzeige.

Die Farbe soll, zumindest laut Anleitung, anzeigen, wie viel Prozent Akku noch vorhanden ist. Rot steht für 0 bis 25 Prozent, Orange für 26 bis 60 Prozent, Gelb für 61 bis 90 Prozent und grün für die vollen 100 Prozent. Die Werte stimmen auch tatsächlich mit denen innerhalb der Begleit-Software überein, wenngleich der Unterschied zwischen Gelb und Orange auf den ersten Blick etwas zu gering ausfällt. Hier hätte man vielleicht lieber eine andere Farben wählen sollen, aber nun ja.

Software-Anbindungen: Glorious Core

  • Übersichtliche Software
  • Lediglich in englischer Sprache verfügbar
  • Überschaubarer Umfang

Als Begleit-Software für die Glorious Model O Pro Wireless kommt die App Glorious Core zum Einsatz. Wie es der Name bereits vermuten lässt, ist die Software auf das Wesentliche reduziert. Auf der Hauptseite wählst du das entsprechende Peripherie-Gerät aus oder kannst direkt zwischen drei abgespeicherten Profilen hin- und herwechseln.

Durch einen Klick auf die Maus gelangst du in die Einstellungen, die – wie die gesamte Software – leider nur in englischer Sprache vorliegt. Hier hast du im Untermenü „Key Binding“ die Möglichkeit, sämtliche sechs Tasten neu zu belegen und das wahlweise mit einzelnen Tasten, Makros, Shortcuts und vielen weiteren Optionen.

Im Menü „Performance“ hingegen legst du die vier auf der Maus gespeicherten DPI-Stufen samt dazugehöriger Farbe (dargestellt durch die LED an der Unterseite der Maus) fest. Hier ist, ab Werk, der Maximalwert auf 3.200 DPI eingestellt, womit die Model O Pro Wireless nur einen Bruchteil ihres Potentials abruft.

Außerdem regelst du hier die Lift-off Distanz (zwischen 1 mm oder 2 mm), passt die Debounce Time (zwischen 0 ms und 16 ms) und die Abtast- bzw. Polling-Rate an. Mehr gibt es innerhalb der übersichtlichen Software nicht zu entdecken, aber vielmehr braucht es ja auch eigentlich nicht.

Glorious Model O Pro Wireless Test: Fazit

Mit der neuen Glorious Model O Pro Wireless hat der Hersteller eine grundsolide Gaming-Maus geschaffen, die vor allem durch ihre einzigartigen Farbgebungen und den hochauflösenden BAMF-Sensor punktet, ansonsten aber kaum aus der breiten Masse heraussticht.

Versteht mich nicht falsch: An der Maus gibt es an und für sich absolut nichts auszusetzen. Sie fühlt sich wertig an, ist angenehm leicht und bietet eine schöne, symmetrische Form samt einer langen Akkulaufzeit und stabilen Wireless-Konnektivität.

Genauso gibt es aber auch wenige Alleinstellungsmerkmale gegenüber anderen Nagern im selben Preissegment. Andere Hersteller bieten für einen niedrigeren Preis eine ähnlich hochwertige Ausstattung oder für ein paar Euro mehr eben auch deutlich mehr Funktionen, was es schwer macht, der Gaming-Maus eine absolute Kaufempfehlung auszusprechen.

Sagen wir es mal so: Die Glorious Model O Pro Wireless markiert die bislang mit Abstand beste Gaming-Maus des Herstellers und wenn du unbedingt eine Glorious-Maus nutzen willst oder einen symmetrischen Nager ohne Waben-Optik suchst, kannst du bedenkenlos zugreifen.

Glorious Model O Pro Wireless Test: Silver Award

Glorious Model O Pro Wireless

Verarbeitung
Ausstattung
Ergonomie
Software
Preis-Leistungs-Verhältnis

87/100

Die Glorious Model O Pro Wireless markiert die bislang beste Gaming-Maus des Herstellers und punktet mit starkem Sensor, angenehmer Ergonomie und langer Akkulaufzeit. Wirkliche Alleinstellungsmerkmale suchst du allerdings vergebens.

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