PC- & Konsolen-Peripherie

SteelSeries Aerox 3 & Aerox 3 Wireless im Test: (Fast) leicht wie eine Feder

Zwei Varianten, zwei Preise, eine außergewöhnliche Oberfläche: Das beschreibt die neuen Mäuse von SteelSeries am besten. Im November 2020 stellte der dänische Peripherie-Hersteller mit Aerox 3 und Aerox 3 Wireless zwei seiner neuesten Kreationen vor. Besonders markant sind das löchrige Gehäuse sowie ein ultraleichtes Gewicht.

Wie fast alles, was SteelSeries produziert, sind auch die Aerox 3 auf das Spielen ausgerichtet. Sie sind somit auf Präzision und Schnelligkeit ausgelegt, damit der Benutzer auch im hitzigsten Kampf als Sieger hervorgeht. Dabei haben die Gaming-Mäuse als erste weltweit eine IP54-Einstufung erhalten. Trotz zahlreicher Löcher an der Oberfläche, sind sie also unter anderem gegen Wasser beständig.

Was die beiden Aerox 3 noch können, was sie voneinander unterscheidet (abgesehen vom Kabel) und ob leichte Mäuse immer das Nonplusultra beim Zocken sind, haben wir zu einer ausführlichen Review zusammengefasst. Oder anders ausgedrückt: Wir haben die Mäuse auf Herz und Nieren getestet!

Technische Daten Aerox 3

Ergonomie Symmetrisch (für Rechtshänder)
Sensor SteelSeries TrueMove Core
Sensortyp Optisch
CPI 200 – 8.500
IPS 300 (auf SteelSeries QcK-Unterlagen)
Beschleunigung 35G
Abfragerate 1.000 Hz
Hardware-Beschleunigung Keine
Tastenzahl 6
Material ABS-Kunststoff
Schalter Mechanische Schalter (für 80 Mio. Klicks)
Beleuchtung RGB
Zertifizierungen IP54
Gewicht 57 Gramm
Abmessung (an breitesten Stellen) 120,55 x 67,03 x 37,98 mm
Länge / Material des Kabels 1,8 Meter / Stoffummantelung
Anschluss USB-Typ-A (von USB-Typ-C aus)
Kompatibilität Windows, Linux, Mac, Xbox
Farben Mattschwarz
Preis € 39,00 *

Technische Daten Aerox 3 Wireless

CPI 200 – 18.000
IPS 400 (auf SteelSeries QcK-Unterlagen)
Gewicht 66 Gramm
Anschluss 2,4 GHz / Bluetooth 5.0
Akkulaufzeit 2,4 GHz: Bis zu 80 Stunden / Bluetooth: Bis zu 200 Stunden
Preis € 59,00 *

Lieferumfang

Gewohnt kommen die Aerox 3-Mäuse in orange-weißen-Verpackungen, die schlicht, aber stets elegant wirken. Nach dem Unboxing offenbart sich die Maus, ein Produktinformationshandbuch sowie im Falle der kabelgebundenen Variante ein stoffummanteltes Kabel. Dieses ist in der Funktion als Daten- und Ladekabel auch bei der Wireless-Variante dabei, der Packungsinhalt ergänzt sich aber noch durch einen USB-Dongle für die 2,4-GHz-Verbindung zum Endgerät und einem Verlängerungsadapter.

Aerox 3 Wireless (links) & Aerox 3 (rechts)

Alles in allem machen die Verpackungen und Inhalte auf den ersten Blick eine gute Figur – ganz wie man es von SteelSeries gewohnt ist.

Die Löcher fallen auf, sind aber nicht des Designs wegen

Nach dem Auspacken ist als Erstes die Gehäuse- und Design-Inspektion dran. Zunächst fällt uns der löchrige Bereich auf, der den meisten Teil der Oberfläche bedeckt. Neu ist das Prinzip nicht, am Gehäuse-Material zu sparen, um eine möglichst leichte Maus zu haben. Auf den Zug springt nun auch SteelSeries auf und bringt mit den beiden Aerox-3-Mäusen ordentlich Löchrigkeit und Leichtigkeit auf den Markt.

Das Gehäuse, dem als Vorlage jenes der Rival 3 diente, ist trotz Symmetrie ausschließlich für Rechtshänder gedacht, da die Aerox 3-Mäuse linksseitig noch Tasten besitzen. Außerdem ist die Form sowohl für den Claw- als auch für den Fingerspitzengriff geeignet. Insgesamt wurde den Mäusen sechs Schalter verpasst: neben den zwei an der Seite kommen zwei als Haupttasten links und rechts, ein Rad und eine CPI-Taste hinzu.

Die Mäuse wirken durch das mattschwarze ABS-Material sehr hochwertig und edel. Auch haptisch fühlen sie sich gut an. Schaut man unter die Mäuse, lässt sich feststellen, dass auch dort der Großteil des Bodens mit rautenförmigen Löchern versehen ist. Hier wurde sehr akribisch jede Möglichkeit genutzt, die Aerox 3 so leicht wie möglich zu machen. Insgesamt wurden 18 Gramm eingespart. In Sachen Instabilität können wir aber keinen Fehler entdecken. Beide Mäuse haben unseren Test gut überstanden.

Durch die 200 Löcher kommt aber auch ideal die RGB-Beleuchtung zur Geltung. Ergänzt wird diese durch einen Lichtstreifen, der sich von der linken bis zur rechten Seite vorne rumzieht.

In unseren Augen ist es Geschmacksache eine löchrige Maus zu haben. Bedenkt man aber den Grund dafür – und zwar den, dass die Löcher nichts mit einem neuen Design zu tun haben -, ist es ein guter erster Ansatz, um eine leichte Maus zu produzieren.

Alles für die Leichtigkeit

Natürlich sind Löcher dafür noch nicht alles. Gespart hat SteelSeries bei den Aerox 3 auch an anderen Stellen. Die Platine wurden um bis zu 50 % schlanker gemacht, das Scrollrad hat ebenfalls an Gewicht verloren und bestimmte Komponenten konnte der Hersteller aufgrund der löchrigen Oberfläche gleich ganz weglassen.

Außerdem fördert die Quantum-2,0-Wireless-Technologie einen kleineren Akku bei der Aerox 3 Wireless. Die Switch-Möglichkeit zwischen dem 2,4-GHz-Frequenzband und Bluetooth 5.0 ermöglicht Energieeffizienz, da beide Verbindungsarten unterschiedlich Strom ziehen.

Generell wurde an allen Ecken und Enden daran gedacht, das Gewicht zu reduzieren. Unserer Meinung nach sind die Aerox 3 eine gute Arbeit von SteelSeries geworden. Vor allem, wenn man den nächsten Punkt bedenkt.

Ob eine leichte Maus sinnvoll zum Spielen ist oder nicht, sei dahingestellt. An diesem Punkt scheiden sich die Geister. Sowohl schwere als auch leichte Mäuse haben ihre Vorteile und jeder Nutzer sollte selbst schauen, was er am Ehesten fühlt. Wer auf ultraleichte Geräte unter der Hand steht, sollte nun auf jeden Fall weiterlesen – wir haben im Gefühl, dass sich hier mindestens ein Gold-Award anbahnt.

Trotz Löcher sind die Aerox 3 rundum geschützt

Viele Löcher im Case ergeben natürlich viel Potenzial für Zerstörung durch Flüssigkeiten, Staub und Schmutz. Um dem entgegenzuwirken hat SteelSeries ein wasser- und staubabweisendes Spray auf die Platine aufgetragen. Außerdem wurden sämtliche Schalter so konstruiert, dass nichts an die empfindlichen Kontaktpunkte gelangen kann.

Nun bliebe die Maus lediglich noch von der Unterseite aus angreifbar. Aber auch diesbezüglich haben sich die Dänen etwas einfallen lassen: Die RGB-Schicht dient nicht nur der Farbenfroheit, sondern zeitgleich auch als Schutz.

Das gesamte Innenleben – von Platine bis Schalter – ist dadurch absolut wasser- und staubdicht. Dadurch haben die Aerox 3 als erste Gaming-Mäuse das Prädikat IP54 erhalten – trotz zahlreicher Löcher.

Der Elektrostatik kommt SteelSeries derweil mit einem kleinen „Blitzableiter“ bei, falls Stromstöße aus Richtung PC kommen. Größtmögliche Abstände zwischen den Stromkreisen sowie die RGB-Schicht verhindern weitere Probleme.

Für uns ist die Kombination aus Leichtigkeit und Schutz vor äußerlichen Einflüssen sowie Elektrostatik absolut gelungen.

Gleicher Sensor, unterschiedliche CPI-Zahlen

Verbaut ist in beiden Aerox-Modellen der PMW-3331-Sensor von PixArt. Dennoch unterscheiden sich die Daten erheblich. Während die kabelgebundene Variante maximal 8.000 CPI kann, sind es bei der Aerox 3 Wireless 18.000 CPI. Bewegt werden können die Aerox 3 300 IPS bzw. im Falle der kabellosen Maus 400 IPS.

Erwartungsgemäß sind beide Mäuse somit für alle Arten von Games geeignet – besonders für Shooter. Verlustfreies und latenzfreies Gaming ist damit garantiert.

Hinzukommt einwandfreie Schalter-Technologie, die Doppelklicks verhindert und für ganze 80 Millionen Klicks ausgelegt ist. Während 50 Millionen die durchschnittliche Lebenserwartung von Mausschaltern auf dem Gaming-Markt sind, übertreffen die Aerox 3-Mäuse an dieser Stelle deutlich.

Mit oder ohne Kabel?

Die Frage ist persönlicher Natur und muss somit jeder für sich selbst beantworten. Entscheidet man sich für die Aerox 3 Wireless, wäre noch zu erwähnen, dass diese sowohl mit 2,4-GHz-Funk und Bluetooth arbeitet wie andere Mäuse aus dem Hause SteelSeries zuvor auch schon. Gewählt kann mit einem kleinen Schiebregler an der Unterseite der Maus.

Trotz der geringen Größe des Akkus schafft dieser 200 Stunden Laufzeit per Bluetooth und 80 Stunden per Funkverbindung. Schnelles Laden wurde ebenso berücksichtig: In 15 Minuten wird der Akku für 40 Stunden Spielspaß aufgeladen.

Mit dem Wireless-Model der Aerox 3 ist man definitiv nicht auf ein Kabel angewiesen, dank zweier Verbindungsarten und einem fleißigen Akku. Und wesentlich schwerer ist sie dabei auch nicht, mit 66 (Aerox 3 Wireless) zu 57 Gramm (Aerox 3).

Und noch zwei Extras

Bis zu diesem Punkt machen beide Aerox-Modelle einen hervorragenden Eindruck, aber sie können auch noch mehr. Bei den neuen Mäusen steckt vieles im Detail. So wurden sie mit PTFE-Gleitfüßen versehen, um jede Mausbewegung noch flüssiger machen zu können. Dadurch und durch das leichte Gewicht hat man (fast) nicht mehr das Gefühl, etwas in der Hand zu haben – zu mindestens ging es uns so.

Und last but not least ist da noch die RGB-Beleuchtung. Diese ist durch die kostenlose Software SteelSeries GG bzw. Engine 3 steuerbar. Insgesamt sind drei Zonen verbaut worden, die nach 30 Sekunden Inaktivität automatisch gedimmt werden, um Strom und Akku zu sparen. Bei der Aerox 3 Wirless schaltet sich die Beleuchtung außerdem aus, wenn die Maus bewegt wird, da dann ja sowieso die Hand auf ihr liegt und man die Beleuchtung nicht sieht.

Fazit

Löchrige Mäuse, der Leichtigkeit wegen, gab es schon vor den Aerox 3. SteelSeries hat aber in gewohnter Manier die ganze Idee noch einmal perfektioniert. Alle Komponenten, bei denen es möglich ist, wurden auf ein Minimum an Gewicht reduziert. Die Platine wurde dünner gemacht, das Gehäuse hat 200 rautenförmige Löcher erhalten und das Mausrad hat ebenfalls Gewicht verloren. In der Wireless-Version wurde zudem ein kleinerer Akku als bei anderen Modellen verbaut, ohne dramatisch an Laufzeit einbüßen zu müssen.

Und für das i-Tüpfelchen sorgt die IP54-Zertifizierung, welche besagt, dass die Aerox 3-Mäuse absolut wasser- und staubdicht sind.

Wer den Fokus auf Leichtigkeit bei dieser Peripherie-Art legt, sollte die neuen SteelSeries-Mäuse auf jeden Fall mit in die engere Auswahl nehmen. Die Preise von 70 bzw. 110 Euro gehen in unseren Augen absolut in Ordnung.

SteelSeries Aerox 3 (Wireless)

Verarbeitung
Ausstattung
Ergonomie
Software
Preis-Leistungs-Verhältnis

94/100

Ultraleichte, schnelle und bis ins Detail optimierte Mäuse. Dank IP54-zertifiziertem Rundumschutz sind sämtliche Komponenten vor Wasser und Staub geschützt – trotz 200 Löcher im Gehäuse. Für Fans von leichten Mäusen eine absolute Empfehlung.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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Simon

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