PC- & Konsolen-Peripherie

Bekanntes Headset mit neuem Anstrich – Das Arctis 7P im Test

Kaum hat das Arctis 9 Wireless das Licht der Welt erblickt, präsentiert SteelSeries bereits ein neues Gaming-Headset. Allerdings handelt es sich bei dem Arctis 7P nicht um eine neue Technik-Errungenschaft, sondern vielmehr um eine Neuauflage des meist prämierten Gaming-Headsets aller Zeiten. Schließlich hat das Arctis 7 mit seinen verlustfreien 2,4-Ghz-Sounds und der langen Akkulaufzeit die Herzen der Gamer und Gamerinnen noch nie höherschlagen lassen.

Pünktlich zur Veröffentlichung der PlayStation 5 am 19. November dieses Jahres, bringt der dänische Peripheriehersteller eine Neuauflage seines Blockbusters heraus. Optisch und technisch verfeinert, hat der Hersteller sein Gaming-Headset auf die PS5 abgestimmt und so seine Headset-Familie erweitert.

Auch für die neue Xbox Series X kommt das Arctis 7 Wireless in neuem Gewand, doch leider enttäuscht SteelSeries mit der Nachricht, dass die Xbox-Variante Arctis 7X bislang nur in den USA erscheinen wird. Der Grund für zwei neue Headsets ist nur der, dass die Konnektivität von Xbox und PlayStation noch immer unterschiedliche Anforderungen hat.

Wir haben uns die neue Edition des Arctis 7 angeschaut und zeigen Euch, ob das 7P auch technisch erweitert oder einfach nur mit einem Pinsel drüber gestrichen wurde.

Technische Details

Baumform: Over-Ear
Reichweite: Funk, Bluetooth
Entfernung bei Wireless: 12 m
Akkulaufzeit: 24 Stunden
Membrandurchmesser: 40 mm
Impedanz: 32 Ohm
Frequenzbereich: 20 Hz – 20.000 Hz
Impedanz (Mikrofon): 2.200 Ohm
Empfindlichkeit (Mikrofon): -38 dBV
Frequenzbereich (Mikrofon): 100 Hz – 6.500 Hz
Packungsinhalt: USB-C zu USB-A-Adapter, USB-C-Dongle, Ladekabel
Preis: € 149,99*

Äußere Neuerungen

Wir halten die Spannung dezent und lösen direkt auf, was an den SteelSeries 7P’s gegenüber dem ursprünglichen Arctis 7 neu ist. Da wäre zum einen, unübersehbar, das überarbeitete Design. Wobei SteelSeries bei der Überarbeitung keine Bäume ausgerissen hat: Das Ski-Band mit Linienoptik wird durch ein rein schwarzes ersetzt, das darauf genähte Logo wechselt in ein blau auf weißem Hintergrund und der Stahlbügel bekommt eine ebenso blaue Innenverkleidung.

Ansonsten bleibt dem Arctis 7P die Optik des Ursprungsheadsets erhalten. Grundsätzlich ging es SteelSeries bei den Äußerlichkeiten rein um eine farbliche Harmonie mit dem neuen futuristischen Design der PlayStation 5. Diese kommt zum ersten Mal seit Existenz der Konsolen-Serie von Sony in einem Weiß mit blauen Akzenten versehenen Gewand auf den Markt. Vormals galten Schwarz und Grau als die Main-Colours.

Innere Neuerungen

Ebenso wenig über Neuerungen gegenüber dem Arctis 7 Wireless gibt es in Bezug auf das Innenleben des 7P zu berichten. Ein wesentlicher Unterschied zeigt sich beim Transmitter. Statt dem kabellosem Sender mit USB-Kabel, wie er mit dem Arctis 7 ausgeliefert wird, bekommt das 7P einen USB-C-Dongle. Dieser ist deutlich flexibler anzuwenden und beschert dem neuen Mitglied der Arctis-Familie nicht nur eine Konnektivität mit der PS5, sondern auch eine mit PS4, Nintendo Switch, PC sowie Android-Geräten. Der USB-Dongle ist jedoch nichts Neues, sondern ein alter Bekannter, wurde er doch schon für die Arctis-1-Modelle entwickelt.

Des Weiteren wird der Chatmix-Regler, den man auch vom Arctis 9 kennt, an der linken Hörmuschel ersetzt. Am SteelSeries Arctis 7P können nun mithilfe eines gleich geformten Reglers feine Einstellungen bezüglich der Nebengeräusche des Mikrofons justiert werden.

Was das Arctis 7P zu bieten hat

Das Headset der Arctis-Serie kommt mit einer Akkulaufzeit von 24 Stunden um die Ecke. Dadurch hat man genug Zeit, ausgeprägte Spiele-Sessions abzuhalten, ohne sich um Akkus und Kabel zu kümmern – oder um Tag und Nacht. Ganz wie es sich für Gaming-Kopfhörer ziemt.

Dabei muss man eben nicht nur zu Hause damit spielen, sondern man kann das SteelSeries Arctis 7P auch unterwegs verwenden. Ob man damit Musik auf dem Weg zur Arbeit hört oder auf selbigem Wege das individuelle Können in Mobile-Games zeigen möchte: mit dem praktischen USB-C-Dongle ist das mehr als einfach.

Klasse Sound

Grundsätzlich sind die wichtigsten Punkte bei einem Headset der Sound und die Mikrofonqualität. Und was sollen wir sagen: die Qualität von SteelSeries ist und bleibt umwerfend. Hier darf man in Sachen Audio einiges von den Dänen erwarten.

Kompatibel mit Tempest 3D AudioTech, der Surround-Technologie, die in der PlayStation 5 verbaut ist, bieten die Kopfhörer ein großartiges Spieleerlebnis. Unabhängig davon liefern die 40-mm-Neodymium-Treiber gewaltigen Sound, der selbst subtile Klänge hörbar macht. Dadurch ist auch ohne Tempest 3D AudioTech einiges in den Ohren los, wenn das Arctis 7P beispielsweise an Switch, PC oder Android-Gerät angeschlossen ist.

Das Mikrofon, dass auf Flugzeugträgern verwendet wird

Wie man es von den Arctis-Headsets gewohnt ist, kann auch beim 7P das Mikrofon eingezogen werden. Ist es in Verwendung, bietet es durch ein zweifachgerichtetes Design optimale Geräuschunterdrückung und eine klare Stimme. Das ClearCast-Mikrofon ist darin so gut, dass es sogar auf Flugzeugträgern, als Kommunikation zwischen den Crewmitgliedern an Deck, verwendet wird.

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Zusammen mit dem Komfort durch Skibrillen-Aufhängung und weichen Polstern, ist es das optimale Headset, um ab dem 19. November 2020 das Maximum an Sound aus der PS5 herauszuholen.

Software ohne viele Funktionen

Am PC unterstützt das Headset natürlich auch wieder die SteelSeries Engine 3, allerdings bietet es nur rudimentäre Funktionen, da das Headset natürlich vor allem für die PlayStation gedacht ist. Dennoch hier ein Überblick:

Farben und Preis

Das Arctis 7P ist in den Farben Weiß und Schwarz zu haben. Letztere ist jedoch ausschließlich online auf der Webseite von SteelSeries und nur als Member zu bekommen.

Der Preis ist ebenfalls etwas, was sich gegenüber dem Arctis 7 nicht verändert hat. Für 179,99 Euro bekommt man die gewohnt starke Leistung eines SteelSeries-Produktes.

Fazit

In Anbetracht der wenigen Änderungen, die das Arctis 7P von SteelSeries mitbringt, ist ein Kauf unserer Meinung nach nur für jene relevant, die zu viel Geld herumliegen haben oder fanatische PlayStation-Fans sind. Wer jedoch ein farblich harmonierendes Headset haben möchte, das PULSE 3D von Sony jedoch nicht infrage kommt, und ohnehin mit dem Kauf eines SteelSeries-Headsets geliebäugelt hat, kommt beim 7P definitiv auf seine Kosten. Schließlich steckt noch immer die Power des meist prämierten Gaming-Headsets darin.

Wer bereits ein Gaming-Headset der Arctis-Reihe besitzt, das PS4-kompatibel ist, kann dies auch an die PS5 anschließen. Da kein Surroundsound aktuell möglich ist, kommt man auch mit den Vorgängern des Arctis 7 Wireless zu einem anständigen Sound.

Unterm Strich stellt das Arctis 7P lediglich einen Fan-Artikel dar, in dem zwar die Leistung einer der besten Gaming-Headsets steckt, aber sonst nur dafür gedacht ist, optisch eine Beziehung mit der im November erscheinenden PS5 einzugehen.

SteelSeries Arctis 7P

Verarbeitung
Tragekomfort
Soundqualität
Aufnahmequalität
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis

95/100

Das SteelSeries Arctis 7P ist zwar technisch eines der besten Gaming-Headsets, hebt sich jedoch fast nur farblich vom Vorgänger ab.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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Simon

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