PC- & Konsolen-Peripherie

SteelSeries Arena 9 Test: 5.1-Soundsystem mit beeindruckendem Sound und RGB

Im August stellte SteelSeries mit insgesamt drei Modellen neue Lautsprecher-Lösungen vor. Das kleinste und günstigste Modell konnten wir in Form des Arena 3 bereits selbst testen. Für alle, die noch etwas mehr wollen, kommt das Arena 9 als vollwertiges 5.1-Soundsystem daher. Wobei: ETWAS mehr ist untertrieben, wie unser SteelSeries Arena 9 Test beweist.

Technische Daten

Gewicht 15,1 kg
Frequenzbereich 35 – 20.000 Hz
Empfindlichkeit 89 dB
Schalldruckpegel 100 dB
Anbindung: Bluetooth 4.2; 3,5-mm-Klinke; Toslink; USB-A
Front-Lautsprecher Zwei-Wege (0,75 Zoll Hochtöner, 3 Zoll Tieftöner)
Rear-Lautsprecher Zwei-Wege (0,75 Zoll Hochtöner, 2,75 Zoll Tieftöner); kabellos
Center-Lautsprecher Zwei Tieftöner (2,75 Zoll); 1 Hochtöner (0,75 Zoll)
Subwoofer 6,5 Zoll; nach unten gerichtet
Besonderheiten 4-Zonen-RGB Beleuchtung (reaktiv);  OLED-Steuermodul; 5.1-Upmix
Preis: € 499,99 *

SteelSeries Arena 9 Test: Design und Lieferumfang

  • Wuchtiger, schwerer Subwoofer; hohes Gewicht
  • Relativ kompakte Lautsprecher
  • Anpassbare RGB-Beleuchtung auf Front-Lautsprecher beschränkt

Das SteelSeries Arena 9 macht keine halben Sachen. Das wird bereits bei der Ansicht des wuchtigen Kartons offensichtlich, in dem hinsichtlich der Größe auch ein PC-Komplettsystem stecken könnte. Satte 15,1 Kilogramm bringt das Paket auf die Waage und integriert alles, was du für den Betrieb benötigst.

Neben dem riesigen Subwoofer findest du natürlich insgesamt fünf weitere Lautsprecher im Karton. Die Front- und Rear-Speaker kommen in der Eier-Optik daher, die auch das Arena 3 aufwartet. Der Center-Lautsprecher ist dagegen deutlich flacher und länglicher, in einer Pillen-Form gehalten.

SteelSeries Arena 9 Lieferumfang
Front-, Rear-, Center-Speaker und Subwoofer finden sich jeweils separat in einzelnen Kartons.

Hinzu gesellen sich ein Netzadapter samt regional passendem Stecker, der sich abnehmen lässt, ein Netzkabel, sowie ein USB-C- auf USB-A-Verbindungskabel zum Anschluss des Soundsystems. Abgerundet wird der Lieferumfang durch eine Anleitung und ein OLED-Steuermodul.

Die matt-schwarze Kunststoffoberfläche erinnert dabei an andere Produkte aus dem Hause SteelSeries. Dabei präsentieren sich die Treiber der Lautsprecher offenliegend, während der Subwoofer nach unten strahlt.

Neu im Falle des Arena 9 sind die beiden Front-Lautsprecher beziehungsweise deren Rückseite. Die ist im oberen Drittel mit einer weißen, halbtransparenten Schicht überzogen. Ein erster Hinweis auf die RGB-Beleuchtung, die sich über diese beiden Speaker erstreckt und für eine stimmige Beleuchtung um das Haupt-Setup sorgt.

Das ist tatsächlich auch der einzige Bereich, in dem das 5.1-Surround-Soundsystem eine RGB-Beleuchtung aufweist. Der Center-Speaker, Subwoofer und die beiden hinteren Lautsprecher müssen ohne bunte Farben auskommen. Ich find’s gut, damit wird es nicht zu bunt in den eigenen vier Wänden.

Nicht viel zu beanstanden gibt es hinsichtlich der Verarbeitungsqualität, die Hersteller-typisch auf sehr hohem Niveau rangiert. Allerdings zeigt sich die matte Oberfläche einmal mehr sehr anfällig gegenüber Fingerabdrücken.

Inbetriebnahme und Praxis

  • Trotz vieler Komponenten schnell und einfach aufgebaut
  • Simple und bequeme Verbindung via USB
  • Viele Anschlüsse + Bluetooth-Unterstützung

Großes Lob verdient das SteelSeries Arena 9 schon für das Konzept der Verpackung, denn innerhalb der wuchtigen Umverpackung unterteilt der Hersteller sämtliche Teilbereiche noch einmal in einzelne, separate Kartons. Front- und Rear-Speaker liegen getrennt vor, genauso wie Center-Speaker samt Kabeln und Subwoofer.

Damit gestaltet sich auch die Inbetriebnahme vergleichsweise simpel, da du so sämtliche Teilbereiche getrennt voneinander in Position bringen kannst. Die Front-Speaker setzen dabei auf ein leicht anwinkelbares Design – ähnlich dem des Arena 3. Das beherrschen die beiden hinteren Lautsprecher nicht, dafür lassen diese sich dank abschraubbarer Füße an eine Wand montieren.

Durch die jeweils einzelne Verbindungsmöglichkeit könntest du beispielsweise auch auf die beiden hinteren Lautsprecher verzichten. Aber ganz ehrlich: dann könntest du auch zum Arena 7 greifen und etwas Geld sparen, aber gut, dass es theoretisch möglich ist.

Weiterer Vorteil: Die Rear-Lautsprecher verbinden sich kabellos mithilfe der Connect-Taste mit dem Subwoofer, was unnötigen Kabelsalat minimiert.

Ansonsten gestaltet sich der Aufbau vergleichsweise simpel. Sämtliche einzelnen Lautsprecher weisen auf ihren Kabeln einen Hinweis dazu auf, wo sie positioniert werden wollen. Der Subwoofer dient dem System als Basis und verfügt auf der Rückseite über dieselbe Bezeichnung, sodass du sofort erkennst, welches Kabel wo hingehört.

Am Subwoofer erfolgt dann via USB-Type-C auch die Verbindung zum PC oder zu PlayStation-Konsolen, gleichzeitig wird das SteelSeries Arena 9 hier eingeschaltet.

Stichwort Anschlüsse: Neben denen, die für die Lautsprecher zuständig sind, verfügt das Arena 9 über jeweils einen optischen Ein- und Ausgang, sowie einen 3,5-mm-AUX-Anschluss. Hier kannst du beispielsweise Smartphones, Tablets oder einen Monitor anschließen.

Zudem funkt das 5.1-Soundsystem kabellos via Bluetooth Version 4.2, wenn auch ohne hochauflösende Audio-Codecs.. Auch eine gleichzeitige Verbindung von PC via USB-Kabel und Smartphone über Bluetooth klappte in unserem Test problemlos. Zum entspannten Musikhören mit dem Smartphone eignet sich das Soundsystem also ebenfalls sehr gut.

Bedienung: Per App oder OLED-Pod

  • Hervorragende App mit detaillierten Einstellungsmöglichkeiten
  • Praktischer OLED-Pod als Bedienelement auf dem Schreibtisch
  • Zusätzlicher Klinkenanschluss am Pod

Zur Bedienung des SteelSeries Arena 9 stehen dir zwei Möglichkeiten offen. Am PC oder Mac kannst du natürlich die SteelSeries GG-Software samt Sonar-Audiointerface nutzen. Solltest du auch tun, da du hiermit den Klang bis ins letzte Detail feintunen kannst.

Auch innerhalb von GG kannst du viele Einstellungen vornehmen, inklusive eines 10-Band-Equalizers oder der Anpassung der RGB-Beleuchtung, aber das Aktivieren von Sonar lohnt sich trotzdem allemal, da sich die Einstellungsmöglichkeiten hier vervielfachen.

Hinzu kommt aber ein praktisches OLED-Bedienelement, das das Arena 9 dem günstigeren Arena 3 2.0-Soundsystem voraushat. Es erinnert in seinem Aufbau stark an das des Gaming-Headsets SteelSeries Arctis Nova Pro Wireless (unser Test) und dient der Schnelleinstellung.

Dabei handelt es sich um einen kleinen runden Pod (samt gummierter Unterseite), den du auf deinem Schreibtisch in greifbarer Nähe platzieren kannst. Er verfügt über zwei Touch-sensitive Knöpfe und einen drehbaren Rahmen, mit denen du fast alle Einstellungen vornehmen kannst.

Von der Lautstärke über die Equalizer-Einstellungen bis hin zum Bluetooth-Pairing oder der Anpassung der RGB-Leuchteffekte lassen sich hier sämtliche Elemente feinjustieren. Zudem kannst du dank zusätzlichem 3,5-mm-Anschluss auch ein Headset anschließen. Dank hellem, schwarz-weißen OLED-Panel ist zudem eine gute Ablesbarkeit sichergestellt.

Soundqualität des SteelSeries Arena 9 mit Wow-Faktor

  • Beeindruckende Lautstärke mit satten Bässen
  • Fokus auf Mitten und Höhen sorgt für gefälligen, detaillierten Klang
  • Echter 5.1-Sound setzt gute Positionierung der Rear-Speaker voraus

Klanglich bin ich von SteelSeries nur Gutes gewohnt und erfreulicherweise ist das im Falle des SteelSeries Arena 9 nicht anders. Maximal 100 dB stehen bei der Lautstärke zu Buche, was für selbst für mittelgroße Räume mehr als ausreichend ist, um für echtes Kino-Feeling zu sorgen.

Front- und Rear-Lautsprecher kommen jeweils mit Zwei-Wege-Treibern daher, die einen 0,75-Zoll Hochtöner mit einem 3-Zoll-Tieftöner beziehungsweise bei den hinteren Lautsprechern mit einem 2,75-Zoll-Tieftöner kombinieren. Auf letztgenannte Spezifikationen setzt auch der flachere, aber breitere Center-Lautsprecher, während der Subwoofer mit einem nach unten gerichteten 6,5-Zoll-Treiber aufwartet. Dessen Intensität kannst du zudem an der Rückseite erhöhen oder verringern.

Klanglich ist das Ergebnis des Setups, was da aus den Lautsprechern dringt, schlicht als bombastisch zu bezeichnen. Nicht unbedingt audiophil, dafür stellt der Hersteller die Mitten und Höhen etwas zu sehr in den Vordergrund, aber schön klar, detailliert und wuchtig.

Die Abmischung ist definitiv gefällig und eignet sich natürlich hervorragend zum Musikhören oder Gaming, aber auch Filme machen mit dem 5.1-Soundsystem einfach Spaß. Der Subwoofer liefert einen detaillierten und satten Bass, die Mitten präsentieren sich breit aufgestellt und nicht minder detailreich.

Besonders in Spielen macht sich der detailreiche 5.1-Surround-Sound aber positiv bemerkbar und sorgt in sämtlichen Titeln, die ich ausprobiert habe, für eine hervorragende Räumlichkeit und gute Ortung. In F1 22 ziehen die dröhnenden Motoren links und rechts an uns vorbei, in Call of Duty lassen sich Schritte von Gegnern perfekt im Raum orten, um zwei Beispiele zu nennen.

Im Gegensatz zu einem virtuellen Surround-Sound, wollen die Lautsprecher aber auch entsprechend gut zur eigenen Sitzposition ausgerichtet werden. Dann aber kann der Sound auf ganzer Linie überzeugen, zumal du diesen mithilfe von etlichen Equalizer-Presets an deine Vorlieben anpassen und den Bass zusätzlich hervorheben oder die Höhen weiter definieren kannst, was natürlich vor allem in kompetitiven Shootern von Vorteil ist.

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Surround-Sound an der PlayStation 5: Mit Abstrichen

  • An PS5 nur mit 2.1-Sound samt virtuellem Upmix
  • Grund: Sony ermöglicht keinen 5.1-Sound per USB/Toslink
  • Reaktive RGB-Beleuchtung nur am PC

Allerdings sei erwähnt, dass die PlayStation 5 nicht das volle Potenzial der SteelSeries Arena 9 ausschöpfen kann. Das liegt allerdings an Sony, die – ab Werk – keinen 5.1-Surround-Sound via USB oder optischem Toslink-Anschluss erlauben.

Stattdessen kommt hier ein 2.1-Upmix zum Einsatz, der quasi den Klang der Front-Lautsprecher mit auf die Rear-Speaker überträgt und dabei bei den hinteren Lautsprechern den Surround-Klang simuliert. Hierfür gibt es zwar einen Workaround, der setzt allerdings ein wenig Arbeit voraus.

Das bedeutet nicht, dass das Arena 9 an der PlayStation 5 nicht hervorragend klänge oder auch hier eine empfehlenswerte 5.1-Surround-Lösung darstellen würde. Das volle Potenzial und den bestmöglich, sowie echten Surround-Sound gibt es aber eben nur am PC.

Auch die reaktive 4-Zonen-RGB-Beleuchtung steht dir ausschließlich am PC zur Verfügung. Planst du die Anschaffung des Soundsystems vor allem für dein Konsolen- und TV-Setup, musst du mit vordefinieren Effekten Vorlieb nehmen.

SteelSeries Arena 9 Test: Fazit

Mit dem SteelSeries Arena 9 liefert der Hersteller ein rundum begeisterndes 5.1-Soundsystem ab, das vor allem auf PC-Gamerinnen und Gamer abzielt. Die freuen sich über eine gewohnt hochwertige Verarbeitung, ein schickes Design und einen beeindruckenden Klang, der dich absolut wegblasen wird.

Allerdings setzt die schiere Größe eine Menge an Platz an deinem Schreibtisch-Setup voraus und auch die Rear-Lautsprecher wollen entsprechend in Position gebracht werden. Wenn also hinter dir keine Wand oder kein Platz für die beiden Speaker zur Verfügung steht, bist du möglicherweise mit einem 2.1-Soundsystem besser bedient.

Solltest du den Platz haben, dann realisiert das Arena 9 einen herausragend klaren und detaillierten echten Surround-Sound, der einer virtuellen Lösung deutlich überlegen ist. Hinzu kommt die gelungene Bedienung über den OLED-Pod, die vielfältigen Konnektivität-Optionen (inklusive Bluetooth) und eine nicht zu aufdringliche, reaktive RGB-Beleuchtung.

Auf der anderen Seite steht natürlich das hohe Preisschild. Das Arena 9 Soundsystem ist alles andere als ein Schnäppchen und doch halte ich den Preis in Anbetracht der gebotenen Spezifikationen und Leistung für fair. Gerade eine Verbindungsmöglichkeit via USB und Bluetooth haben Seltenheitswert. Ein Blick auf die offizielle Website lohnt sich zudem, denn hier gibt es (zum Testzeitpunkt im Dezember 2022) das Soundsystem zum aktuellen Bestpreis.

Günstigere Lösung gibt es aber zweifelsohne. Trotzdem ist das SteelSeries Arena 9 seinen Preis absolut wert und hat gerade für Gaming-Fans dank RGB-Beleuchtung und der herausragenden Sonar-Software noch ein paar echte Asse im Ärmel.

SteelSeries Arena 9 Test: Gold Award

SteelSeries Arena 9

Design und Verarbeitung
Ausstattung
Soundqualität
Preis-Leistungs-Verhältnis

92/100

Wer auf der Suche nach einem schicken und nicht allzu ausladenden 5.1-Soundsystem ist, kommt mit dem SteelSeries Arena 9 voll auf seine Kosten. Klang, Verarbeitung und Anschlussmöglichkeiten lassen kaum Wünsche offen. Besonders am PC überzeugt das Soundsystem auf ganzer Linie.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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