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SteelSeries Prime Mini im Test: Kleiner Nager ganz groß

Wem die SteelSeries Prime Gaming-Maus (unser Test) noch zu groß oder schwer war, der kommt mit der neuen SteelSeries Prime Mini voll auf seine Kosten. Die technischen Spezifikationen hat der Nager von seinem großen Bruder geerbt, lediglich die Abmessungen und das Gewicht fallen noch geringer aus. Dabei bedient die Mini-Maus eine ganz besondere Nische, wie unser Test beweist.

Technische Daten

Anschluss USB Typ A
Sensor SteelSeries TrueMove Pro, optisch
CPI 50 – 18.000 CPI
Maximale Geschwindigkeit 450 IPS
Maximale Beschleunigung 50 G
Tasten 5
Form Rechtshändig
Größe (L x H x T) 120,3 mm x 66,2 mm x 40,7 mm
Gewicht 61 g
Lieferumfang Prime Mini Gaming-Maus
Produktinformationshandbuch
USB-Typ-C zu USB-Typ-A-Kabel mit Stoffummantelung (2,08 Meter)
Preis € 47,60 *

Design und Ausstattung

Hinsichtlich der Verpackung unterscheidet sich die SteelSeries Prime Mini nicht vom normalen Modell der aktuellen Prime Gaming-Maus und kommt in einem auffälligen orange-grauen Karton daher. Lediglich der „Mini“ Namenszusatz (und die RGB-Einfärbung des Mausrades) ermöglicht auf der Verpackung eine Differenzierung der Nager.

Beim Öffnen des Kartons ruht die Gaming-Maus auf einem Pappschuber, darunter befinden sich lediglich das USB-A-auf-USB-C-Kabel zum Verbinden sowie eine Schnellstartanleitung. Auch beim Design der Maus gibt es kaum nennenswerte Unterschiede zur Prime: Abermals setzt der dänische Hersteller auf ein schlichtes, matt-schwarzes Finish, bei dem lediglich das SteelSeries-Logo farblich minimal abgesetzt ist.

Beleuchtet wird auch diesmal nur der Rahmen des Mausrades und zwar abhängig von der gewählten Sensibilität. Linksseitig wurden zwei programmierbare Zusatztasten verbaut, in Kombination mit Scrollrad, Haupt-Tastern und DPI-Button an der Unterseite kommen wir also auf insgesamt fünf Tasten.

Was allerdings im direkten Vergleich auffällt, sind die geringeren Abmessungen und das Gewicht. Im Vergleich bringt die SteelSeries Prime Mini acht Gramm weniger auf die Waage (61 g gegenüber 69 g) und kommt auf eine Größe von 120,3 mm x 66,2 mm x 40,7 mm (L x H x T). 5 mm in der Länge und rund 1,5 mm in der Tiefe klingen zunächst nicht nach viel, haben allerdings spürbare Auswirkungen auf das Gefühl.

Verarbeitung und Technik

Zwar eignet sich die SteelSeries Prime Mini noch immer für den Palm-, Finger- und Claw-Grip, bietet allerdings aufgrund der kompakten Größe weniger Platz. Da aber gleichzeitig die Ausbuchtung auf der rechten Seite und die Wölbung links nicht kleiner geworden sind, liegt die Maus deutlich angenehmer in der Hand. Auch die seitlichen Tasten sind im Vergleich zur größeren Prime Gaming-Maus nicht geschrumpft, was der Ergonomie ebenfalls zugutekommt.

Lediglich Nutzer mit mittelgroßen oder großen Händen werden mit der Prime Mini nicht zufrieden sein, doch für diese Anwender ist der kleine Nager auch nicht ausgelegt. Hinsichtlich der Verarbeitung gibt es dann wiederum keine Unterschiede zum großen Bruder. Einmal mehr sorgt der leicht angeraute ABS-Kunststoff für sicheren Halt und sorgt für eine äußerst angenehme Haptik.

Die beiden Hauptschalter (Prestige OM-Magnetschalter) fühlen sich etwas steifer an als beim großen Modell, was uns ausgesprochen gut gefällt. Im Praxistest können die beiden Tasten, die mit Neodym-Magneten ausgestattet sind, vollends überzeugen. Das Klick-Gefühl ist taktil und äußerst präzise – hier gibt es nichts zu beanstanden. Im Vergleich zur ähnlich kleinen Razer Viper Mini lösen die Split-Trigger allerdings deutlich lauter aus. Das muss man mögen oder wollen.

Sensor und Praxistest

Da die SteelSeries Prime Mini sämtliche Technik von ihrem großen Bruder geerbt hat, gibt es hier ebenfalls nur Positives zu berichten. So setzt der Hersteller erneut auf den präzisen TrueMove Pro-Sensor, der auf 18.000 CPI und eine übliche Polling-Rate von 1.000 Hz kommt.

Auch die maximale Geschwindigkeit von 450 IPS und die Beschleunigung von 50G sind auf dem Papier sehr gute Werte, die im Praxistest für eine ausgesprochen gute Präzision sorgen. Selbst bei schnellen Shootern können wir mit der Prime Mini auch minimale Bewegungen punktgenau umsetzen. Features wie das echte 1-zu-1-Tracking und Tilt-Tracking, das unerwünschtes Tracking bei schrägen Stürzen, Tilt-Slams und schnellen Bewegungen ausgleichen soll, sind natürlich ebenfalls mit von der Partie.

Die bevorzugte Geschwindigkeit lässt sich einmal mehr mit einer Taste an der Unterseite anpassen. Insgesamt fünf Stufen sind dabei voreingestellt, können mithilfe der SteelSeries GG-Software jedoch individuell angepasst und im Onboard-Speicher der Maus abgelegt werden. Die ARGB-Beleuchtung um das Scrollrad informiert in verschiedenen Farben über die aktuell gewählte Stufe.

Software

Schließt man die SteelSeries Prime Mini an den Computer oder Laptop an, wird sie sofort erkannt und eingerichtet. Das geht sehr schnell und problemlos vonstatten – die Gaming-Maus ist binnen weniger Sekunden einsatzbereit. Wer wirklich alles aus der Maus herausholen will, sollte die optionale Begleit-Software SteelSeries GG herunterladen, die uns während des Tests direkt mit einem Firmware-Update für die Prime Mini begrüßte.

Allerdings bietet die Software lediglich die wichtigsten Individualisierungsoptionen. Insgesamt fünf Empfindlichkeitsstufen lassen sich festlegen, die Polling-Rate kann auf Wunsch heruntergeregelt oder Beschleunigung und Verzögerung getrennt voneinander feinjustiert werden.

Beleuchtungseffekte und Helligkeit des Scrollrades sind anpassbar, zudem können alle Tasten neu konfiguriert werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, eigene Makros zu erstellen und diese direkt an eine oder mehrere Tasten zu binden. Alles in allem sind die softwareseitigen Anpassungsmöglichkeiten ausreichend, aber keinesfalls so umfangreich wie bei der Konkurrenz.

Fazit

Die SteelSeries Prime Mini bestätigt den ausgesprochen positiven Eindruck, den bereits der großer Bruder in unserem Test aus dem Juni 2021 hinterlassen hat. Dabei hat die kleine Gaming-Maus nahezu alle wichtigen Eigenschaften geerbt und erfreulicherweise sogar noch verfeinert.

Verarbeitung, Haptik und Sensor liegen einmal mehr auf sehr gutem Niveau. Dabei bedient die Prime Mini eine Nische, bei der sich vor allem Nutzer mit kleinen Händen über eine verbesserte Ergonomie freuen. Eine Verkleinerung des Bodies in Kombination mit unverändert großen Seitentasten sorgt in der Praxis für ein noch besseres Spielgefühl.

Wenn, ja wenn man denn wirklich kleine Hände besitzt. Selbst bei mittelgroßen oder voluminösen Pranken resultieren die kleineren Abmessungen in einem nicht ganz überzeugenden Gefühl in der Hand – aber hier greift man dann eben zur „normalen“ Prime. Hinsichtlich der Ausstattung oder Individualisierungsmöglichkeiten bleibt die SteelSeries Prime Mini jedoch hinter der ähnlich teuren Konkurrenz zurück. Dennoch können wir, kleine Hände vorausgesetzt, eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

SteelSeries Prime Mini

Verarbeitung
Ausstattung
Ergonomie
Software
Preis-Leistungs-Verhältnis

88/100

Kleine und leichte Gaming-Maus, die sich auf das Wesentliche fokussiert. Tasten, Verarbeitung und Sensor liegen auf sehr gutem Niveau.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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