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Corsair TC70 Remix – Corsairs günstigster Gaming-Chair im Test

Als Ergänzung zu den bestehenden Gaming-Chairs T1, T2 und T3 hat Corsair dieses Jahr noch zwei weitere Reihen auf den Markt gebracht: Die Modelle mit den Kennungen TC60 Remix und TC70 Remix. Letztere sind dabei im Vergleich besonders günstig: Aktuell gibt es einen TC70 Remix in Schwarz ab € 239,04* [Testzeitpunk: 210 €, UVP: 250 €]. Damit ist der Gaming-Chair deutlich günstiger als die anderen Modelle im Angebot von Corsair. Trotzdem werden übliche Funktionen wie eine anpassbare Armlehne, eine integrierte Lordosenstütze und sogar eine Synchronmechanik versprochen.

Wir haben uns Corsairs TC70 Remix angesehen und wollen im Folgenden klären, wie gut sich der Gaming-Chair in der Praxis schlägt, und ob das Modell in unseren Augen eine Empfehlung wert ist.

Technische Details des Corsair TC70 Remix

Bezug: Kunstleder / Stoff
Rahmenkonstruktion: Holz
Ergonomie: Armlehnen: 3D (Drehbar und nach oben/unten und vorne/hinten verstellbar)
Sitz: Synchronmechanik
Gasdruckfeder: 100 mm, Class 3
Maximalbelastung: 124 kg
Preis: Schwarz/Anthrazit: € 239,04*

Lieferumfang & Aufbau

Der TC70 Remix wird wie üblich in einem großen, schwarz bedruckten Karton geliefert. In dessen Inneren befinden sich neben den Einzelteilen des Gaming-Chairs auch das Zubehör. Dieses umfasst eine Anleitung, Sicherheitshinweise, einigen Ersatzschrauben und einen Inbus-Schlüssel.

Der Stuhl selbst besteht dabei aus den üblichen Einzelteilen: Fünf 60-mm-Rollen werden später in einem Drehkreuz aus Kunststoff befestigt, in dem sich wiederum die Gasdruckfeder befindet. Für diese liefert Corsair eine Kunststoffblende mit, auf unseren Bildern ist der Gaming-Chair aber ohne diese zu sehen.

An der Oberseite der Gasdruckfeder wird per Klemmmontage die Wippmechanik befestigt, an der die Sitzfläche und, über eine mittige Metallverbindung, auch die Rückenlehne verbunden sind. Hierbei unterscheidet sich Corsairs Gaming-Chair von vielen Konkurrenzprodukten, bei denen die Rückenlehne an der Sitzfläche befestigt wird. Der Grund dafür ist die verbaute Synchronmechanik – dazu später mehr.

Der Aufbau des TC70 Remix geht sehr leicht von der Hand. Die Montage erfolgt mit drei unterschiedlichen Schraubentypen, die alle mit demselben, mitgelieferten Inbusschlüssel eingeschraubt werden können. Zur dauerhaften Befestigung der Schrauben setzt Corsair dabei auf vorab angebrachten Schraubenkleber, der die übliche Beilagscheiben-Sprengring-Kombination obsolet macht. Durch das Fehlen ebendieser ist die Montage des TC70 Remix noch etwas einfacher als sonst. Falls der Stuhl oft auseinandergebaut wird ist aber anzunehmen, dass sich der Schraubenkleber abnutzt, und man Sprengringe zur Schraubensicherung nachrüsten muss.

Zusätzlich erleichtert wird der Aufbau noch durch die Befestigung der Rückenlehne an der Wippmechanik – das geht deutlich leichter von der Hand als die seitliche Befestigung an der Sitzfläche. Ansonsten ist der Aufbau des TC70 Remix hingegen wie üblich: Die Montage ist leicht zu verstehen und problemfrei in (unter) einer zu Stunde schaffen.

Design & Verarbeitung

Corsair bietet den TC70 Remix in drei Farbvarianten an: Schwarz/Grau, Grau/Schwarz und Weiß/Schwarz. Bei uns ist der Stuhl dabei in Schwarz/Grau zu sehen. Je nach gewähltem Typ sind dabei die beiden Polstertypen des Gaming-Chairs unterschiedlich eingefärbt. Der größte Teil der Sitzfläche und der Rückenlehne ist dabei mit einem samtartigen Synthetikstoff bezogen. Seitlich an der Sitzfläche und der Rückenlehne gibt es zudem Kunstlederoberflächen, die das Design des Stuhls maßgeblich prägen.

In unseren Augen ist der TC70 Remix optisch gut gelungen: Die Auflockerung der Samt-Elemente durch die Kunstlederflächen finden wir ebenso stimmig wie die aufgestickten Corsair-Logos und Schriftzüge an der Nackenstütze. Störend finden wir lediglich das gelbe Label an der Seite der Rückenlehne. Dieses zieht unnötig Aufmerksamkeit auf sich, obwohl darauf nur ein weiteres Herstellerlogo abgebildet ist.

Auch mit Hinblick auf die Verarbeitungsqualität konnte uns Corsairs TC70 Remix überzeugen: Der Stuhl ist im Grundaufbau sehr stabil und er knarzt auch bei Belastung nicht. Ähnlich positiv ist unser Resultat bei den Polstern: Auch diese machen einen hochwertigen Eindruck, und die Verbindungsnähte sind durchweg sauber gearbeitet.

Praxis & Ergonomie

Corsair legt dem TC70 Remix kein spezielles Ergonomie-Zubehör bei, auf ein Lordosenkissen und eine Nackenstütze wird verzichtet. Letztere hätte dabei in unseren Augen noch ein bisschen mehr Komfort mit sich gebracht. Glücklicherweise ist der TC70 Remix oben aber schmal genug um eines der handelsüblichen Nackenkissen nachzurüsten. Wer eines haben möchte, der muss also lediglich den entsprechenden Aufpreis in Kauf nehmen.

Der Wegfall eines Lordosenkissens ist in unseren Augen hingegen gänzlich unwichtig, denn das wird durch die geschwungene Rückenlehne sehr gut kaschiert. Wir haben das Kissen daher nicht vermisst. Auch allgemein hat uns die Geometrie von Sitzfläche und Rückenlehne zugesagt: Beide dürften durch ihre sanft geschwungene Form für die meisten Menschen angenehm sein. Zu bedenken ist lediglich die verhältnismäßig kurze Sitzfläche (48 cm). Uns hat das zwar nicht gestört, doch das dürfte Geschmackssache sein.

Setzt man sich in den TC70 Remix, so wird man von einer angenehm-weichen Polsterung empfangen, die einen ein Stück weit, aber auch nicht zu viel einsinken lässt. Wir fanden das auch nach vielen Stunden am Stück noch bequem – und dasselbe können wir auch über die gut umgesetzten Bezüge sagen. Die beim TC70 Remix gewählte Aufteilung zwischen Samtstoff und Kunstleder war offenbar kein Zufall, denn alle für Überhitzung besonders kritischen Stellen – den Bereich um die Wirbelsäule und das Gesäß – liegen auf dem Samt auf, sodass das altbekannte „kleben“ von Kunstlederstühlen kein Problem sein sollte.

Mit Hinblick auf die Einstellungsmöglichkeiten liefert Corsair ein für den Preis ebenso gutes Paket ab. Die 3D-Armlehnen lassen sich dreistufig drehen sowie in ausreichendem Maße nach oben/unten und vorne/hinten verstellen. Letzteres erfolgt dabei ohne eine eigene Verstelltaste: Die Auflage kann einfach stufenlos nach vorne oder hinten geschoben werden. Die üblichen Features wie die Höhenverstellung per Gasdruckfeder und die Bodenrollen, die wie bei Corsair üblich sehr leichtgängig sind, haben uns gleichermaßen überzeugt.

Auch die im TC70 Remix verbaute Synchronmechanik hat uns zugesagt. Im Gegensatz zu den meist verbauten Wippmechaniken bewegt diese beim Verstellen nicht nur die Rückenlehne, sondern auch die Sitzfläche. Dadurch sitzt man insbesondere bei stark nach hinten geneigten Winkeln deutlich bequemer – und das ist auch bei Corsairs Neuling so. Zudem fühlten wir uns selbst bei maximaler Neigung noch wohl im Stuhl: Er steht auch dann noch stabil.

Fazit zum Corsair TC70 Remix Test

Für seinen Preis von € 239,04* [Testzeitpunk: 210 €, UVP: 250 €] ist der TC70 Remix der derzeit günstigste Gaming-Chair in Corsairs Angebot. Trotzdem müssen Kunden bei dem Modell keine großen Abstriche machen. Wir hatten viel Freude mit dem Stuhl, und vor allem: Wir saßen bequem.

Bei der Verarbeitungsqualität liefert Corsair mit dem TC70 Remix ein tadellos Bild ab, und der Aufbau des Gaming-Chairs geht schnell und dank der getrennten Befestigung von Sitzfläche und Rückenlehne sehr leicht von der Hand. Zudem hat uns auch die Ergonomie fast durchgehend zugesagt: Die Rückenlehne schmiegt sich der Wirbelsäule gut an, die Polster sind weich, die Bezüge angenehm und die Anpassungsmöglichkeiten dem Preis definitiv angemessen. Ein Probesitzen ist natürlich immer anzuraten, aber zumindest für uns gilt: Der TC70 Remix ist für seinen Preis eine Empfehlung wert. Unser einzig nennenswerter Kritikpunkt ist das Fehlen eines Nackenkissens – wer ein solches möchte, muss dieses noch nachträglich dazukaufen.

Corsair TC70 Remix

Sitzkomfort
Stabilität & Verarbeitung
Design
Preis-Leistungs-Verhältnis

90/100

Ein günstiger und bequemer Gaming-Chair.

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Valentin

Durchgeknallter Vollzeitnerd

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