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DJI Power 1000 Test: Perfekte Powerstation für Drohnen-Piloten

Drohnen-Fans wird DJI auf jeden Fall ein Begriff sein. Fertigt der Hersteller doch vornehmlich die praktischen Flugobjekte für den Privatgebrauch. Doch nun will das Unternehmen offenbar auch den Markt der Powerstations erobern. Im DJI Power 1000 Test werfen wir einen Blick auf ein Modell, das nicht nur die perfekte Ergänzung zur passenden DJI-Drohne sein möchte, sondern auch Nicht-Drohnenbesitzer überzeugen will. Das soll unter anderem mit einer Gesamtleistung von bis zu 2.400 Watt glücken. Geht der Plan auf?

Technische Daten

Maße 448 × 225 × 230 mm
Gewicht 13 kg
Anschlüsse 2x AC-Ausgang
2x USB-C
2x USB-A
1x SDC
1x SDC Lite
1x AC-Eingang
Akkukapazität 1.024 Wh
Akkutechnologie LiFePO4
Lebensdauer Nach 4.000 Ladezyklen 70% maximale Akkukapazität
Preis € 999,00 *

Lieferumfang

DJI Power 1000 Test

DJI Power 1000 Test: Design und Verarbeitung

Bei der Optik erfindet auch DJI das Rad nicht neu. Das soll heißen, dass du hier ein klassisches Design geliefert bekommst, das auch an andere Powerstations erinnert. Grund hierfür ist nicht nur die Form, sondern auch die Farbgebung. Der Mix aus Grautönen erinnert mich zum Beispiel an die EcoFlow Delta 2 (Test).

DJI Power 1000 Test

Fehlenden Mut will ich bei dem circa 13 kg schweren mobilen Energiespeicher aber keinesfalls ankreiden. Wer eine ausgefallene Optik sucht, sollte sich stattdessen mal die Litheli Eclair BS1000 (Test) ansehen. Mir gefällt aber auf jeden Fall, was ich bei der DJI sehe. Das beginnt bereits bei den praktischen Tragegriffen, die den Transport der Powerstation deutlich erleichtern.

DJI Power 1000 Test

Doch auch das erfreulich helle Display gefällt mir sehr gut. Dieses lässt sich im Test selbst bei starker Sonneneinstrahlung gut erkennen. Wie es mittlerweile Standard ist, zeigt das Display wichtige Parameter wie beispielsweise Akkustand sowie Aus- und Eingangsleistung an. Neben dem Bildschirm sitzen an der Front noch diverse Anschlüsse. Welche das genau sind, klären wir später.

DJI Power 1000 Test
Links und rechts sitzen die Lüfter.

Seitlich sitzen wiederum die Lüftungsschlitze der Power 1000. Diese sollen einen möglichst ruhigen Betrieb gewährleisten. In Sachen Verarbeitungsqualität bietet DJI hier wirklich Großes. Was mich allerdings stört, ist der fehlende Schutz vor schädigendem Eindringen von Wasser oder Schmutz. Bei einer Drohnen-Powerstation, die vornehmlich im Outdoor-Bereich zum Einsatz kommen dürfte, darf man das ruhig erwarten.

DJI Power 1000 Test: Anschlüsse

An der Front der Power 1000 befinden sich diverse Anschlüsse. Neben 2x Schukosteckdosen (max. 2.400 Watt) findest du hier 2x USB-A (je 24 Watt) und 2x USB-C (je 140 Watt). Das ist nicht mehr als guter Standard, für die Masse aber sicherlich ausreichend. Was ich persönlich schön gefunden hätte, wäre eine kabellose Ladefläche auf der Oberseite, von der eine Allpowers R1500 (Test) gleich zwei bietet. Der flache Deckel hätte sich dafür angeboten.

DJI Power 1000 Test
Die Steckdosen aktivierst du per Knopfdruck auf den „AC-Button“.

Doch DJI hat ein anderes Schmankerl parat, das sich ganz gezielt an Drohnenbesitzer richtet. So verzichtet das Unternehmen auf Dinge wie einen Kfz-Port und setzt stattdessen auf einen SDC-Anschluss. Über diesen von DJI selbst entwickelten Anschluss, der eine Leistung von bis zu 230 Watt ausgibt, kannst du deine Drohne aufladen.

Mithilfe des SDC-Ports kannst du aber nicht nur dein Flugobjekt aus dem Hause DJI aufladen. Umgekehrt lässt sich hierüber auch der Akku des mobilen Energiespeichers mit neuer Power versorgen. Solltest du über den SDC-Port ein anderes Gerät anschließen wollen, benötigst du jedoch einen passenden Adapter.

Streng genommen handelt es sich bei SDC also um einen universellen Anschluss, für den DJI verschiedene Adapter vertreibt. So kannst du hier beispielsweise auch ein Solarpanel anschließen. Allerdings schlagen die Adapter beim Kauf ordentlich zu Buche. Aus diesem Grund eignet sich die DJI Power 1000 eigentlich nur für Besitzer anderer Produkte des Herstellers. Alle anderen sind mit den Standardanschlüssen der Konkurrenz wohl besser bedient.

DJI Power 1000 Test: Eingänge

Früher oder später ist der Akku der Powerstation auch wieder leer. Dann gilt es, ihn mit neuer Energie zu versorgen. Die DJI Power 1000 bietet dir hierfür verschiedene Möglichkeiten. Am schnellsten geht das Ganze über eine handelsübliche Haushaltssteckdose. Mit deren Hilfe ist eine Eingangsleistung von maximal 1.200 Watt möglich.

Dementsprechend dauert es etwas über eine Stunde, den Akku vollständig zu laden. Um den Akku zu schonen, kannst du die Leistung auch auf 600 Watt reduzieren. Dann dauert es zwar etwas länger, dafür ist das Prozedere aber nicht so anstrengend für die Batteriezellen. Um zwischen den beiden Lademodi zu wechseln, musst du einfach nur den Schalter nutzen, der sich direkt beim AC-Eingang befindet.

DJI Power 1000 Test

Darüber hinaus kannst du zum Laden den universellen SDC-Port nutzen, wenn du einen passenden Adapter zur Verfügung hast. So kannst du beispielsweise ein Solarpanel oder aber dein Kfz anschließen, um für neue Energie zu sorgen. Über die beiden DJI-exklusiven Anschlüsse sind kombiniert maximal 800 Watt möglich.

DJI Power 1000 Test: Leistung

Für die Praxiserfahrung ist bei einer Powerstation natürlich in aller erster Linie die Leistung maßgeblich. Mit einer maximalen Gesamtleistung von 2.400 Watt ist die DJI Power 1000 durchaus gut aufgestellt. Vom Laden des Smartphones bis hin zum Betrieb eines Winkelschleifers ist hier alles möglich. Im Test habe ich nicht nur diese beiden Gadgets angeschlossen.

Obendrein testete ich mit Föhn, Wasserkocher und Toaster auch weitere leistungshungrige elektrische Geräte aus. Dabei kommt auch die Sicherheit nicht zu kurz. Schließlich verfügt das Modell über einen Überlastschutz, der bei einer zu hohen Ausgangsleistung aktiviert wird. Sollte die maximal mögliche Leistung überschritten werden, schaltet sich die Powerstation automatisch ab.

Selbst leistungshungrige Geräte wie ein Föhn sind kein Problem. Im Test zog dieser 1.714 Watt aus der Powerstation.

Angesichts der Akkukapazität von knapp 1.000 Wh ist die Power 1000 allerdings nicht allzu ausdauernd. Das solltest du durchaus im Hinterkopf behalten, wenn du für längere Zeit Geräte betreiben möchtest, die recht viel Leistung benötigen. Alles in allem liefert DJI hier also ein positives Bild ab, bei dem lediglich die etwas geringe Akkukapazität stört.

DJI Power 1000 Test: USV und LiFePO4-Akku

Die DJI Power 1000 lässt sich preislich in der Mittelklasse der Powerstations kategorisieren. Doch das bedeutet keineswegs, dass du hier eine schwache Ausstattung geboten bekommst. Stattdessen setzt der Hersteller auf moderne Features, die auch bei höherpreisigen Modellen zum Einsatz kommen. Da wäre zum einen die Batterietechnologie. DJI setzt auf LiFePO4-Batteriezellen.

Schade, dass DJI die flache Oberseite nicht für eine Qi-Ladefläche nutzt.

Diese bringen im Vergleich zur mittlerweile veralteten Lithium-Ionen-Technik einige Vorteile mit. Da wäre zum einen das Mehr an Sicherheit. So ist das Brand- und Explosionsrisiko bei Powerstations mit LiFePO4-Akku deutlich geringer. Zum anderen sind die Akkus erfahrungsgemäß langlebiger. Über 3.000 Ladezyklen soll die Power 1000 durchstehen können, bis der Akku eine maximale Akkukapazität von „nur noch“ 80% bietet.

Gummifüße an der Unterseite verhindern, dass die Powerstation verrutscht.

Zum anderen spendiert DJI seiner Powerstation die praktische Funktion „unterbrechungsfreie Stromversorgung“ (USV). Mithilfe von USV kannst du den mobilen Energiespeicher wie eine Art Notstromversorger im Kleinformat nutzen. Hierfür schließt du die Power 1000 an einer Steckdose an und verbindest einen oder mehrere Verbraucher mit der Powerstation. Sollte es zum Stromausfall kommen, springt die DJI dann binnen Millisekunden als Stromversorger ein.

Fazit

DJI kann nur Drohnen bauen? Mit der Power 1000 macht der Hersteller deutlich, dass er sich auch in anderen Metiers auskennt. Dabei punktet die Powerstation-Premiere nicht nur mit einem schicken Design und einer tollen Verarbeitungsqualität. Obendrein sorgt die Kombination aus praktischen Handgriffen und dem nicht ausufernden Gewicht von 13 kg dafür, dass sie sich auch bequem über kurze Strecken tragen lässt. Auch bei der Leistung gibt es nichts zu meckern.

DJI Power 1000 Test

Mehr als 2.400 Watt maximale Gesamtleistung benötigen Otto-Normal-Verbraucher ohnehin nicht. Allerdings ist die Power 1000 eher ein Sprinter, denn ein Marathonläufer. Mit 1.000 Wh ist die Akkugröße nämlich recht limitiert. Als etwas limitiert empfand ich auch die Anschlussauswahl. Als Nicht-Drohnenbesitzer hätte ich mir gewünscht, dass der neue SDC-Port nicht gängige Anschlüsse wie einen Kfz-Port und Solar-Anschluss ersetzt, sondern vielmehr ergänzt.

DJI Power 1000 Test
Die praktische Tragetasche macht den Transport noch einfacher.

Doch das Ganze hat natürlich auch etwas Gutes. Schließlich bist du mit dem SDC-Port als universellen Anschluss recht flexibel. Insbesondere Besitzer eine DJI-Drohne werden den Port sogar lieben. Schließlich bietet er eine Schnellladung für die kompakten Überflieger. Dementsprechend sehe ich die DJI Power 1000 auch als optimale Powerstation für alle Drohnenpiloten und die, die es werden wollen. Für alle anderen ist es nicht mehr als eine solide Powerstation.

DJI Power 1000

Design und Verarbeitung
Hardware
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis

89/100

Die DJI Power 1000 ist eine solide Powerstation und die perfekte mobile Tankstelle für deine DJI-Drohne.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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