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Dreame L10s Pro Ultra Heat Test: Der Preis ist heiß!

Über Jahre hinweg galt die S-Serie von Roborock als die unangefochtene Sperrspitze, wenn es um leistungsstarke und smarte Saugroboter geht. Die Modellreihe gehört zwar noch immer zum besten, was der Markt zu bieten hat, doch die Konkurrenz schläft bekanntermaßen nicht. Spätestens mit dem Dreame L20 Ultra hat Roborock nämlich mächtig Konkurrenz bekommen. Schließlich hat das Flaggschiff in Sachen Reinigungsleistung, Wischfeatures und Bedienkomfort völlig neue Maßstäbe setzen können. Allerdings hat das Ganze auch seinen Preis. Wer nicht soviel Geld ausgeben möchte, sollte sich einmal den L10s Pro Ultra Heat ansehen. Dieser kostet zwar deutlich weniger als der L20 Ultra, bietet aber dennoch einige der High-End-Features des Top-Modells. In unserem Dreame L10s Pro Ultra Heat Test wollen wir einmal klären, ob es sich hierbei um einen wahren Preis-Leistungs-Kracher handelt oder Dreame falsche Versprechungen macht.

Vergleich zu Dreame L10s Ultra und L20 Ultra

Für den einen oder anderen mag die Typenbezeichnung von Dreame mitunter für Verwirrung sorgen. Das ist insbesondere beim Dreame L10s Pro Ultra Heat der Fall, da es mit dem L10s Ultra bereits einen nahezu namensgleichen Firmenbruder gibt. Wir haben dir einmal tabellarisch aufgelistet, welche Unterschiede zwischen dem Flaggschiff Dreame L20 Ultra, Dreame L10s Ultra und dem neuen Dreame L10s Pro Ultra Heat bestehen. Dabei sind wir auf die unserer Meinung nach wichtigsten Parameter eingegangen.

Funktionen Dreame L20 Ultra Dreame L10s Ultra  Dreame L10s Pro Ultra
Saugleistung 7.000 Pascal 5.300 Pascal 7.000 Pascal
Navigation LiDAR LiDAR LiDAR
Objekterkennung AI + 3D structured light AI + 3D structured light AI + 3D structured light
Frontlicht Ja Ja Nein
Akkukapazität 6.400 mAh 5.200 mAh 5.200 mAh
MopExtend Ja Nein Ja
Hauptbürste Vollgummi Vollgummi Vollgummi
Mopps anhebbar Ja Ja Ja
Mopps abnehmbar Ja Nein Nein
Selbstreinigung mit Heißwasser (58°C) Nein Nein Ja

Ein Blick auf die Tabelle macht deutlich, dass sich der Dreame L10s Pro Ultra ganz klar zwischen dem L10s Ultra und dem L20 Ultra positioniert. So ist die Saugkraft im Vergleich zum L10s Ultra deutlich gesteigert worden. Außerdem spendiert Dreame dem Neuzugang mit MopExtend ein spannendes, äußerst hilfreiches Feature des L20 Ultra. Ein weiteres Highlight, das weder L10s Ultra noch L20 Ultra zu bieten hatten, ist die Heißwasserreinigung in der Basisstation. Umgekehrt bietet der L10s Pro Ultra im Gegensatz zu L10s Ultra und L20 Ultra kein Frontlicht mehr.

dreame l10s pro ultra heat test

Ob das für eine schlechtere Objekterkennung sorgt, werden wir im Test untersuchen. Weiterhin kommt der L20 Ultra im Gegensatz zum L10s Pro Ultra mit einem größeren Akku und abnehmbaren Wischpads daher. Alles in allem lässt sich festhalten, dass sich der L10s Pro Ultra zumindest auf dem Papier die Rosinen herausgepickt hat, die der L20 Ultra zu bieten hatte. Streichungen wie das LED-Frontlicht verfolgen hingegen das Ziel, den Preis möglichst niedrig zu halten. Die Heißwasserreinigung ist hingegen ein willkommenes Upgrade, das bei der Reinigung für mehr Hygiene sorgen soll.

Lieferumfang

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  • Dreame L10s Pro Ultra Heat Saugroboter
  • Basisstation
  • Rampe für Basisstation
  • Reinigungstool
  • Seitenbürste
  • Netzkabel
  • 2x Staubbeutel
  • 2x Wischpads
  • Reinigungslösung
  • Filter
  • Bedienungsanleitung

Dreame L10s Pro Ultra Heat Test: Der erste Eindruck

Der Dreame L10s Pro Ultra Heat ähnelt dem L10s Ultra (Test) optisch sehr. Das bedeutet auch, dass sich hier auf vergleichsweise wenig Platz ein smarter Haushaltshelfer mit großer Ausstattung befindet. Deutlich wird das vor allem dann, wenn man zum Vergleich einmal einen Blick auf den L20 Ultra (Test) wirft. Das Flaggschiff von Dreame kommt mit einer recht gewaltigen Basisstation daher, die 61 x 43 x 48 cm misst. Im Gegensatz dazu ist der Dreame L10s Pro Ultra Heat mit seinen 59 x 34 x 43 cm deutlich kompakter. Natürlich kann sie nicht mit den Mini-Maßen eines Yeedi Cube (Test) mithalten, das werden viele Nutzer angesichts der deutlich größeren Ausstattung aber sicherlich gerne hinnehmen.

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Um die Verwechslungsgefahr mit dem L10s Ultra zu minimieren, hat Dreame eine Farbänderung an der Front der Basisstation vorgenommen. Diese erstrahlt beim L10s Pro Ultra Heat in Gold und nicht mehr in Silber. Dieses helle Gold erinnert wiederum an den L20 Ultra, was noch einmal unterstreicht, dass es sich beim smarten Haushaltshelfer gewissermaßen um ein Mischwesen aus beiden Modellen handelt. Bei der Formgebung bleibt Dreame seiner Designsprache des L10s Ultra treu. So setzt der Hersteller beim Gehäuse auf abgerundete Ecken und eine recht schmale Bauweise. Der Saugroboter selbst hingegen lässt sich sofort als selbiger erkennen.

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Dreame setzt auf das übliche kreisförmige Design. Auf der Oberseite befindet sich der LiDAR-Sensor, rudimentäre Bedientasten sowie die Wartungsklappe. Letztere lässt sich mithilfe von zwei Scharnieren hochklappen. Das ist ein Unterschied zum L20 Ultra, der wiederum auf eine Abdeckplatte setzt, die per Magnet gehalten wird. Was besser gefällt, ist natürlich Geschmacksache. Ich persönlich bevorzuge die klassische Lösung mit Scharnieren. Über die Wartungsklappe erhältst du dann Zugang zum Staubbehälter. Abgerundet wird der Blick auf die Oberseite des Saugers mit einem schicken Firmenlogo.

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An der Front des L10s Pro Ultra Heat sitzt die Technik für die Objekterkennung. Weiterhin befindet sich hier ein Bumper, der Schäden an Möbeln verhindern soll, wenn es dann doch einmal zur Kollision kommen sollte. Erfreulich ist der Blick auf die Unterseite. Schließlich setzt Dreame auch hier wieder auf eine Hauptbürste, die komplett aus Gummi besteht. Insbesondere Tierbesitzer können sich darüber freuen. Schließlich können sich Haare in der Bürste gar nicht erst verwickeln. Das erleichtert die Wartung ungemein! Weiterhin sitzen auf der Unterseite eine Seitenbürste sowie die beiden rotierenden Wischmopps, die magnetisch halten.

Dreame L10s Pro Ultra Heat Test: Basisstation mit neuen Features

Wie wir bereits geklärt haben, unterscheidet sich die Basis optisch eigentlich nur in der Farbgebung der Frontklappe. Unter dieser sitzt der Staubbeutel, welcher 3,2 Liter fasst und nur alle 75 Tage durch einen neuen ausgetauscht werden soll. Ein Blick unter die Klappe auf der Oberseite fördert die beiden Wassertanks zutage. Während der Frischwassertank 4,5 Liter fasst, finden im Schmutzwassertank 4 Liter Platz. Doch auch, wenn die Basisstation optisch ganz klar an die des L10s Ultra erinnert, bietet sie dann doch ein entscheidendes neues Feature, das weder L20 Ultra, noch L10s Ultra vorweisen können.

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Hier kommt der Beiname „Heat“ ins Spiel. So werden die Wischpads hier nicht nur mit einfachem Wasser durchgespült. Stattdessen verwendet der L10s Pro Ultra Heat 58°C heißes Wasser. Das sorgt nicht nur für eine effektivere Reinigung. Obendrein ist das ganz klar eine Kampfansage an Bakterien und anderen hygienebedenklichen Schmutz. Schade ist allerdings, dass sich die Wischpads der runden Wischflächen nicht in der Basisstation abnehmen lassen.

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Dieses Feature sorgte beim L20 Ultra für eine deutlich einfachere Reinigung von Teppichen. Alles in allem punkten sowohl der Saugroboter als auch die Basisstation mit einem tollen optischen Auftritt. Das liegt vor allem an dem ansehnlichen mattweißen Gehäuse, das Fingerabdrücken gekonnt vorbeugt und sich sehr gut anfühlt. Generell bekommst du hier sowohl bei Saugroboter als auch Basisstation eine hervorragende Verarbeitungsqualität geboten, die wir von den smarten Haushaltshelfern von Dreame gewohnt sind.

Dreame L10s Pro Ultra Heat Test: Navigation mit LiDAR

Dreh- und Angelpunkt bei der Wegfindung des Dreame L10s Pro Ultra Heat ist das kleine LiDAR-Türmchen auf der Oberseite des Saugroboters. Darunter befindet sich ein rotierender Lasersensor, der deine Räumlichkeiten genauestens ausmisst. Dreame selbst bezeichnet das Ganze nicht einfach nur als LiDAR, sondern als Pathfinder Smart Navigation Technology. Das soll verdeutlichen, dass der smarte Haushaltshelfer stets bestens darüber bescheid weiß, an welchem Ort in deiner Wohnung er sich gerade befindet. Der große Vorteil an LiDAR ist nicht nur die Geschwindigkeit und Genauigkeit der Kartierung von Räumen. Obendrein kann die Technik selbst bei absoluter Dunkelheit bestens erkennen, wie es um die Umgebung bestellt ist. Im Test wurde schnell deutlich, dass die Wegfindung mittels LiDAR auch beim L10s Pro Ultra Heat wieder bestens funktioniert.

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Der Saugroboter wirkte zu keinem Zeitpunkt orientierungslos, sondern fuhr schnell und vor allem mit System die Räumlichkeiten ab. Dabei setzt er auf parallele Bahnen, die er zielgerichtet durch mein Wohnzimmer fuhr. Auch unter flache Möbel fährt der smarte Haushaltshelfer problemlos. Voraussetzung ist nur, dass diese ein wenig höher sind als er selbst. Minimale Probleme gibt es dann, wenn das Gerät mit mehreren Hindernissen wie Stuhlbeinen konfrontiert wird. Hier kann es durchaus mal ein wenig dauern, bis er sich aus einer misslichen Lage wieder befreit hat. Das ist aber selbst im Flaggschiff-Bereich noch immer ein gängiges Problem. Im Test fuhr sich der Dreame L10s Pro Ultra Heat auf jeden Fall kein einziges Mal fest. Sollte dies dennoch einmal der Fall sein, stoppt das Gerät rechtzeitig die Fahrt und gibt seinem Nutzer eine entsprechende Problemmeldung aus.

Dreame L10s Pro Ultra Heat Test: Objekterkennung mit AI-Action

Eine gute Objekterkennung bieten derzeit nur ganz wenige Saugroboter auf dem Markt. Dreame hat mit AI-Action + 3D Structured Light die aus meiner Sicht beste Technologie vorzuweisen, die es derzeit im Bereich der Saugroboter gibt. Der chinesische Hersteller stattet aber nicht nur seinen hochpreisigen L20 Ultra, sondern auch den deutlich günstigeren L10s Pro Ultra Heat mit der kamerabasierten und durch künstliche Intelligenz gestützten Technik aus. Eine Kamera an der Front erkennt Hindernisse und sorgt dafür, dass der Saugroboter diesen ausweicht und es gar nicht erst zu Kollisionen kommt. Insbesondere die KI soll sich hier bezahlt machen.

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Schließlich soll der smarte Haushaltshelfer mit der Zeit dazu lernen und sich merken können, wo kleinere Hindernisse liegen könnten. Insbesondere bei tückischen flachen Gegenständen wie Schnürsenkeln oder Kabeln dürfte das hilfreich sein. Im Test war ich durchaus positiv überrascht. Bücher, Zeitschriften, Legosteine und Schuhe wurden zuverlässig erkannt und umfahren. Ein Schürsenkel wurde zwar übersehen, aber das passierte dem L20 Ultra oder einem Roborock S8 Pro Ultra (Test) genauso gut.

Kleine Gegenstände werden gekonnt umfahren.

Möglicherweise kann die KI hier mit der Zeit nochmal für eine deutliche Besserung sorgen. Ich kann dir nur den Tipp geben, möglichst flache Hindernisse aus dem Weg zu räumen, bevor du den L10s Pro Ultra Heat auf Reinigungstour schickst. Zwar mag es zu keinen Schäden kommen, doch das Umfahren der flachen Hindernisse nimmt einfach mehr Zeit in Anspruch als wenn der smarte Haushaltshelfer gewohnt seine parallelen Bahnen durch den Raum ziehen kann. Bleibt festzuhalten, dass Dreame auch hier seinen guten Ruf verteidigen kann.

Dreame L10s Pro Ultra Heat Test: Inbetriebnahme

Selbst für Laien ist die Installation des L10s Pro Ultra Heat ein echtes Kinderspiel. Das liegt insbesondere daran, dass der smarte Haushaltshelfer bereits ab Werk so gut wie in Gänze zusammengebaut ist. Hast du den passenden Ort zum Aufstellen gefunden, musst du nur noch das Netzteil in die passende Steckdose stecken, den Frischwassertank füllen und die Reinigungslösung installieren. Anschließend solltest du dein Smartphone zur Hand nehmen und die Dreame Home App herunterladen. Diese führt dich dann Schritt für Schritt durch die Einrichtung. Im Fokus steht dabei die Einbindung ins heimische Netzwerk. Anschließend steht die Jungfernfahrt des smarten Haushaltshelfers an.

Im Rahmen seiner ersten Fahrt kartiert der L10s Pro Ultra Heat zunächst einmal deine Räumlichkeiten. Das kann einige Minuten in Anspruch nehmen. Um den Vorgang zu beschleunigen, reinigt der Sauger hier noch nicht. Nach der Kartierung kannst du in der App einen Blick auf den Grundriss deiner Wohnung werfen. Die App selbst unterteilt deine Wohnung in einzelne Räume. Das soll eine Reinigung einzelner Bereiche erleichtern. In meinem Fall verlief die Unterteilung gut. Sollten bei dir aufgrund eines exotischen Grundrisses oder anderer Gründe Fehler auftreten, kannst du die Unterteilung auch im Nachhinein in der Karte anpassen. Auch eine 3D-Karte gibt es, in der du beispielsweise Möbel hinzufügen kannst. Aus meiner Sicht ist das nicht mehr als eine Spielerei, aber haben ist besser als brauchen.

In der Karte wirst du außerdem schon sehen, dass Teppiche erkannt und in dem Grundriss vermerkt werden. Das ist für die spätere Reinigung wichtig. Alle Einstellungsmöglichkeiten der App einzeln aufzuzählen würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Für dich sollte wichtig sein, dass du hier so ziemlich jeden noch so kleinen Parameter regulieren kannst. Dazu gehören auch wichtige Einstellungen wie die Festlegung von No-Go-Zonen oder unsichtbaren Wänden. Natürlich lassen sich auch die Saugleistung und Wasserdurchflussrate einstellen. Trotz der vielen Einstellungsmöglichkeiten verliert man hier zu keiner Zeit den Überblick. Dreame bietet in seiner App nämlich eine sehr gute Übersicht.

Wichtige Reinigungseinstellungen

Auch, wenn sich Freunde detaillierter Einstellungsmöglichkeiten in der App austoben können, sind die Reinigungseinstellungen an sich natürlich noch immer am wichtigsten. Dabei kannst du bestimmte Zonen, Räume oder deine ganze Wohnung für die Reinigung freigeben. Insgesamt kannst du zwischen vier unterschiedlichen Reinigungsmodi auswählen. Ich persönlich fand dabei den „Wischen nach Saugen“ Modus überaus hilfreich. Hier wird nämlich nicht zeitgleich gesaugt und gewischt. Stattdessen saugt der smarte Haushaltshelfer zunächst die gesamte Fläche ab, um sie anschließend zu wischen.

Weiterhin kannst du natürlich für jeden einzelnen Raum Saugstärke und Wischintensität regulieren. Ein typisches, aber immer noch äußerst praktisches Feature sind Zeitpläne. Hier kannst du festlegen, zu welcher Zeit dein Saugroboter eine Reinigungstour starten soll. Besonders hilfreich ist das Ganze dann, wenn du von deinem smarten Haushaltshelfer nicht gestört werden möchtest. Dann legst du einfach fest, dass er täglich deine Wohnung säubert, wenn du dich gerade am Arbeitsplatz befindest.

Nach Feierabend kehrst du dann in eine saubere Wohnung zurück. Als interessantes Feature stellt sich in diesem Bereich auch der sogenannte „CleanGenius“ heraus. Hier ermitteln Schmutzsensoren im Zusammenspiel mit künstlicher Intelligenz, wie deine Räumlichkeiten am besten gereinigt werden können. So merkt sich der Sauger zum Beispiel, an welcher Stelle du besonders gerne kleckerst und reinigt diese von Anfang an intensiver. Allerdings ist dieses Feature optional und natürlich kein Muss. Spannend ist es aber allemal.

Fahrende Überwachungskamera

Seine sehr gute Objekterkennung verdankt der L10s Pro Ultra Heat der Kameratechnik, welche in der Front platziert wurde. Als kleines Feature bietet dir der Saugroboter die Möglichkeit, diese gleichzeitig auch als eine Art fahrende Überwachungskamera zu nutzen. So kannst du deine Wohnung auch von unterwegs immer im Auge behalten. Das Coole daran: Der Saugroboter lässt sich dabei wie ein ferngesteuertes Auto durch deine Wohnung manövrieren. Und das selbst, wenn du dich gerade im Urlaub befindest.

Etwas komfortabler geht das Ganze dann, wenn du in der Karte ganz einfach einen Punkt antippst, wo der Roboter hinfahren soll. So bekommst du einen einmaligen Überblick über deine Wohnung und kannst auch fernab deines Zuhauses beruhigt schlafen. Um Datenschutzbedenken anderer Personen in deiner Wohnung aus der Welt zu schaffen, lässt der smarte Haushaltshelfer seine Umgebung wissen, wenn er gerade im „Kameramodus“ ist. Darum musst du dir also keine Gedanken machen.

Sprachassistent

Wer es besonders bequem mag, setzt heutzutage auf die Unterstützung von Sprachassistenten. Sollte das auch bei dir der Fall sein, wirst du dich über die Kompatibilität des Dreame L10s Pro Ultra Heat sicherlich freuen. Dieser versteht sich nämlich bestens mit den großen Namen der Branche. Egal, ob Amazon Alexa, Google Home oder Apple HomeKit aka Siri. Der smarte Haushaltshelfer lässt sich bestens über deine Sprache steuern und in die jeweiligen Smart-Home-Ökosysteme einbinden.

Dreame L10s Pro Ultra Heat Test: Saugleistung

Ein Blick auf das Datenblatt des L10s Pro Ultra Heat fördert einige Verbesserungen zum L10s Ultra zutage. Das haben wir bereits eingangs geklärt. Eine große Verbesserung betrifft die Saugleistung des smarten Haushaltshelfers. So bietet er stolze 7.000 Pascal und ist damit auf einem Level mit dem L20 Ultra. Im Vergleich dazu wirkt der L10s Ultra mit „nur“ 5.300 Pascal geradezu schwach auf der Brust. Und nicht nur das. Auch ein Highend-Modell in Form des Roborock S8 Pro Ultra ist mit 6.000 Pascal um einiges schwächer. Das Mehr an Saugkraft mag man vielleicht nicht auf Hartböden spüren. Schließlich reichen bei Parkett, Fliesen, Vinyl und Co. bereits geringere Pascalwerte aus.

Wo man aber wirklich einen Unterschied spürt, ist die Reinigung von Teppichen. So holt der L10s Pro Ultra Heat selbst aus Teppichen mit etwas längerem Flor jede Menge Schmutz heraus. Das ist zumindest dann der Fall, wenn du die Saugstufe Turbo wählst. Diese bietet nämlich die vollen 7.000 Pascal. Abseits davon gibt es drei weitere Stufen in Form von Leise, Standard und Stark. Im Test reichte mir die Standardstufe vollkommen aus. Wer dennoch lieber die volle Leistung heraus kitzeln möchte, sollte sich über die Lautstärke im Klaren sein, die 7.000 Pascal verursachen. So bleibt mir nur übrig, dem L10s Pro Ultra Heat eine hervorragende Saugleistung zu bescheinigen.

Dreame L10s Pro Ultra Heat Test: Wischleistung

Der Dreame L10s Pro Ultra Heat bietet eine hervorragende Saugleistung. Doch da der Markt der Saugroboter in diesem Bereich ohnehin viele High-Performer zu bieten hat, soll das Ganze beim Testbericht nicht allzu viel Platz einnehmen. Viel spannender ist da die Frage nach der Qualität der Wischfunktion. Schließlich haben in dieser Disziplin viele andere Modelle deutlichen Nachholbedarf. Zwar bietet mittlerweile fast jeder Saugroboter eine passende Wischeinheit, zwischen den Reinigungsergebnissen nach erfolgter Feuchtreinigung liegen mitunter aber Welten. Wir schauen mal, was der L10s Pro Ultra Heat so zu bieten hat.

Zwei Wischmopps für ein Halleluja

Ein Blick auf die Unterseite fördert zutage, dass Dreame hier abermals auf zwei rotierende Wischmopps setzt. Diese bieten erfahrungsgemäß ein sehr gründliches Reinigungsergebnis. Das ist auch beim L10s Pro Ultra Heat der Fall.

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Selbst eingetrocknete Flecken kann der smarte Haushaltshelfer gekonnt vom Boden wegwischen. Das liegt nicht nur daran, dass die beiden kreisförmigen Wischflächen dauerhaft rotieren. Obendrein wirkt der Sauger Druck auf die Wischpads aus, was auch hartnäckigen Schmutz gekonnt entfernt.

MopExtend als spannendes Feature

Unabhängig davon, ob ein Saugroboter auf eine Wischfläche oder zwei rotierende Wischmopps setzt, teilen sich beide Gerätetypen eine Achillesferse. So verbleibt am Raumrand stets ein ungereinigter Bereich, den die Wischeinheit schlicht nicht erwischt. Um dieses Problem zu lösen, hat Dreame kurzerhand die Technologie MopExtend entwickelt.

Hier wird ein Mopp kurzerhand ausgefahren, um schwierige Stellen wie den Bereich an Fußbodenleisten zu erwischen. Ich bin wirklich positiv überrascht, dass Dreame dieses neueste Feature vom L20 Ultra direkt in den L10s Pro Ultra Heat einbaut. Im Test funktionierte MopExtend hervorragend zuverlässig. Grundlage sind dabei mehrere Sensoren, die den Raum nach Kanten scannen.

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Befindet sich der smarte Haushaltshelfer in Kantennähe, wird der Mopp kurzerhand ausgefahren, um eine umfassende Reinigung zu gewährleisten. Mit dieser revolutionären Technologie ist es Dreame gelungen, ein großes Problem gängiger Saugroboter zu lösen. Mich würde es nicht wundern, wenn wir diese auch bald schon unter einem anderen Namen bei der Konkurrenz bewundern dürfen.

Mopps nicht abnehmbar

Der L10s Pro Ultra Heat bietet also viele Features eines deutlich teureren L20 Ultra. Doch natürlich verkauft Dreame sein Flaggschiff nun nicht einfach unter anderem Namen zum niedrigeren Preis. So gibt es auch Dinge, die der Neuzugang nicht zu bieten hat. Leider fehlt die Möglichkeit einer automatischen Abnahme der Mopps. Wie praktisch das ist, fördert ein Blick auf die Praxis mit dem L20 Ultra zutage. Stell dir einmal vor, in deiner Wohnung befinden sich bis auf zwei Teppichböden nur Hartböden. Der L20 Ultra fährt in der Standardeinstellung zunächst alle Hartböden ab und saugt und wischt diese dabei. Ist dies beendet, kehrt er in die Basisstation zurück und lässt sich dort nicht nur die Wischmopps reinigen.

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Über die Klappe an der Front der Basis kommst du an Staubsaugerbeutel und Reinigungsmittel-Fach.

Obendrein werden sie ihm dort kurzerhand abgenommen. Der Vorteil liegt auf der Hand. So werden hier selbst Langfloorteppiche nicht nass, da sich schlichtweg keine Wischpads mehr an der Unterseite befinden. Eine geniale Idee, die beim L10s Pro Ultra Heat keinen Einzug hält. Doch das bedeutet natürlich nicht, dass Teppichbesitzer nun befürchten müssen, dass ihr Teppich zwangsläufig nass wird, wenn sie den L10s Pro Ultra Heat nutzen. Stattdessen kannst du hier Einstellungen vornehmen, wie der smarte Haushaltshelfer bei Teppichen vorgehen soll. Insgesamt vier verschiedene Einstellungen gibt es.

Da die Wanne für die Wischmopps herausnehmbar ist, lässt sie sich bequem reinigen.

So kann er zum einen seine Wischflächen um 10,5 mm anheben und anschließend deinen Teppich absaugen. Das sorgt bei Teppichen mit nicht allzu langem Flor dafür, dass dieser trocken bleibt. Weiterhin kannst du regulieren, dass Teppiche gänzlich gemieden werden. Das solltest du bei sehr empfindlichen Teppichen machen, die keinesfalls nass werden dürfen. Obendrein gibt es übrigens spezielle Saugeinstellungen für Teppiche. Bei eingestellter automatischer Saugkraftverstärkung erhöht der Sauger automatisch seine Saugkraft, um auch das letzte Staubkorn zu erwischen. Die intensive Teppichreinigung hingegen setzt auf ein zweimaliges Absaugen mit reduzierter Leistung.

Bedienkomfort und Wartung

Eine Reinigungsstation bietet vor allem beim Bedienkomfort einen gigantischen Vorteil. So auch beim Dreame L10s Pro Ultra Heat. Schließlich bringt die Basisstation umfangreiche Automatisierungen mit sich, bei denen du nur noch unterstützend tätig werden musst. Die Station entleert den Staubbehälter des Saugroboters nach jeder erfolgreichen Reinigungstour. Der Unrat landet dann im Staubbeutel der Basisstation, welcher nur etwa alle 75 Tage durch einen neuen ersetzt werden muss. Ich persönlich bin kein Freund der Staubsaugerbeutel im Inneren der Basisstation. Schließlich bedeutet das nicht nur Folgekosten für den Nutzer, sondern auch zusätzlichen Abfall. Besser würde ich es finden, wenn die Beutel optional wären. Denn es steht außer Frage, dass sie vor allem für Allergiker einen großen Vorteil bieten.

Bei Staubsaugern mit Absaugstation wie einem Tineco Pure One Station (Test) kann man bereits sehen, dass es auch ohne Beutel klappen kann. Weiterhin werden in der Basis die beiden Wischmopps automatisch ordentlich gewaschen. Das ist während der Reinigung und im Anschluss an selbige der Fall. So musst du dich nicht davor fürchten, dass der Dreck einfach nur auf den Wischmopps verbleibt und von A nach B gefahren wird. Stattdessen kommen sie immer frisch gereinigt zum Einsatz. Dabei kommt sogar 58°C heißes Wasser zum Einsatz. Das hat nicht einmal der L20 Ultra zu bieten.

Das optionale Reinigungsmittel füllst du im kleinen grauen Behälter nach.

Nach vollendetem Reinigungsvorgang und anschließender Säuberung mit Wasser werden die Mopps mit 45°C heißer Luft getrocknet, was der Bildung von unangenehmen Gerüchen und Bakterien vorbeugen soll. In regelmäßigen Abständen musst du den Frischwassertank mit neuem Wasser füllen und den Schmutzwassertank wiederum entleeren. Die Reinigungsflüssigkeit, welche dem Lieferumfang beiliegt, fügt die Basis wiederum automatisch dem Wischwasser bei. Solltest du gar nichts mehr machen wollen, lässt sich der L10s Pro Ultra Heat mittels passendem Montagekit sogar mit einem Festwasser- und einem Abwasseranschluss verbinden. Dann musst du nicht einmal mehr die Wassertanks im Auge behalten.

Fazit

Wow! Dreame ist mit dem L10s Pro Ultra Heat ein heißes Stück Haushaltstechnik geglückt. Dabei kombiniert der Experte für smarte Haushaltshelfer das kompakte Design des L10s Ultra mit einigen der spannenden Features des L20 Ultra. So kommt der Saugroboter nicht nur mit stolzen 7.000 Pascal Saugleistung daher, sondern bietet mit MopExtend eine der spannendsten Innovationen des L20 Ultra. Und nicht nur das. Mit seiner Heißwasserreinigung ist er in einer Disziplin sogar dem Flaggschiff L20 Ultra eine Nasenlänge voraus. Das alles resultiert in einem hervorragenden Saug- und Wischerergebnis.

Da verzeiht man dem Neuzugang auch das Fehlen der abnehmbaren Mopps und das nicht vorhandene Frontlicht. Auch die Erkennung von Hindernissen funktioniert richtig gut. Diese Ausstattung zu einem Preis von unter 1.000 Euro ist wirklich beeindruckend. Solltest du mit dem Gedanken spielen, dir einen L20 Ultra zu kaufen, raten wir dir, auch den L10s Pro Ultra Heat als deutlich günstigere und nur minimal schlechtere Alternative unter die Lupe zu nehmen. Für all diejenigen, denen die Basis des L20 Ultra zu groß ist, ist der L10s Pro Ultra Heat sogar die bessere Alternative. Ab 31. Januar 2024 kannst du dir den leistungsstarken smarten Haushaltshelfer zum Preis von 999,00 Euro kaufen.

Dreame L10s Pro Ultra Heat

Verarbeitung und Design
Bedienkomfort
Ausstattung
Saugleistung
Wischleistung
Preis-Leistungs-Verhältnis

95/100

Der Dreame L10s Pro Ultra ist ein nahezu perfekter Saugroboter mit funktionsreicher Reinigungsstation. In der Preisklasse um die 1.000 Euro gibt es derzeit nichts Besseres.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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