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Dreame Z10 Station Test: Viel Ausstattung zum tollen Preis!

Wer sich ein wenig im Bereich der Saugroboter auskennt, dem wird nicht entgangen sein, dass sogenannte Absaugstationen mittlerweile in nahezu allen Preisklassen Gang und Gäbe sind. Inzwischen trifft man separate Basisstationen, die gesammelten Unrat absaugen, zunehmend auch bei manuellen Akkusaugern an. Schließlich bringen sie auch bei diesen einige Vorteile mit sich. So sorgt die Absaugstation nicht nur für mehr Hygiene und höheren Bedienkomfort. Obendrein gewährleistet sie, dass der Akkusauger stets mit voller Leistung arbeiten kann. Schließlich können sich hier Haare und ähnliche Hinterlassenschaften gar nicht erst im Saugrohr oder dem Staubbehälter festsetzen. Doch das Ganze hat auch seinen Preis. Nicht selten steuern die Preise von Akkusaugern mit passender Absaugstation auf knapp 1.000 Euro UVP zu. Im Dreame Z10 Station Test nehmen wir heute ein deutlich preiswerteres Modell unter die Lupe. Kann dieses bei einem Preis von knapp 500 Euro mit den teils deutlich teureren Konkurrenten mithalten?

Technische Daten

Höhe 111 cm
Gewicht Motoreinheit: 1,67 kg
Zusammengebaut: 2,7 kg
Akkukapazität 2.900 mAh
Akkulaufzeit bis zu 65 Minuten (im Turbo-Modus ca. 10 Minuten)
Anzahl Saugstufen 3
Aufsätze Kombibürste, Softwalze, Polsterbürste, 2-in-1 Fugendüse, Möbelbürste
Saugleistung 20.000 Pascal
Features Absaugstation, Display, LED-Beleuchtung
Preis € 427,23 *

Lieferumfang

Dass es sich beim Dreame Z10 Station um einen preiswerten Vertreter der Gunst handelt, lässt sich beim Lieferumfang keineswegs erkennen. Dieser fällt nämlich erfreulich üppig aus. In der recht schweren Verpackung befinden sich neben Motoreinheit auch das passende Saugrohr sowie diverse Aufsätze. Als Hauptaufsätze gelten die Kombibürste sowie eine Softwalze, die speziell bei Hartböden zum Einsatz kommen soll.

Weiterhin gibt es drei weitere Aufsätze, die insbesondere im Handbetrieb helfen sollen. Genauer gesagt handelt es sich hierbei um eine 2-in-1 Fugendüse, eine Polsterbürste mit integrierter LED-Beleuchtung sowie eine schonende Möbeldüse. Natürlich befindet sich auch die namensgebende Absaugstation nebst Sockel im Lieferumfang. Letzterer bietet auf der Unterseite einen erfreulichen Kniff.

dreame z10 station test

So platziert Dreame hier einen Kabelkanal mit gleich drei möglichen Ausgängen. Das ermöglicht es dir, spielend leicht den kürzesten Weg zur nächstgelegenen Steckdose wählen. Freunde guten Kabelmanagements werden sich daran erfreuen! Weiterhin gibt es zusätzlich zum bereits ab Werk eingesetzten Staubbeutel einen Ersatzbeutel. Abgerundet wird das Ganze durch die Bedienungsanleitung.

Dreame Z10 Station Test: Design und Verarbeitung

Optik ist natürlich immer eine subjektive Angelegenheit. Dennoch muss ich festhalten, dass mir der Dreame Z10 Station in Sachen Design richtig gut gefällt! Das liegt unter anderem an der schicken Farbgebung, die mit mattem hellgrau erfreulich zurückhaltend und modern daherkommt. Auf knallige Farbtupfer verzichtet Dreame hier, was ein unauffälliges Aufstellen auch im Wohnzimmer ermöglicht. Apropos aufstellen. Anders als herkömmliche Akkusauger hängt der Dreame Z10 Station nicht an der Wand. Stattdessen steht er in der Basis- bzw. Absaugstation.

dreame z10 station test

Das schafft beim Aufstellen für mehr Flexibilität und sorgt dafür, dass du ums häufig sehr nervige Bohren umhin kommst. In Sachen Verarbeitungsqualität gibt es hier überhaupt nichts zu meckern. Hier knackt und knarzt es an keiner Stelle und die Haptik des gesamten Gerätes ist hervorragend. Insbesondere beim Wechseln der Aufsätze spürt man das. Diese lassen sich spielend leicht mit einem befriedigenden akustischen Feedback in Form eines Klickens anbringen und wieder abbauen. Richtig gut gefällt mir auch das Design der Absaugstation.

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Diese passt in ihrer Farbgebung perfekt zum Akkusauger und kommt doch noch einmal moderner daher als es zum Beispiel bei einem Ultenic FS1 (Test) der Fall ist. Fun Fact für Gamer: Die Formgebung erinnert mich stellenweise an eine in die Länge gezogene PlayStation 5. Wie bei der Spielekonsole aus dem Hause Sony kannst du auch hier das Seitenteil abnehmen. Allerdings geht das dank Magnetmechanismus deutlich leichter von der Hand. Unter der Klappe befindet sich dann der Staubbeutel. Weiterhin findest du im oberen Bereich der Station ein Knopf, über den du manuell den Absaugvorgang starten kannst.

Dreame Z10 Station Test: Praxistest

Auf den ersten Blick bringt der Z10 Station schon einmal beste Voraussetzungen mit, um in den eigenen vier Wänden für bestmögliche Sauberkeit zu sorgen. Doch ob dieser Plan auch wirklich aufgeht, kann nur ein Praxistest zeigen. Dabei möchte ich zunächst auf die Reinigungsleistung eingehen. Anschließend lege ich den Fokus auf den Bedienkomfort und die Absaugstation.

Reinigungsleistung

Mit einer Saugleistung von 20.000 Pascal spielt der Dreame Z10 Station natürlich nicht in einer Liga mit dem Dreame R20 (Test). In der Praxis muss man aber schon genauer hinsehen, um das auch wirklich zu spüren. Insbesondere auf Hartböden macht der Z10 Station nämlich eine echt gute Figur. Das liegt vor allem daran, dass Dreame es hier versteht, die Leistung bestens auf den Boden zu übertragen. Auf Hartböden gelingt das besonders gut mit der beiliegenden Softbürste.

Die Softbürste ist optimal für Hartböden geeignet.

Diese schont durch die flauschige Reinigungswalze nicht nur selbst empfindliche Holzböden. Obendrein kann sie durch den Verzicht auf eine Vorderklappe selbst größere Partikel problemlos einsaugen. Für Teppichböden solltest du dann wiederum die Kombibürste verwenden. Diese kann mit ihren Gummilamellen besser in die Tiefen der Fasern hervordringen. Außerdem schafft die Abdeckung an der Front ein stärkeres Vakuum, welches die Saugleistung noch besser auf den Boden überträgt.

Allerdings konnte ich auf meinem Langflorteppich dann doch einen kleinen, aber feinen Unterschied zum R20 erkennen, der sich wohl auf die 7.000 Pascal Unterschied zurückführen lässt. Zwar konnte ich meinen Teppich von dem entsprechenden Schmutz befreien, ein wenig mehr Geduld musste ich dabei allerdings mitbringen. Das Endergebnis konnte sich dann aber sehen lassen. Die insgesamt drei kleinen Aufsätze sind für den Betrieb als Handsauger gedacht. Am spannendsten ist dabei sicherlich die Polsterbürste.

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Die Mini-Polsterbürste verfügt ebenfalls über die praktische LED-Beleuchtung.

Diese eignet sich optimal für die Reinigung von Couch, Sessel und Co. Vor allem Tierbesitzer werden sich an dem Design dieses Aufsatzes erfreuen. Das liegt an den Gummilamellen, die hier zum Einsatz kommen. Diese kommen nämlich deutlich besser mit Haaren klar als vergleichbare Bürsten. Zusätzlich dazu bekommst du eine 2-in-1-Fugendüse, welche perfekt in Ecken zum Einsatz kommt, die sich mit dem Akkusauger ansonsten nicht so leicht erreichen lassen. Mithilfe der Möbeldüse kannst du wiederum empfindliche Möbelstücke schonend von Staub befreien.

Bedienkomfort

In Sachen Komfort gibt es kaum etwas zu meckern. Wie ich bereits eingangs erwähnt habe, lassen sich die Aufsätze spielend leicht anbauen und wieder abnehmen. Hier weiß Dreame einfach zu gefallen. Weiterhin ist der Z10 Station im Einsatz wunderbar wendig. Es macht regelrecht Spaß, mit dem beweglichen Akkusauger durch die Wohnung zu rollen, enge Kurven zu ziehen und nach Schmutz zu suchen. Damit du den Schmutz möglichst leicht findest, bietet der Z10 die gleiche LED-Beleuchtung, die wir bereits vom R20 kennen. Diese sitzt an der Front der Kombibürste und leuchtet in einem Winkel von 138 Grad auf den Untergrund.

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Mithilfe der blauen LEDs lassen sich zum Beispiel Tierhaare bestens erkennen.

Das blaue Licht sorgt dafür, dass dir hier kein Staubkorn entgeht und du vor allem in den Bereichen unter Möbeln bestens Schmutzecken erkennen und vom Dreck befreien kannst. In der Praxis sorgt das tatsächlich für Motivation und echte Erfolgserlebnisse. Schließlich lassen sich sofort Ergebnisse erkennen und Bereiche ausmachen, die nochmal mit dem Staubsauger befahren werden sollten. Was vor allem in dieser Preisklasse untypisch ist, ist die Ausstattung der Polsterbürste. So kommt auch der Miniaufsatz mit einer praktischen Beleuchtung daher. Das dürfte sich beispielsweise bei der Reinigung im Auto bezahlt machen, da es hier erfahrungsgemäß an einer Lichtquelle mangelt.

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Wenn man vom Bedienkomfort des Z10 Station spricht, darf man natürlich nicht das Display außer Acht lassen. Dieses gefällt mir auch hier wieder richtig gut und gleicht dem des R20 wie ein Ei dem anderen. So kannst du hier die wichtigsten Statusinformationen wie Akkukapazität und Reinigungsmodus einsehen. Beim Display befinden sich dann auch zwei Knöpfe. Über den oberen Knopf kannst du die Feststellfunktion nutzen. So musst du den Pistolen-Trigger bei der Reinigung nicht dauerhaft gedrückt halten. Die untere Taste lässt dich wiederum zwischen den Modi Eco, Auto und Turbo wechseln.

Absaugstation

Die namensgebende Absaugstation ist natürlich das Highlight des Z10 Station. Hier nimmt der Akkusauger nach jeder erfolgreichen Reinigungstour Platz, um vom gesammelten Staub und Schmutz befreit zu werden. Dabei wird das gesamte System mit jeder Menge Saugkraft abgesaugt. Wer regelmäßig Probleme mit Schmutzrückständen in der Stange des Staubsaugers oder der Hauptbürste hat, wird sich darüber freuen. Schließlich können sich Haare und andere Dinge hier gar nicht mehr festsetzen. Vielmehr landen sie direkt im Staubbeutel.

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Über den grün leuchtenden Knopf an der Basis aktivierst du die Absaugfunktion.

Der 2,5 l fassende Staubbeutel soll laut Dreame knapp 90 Tage durchhalten können. Danach muss er durch einen neuen ersetzt werden. Das System mit Staubbeutel hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Insbesondere Allergiker werden sich an dem Beutel erfreuen. Schließlich hat Feinstaub hier gewissermaßen keine Chance. Der Staub wird ausgiebig gefiltert und landet schlussendlich fest verschlossen im Beutel. Doch das war es auch schon mit dem Vorteil, von dem lediglich Allergiker profitieren. Mit einem Beutelzwang wirst du nämlich als Verbraucher auch dazu gezwungen, in regelmäßigen Abständen für Nachschub zu sorgen.

dreame z10 station test
Unter einer Magnetabdeckung befindet sich der Staubbeutel.

Ist der Beutel voll, landet er im Mülleimer und wird durch einen neuen ersetzt. Da Dreame beim Z10 Station einen Ersatzbeutel beilegt, blüht dir der erste Neukauf erst nach knapp 180 Tagen. Ich persönlich würde es dennoch bevorzugen, wenn Dreame zumindest einen beutellosen Betrieb ermöglichen würde. So setzt zum Beispiel Tineco auf einen Betrieb ohne jeglichen Staubbeutel. Der Pure One Station setzt stattdessen auf ein ausgeklügeltes Filtersystem, das den Staub gar nicht erst nach außen dringen lässt.

Etwas schade finde ich, dass die Station selbst keinen Platz für die Aufsätze bietet.

Allerdings werden Allergiker hier spätestens dann mit dem Schmutz konfrontiert, wenn sie den Staubbehälter entleeren müssen. Meines Erachtens nach wäre ein Mittelweg bei dieser Problematik die beste Lösung. So sollten Hersteller den Betrieb mit Beutel einfach optional belassen. Dann könnten Allergiker einen Beutel verwenden, um ohne tränende Augen und laufende Nase den Haushalt erledigen zu können. Auf der anderen Seite würden Personen ohne Stauballergie Geld sparen und die Umwelt schonen.

Dreame Z10 Station Test: Akku

In Sachen Akkulaufzeit ist der Dreame Z10 Station recht gut aufgestellt. Laut Herstellerangaben soll er bis zu 65 Minuten durchhalten können. Im Test wollte ich ihn ein wenig an seine Grenzen bringen und ließ ihn dauerhaft im Turbo-Modus saugen. Dabei hielt er gute zehn Minuten durch bis der Akku leer war. Doch sollte der Akku des Z10 Station einmal keine Reserven mehr haben, macht sich das wechselbare Design bezahlt.

Der Akku ist wechselbar. Das verlängert nicht nur die Laufzeit, sondern die gesamte Lebenszeit des Staubsaugers.

So kannst du bei Dreame kurzerhand einen Ersatzakku kaufen und damit die Laufzeit einfach verdoppeln. Das ist einfach wie genial und sorgt nicht nur für eine deutlich längere Saugzeit. Obendrein spendiert das dem gesamten System eine Extraportion Langlebigkeit. Schließlich bedeutet ein defekter Akku somit für den Z10 Station nicht automatisch auch eine Zukunft auf dem Staubsaugerfriedhof.

Fazit: Ohne Absaugstation? Ohne mich!

Dreame gelingt mit dem Z10 Station ein richtig gutes Stück Haushaltstechnik. Dabei punktet der smarte Haushaltshelfer bereits mit seiner schicken Optik und einer hervorragenden Verarbeitungsqualität. Weiterhin weiß er bei der Reinigung von Hartböden vollends zu überzeugen. Die Reinigungsleistung auf Langflorteppichen ist hingegen guter Durchschnitt, was Besitzer von viel Teppichboden im Hinterkopf behalten sollten. Toll ist auch die Absaugstation.

dreame z10 station test

Diese ist dank modernem Design erfreulich unauffällig und fügt sich sehr gut auch im Wohnraum ein. Mein eigentliches Highlight ist allerdings der Preis. Hier bekommst du für knapp 500 Euro nicht nur eine Absaugstation geboten. Obendrein gibt es jede Menge Zubehör und eine tolle Verarbeitungsqualität auf höchstem Niveau. Angesichts des tollen Preis-Leistungs-Verhältnisses merzt der Dreame Z10 Station einen großen Nachteil vergleichbarer Sauger mit Absaugstation gekonnt aus. Diese sind nämlich in der Regel zu deutlich höheren Preisen zu haben.

Dreame Z10 Station

Design und Verarbeitung
Ausstattung
Reinigungsleistung
Preis-Leistungs-Verhältnis

91/100

Der Dreame Z10 Station ist ein bezahlbarer Akkusauger mit Absaugstation, der im Test mit toller Qualität, guter Reinigungsleistung und einer sehr guten Ausstattung überzeugt.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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