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Elgato Key Light Test: Großes Licht für große Beleuchtung?

Nachdem erst vor Kurzem das Elgato Key Light Mini unseren Testparcours durchlief, ist nun der große Bruder an der Reihe. Statt mobiler Nutzung und verbautem Akku erwarten uns eine höhere Helligkeit und eine größere Lichtfläche für den Studio-Betrieb. Was das LED-Leuchtpanel auf dem Kasten hat, klärt unser Elgato Key Light Test.

Technische Daten

Produkt Elgato Key Light
Abmessungen (L x B) 350 mm x 250 mm
Gewicht 1.252 g Key Light
Maximale Helligkeit 2.800 Lumen; einstellbar
Farbtemperatur 2.900 – 7.000 Kelvin; einstellbar
Maximale Höhe 125 cm in Kombination mit Halterungsstange
Bedienung Smartphone (Elgato Control Center App), PC/Mac (Elgato Control Center)
Verbindung WLAN (2,4 GHz, 802.11 b/g/n)
Preis € 184,90 *

Elgato Key Light Test: Der Lieferumfang

Das Elgato Key Light kommt in einem vergleichsweise riesigen Karton samt Hersteller-typischer, blau-weißer Verpackung daher. Der Grund für die Größe des Pakets ist bei einem Blick in das Innere auch schnell ausgemacht, denn der liegt an der beiliegenden Halterungsstange, „Master Mount L“ genannt, mit der die Leuchte am Tisch befestigt werden kann.

Alle Bestandteile des Lieferumfangs sind sicher in einem Pappkarton hinterlegt. Neben der bereits erwähnten Halterungsstange legt der Hersteller einen weiteren Karton bei, in dem sich das Netzteil samt vier verschiedener Stromadapter befindet. Das wichtigste befindet sich in der Mitte des Kartons, denn dort positioniert man das LED-Leuchtpanel selbst, das in einer Papiertüte geliefert wird.  Auf Plastik verzichtet Elgato hier vollständig, was uns ausgesprochen gut gefällt. Die üblichen Sicherheitshinweise, sowie eine Schnellartartenleitung und ein Kabelclip komplettieren den Lieferumfang.

Design und Verarbeitung

Setzt Elgato beim kleinen Bruder noch auf ein rechteckiges Leuchtpanel samt abgerundeter Kanten, präsentiert sich das Elgato Key Light etwas rundlicher, setzt aber noch immer auf eine rechteckige Form. Es kommt auf Abmessungen von 30 mm x 350 mm x 250 mm (Tiefe x Breite x Höhe), sowie auf ein Gewicht von rund 1,31 Kilogramm – ohne Halterungsstange. Damit ist es rund 3,5-mal so breit und 2,5-mal so hoch wie das Mini-Modell und entsprechend auch deutlich schwerer.

Der Rahmen ist einmal mehr aus hochwertigem Aluminium gefertigt, wobei die Rückseite das klassische Elgato-Muster aufweist. Das sorgt für ein edles Aussehen. Zur Belüftung beziehungsweise Wärmeableitung befindet sich im Zentrum der Rückseite ein abgesetztes Panel, das rundherum mit Lüftungsschlitzen bestückt ist.

An dessen Unterseite finden wir den Ein-/Ausschalter samt dreier Betriebsmodi (von links: Ein, Aus, Reset), sowie rechts daneben den Anschluss für das Netzteil. Die Vorderseite wird zum größten Teil vom LED-Leuchtpanel eingenommen, das von einem schwarzen Aluminium-Rahmen mit einer Breite von ca. 1,6 Zentimetern umrandet wird. An der Ober- und Unterseite, sowie links und rechts am Rahmen findet sich jeweils in der Mitte ein 1/4-Zoll-Gewinde, mit dem das Key Light in die im Lieferumfang enthaltene Strange eingeschraubt werden kann. Allerdings lässt sich das Leuchtpanel damit auch einfach in eventuell vorhandene Stative integrieren.

Das beiliegende Master Mount L ist aus robustem Metall gefertigt und verfügt an der Unterseite über einen Schraubmechanismus, um am Tisch oder einer Oberfläche befestigt werden zu können. An der Oberseite sitzen zwei gummierte Schrauben, die eine Einstellung der Höhe zwischen 55 cm und maximal 125 cm ermöglichen.

Ganz oben sitzt zudem eine Kugelkopfhalterung, in die das Key Light einfach eingeschraubt wird. Mithilfe der darunter liegenden Schraube samt Herstellerlogo lässt sich das Leuchtpanel so drehen, kippen und frei in die gewünschte Position bringen.

Verarbeitung des Elgato Key Light

Grundsätzlich präsentiert sich die Verarbeitungsqualität im Rahmen unseres Elgato Key Light Tests auf sehr gutem Niveau. Allerdings erweist sich die Rückseite des Leuchtpanels als anfällig gegenüber Fingerabdrücken.

Ansonsten fühlen sich alle Bestandteile robust und hochwertig aus. Etwas zu bedenken gibt uns jedoch, dass das LED-Panel selbst an den Ecken unter Druck etwas nachgibt und dabei ein leicht besorgniserregendes Knacken von sich gibt. Ob es sich dabei um einen Produktionsfehler bei unserem Testmuster handelt und ob das Auswirkungen auf die Langlebigkeit hat, ist unklar.

Sehr gut gefällt uns das beiliegende Master Mount L, bei dem sich der Hersteller wirklich Gedanken gemacht hat. So verfügen beispielsweise beide Innenflächen der Tischbefestigung über eine gummierte Oberfläche (die allerdings ebenfalls nicht vollkommen sauber verarbeitet ist), während die massiven Metall-Befestigungen einen sicheren Halt garantieren.

Bedienung des Elgato Key Light

Auf Bedienelemente am Gerät verzichtet Elgato beim großen Key Light vollends. Während im Falle des Key Light Mini beispielsweise die Helligkeit über einen Drehregler einstellen ließ, muss beim großen Studiolicht immer auf die Elgato Control Center-App für PC, Mac, iOS und Android zurückgegriffen werden.

Elgato Key Light Betrieb
Bis zu 125 cm über dem Tisch thront das Key Light auf Wunsch.

Dass es sich beim Mini um das neueste Modell handelt, zeigt sich auch hinsichtlich der WLAN-Konnektivität, denn während dort 2,4 GHz und 5 GHz zur Wahl standen, kommuniziert das Elgato Key Light ausschließlich im 2,4-GHz-Band (Wi-Fi 802.11 b, g, n) und setzt dabei eine WPA- oder WPA2-Verschlüsselung zwingend voraus.

Ist all das gegeben, taucht das Leuchtpanel in Sekundenbruchteilen in der Liste verfügbarer Netzwerke auf und ist mit nur einem Klick sofort einsatzbereit. Hinsichtlich des Funktionsumfangs unterscheiden sich Mobile-App und Windows- bzw. Mac-Software nicht voneinander. Neben der Möglichkeit, das Gerät umzubenennen, lässt es sich im Programm per Knopfdruck ausschalten.

Zusätzlich kann die Farbtemperatur frei zwischen 2.900 Kelvin (kalt-weiß) und 7.000 Kelvin (warm-weiß) feinjustiert werden, während die Helligkeit zwischen 3 Prozent und 100 Prozent eingestellt werden darf.

Elgato Key Light Energielabel

Leuchtkraft und Praxistest

Die maximale Helligkeit des Elgato Key Light liegt bei 2.800 Lumen und erreicht damit satte 2.000 Lumen mehr als der kleine Bruder. Das resultiert in der Praxis in einer beeindruckenden Leuchtkraft, die rund 10 Sekunden nach dem Einschalten des Gerätes zur Verfügung steht.

Auch hier setzt Elgato auf insgesamt 160 hochwertige OSRAM-LEDs die gleich mehrere Vorteile bieten. Sie sind einerseits besonders langlebig und setzen andererseits auf eine diffuse Wiedergabe des Lichts, das selbst bei maximaler Leuchtkraft nicht blendet und in Videoaufnahmen nicht zum Flackern neigt.

Während die minimale Helligkeit von 3 Prozent für eine dezente, angenehme Ausleuchtung sorgt, werden bei vollen 100 Prozent selbst stockdunkle Umgebungen hervorragend ausgeleuchtet. Ein Wert von 50 Prozent ist bei einer Entfernung von schätzungsweise bis zu drei Metern aber völlig ausreichend – der Unterschied zur vollen Leuchtkraft von 100 Prozent ist kaum erkennbar. Erst mit zunehmender Entfernung des Lichtes werden Werte jenseits der 50-Prozent-Marke interessant.

Als praktisch erweist sich vor allem die Bedienung mithilfe der Smartphone-App, die eine Einstellung der Beleuchtung bequem während einer laufenden Aufnahme ermöglicht und unsere Eingaben ohne Verzögerung direkt umsetzt.

Auch die Wärmeentwicklung liegt im sehr guten Bereich, wenngleich Elgato sowohl auf der Rückseite des Lichtes, sowie in der Anleitung davor warnt, dass das Key Light im Dauerbetrieb heiß werden könnte. Dies ist allerdings eher als notweniger Sicherheitshinweis zu verstehen, denn selbst nach einer Stunde wird das LED-Leuchtpanel lediglich handwarm.

Fazit zum Elgato Key Light

Wer auf der Suche nach einer großen und hellen Studiobeleuchtung für den stationären Einsatz ist, wird mit dem Elgato Key Light sehr gut bedient. Die Einrichtung ist kinderleicht und binnen weniger Sekunden erledigt. Als praktisch erweist sich zudem die einfache Bedienung mithilfe der Mobile-App oder der Software.

Die hochwertigen und langlebigen OSRAM-LEDs realisieren eine beeindruckende Helligkeit, die selbst bei einem Wert von nur 50 Prozent mehr als ausreichend ist. Für größere Setups im Bereich des Streamings lassen sich zudem mehrere Key Lights miteinander kombinieren und können zentral über die Software gesteuert werden.

Punktabzug gibt es hingegen für den relativ hohen Preis, für den auf zusätzliche Features wie beispielsweise eine farbliche RGB-Beleuchtung verzichtet werden muss. Wer das nicht benötigt, bekommt mit dem Key Light von Elgato jedoch eine ganze Menge geboten.

Elgato Key Light

Design und Verarbeitung
Helligkeit und Beleuchtung
Bedienung
App und Funktionen
Preis-Leistungs-Verhältnis

90/100

Enorm leuchtstarkes Leucht-Panel mit hochwertigen LEDs und intuitiver Bedienung, aber eingeschränktem Funktionsumfang.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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