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Novostella RGB Strahler 20W – Farbenfrohe Außenbeleuchtung mit Smart-Funktion

Smart gesteuerte Heimgeräte sind nach wie vor auf dem Vormarsch und versprechen eine einfache Bedienung und Integration in Smart-Home-Systeme. Die ebenfalls verstärkt in Mode gekommenen RGB-LEDs erzeugen die passende Lichtfarbe für jede Stimmung und Anwendung. Novostella, eine Marke des chinesischen Herstellers Shenzhen Ustellar Technology Ltd., kombiniert beide Technologien und bietet eine Vielzahl intelligenter LED-Leuchten für Endverbraucher an.

Eine dieser smarten LED-Leuchten haben wir uns in diesem Test genauer angesehen und zwar einen für Außenanlagen vorgesehenen RGB-LED-Strahler mit 2000 Lumen bei einem Verbrauch von maximal 20 Watt. Mit 16 Millionen Farben, separaten Tageslicht-LEDs und programmierbaren Farbwechseln ist er vielseitig einsetzbar, beispielsweise als Party- und Grundstücks-Beleuchtung oder Garagenlicht.

Steuern kann man ihn bequem per Smartphone-App „Smart Life“, er lässt sich aber auch mit intelligenten Heimsystemen wie dem Google Home Speaker oder Amazon Alexa verknüpfen.

Wie bequem er sich in unserem Test tatsächlich bedienen ließ, wie die Einrichtung verlief und wie es um die Verarbeitungs- und Lichtqualität steht, erfahrt ihr nun im folgenden Bericht.

Technische Details

WLAN Frequenz 2.4GHz Wi-Fi Only
Gehäuse Material Aluminium
Energieeffizienzklasse A+
Stromverbrauch 20W
Lichtstrom 2000lm
Farben RGBCW (RGB, Cool & Warm White)
Farb Temperatur 2700-6500K
Schutzart IP66
Dimmbar Ja
Eingangs Spannung AC100-240V
Lebensdauer 20000 Std.
Preis Preis nicht verfügbar*

Lieferumfang

  • 2x 20W RGB-LED-Strahler
  • 2x WLAN-Antenne
  • Handbuch

Design und Verarbeitung

Die Verarbeitungsqualität von Gehäuse, Antenne, Netzkabel und -stecker weist optisch beim genauen Hinsehen zwar gewisse kleinere Unschönheiten auf. Da es sich jedoch um ein Gerät für den Außeneinsatz handelt, steht für uns die robuste Verarbeitung im Vordergrund, die hier definitiv gegeben ist.

Optisch ist Novostellas LED-Strahler minimalistisch gehalten. Was ihn von anderen Systemen unterscheidet, ist die WLAN-Antenne, welche zwar für den Betrieb im WLAN-Netzwerk nicht zwingend erforderlich ist, jedoch den Empfang bei größeren Entfernungen verstärkt.

Das solide Aluminiumgehäuse ist aus einem Guss und schwarz lackiert, seinen Rücken zieren dünne Lamellen. Ebenfalls rückseitig angebracht ist ein stufenlos kippbarer Befestigungsbügel. Das Stromkabel ist äußerst robust an der Gehäuseunterseite verschraubt und misst etwa 1,40 Meter. In die Front eingelassen ist eine klare Glasscheibe, durch die die Lichtquelle und auch das Herstellerlogo und die Produktmerkmale „20W IP66“ sichtbar sind.

Nicht ganz gleichmäßig verteilt wirkt die Dichtmasse, die mutmaßlich während der Montage aus dem feinen Spalt zwischen Gehäuse und Scheibe heraus gepresst und dann glatt gezogen wurde. Wir ordnen das als kleineren optischen Mangel ein. Wie dicht das Gehäuse tatsächlich ist, lässt sich ohne Langzeittest zwar nicht mit Sicherheit sagen. Laut Hersteller besitzt der Strahler jedoch die Schutzart „IP66“, welche den Schutz vor Staub und starkem Strahlwasser kennzeichnet (Kennziffer 6 + 6), daher sollte er im Außenbereich auch Witterung und Gartenschlauch problemlos standhalten, darf jedoch ausdrücklich nicht in Wasser getaucht werden. Zudem kann starke Hitzeeinwirkung die Leuchtkraft und Lebensdauer beeinflussen.

Betrieb

Für den Betrieb des Strahlers mit kalt-weißem Licht benötigt man prinzipiell nicht mehr als eine Schuko-Steckdose. Möchte man allerdings seine RGB-Eigenschaften nutzen oder ihn in ein Smart-Home-System integrieren, ist die Einrichtung per Smartphone erforderlich.

Kopplung

Der Kopplungsvorgang war für uns aufgrund der nicht immer ganz so eindeutigen Übersetzung des Handbuchs gelegentlich etwas holprig, funktionierte technisch jedoch letztendlich einwandfrei.

Die Kopplung und Steuerung des Strahlers geschieht über die App „Smart Life“, welche man aus dem Apple Store oder von Google Play bezieht. Möchte man alle Features dieser App nutzen, ist ebenfalls die Einrichtung eines Kontos erforderlich.

Zur Kopplung des Geräts mit der App, fügt man in ihr zunächst manuell ein neues Wi-Fi Beleuchtungsgerät hinzu, beispielsweise „Lichtquelle (Wi-Fi)“. Es können auch einige andere Gerätetypen mit ähnlichen Eigenschaften gewählt werden, wie Deckenleuchte oder Glühlampe. Worauf es vor allem ankommt, ist die Bezeichnung „Wi-Fi“.
Anschließend wählt man das korrekte WLAN-Netzwerk aus, gibt das WLAN-Passwort ein und fährt zum nächsten Schritt fort. Normalerweise ist das korrekte Netzwerk jenes, in welchem man sich derzeit mit dem Smartphone befindet, daher ist dieses vorausgewählt.

Anmerkung: Für den Betrieb im WLAN ist ein 2,4-GHz-Frequenzbereich erforderlich. Ob ein Router diesen unterstützt, erfährt man in der Regel auf dem Gehäuseaufdruck, im Handbuch oder auf der Herstellerseite.

Um den Strahler nun zunächst zurückzusetzen, schaltet man ihn einmalig ein und schaltet ihn dann nochmals 3 mal schnell hintereinander aus und wieder ein. Er sollte kurz darauf anfangen in 0,5 Sekunden Abständen zu blinken, woraufhin man den betreffenden Haken setzen und fortfahren kann.

Es startet dann die automatische Einrichtung des Geräts, nach deren erfolgreichem Abschluss man es benennen und den Kopplungsvorgang per „Fertigstellen“ beenden kann.

Steuerung per Smart Life App

Nach der Erfolgreichen Kopplung des Strahlers, lassen sich in der Einzelsteuerung seine Farbe, Sättigung und Leuchtkraft in den Modi „Weiß“ und „Farbe“ stufenlos anpassen, automatische Farbwechsel im Szene-Modus erstellen und ausführen, ein einmaliger Timer setzen oder ein fester Zeitplan erstellen.
Sowohl der Timer, als auch die Einrichtung und Ausführung eines Zeitplans, klappten im Test auf Anhieb problemlos. Jeder verbundene Strahler kann seinen eigenen Zeitplan erhalten und auch sonst unabhängig voneinander gesteuert werden. Ebenso können mehrere Strahler gruppiert und gleichzeitig angesteuert werden.

Etwas umfangreicher und daher leider auch schwerer einzurichten als die Einzelsteuerung eines Geräts, ist die Smart-Steuerung aller verfügbaren Geräte basierend auf Bedingungen wie Uhrzeit, Wetter und Gerätestatus. Hier lassen sich auch beide Strahler dieses Sets zusammen einbinden und in komplexen Abläufen programmieren, was aufgrund der nicht immer ganz eindeutigen Bezeichnungen und Menü-Führung mitunter genau so anstrengend wie eventuell auch lohnenswert sein kann.

Überhaupt nicht funktionierte in unserem Test die Sprachsteuerung der Smart Life App. Befehle werden nur auf englisch akzeptiert und selbst dann, wenn sie verstanden wurden, aufgrund „fehlender Geräte“ nicht ausgeführt. Ob hierfür weitere und, wenn ja, welche Maßnahmen erforderlich waren, ging aus den angezeigten Informationen nicht hervor. Sehr viel besser klappte das mithilfe von Google Assistant.

Steuerung per Google Assistant

Für erweiterte Funktionalität lässt sich die Smart Life App auch mit Drittanbieter-Sprachdiensten wie Google Assistant oder Amazon Alexa verbinden. Das haben wir beispielhaft mit Google Assistant einmal durchgespielt.

Der Vorgang wird im Benutzerprofil von Smart Life gestartet. Dort gibt es den Unterpunkt „Drittanbieter-Sprachdienste“, in welchem auch Google Assistant auftaucht und ausgewählt werden muss. Für die Verknüpfung von Smart Life und Google Assistant ist dann einmalig die Eingabe der Smart Life-Kontodaten nötig. Anschließend werden noch die gewünschten Geräte ausgewählt und von Google Assistant migriert, von wo aus sie dann per Sprachbefehl oder manuell gesteuert werden können.

Die Steuerung per Sprache funktionierte auf Anhieb sehr gut und musste keinem festen Muster folgen. Um beide Strahler zusammen einzuschalten, verwendeten wir beispielsweise den Befehl: „Ok Google, alle meine Lichter einschalten!“, für ein einzelnes Licht: „Ok Google, Licht 2 auf 50% Intensität!“ und den Status beider Lichter erfragten wir mit: „Ok Google, sind meine Lichter eingeschaltet?“. Es ging aber auch kürzer. Knappe Befehle wie „Ok Google, Lichter aus!“ wurden ebenso verstanden, wie „Ok Google, Licht auf 10%!“.

Wie auch in der Smart Life App ist es möglich in Google Assistant komplexe Abläufe einzurichten, die entweder mit Sprachbefehl oder anhand anderer Bedingungen gestartet werden können.

Lichtstärke und Farben

Mit einer Lichtstärke von 2000 Lumen macht der Strahler seinem Namen definitiv alle Ehre. Die Leuchtstärke lässt sich, wie auch der Farbton, stufenlos über die App regeln. Zuvor eingestellte Farben und Intensitäten werden gespeichert und beim Einschalten des Geräts wieder hergestellt.

Die einstellbaren Farben werden von Novostella mit 16 Millionen angegeben, die sich rein theoretisch aus den 3 verfügbaren RGB-LEDs ergeben. Praktisch wurden im Test jedoch nicht alle Farben und ihre Abstufungen auch immer sauber abgebildet. Besonders die Farben, die aus mehreren RGB-LEDs gemischt wurden, entsprach gelegentlich nicht dem, was man an dieser Stelle erwartet hätte. Bei niedriger Lichtstärke und Sättigung war der Ursprungs-Farbton meist nicht mehr erkennbar und farblich mal mehr oder weniger verfälscht.
Wann immer Farben gemischt wurden, zeichneten sich am Rand des Lichtkegels zudem unterschiedlich farbige Kanten ab, was optisch zumindest unschön war. Dieser Effekt trat auch bei den Tageslicht-LEDs auf, wenn zwischen Warm und Kalt abgestuft wurde.

Diese auf die Farbe bezogenen Mängel sind jedoch technisch bedingt und treffen auf gemischt-farbiges LED-Licht im Allgemeinen zu, daher möchten wir sie bei der Beurteilung nicht allzu stark gewichten. Insgesamt produzieren Novostellas Strahler kontrastreiche, akkurate Farben, besonders bei voller Sättigung und Intensität.

Neben den RGB-LEDs verfügt Novostellas Strahler auch noch über separate Tageslicht-LEDs. Diese lassen sich zwischen 2700K (Warmweiß) und 6500K (Kaltweiß) abstufen und erreichen eine größere Lichtintensität, als die RGB-LEDs. Qualitativ wirkte ihr Licht auf uns sehr natürlich und konnte sauber zu dem gemischt werden, das wir als neutrales Weiß empfanden.

Stromverbrauch

Den Stromverbrauch testeten wir mit einem nicht-professionellen Verbrauchszähler. Im Stand-by betrug er weniger als 5 Watt. Die RGB-LEDs verbrauchten generell weniger als die Tageslicht-LEDs.

Farbe Intensität Watt
Kalt-Weiß 100% / 50% 21 / 13,7
Neutral-Weiß 100% / 50% 21 / 13,7
Warm-Weiß 100% / 50% 21 / 13,7
Grün 100% 9,0
Blau 100% 9,0
Violett 100% 13,8
Rot 100% 13,8
Gelb 100% 13,8

Fazit

Während unseres Tests fielen uns keine groben Mängel hinsichtlich der Verarbeitung auf, wohl aber gelegentlich unschöne Abstufungen des RGB-Lichts und bunte Farbränder an den äußeren Kanten des Lichtkegels. Insgesamt produzierten die RGB-LEDs aber kontrastreiche, schöne Farben. Die verbauten Tageslicht-LEDs ließen sich sauber zwischen warmem und kaltem Tageslicht abstufen.

Einrichtung und Betrieb über diverse Apps verliefen grundsätzlich problemlos und bequem, hätten im Handbuch aber durchaus besser beschrieben sein können. Einige der dortigen Informationen und Abbildungen waren bereits nicht mehr ganz aktuell. Die Sprachsteuerung der Smart Life-App funktionierte in unserem Fall leider überhaupt nicht. Sehr gut funktionierte dagegen die Steuerung per Google Assistant.

Zusammengefasst lässt sich sagen, Novostella liefert hier insgesamt einen robusten, sparsamen, technisch verlässlichen und leicht zu bedienenden LED-Strahler mit Smart-Funktion für den Außenbereich.

Novostella RGB Strahler 20W

Verarbeitung
Bedienung
Leistung
Preis-Leistungs-Verhältnis

82/100

Novostella liefert hier insgesamt einen robusten, sparsamen, technisch verlässlichen und leicht zu bedienenden LED-Strahler mit Smart-Funktion für den Außenbereich.

Novostella RGB Strahler 20W 2er Set
Dieses Produkt ist nicht verfügbar.

Sascha

Seit über 20 Jahren leidenschaftlich am PC unterwegs und seitdem viel Erfahrung mit Hard- und Software gesammelt. Immer auch an Fotografie, Gaming und Unterhaltungs-Elektronik interessiert.

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Scharanpass

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