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Osotek H200 Lite Test: Der passt auch unter deine Möbel!

Sogenannte Wischsauger trifft man immer häufiger in Haushalten an. Das verwundert angesichts der hohen Praktikabilität kaum. Schließlich kombinieren diese smarten Haushaltshelfer gekonnt Staubsauger und Wischmopp in einem Gerät. Wer in den eigenen vier Wänden vornehmlich Hartböden besitzt, soll hiermit die maßgeschneiderte Lösung finden. Doch viele Modelle haben auch einen entscheidenden Nachteil: die Größe. So lassen sich die häufig eher dickbäuchigen Geräte selten unter Möbel bewegen. Osotek zeigt sich in diesem Bereich geradezu vorbildhaft. Schließlich gelingt des dem Hersteller, seine Geräte recht flach und gelenkig zu designen. Das sorgt dafür, dass man mit ihnen zu Bereichen vordringt, die für Konkurrenzmodelle undenkbar sind. Im Osotek H200 Lite Test wollen wir heute ein weiteres Modell des Unternehmens unter die Lupe nehmen.

Technische Daten

Maße 110,5 x 25,0 x 25,0 cm
Gewicht 5 kg
Akkulaufzeit 30 Minuten (Standard-Modus)
Wischmodus Standard-Modus, Turbo-Modus, Saug-Modus
Volumen Frischwassertank 750 ml
Volumen Schmutzwassertank 640 ml
Preis € 379,99 *

Lieferumfang

osotek h200 lite test

Der Lieferumfang des Osotek H200 Lite fällt recht übersichtlich aus. Selbstverständlich befindet sich hier der Wischsauger selbst. Neben diesem findest du auch die Basis mit passendem Netzkabel vor. Für die Wartung legt der Hersteller eine praktische Reinigungsbürste bei. Abgerundet wird das Ganze mit einem Reinigungsmittel sowie dem üblichen Papierkram in Form von Bedienungsanleitung und Garantiekarte.

Osotek H200 Lite Test: Design und Verarbeitung

Der Osotek H200 Lite ist nicht der erste Wischsauger des Herstellers, den ich im Rahmen unserer Testreihe ausprobieren durfte. Bereits der Osotek Horizon H200 (Test) konnte bei mir in vielerlei Hinsicht punkten. Es war aber vor allem das erfreulich flache Design, das mich überzeugte. Schließlich sticht der Hersteller damit viele Modelle der Konkurrenz aus. Wischsauger wie beispielsweise ein Tineco Floor One S7 Pro (Test) oder ein Dreame H12 Pro (Test) kommen mit einem überaus dicken Gehäuse daher. Infolgedessen passen diese kaum unter Möbel, weshalb du hier viele Bereiche leider auslassen musst.

osotek h200 lite test

Der Osotek H200 Lite schlägt in die gleiche Kerbe wie andere Modelle des Unternehmens. So bekommst du auch hier mit Maßen von 110,5 cm x 25,0 cm x 25,0 cm einen erfreulich flachen Wischsauger geboten. Eine Farbkombination aus Schwarz und Weiß verleiht dem smarten Haushaltshelfer eine schicke Optik, die mir ehrlich gesagt deutlich besser gefällt als beim Horizon H200. Dieser kommt im Alu-Design daher. Der Aufbau wiederum ist im Einklang mit nahezu allen auf dem Markt erhältlichen Wischsaugern.

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So bewegst du auch dieses Modell mithilfe eines praktischen Handgriffs über deine Böden. Hier befinden sich insgesamt drei Knöpfe, über die du das Gerät steuern kannst. Der Handgriff ist mittels Stange mit dem Hauptkörper des Haushaltshelfers verbunden. In diesem befinden sich ein 750 ml fassender Frischwassertank sowie ein 640 ml fassender Schmutzwassertank. Auf der Oberseite sitzt wiederum ein gut erkennbares Display, das dir Statusinformationen zum Gerät liefert.

Die Verbindung zum Boden stellt die Reinigungseinheit an der Unterseite dar. Hier kommt eine Rolle zum Einsatz, die den Boden wie eine Art Walze ausgiebig von Schmutz befreien soll. Diese soll mit ihrem nahezu randlosen Design auch Bereiche an der Fußbodenleiste nahezu rückstandslos säubern können. Im Gegensatz zum Horizon H200 handelt es sich hier allerdings „nur“ um eine einfache Walze – Nicht ohne Grund handelt es sich hier um eine „Lite-Version“. Ob und wie sich das auf die Reinigungsleistung auswirkt, klären wir später.

Osotek H200 Lite Test: Display und Bedienung

Der Osotek H200 Lite punktet mit einem erfreulich übersichtlichen Display. Diesem kannst du verschiedene Informationen entnehmen. Hierzu gehört nicht nur der gegenwärtige Akkustand des Gerätes. Obendrein kannst du erkennen, welcher Reinigungsmodus gegenwärtig eingestellt ist. Zur Wahl stehen dir hierbei insgesamt drei verschiedene Modi. Neben dem Standard- und Turbomodus kannst du auch einen reinen Saug-Modus auswählen. Bei Standard- und Turbomodus kommt eine Reinigung mit der Unterstützung von Wasser zum Einsatz. Der Saug-Modus wiederum arbeitet ohne Wasserzusatz. Diesen solltest du dann aktivieren, wenn beispielsweise ein Glas Wasser ausgekippt ist. Die Flüssigkeit wird dann nämlich kurzerhand eingesaugt.

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Doch auch bei einfachen Staubresten oder Tierhaaren bietet sich der reine Saug-Modus an. Welcher Modus aktiv ist, erkennst du an dem jeweiligen Symbol, welches auf dem Display hervorgehoben wird. Weiterhin gibt das Display an, ob der Schmutzwassertank voll ist respektive der Frischwassertank gefüllt werden muss. Im Gegensatz zu anderen Saugwischern sucht man beim H200 Lite einen Farbkreis oder ähnliches vergebens. Auch der Horizon H200 hat dies geboten. Hierbei handelt es sich in der Regel um das Ergebnis der Berechnung von Schmutzsensoren, die es beim Lite-Modell schlicht nicht gibt. Beim H200 Lite musst du dich also einfach auf deine Augen verlassen, wenn du übrigen Schmutz ausfindig machen möchtest.

Über die Tasten am Handgriff steuerst du den Wischsauger. Zum einen befindet sich hier der Power-Button zum starten und stoppen der Reinigung. Zum anderen kannst du den Modus wechseln. Eine Dritte Taste befindet sich auf der Oberseite des Handgriffs. Bereits die Position verrät, dass diese nicht während der Reinigung, sondern in der Ladestation gedrückt werden soll. Hierbei handelt es sich um die Selbstreinigungsfunktion. Während dieser spült der smarte Haushaltshelfer seine Rolle noch einmal kräftig durch, um übrigen Schmutz abzuspülen. Im Gegensatz zu höherpreisigen Modellen wird die Walze des H200 Lite im Anschluss aber nicht mittels Heißluft getrocknet. Das kann auf lange Sicht für üble Gerüche sorgen.

Osotek H200 Lite Test: Reinigungsleistung

Selbstverständlich ist die Wisch- bzw. Saugleistung die wichtigste Disziplin von derartigen Haushaltshelfern. Besonders spannend ist das Ganze beim H200 Lite, da es sich hierbei gewissermaßen um eine abgespeckte Version handelt. Um eines vorwegzunehmen: Der H200 Lite sorgt für gute Reinigungsergebnisse. Leichte Verschmutzungen, Staub, Tierhaare und auch grobkörniger Schmutz werden zuverlässig eingesaugt. Lediglich bei hartnäckigen Verschmutzungen lassen sich durchaus Nachteile feststellen. Im Test entfernte ich einen Fleck mit eingetrockneter Marmelade. Der Horizon H200 reinigte diesen durchaus schneller als der H200 Lite.

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Das lässt sich auf die größere Reinigungsfläche zurückführen, die das Topmodell zu bieten hat. Allerdings bedeutet das natürlich nicht, dass du mit der Lite-Version nicht auch hartnäckige Flecken entfernen kannst. Vielmehr solltest du ein wenig mehr Zeit für die Reinigung einplanen. Nach mehrmaligem Befahren konnte ich im Test jeden Fleck entfernen. Was mir beim H200 Lite besonders gut gefällt, ist die nahezu randlose Reinigung. An den Seiten hast du hier lediglich Abstände von 0,6 bzw. 1cm. Das bedeutet, dass zwischen Fußbodenleiste und Wischeinheit kaum eine Lücke übrig bleibt und du dich somit über eine umfassende Reinigung freuen kannst.

Osotek H200 Lite Test: Motorisierung nur in eine Richtung

Mit einem Gewicht von knapp 5kg ist der H200 Lite natürlich kein leichtes Gerät. Doch Osotek sorgt mit einem praktischen Feature dafür, dass du den smarten Haushaltshelfer dennoch möglichst unkompliziert von A nach B bewegen kannst. So befinden sich an der Unterseite zwei praktische motorisierte Rollen. Diese sorgen dafür, dass sich der Wischsauger wie von Zauberhand über deinen Boden bewegt. Du musst ihm lediglich die passende Richtung vorgeben.

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Doch auch hier spürt man, dass es sich um ein Gerät der Einsteigerklasse handelt. Schließlich greift die Motorisierung lediglich nach vorne. Wenn du das Gerät rückwärts bewegst, bist du auf deine Armkraft angewiesen. Das ist in der Praxis zwar problemlos möglich, doch andere Modelle bieten hier einfach deutlich mehr Komfort. Diese erkennen nämlich die Richtung, in die du den Wischsauger bewegst und unterstützen dich gezielt in dieser Bewegung.

Der kommt überall hin

Ein großer Vorteil der Modelle aus dem Hause Osotek ist deren kompaktes Design. Durch die flache Bauweise kannst du den smarten Haushaltshelfer gekonnt selbst unter flache Möbel manövrieren. Neben dem speziellen Design ist es auch das Gelenk der Reinigungseinheit das sich in der Praxis auszahlt. Während selbst Flaggschiffe wie die Modelle von Tineco einen begrenzten Winkel von knapp 120 Grad ermöglichen, kann der H200 Lite 180 Grad vorweisen und damit komplett flach auf dem Boden aufliegen. Das ist ein starkes Verkaufsargument, das man vor allem in dieser Preisklasse nicht erwartet.

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Angesichts des flachen Designs mag sich der eine oder andere vielleicht Sorgen um das Volumen der beiden Wassertanks machen. Doch da können wir euch beruhigen. So bietet der H200 Lite mit 750ml und 640ml genauso viel Platz wie der Horizon H200. Selbst Flaggschiffe wie ein Tineco Floor One S7 Pro mit 800ml und 750ml können nur unwesentlich mehr Volumen vorweisen. Ein Tineco Floor One S3 (Test) kommt trotz dickerem Design mit 600ml und 500ml sogar mit einem geringeren Fassungsvermögen daher.

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In Sachen Akkulaufzeit bekommst du hier ein bisschen weniger Ausdauer geboten als es beim Horizon H200 der Fall ist. So bietet der H200 eine Laufzeit von knapp 30 Minuten. Im Vergleich dazu kommt der Horizon H200 mit 35 Minuten Reinigungsdauer daher. Wie lang das Gerät im einzelnen durchhält, hängt selbstverständlich von dem gewählten Modus ab. So ist der Akku im Turbo-Modus natürlich deutlich schneller leer als im Standard- oder reinen Saugmodus. Dennoch reichte die Batteriekapazität problemlos aus, um meine Testfläche von insgesamt knapp 80m² innerhalb von 25 Minuten zu reinigen. Anschließend blieb sogar noch ein wenig Akkuladung übrig.

Fazit

Ehrlich gesagt war ich beim Osotek H200 Lite am Anfang etwas skeptisch. Schließlich ist er mit einem Preis von knapp 260 Euro deutlich günstiger als andere Wischsauger. Kann er dennoch mit den anderen Modellen mithalten? Durchaus! Das fängt bereits bei dem Design an, das nicht nur optisch ansprechend ist, sondern auch ein hohes Maß an Praktikabilität bietet. Schließlich kannst du mit dem sehr gut verarbeiteten Wischsauger auch unter flachen Möbeln reinigen, was selbst teure Flaggschiffe so nicht gewährleisten können. Auch die Reinigungsergebnisse sind gut. Lediglich bei hartnäckigen Verschmutzungen solltest du angesichts der etwas kleinen Walze ein wenig mehr Zeit einplanen. Der Nutzerkomfort kann sich ebenfalls sehen lassen. Auch, wenn dich die motorisierten Rollen nur in eine Richtung unterstützen, profitierst du von einer angenehm unkomplizierten Bedienung. Lediglich eine Trocknungsfunktion bei der Selbstreinigung vermisse ich doch sehr. Wer auf Features wie Schmutzsensor, große Walze, Heißlufttrocknung und Motorunterstützung in alle Richtungen verzichten kann, bekommt hier ein echt gutes Preis-Leistungs-Verhältnis geboten.

Osotek H200 Lite

Verarbeitung und Design
Reinigungsleistung
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis

90/100

Mit dem Osotek H200 Lite bekommst du einen budgetfreundlichen Wischsauger, der jedoch einige Komfortfunktionen vermissen lässt.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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