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Tineco Floor One S7 Pro Test: Die neue Referenz?

Bei dir steht der alljährliche Frühjahrsputz an und du empfindest gegenüber Staubsauger und Wischmopp nur noch blinde Wut? Dann solltest du dir womöglich Gedanken über ein Upgrade machen. Eine zeitsparende und überaus effektive Lösung sind sogenannte Saugwischer. Diese kombinieren kurzerhand Akkusauger und Wischmopp, um das perfekte Kombigerät zu schaffen. Ein echter Profi in diesem Bereich ist Tineco. Seine Expertise konnte der US-Hersteller bei uns bereits mit einigen Testgeräten unter Beweis stellen. Dabei gilt bislang der Tineco Floor One S5 als eines unserer Topmodelle. Nun möchte das Unternehmen mit seinem S7 Pro nachlegen. Was die mutmaßlich neue Referenz im Segment der Saugwischer so auf dem Kasten hat, liest du im Tineco Floor One S7 Pro Test.

Technische Daten

Leistung 230 Watt
Schmutzsensor iLoop-Technologie
Volumina Wassertanks Frischwasser: 800 ml
Schmutzwasser: 720 ml
Wasserdurchflussrate 20-100 ml/min
Akku 3.900 mAh großer Lithium-Ionen-Akku (Laufzeit maximal 40 Minuten)
Display 3,6 Zoll LCD-Bildschirm
Maße und Gewicht 111 x 26,7 x 23,4 cm und 4,5 kg
Selbstreinigung Ja
Preis € 639,00 *

Lieferumfang

Starten wir mit dem Lieferumfang. Hier sei zunächst einmal gesagt, dass der Floor One S7 Pro in einer erfreulich kompakten Verpackung daherkommt. Einmal geöffnet, fördert diese einen vorzeigbaren Lieferumfang zutage.

Tineco Floor One S7 Pro Test

Neben dem Tineco Floor One S7 Pro selbst finden wir hier die Station zum Laden und Reinigen, das dazugehörige Netzteil, passende Halterungen, eine Flasche des hauseigenen Reinigungsmittels, eine Ersatzbürste, einen Ersatzfilter und eine praktisches Reinigungstool.

Tineco Floor One S7 Pro Test: Zurückhaltendes Design

  • Farbkombination aus Schwarz und Weiß
  • Hohe Verarbeitungsqualität
  • Ergonomisches Design
  • Wuchtiger Körper verhindert Reinigung unter flachen Möbeln

Wie die anderen Saugwischer des Herstellers kommt auch der Floor One S7 Pro in keinem auffälligen Design daher. Tineco setzt hier vornehmlich auf die Farbe schwarz. Dank kleiner Akzente in dunklem Grau und edlem Weiß wirkt der Saugwischer recht hübsch. Das sorgt dafür, dass du das Haushaltsgerät auch problemlos an eine Wand im Wohnzimmer stellen kannst, ohne dass dieses unangenehm auffällt. Einmal den Handgriff ins Gehäuse gesteckt, schalten wir das Gerät an, um einen Blick auf das Display zu werfen. Dieses stellt sich als eine der großen Verbesserungen im Vergleich zum Floor One S5 (Test) heraus. Schließlich setzt Tineco hier auf eine deutliche Vergrößerung. Dank der Position und der Größe des Bildschirms behält man als Nutzer stets alles im Blick.

Tineco Floor One S7 Pro Test

Ansonsten lässt sich sagen, dass sich Kenner der anderen Saugwischer des Herstellers hier sofort zurecht finden werden. So kann man das Haushaltsgerät in drei unterschiedliche Bereiche einteilen. Ganz unten befindet sich die Saug- bzw. Wischeinheit. Hier rotiert eine befeuchtete Bürstenrolle um den aufgewischten Schmutz anschließend an die Saugeinheit weiterzureichen. Im Zentrum des Saugwischers befinden sich Schmutz- und Frischwassertank. Während der Frischwassertank die Bürste stets mit sauberem Wischwasser versorgt, landet im Schmutzwassertank das vom Boden aufgesaugte Dreckwasser. Oben befindet sich wiederum der Griff mit dessen Hilfe sich der Saugwischer manövrieren und steuern lässt.

Tineco Floor One S7 Pro Test: Hohe Verarbeitungsqualität

Auch die Verarbeitungsqualität und Materialwahl befindet sich auf einem gewohnt hohen Niveau. Hier fühle ich mich an andere Tineco-Modelle wie den Floor One S3 (Test), Pure One S15 Pro (Test) oder auch den Carpet One (Test) erinnert. So setzt der Hersteller hier auf hochwertigen Kunststoff, der dank seiner matten Farbgebung wenig Angriffsfläche für hässliche Fingertapser bietet. Auch beim härteren Anpacken knackt und knarzt es hier an keiner Stelle.

Tineco Floor One S7 Pro Test

Für einen Hauch Glamour sorgen dann Feinheiten wie beispielsweise das glänzende Firmenlogo am Gerät selbst. Was auf den ersten Blick auffällt, ist, dass der Saugwischer kein flaches Gerät ist. Unter Möbel mit geringem Abstand zum Boden kommst du mit dem S7 Pro also nur schwer. Wem das wichtig ist, der sollte mal einen Blick auf den OSOTEK Horizon H200 (Test) werfen.

Tineco Floor One S7 Pro Test: Ergonomisches Design

Wie es Saugwischer so an sich haben, punktet auch der Tineco Floor One S7 Pro keinesfalls als Leichtgewicht. So wiegt das Gerät ab Werk 4,5 kg. Mit gefüllten Wasserbehältern erhöht sich entsprechend das Gewicht noch einmal. Das recht hohe Gewicht merkt man aber eigentlich nur, wenn man das Gerät von A nach B trägt. Bei der Benutzung fühlt es sich wiederum federleicht an. Das liegt nicht nur an der leichtgängigen Rolle, mit deren Hilfe sich der Saugwischer über den Boden bewegen lässt. Auch der optimale Schwerpunkt, welcher sich sehr nah am Boden befindet, verstärkt diesen positiven Effekt.

Tineco Floor One S7 Pro Test

Für Ergonomie sorgt nicht nur die Form des Handgriffes. Auch seine Höhe in 111 cm dürfte den perfekten Kompromiss für alle Nutzer darstellen. Vergrößert hat der Hersteller im übrigen nicht nur das Display. Auch bei der Reinigungswalze hat sich was getan. Deren Breite ist nämlich um 2 cm gewachsen. Hier lässt sich also dieselbe Fläche in kürzerer Zeit reinigen als es noch beim S5 der Fall war. Tineco liefert sowohl bei der Optik als auch bei der Verarbeitungsqualität wieder eine tolle Arbeit ab. Allerdings wird es langsam Zeit für ein etwas flacheres Modell. Hier müsste man zwar Einbußen beim Volumen der Wasserbehälter hinnehmen, das würden aber sicherlich viele Kunden gerne in Kauf nehmen.

Tineco Floor One S7 Pro Test: Großes Display

  • 3,6 Zoll großes Display
  • Animationen und tolle Farben
  • Wichtige Statusinformationen

Beim Display lässt Tineco sich nicht lumpen. Dieses misst 3,6 Zoll und ist damit größer als bei allen Saugwischern, die ich bislang unter die Lupe nehmen durfte. Dabei bietet es nicht nur lebendige Farben, sondern punktet obendrein mit einer tollen Übersicht. Die gute Display-Qualität kommt vor allem bei der Einrichtung des Gerätes zum Vorschein. Hier punktet der S7 Pro mit anschaulichen Kurzvideos, welche die Nutzung erleichtern. Nach der Einrichtung kannst du auf dem Display stets die wichtigsten Statusinformationen zum Saugwischer einsehen.

Tineco Floor One S7 Pro Test

Dazu gehört beispielsweise die Saugstufe, aber auch der Restakku des Gerätes. Wie es mittlerweile fast Gang und Gäbe ist, verfügt auch der S7 Pro über einen Schmutzsensor. Dieser registriert verschmutzte Stellen und macht sie auf dem Display erkenntlich. Hat der iLoop Sensor registriert, dass der Schmutz weg ist, ändert sich die entsprechende Farbanimation und du weißt Bescheid, dass du weiterfahren kannst. Im Bereich des Bildschirms setzt der S7 Pro sicherlich neue Maßstäbe. Ob man das braucht, sei jedem selbst überlassen. Fest steht, dass das Display ein echter Hingucker ist.

Tineco Floor One S7 Pro Test: Hoher Bedienkomfort

  • Bedienung über App und Handgriff

Ein Haushaltsgerät sollte in aller erster Linie leicht zu bedienen sein. Dieses Kriterium erfüllt der S7 Pro mit Bravour. Und das beginnt bereits bei der Einrichtung des Saugwischers. In der Verpackung befindet sich ein praktischer Quick-Start-Guide, der den schnellen und unkomplizierten Aufbau erklärt. Einmal den Handgriff installiert und es kann losgehen. Sobald du das Gerät zum ersten Mal einschaltest, musst du nur noch den Anweisungen auf dem Display folgen. Hier erklären dir kurze Tutorial-Videos, wie du den Saugwischer richtig benutzt. Dazu sei allerdings vorab gesagt, dass man hier wirklich nur wenig falsch machen kann.

Tineco Floor One S7 Pro Test

In der Praxis zeichnet den Saugwischer eine hohe Wendigkeit aus. Dafür sorgt vor allem die starke Verbindung zwischen Boden, Reinigungswalze und den beiden gummierten Rädern. Mit motorisierter Unterstützung lässt sich das recht schwere Gerät unkompliziert über Parkett, Fliesen und Co. schieben und ziehen. Dabei erkennt der S7 Pro, welche Richtung du anpeilst und unterstützt dich gezielt dahingehend. Mitunter ist die Unterstützung der Werkseinstellung ein wenig zu stark. Nach Anpassung der Stärke in der App war aber auch das kein Problem mehr, sodass das Gerät eine individuelle Unterstützung bietet.

Tineco Floor One S7 Pro Test
Die praktische Beleuchtung sorgt für mehr Überblick bei der Reinigung.

Mithilfe der Tasten am Handgriff lässt sich der Saugwischer nicht nur ein- und ausschalten. Obendrein kannst du hier auch die Saugstufe einstellen sowie die Selbstreinigung aktivieren. Letztere funktioniert nur, wenn das Gerät in der Ladestation sitzt. Wie die anderen Geräte von Tineco, bietet natürlich auch der Floor One S7 Pro einen App-Support. In dieser kannst du beispielsweise den Akkustand und andere Statusinformationen zum smarten Haushaltshelfer einsehen. Doch auch hier muss man sich wieder die Frage stellen, wozu man diese eigentlich braucht? Negativ soll das natürlich nicht ins Gewicht fallen. Schließlich ist Haben bekanntermaßen besser als brauchen.

Tineco Floor One S7 Pro Test: Praxistest

  • Tolle Reinigungsleistung
  • 40 Minuten Akkulaufzeit
  • Akku nicht austauschbar

Zeit für die Königsdisziplin – die Reinigung. Und hier erfüllt der Tineco Floor One S7 Pro die von mir hochgesteckten Erwartungen vollends. Aber der Reihe nach. Mithilfe des Saugwischers konnte ich selbst eingetrocknete Ketchup-Flecken problemlos bekämpfen. Je nach Schwere der Verschmutzung musst du dabei mehrfach über den Fleck wischen. Aber das ist völlig normal. Dabei arbeitete ich vornehmlich im Auto-Modus. Wer mehr Leistung benötigt, kann in die Modi „Max“, „Ultra“ oder „Saugen“ wechseln. Während der Nutzung ist der Saugwischer mit einer Lautstärke von ca. 70 dB erfreulich ruhig. Glücklicherweise legt Tineco direkt ein praktisches Reinigungsmittel bei. Dieses bringt einen frischen Duft mit und soll die Reinigung noch weiter erleichtern. Weiterhin zeigt sich der S7 Pro erfreulich ausdauernd. Der Hersteller verbaut hier einen Akku mit 3.900 mAh, der laut Tineco bis zu 40 Minuten durchhalten können soll.

In meinem Praxistest bin ich auf eine ganz ähnliche Zeit gekommen. Damit bringt das Gerät mehr als genügend Ausdauer mit, um auch recht große Wohnungen oder Häuser reinigen zu können. Mit meiner 82 m² großen Wohnung war ich zumindest nach knapp 20 Minuten durch. Ist der Akku leer, lädst du ihn in der dafür vorgesehen Ladestation. Für einen kompletten Ladevorgang von 0 auf 100 Prozent benötigt der Saugwischer dann knapp sechs Stunden. Ein echtes Manko ist für mich angesichts des Preises, dass sich der Akku nicht ausbauen lässt. Ist dieser einmal defekt, muss man den Saugwischer also wohl oder übel entsorgen. Eigentlich hat Tineco in der Vergangenheit bereits unter Beweis gestellt, dass man das besser kann. Schließlich ließ sich der Akku des kabellosen Staubsaugers S15 Pro bequem austauschen.

Tineco Floor One S7 Pro Test: Unkomplizierte Wartung

Wo Feuchtigkeit im Spiel ist, kommt es auch schnell zur Keimbildung und schlechten Gerüchen. Deshalb sollte man beim Saugwischer auch unbedingt auf eine regelmäßige Reinigung achten. Diese ist beim Floor One S7 Pro recht schnell erledigt. Schließlich kümmert sich der smarte Haushaltshelfer gewissermaßen selbstständig darum. Befindet sich ausreichend Frischwasser im Behälter, stellst du den Saugwischer in die Basisstation und startest über die entsprechende Taste die Selbstreinigung. Nun spült das Gerät die Walze noch einmal kräftig durch und saugt das dabei entstandene Schmutzwasser selbstständig ab. Ist die Selbstreinigung erledigt, leerst du am besten das Schmutzwasser aus, um üblen Gerüchen vorzubeugen. Nach der Reinigung trocknet der S7 Pro die Walze per Heißluft. Das sorgte in der Praxis leider für keine zuverlässige Trocknung, da der Vorgang einfach zu kurz ist.

Tineco Floor One S7 Pro Test
Die Selbstreinigung ist nur in der Ladestation möglich.

Hier hat der One S7 Pro eine echte Chance vertan. Saugroboter mit passender Reinigungsstation machen vor wie es besser geht. Hier ist der Dreame L10S Ultra (Test) ein echtes Paradebeispiel. Es sei aber gesagt, dass du dich auf diese Funktion allein nicht verlassen solltest. Mindestens einmal im Monat ist es angebracht, die Walze per Hand im Waschbecken auszuspülen. Hier kommt nämlich jede Menge Schmutz zusammen. Auch andere Bestandteile des Systems solltest du in regelmäßigen Abständigen reinigen. So zum Beispiel den Filter, der das Eindringen fester Bestandteile in den Abwassertank verhindert. Bei der Reinigung ist das im Lieferumfang befindliche Werkzeug eine praktische Hilfe. Alles in allem punktet der Saugwischer mit einer idiotensicheren Wartung. Dabei solltest du dich allerdings nicht vollends auf die Selbstreinigung verlassen.

Fazit

Für eine Überraschung sorgte der Test des Tineco Floor One S7 Pro bei mir nicht wirklich. Warum? Das liegt vor allem an den sehr guten Erfahrungen, die ich bislang mit Tinecos Produkten im Allgemeinen und den Saugwischern im Besonderen sammeln durfte. So punktet der smarte Haushaltshelfer mit einem schicken Design und einer hochwertigen Verarbeitung. Weiterhin punktet er mit einem hohen Bedienkomfort und einer unkomplizierten Einrichtung. Ein echtes Highlight ist meines Erachtens nach das große Display, das eine bequeme Übersicht über den Status des Saugers ermöglicht.

Auch Reinigungskraft und Akkuleistung hinterließen bei mir einen durchweg positiven Eindruck. Etwas meckern muss ich aber leider auch. Da wäre zum einen das altbekannte klobige Design. Unter flache Möbel kommst du mit dem Saugwischer ganz einfach nicht. Weiterhin bietet der S7 Pro keine Möglichkeit, den Akku auszutauschen. Das ist alles andere als nachhaltig. Zu guter letzt sei der hohe Preis erwähnt. Wer auf der Suche nach einer leistungsstarken Kombination aus Akkusauger und Wischmopp ist, wird diese Ausgabe aber sicher nicht bereuen. Schließlich liefert der Haushaltshelfer das beste Reinigungsergebnis aller bislang von mir getesteten Saugwischer ab.

Tineco Floor One S7 Pro

Verarbeitung und Design
Bedienkomfort
Leistung
Preis-Leistungs-Verhältnis

93/100

Der Tineco Floor One S7 Pro liefert die beste Reinigungsleistung aller bisher von uns getesteten Saugwischer ab. Wäre da nur nicht hohe Preis.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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