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OSOTEK Horizon H200 Test: Stürzt er Dreame vom Thron?

Im Bereich smarter Haushaltshelfer hat sich in den letzten Jahren einiges getan. So setzen mittlerweile viele Nutzer nicht mehr auf einen klassischen Staubsauger, sondern auf einen vollautomatischen Saugroboter. Doch auch, wenn dieser täglich fährt, fällt in regelmäßigen Abständen eine Grundreinigung an. Dabei bedienen sich die meisten nicht nur eines Staubsaugers, sondern auch eines klassischen Wischmopps. Die Produktsparte der Saugwischer hat beide Produkte in einem vereint und spart dir damit einen kompletten Reinigungsgang. Bislang galten die Modelle von Dreame und Tineco als Branchenprimus in diesem Bereich. Im OSOTEK Horizon H200 wollen wir aber mal einen Geheimtipp unter die Lupe nehmen. Dieser verspricht nicht nur eine erfreulich breite Wischwalze. Obendrein soll sein schlankes Design dafür sorgen, dass er im Gegensatz zur Konkurrenz auch unter flache Möbel gelangt. Ob hinter den Versprechen auch was steckt, haben wir überprüft.

Technische Daten

Produkttyp Akku-Wischsauger
Maße und Gewicht 110,5 x 25 x 25 cm und 5,3 kg
Akku 4.000 mAh soll für max. 35 Minuten Wischdauer sorgen
Frischwassertank 750 ml
Schmutzwassertank 640 ml
Saugstufen 3 Stufen
Display Ja
LED-Licht Ja
Freistehen möglich Ja
Preis € 499,99 *

Lieferumfang

Der H200 kommt in einer handlichen quaderförmigen Verpackung. Das recht hohe Gewicht, das für Saugwischer typisch ist, spürt man beim Heben selbiger. Da OSOTEK hier aber einen praktischen Tragegriff anbringt, lässt sie sich dennoch bequem transportieren.

OSOTEK Horizon H200

In der Packung befindet sich neben dem Saugwischer selbst noch ein wenig Zubehör. So legt OSOTEK nicht nur eine Reinigungsbürste bei, die bei der Entfernung hartnäckiger Verschmutzungen am Sauger selbst helfen soll. Obendrein bekommen wir hier eine Flasche Reinigungsmittel.

OSOTEK Horizon H200 Test: Aufbau ist kein Hexenwerk

Der Aufbau des H200 geht schnell und unkompliziert von der Hand. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Saugwischer nahezu komplett montiert ausgeliefert wird. Als erstes solltest du die Wischwalze installieren. Nachdem du die entsprechende Rolle auf die Halterung aufgesetzt hast, befestigst du sie einfach unter der Abdeckung am Kopf des Saugwischers.

OSOTEK Horizon H200

Nun steckst du nur noch den Griff auf der Oberseite ein und der Wischer ist fertig. Bei der Ladestation geht es noch schneller. Hier musst du lediglich das Netzkabel einstecken und schon ist sie einsatzbereit. Dank Kabelkanal auf der Rückseite kannst du das Kabel nahezu unsichtbar verlaufen lassen. Ein praktischer Zubehörhalter lässt sich ebenfalls an der Basisstation anbringen. Hier finden dann Dinge wie Reinigungsmittel, Ersatzwalze oder Reinigungsbürste Platz.

OSOTEK Horizon H200 Test: Extrem schlankes Design

  • Schlankster Saugwischer am Markt (Dicke: 10 cm)
  • Klassisches Grunddesign eines Saugwischers
  • Wasserbehälter kleiner als bei der Konkurrenz

Den H200 identifiziert man anhand seiner Optik schnell als Saugwischer. So setzt auch OSOTEK auf drei ikonische Elemente. Ganz vorne kommt das Kopfteil zum Einsatz. Hier verbirgt sich unter einer Vorderklappe die Reinigungswalze. Im Hauptkörper befinden sich der Frischwasser- und Schmutzwassertank. Als drittes und letztes Element findet man bei dem Saugwischer den typischen Griff vor. Diesen nutzt man nicht nur, um den smarten Haushaltshelfer durch die eigenen vier Wände zu manövrieren. Obendrein findet man hier die Knöpfe für die zentrale Bedienung vor. Doch trotz der bekannten Formen unterscheidet er sich dann zum Teil doch deutlich von der Konkurrenz. Das gilt insbesondere für sein schlankes Auftreten. So misst der H200 an seiner dicksten Stelle gerade einmal 10 cm.

OSOTEK Horizon H200

Das entspricht der Höhe eines handelsüblichen Saugroboters mit LiDAR-Türmchen auf der Oberseite. Durch sein schlankes Design soll der H200 dann selbst unter flache Möbel passen. Ob das in der Praxis aufgeht, sehen wir im Reinigungstest. Doch das schlanke Design erkauft sich OSOTEK mit einem hohen Preis. So sind die Volumina der Wassertanks mit 750 ml respektive 640 ml deutlich niedriger als bei vielen Modellen der Konkurrenz. Hier lohnt sich ein Vergleich mit unserem bisherigen Spitzenreiter in Form des Dreame H12 Pro (Test). Dieser ist zwar deutlich dicker, bietet mit 900 ml (Frischwasser) und 700 ml (Schmutzwasser) aber auch deutlich größere Tanks. Hier wird man abwägen müssen, was einem wichtiger ist.

OSOTEK Horizon H200 Test: Display mit Verschmutzungsanzeige

  • Schickes Display sorgt für Übersicht
  • Hohe Verarbeitungsqualität
  • Ladeschale anfällig für Kratzer

Mir gefällt sehr gut, wie die beiden Tanks nahtlos in das Gehäuse des Saugwischers eingebaut wurden. Dadurch punktet er mit einem geradlinigen Design. Der Aus- und Einbau beider Tanks geht im übrigen wunderbar leicht von der Hand. Nicht nur hier spürt man die hohe Verarbeitungsqualität, die der H200 vorzuweisen hat. An keiner Stelle knackt und knarzt es.

OSOTEK Horizon H200
Die Hochglanzoptik der Ladestation mag edel wirken, ist jedoch anfällig für Kratzer.

Sehr gut gefällt mir auch das Display. Dieses erfindet das Rad im Bereich der Saugwischer nicht neu und gibt wichtige Informationen zum gegenwärtigen Status des Gerätes aus. Dazu gehört nicht nur der Akkustand, sondern auch die Saugstufe und der Verschmutzungsgrad. Letzterer zeigt durch die Farben Rot (schmutzig) und Blau (sauber) welche Bereiche bereits gesäubert wurden. Ebenfalls typisch für einen Saugwischer ist die Ladestation. Auch hier gibt es nichts zu meckern zur Verarbeitungsqualität. Einzig die Hochglanzoptik gefällt mir nicht so gut. Schließlich lädt diese erfahrungsgemäß zu Kratzern ein.

OSOTEK Horizon H200 Test: Kantenloser Walzenkopf

  • Randlose Reinigung dank randlosem Bürstendesign
  • Bedienung über drei Knöpfe am Griff
  • Selbstständiges Stehen auch ohne Ladestation möglich

Einigkeit mit anderen Modellen herrscht bei der Griffhöhe. Diese ist mit 110 cm identisch zum Dreame H12 Pro und bietet ein ergonomisches Gefühl. Am Griff selbst kann man genau drei Eingaben vornehmen. Zum einen lässt sich der Saugwischer hier ein- und ausschalten. Weiterhin kannst du hier die Saugstufe regulieren. Zu guter letzt startest du über den dritten Knopf die Selbstreinigung des H200. Wer einen empfindlichen Holzboden sein eigen nennt, dürfte mit der Zeit die kleine Rolle auf der Rückseite des Gerätes lieben lernen. Schließlich verhindert diese Kratzer auf dem Boden, wenn der H200 einmal in der Waagerechten zum Einsatz kommt.

Besonders gut gefällt mir die Größe der Walze, die aus dem randlosen Design der Abdeckung resultiert. Anders als es beispielsweise beim Redkey W12 (Test) der Fall ist, bietet der H200 eine umfassende Reinigung und hinterlässt keine ungereinigten Bereiche an Fußbodenleisten. Obendrein überzeugt mich der Reinigungskopf mit seiner praktischen LED-Beleuchtung. Dies ist alles andere als üblich bei Saugwischern. Das mag daran liegen, dass die wenigsten durch ihr klobiges Design dazu in der Lage sind, an unbeleuchtete Bereiche unter Möbeln zu gelangen.

OSOTEK Horizon H200
Das nahezu randlose Design der Bürste sorgt für eine umfassende Reinigung.

Zu guter Letzt muss man hervorheben, dass der Walzenkopf auch ein selbstständiges Stehen des Saugwischers ermöglicht. Klingelt es während des Putzens beispielsweise an der Tür, musst du somit nicht erst das Gerät umständlich an der Wand anlehnen, wo es womöglich droht umzukippen. Ein Negativbeispiel ist in diesem Fall der Roborock Dyad (Test). Dieser erfordert zunächst das Ausfahren eines Standfußes, bevor man ihn abseits der Ladestation aufstellen kann. Bleibt mir abschließend nur zu sagen, dass ich nicht nur die Optik des H200 ansprechend finde. Obendrein hinterlässt er in Sachen Materialwahl und Verarbeitungsqualität einen großartigen Eindruck.

OSOTEK Horizon H200 Test: Ein echtes Wischwunder

  • Tolle Reinigungsleistung
  • 3 unterschiedliche Reinigungsmodi
  • Nur für Hartböden geeignet

Nachdem wir Lobeshymnen auf Design und Verarbeitung gesungen haben, geht es ans Eingemachte. Kann der Horizon H200 halten, was er in der Theorie verspricht? Spoiler-Alarm: Oh Ja! Der Saugwischer bietet insgesamt drei Reinigungsmodi. Der gängigste Modus dürfte für die meisten Nutzer dabei wohl der Auto-Modus sein. Hier reguliert der Saugwischer automatisch seine Saugkraft bzw. Wasserdurchflussrate. Alternativ dazu gibt es noch den Turbomodus.

OSOTEK Horizon H200
Auf dem Display lassen sich Akkustand, Reinigungsmodus und Verschmutzungsgrad ablesen.

Dieser kommt bei eingetrockneten Flecken zum Einsatz und bietet mehr Power. Als drittes kannst du dich noch für einen reinen Saugmodus entscheiden. Dabei sei jedoch vorweg gesagt, dass dieser nicht für Teppichböden geeignet ist. Wie die beiden Wischmodi ist auch der Saugmodus ausschließlich für Hartböden wie Fliesen, Parkett oder Laminat geeignet. Solltest du auf der Suche nach einer wasserbasierten Reinigung deines Teppichbodens sein, ist womöglich der Tineco Carpet One (Test) die passende Lösung für dich.

Der Motor erleichtert das Manövrieren des Saugwischers.

Nach dem Ausprobieren aller drei Modi musste ich feststellen, dass sich für die alltägliche Reinigung der Auto-Modus am besten eignete. Hier sind die Ergebnisse zum Teil bereits verblüffend. So konnte ich von Katzenstreu über Tierhaaren bis hin zu frischer Marmeladen alles problemlos aufsaugen. Bei eingetrockneten Flecken hingegen muss man etwas Geduld mitbringen oder alternativ in den Turbomodus wechseln.

OSOTEK Horizon H200

Dieser sorgt mit seiner erhöhten Wasserdurchflussrate sowie der höheren Saugkraft dafür, dass auch hartnäckige Flecken kein Problem sind. Im Test ließ ich Marmelade und Honig eintrocknen. Beides reinigte der Saugwischer ohne Probleme. Du hast aus Versehen ein Glas auf den Boden ausgekippt oder eine andere Flüssigkeit ist quer über den Boden verteilt? Hier kommt der Saugmodus wie gerufen. Dieser macht seinem Namen alle Ehre und saugt die Flüssigkeit kurzerhand auf.

OSOTEK Horizon H200 Test: Der kommt überall hin

  • Passt dank 180-Grad-Design auch unter flache Möbel

In Sachen Reinigungsleistung punktet der H200 also schon einmal. Doch das war beim Dreame H12 Pro und anderen Premium-Modellen wie dem Tineco Floor One S5 (Test) auch der Fall. Deshalb möchte ich an dieser Stelle auf das eigentliche Highlight eingehen. Und das ist die Formgebung des Saugwischers. Wie eingangs erwähnt ist der H200 deutlich schlanker als die Konkurrenz. Darüber hinaus ist das Gelenk am Walzenkopf dazu in der Lage, den Wischer in eine waagerechte Position zu bringen.

OSOTEK Horizon H200

Das 180-Grad-Design sorgt dafür, dass der H200 problemlos auch unter flache Möbel reicht. Damit hat der Saugwischer gegenüber der Konkurrenz einen deutlichen Vorteil. In Kombination zu dem randlosen Design des Walzenkopfes hinterlässt man bei einer Reinigungstour mit dem H200 also kaum ungereinigte Stellen. Das dürfte für die Konkurrenz wegweisend sein.

OSOTEK Horizon H200 Test: Bedienkomfort und Wartung sind exzellent

  • Wasserbehälter einfach zugänglich
  • Einfache Reinigung
  • Reinigungsflüssigkeit liegt bei

Neben der Leistung selbst ist es auch der hohe Nutzerkomfort, der die Reinigung mit dem H200 sehr angenehm macht. Dabei muss man zunächst die praktische Traktionskontrolle hervorheben. Mit etwas über 5 kg ist der H200 ähnlich schwer wie die Konkurrenz.

Um Tennisarmen vorzubeugen, unterstützt der integrierte Motor den Nutzer beim Bewegen des Saugwischers. Je nach dem in welche Richtung die Walze sich dreht, erkennt das Gerät, wo der Nutzer den H200 hinschieben möchte. Mit leichten Motorschüben unterstützt er diese Bewegung. Damit lässt sich das recht schwere Gerät federleicht über den Boden bewegen.

Die gummierten Rollen lassen den H200 ruhig über den Boden rollen.

Auch die Wartung des Saugwischers geht wunderbar leicht von der Hand. Eigentlich steht hier nur das regelmäßige Befüllen des Frischwasser- bzw. Entleeren des Schmutzwassertanks an. Vor allem letzterer gefällt mir sehr gut. Damit du dein Abflussrohr nicht verstopfst, trennt der Behälter nämlich die Feststoffe automatisch von der Flüssigkeit.

Das passende Reinigungsmittel legt der Hersteller gleich bei.

So kippst du reines Schmutzwasser in den Abfluss und wirfst den gesammelten Dreck in den Mülleimer. Ansonsten stellt sich die Wartung unkompliziert dar. So solltest du in regelmäßigen Abständen den Filter ausgiebig mit Wasser reinigen. Für sonstige starke Verschmutzungen kannst du das beiliegende Reinigungswerkzeug nutzen.

OSOTEK Horizon H200 Test: Akkulaufzeit wie bei Konkurrenz

  • 4.000 mAh Akku sorgt für etwas über 30 Minuten Akkulaufzeit
  • Eco-Modus fehlt
  • Aufladen und Selbstreinigung in Ladestation

Während der H200 der Konkurrenz in gefühlt jeder Disziplin voraus ist, ist er beim Thema Akkulaufzeit auf Augenhöhe. Laut Herstellerangaben soll der Saugwischer bis zu 35 Minuten durchhalten können. Im Test konnte ich im Auto-Modus eine knappe halbe Stunde durchgehend saugen. Für durchschnittlich große Wohnungen reicht das dicke aus. Gut hätte ich einen Eco-Modus gefunden.

OSOTEK Horizon H200
Die LED-Beleuchtung sorgt für Durchblick.

Dieser hätte womöglich noch etwas mehr Akkulaufzeit aus dem Sauger heraus gekitzelt. Ist der Akku leer, schickt man den H200 auf die praktische Ladestation. Doch diese ist nicht nur dazu da, um den Saugwischer wieder mit neuer Energie zu versorgen. Obendrein wird hier die Walze des Haushaltshelfers gereinigt. Einmal auf der Station Platz genommen, rotiert die Walze und wird mit Frischwasser befeuchtet. Dadurch trennen sich die letzten Schmutzreste von ihr und landen im Schmutzwassertank.

Fazit

Der OSOTEK Horizon H200 ist kein günstiger Saugwischer. Allerdings kann der Haushaltshelfer gegenüber der Konkurrenz auch mit einem entscheidenden Vorteil punkten – seinem schlanken Design. Dieses ermöglicht es, dass das Gerät selbst unter flache Möbel passt. Das war bislang mit keinem einzigen Wischsauger möglich, den wir im Rahmen unserer Testreihe unter die Lupe nehmen durften. Wirkliche Abstriche muss man für das schlanke Design nicht in Kauf nehmen.

So schrumpfen zwar die Volumina von Frisch- und Schmutzwasserbehälter, wirklich tragisch ist der Verlust jedoch nicht. Auch für einen ausreichend großen Akku bleibt Platz. In Sachen Reinigungsleistung schwebt das Gerät auf Augenhöhe mit dem bisherigen Top-Modell von Dreame. Folglich ist es nur der Preis von knapp 700 Euro, der Leute vom Kauf abhalten könnte. Für mich steht dennoch fest, dass der OSOTEK Horizon H200 der bislang beste Saugwischer ist, den ich testen durfte. Wer es sich leisten kann, sollte zu diesem Modell greifen.

OSOTEK Horizon H200

Verarbeitung und Design
Reinigungsleistung
Bedienkomfort
Preis-Leistungs-Verhältnis

97/100

Der Horizon H200 ist jeden Cent wert und schlägt im direkten Vergleich alle bisher von uns getesteten Saugwischer. Ein echter Geheimtipp!

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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