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Zwei günstige Laptops im Vergleich – ThinkPad vs. Chromebook

Display

Im Falle des ThinkPad X230 blicken die Augen auf ein mattes 12,5″-XGA-Display (1366 x 768 Pixel) mit IPS-Technologie. Dieses bietet eine gute Blickwinkelstabilität, ist aber relativ kontrastarm und dunkel. Normalerweise kommen X230er mit einem TN-Panel, welches noch einmal dunkler und kontrastärmer ist und zudem eine schlechte Blickwinkelstabilität bietet.


Oberhalb des Bildschirms befindet sich die Webcam mit 1 MP. Diese nimmt stark verrauschte, kontrastarme Bilder auf.

Das Chromebook schlägt das ThinkPad-Display in allen Bereichen. Der 14″-FullHD-IPS-Monitor gefällt mit relativ dünnen Rändern, einem soliden Kontrast und einer ordentlichen Helligkeit. Zudem handelt es sich um einen matten Touchscreen.

Wie beim X230 thront eine Webcam über dem Display, diesmal allerdings mit lediglich 0,3 MP. Analog zu der des X230 lassen die Bilder zu wünschen übrig.

Die Display-Kategorie wird souverän vom Chromebook gewonnen; in der Webcam-Kategorie glänzen beide Geräte nicht wirklich.

Tastatur und Touchpad

Nicht umsonst gehören die ThinkPad-Tastaturen zum Besten, was man in Laptops finden kann: Die des X230 überzeugt mit einem relativ langen Hub, gutem Layout und einem präzisen Druckpunkt. Es macht einfach Spaß, auf ihr zu tippen. Das „ThinkLight“, eine neben der Webcam platzierte LED, leuchtet, nach Aktivierung, von oben auf die Tastatur herunter.
Das Touchpad ist umso enttäuschender. Es ist geradezu winzig, bietet eine unschöne, raue Oberfläche und reagiert unpräzise.
Doch ein ThinkPad wäre nicht ein ThinkPad, wenn es nicht eine weitere Möglichkeit zur Maussteuerung gäbe: Den Trackpoint. Der rote Gummipunkt befindet sich zwischen der G-, H- und B-Taste. Hier wird der Cursor mittels Gewichtsverlagerung gesteuert. Die drei dedizierten Tasten oberhalb des Touchpads dienen dem Links- und Rechtsklick sowie dem Scrollen. Manche lieben den Trackpoint, manche hassen ihn, doch beim X230 wird seine Benutzung fast zur Notwendigkeit, falls man keine externe Maus nutzen möchte.

Ganz anders sieht es beim Chromebook 514 aus. Dessen Touchpad besitzt eine Gorilla-Glas-Oberfläche, wodurch Finger sehr gut darüber gleiten. Außerdem ist es groß genug und sehr präzise.
Die Tastatur, die über eine fünfstufige Hintergrundbeleuchtung verfügt, ist der des ThinkPad unterlegen. Sie besitzt einen spürbar geringeren Hub und unergonomischere, da ebene, Tastenkappen. Dafür ist der Druckpunkt auch hier gut.

Die Tastatur des ThinkPad bietet das bessere Tippgefühl, dafür muss sich dessen Touchpad deutlich dem des 514 geschlagen geben. Diese Kategorie endet in einem Unentschieden.

Anschlüsse

Trotz der geringen Abmessungen verfügt das ThinkPad über eine beeindruckende Anzahl an Anschlüssen.
Auf der Rückseite befindet sich der Anschluss für das 65 Watt starke Ladegerät. Die linke Seite offeriert zwei USB-3.0-Ports, VGA, MiniDP, einen ExpressCard-Slot sowie einen WLAN-Killswitch. Rechts sitzen ein Kensington-Lock, ein 3,5-mm-Klinkenanschluss, RJ-45, ein USB-2.0-Port und ein SD-Kartenleser. An der Unterseite befindet sich noch ein Dock-Connector.

Auf der linken Seite des Chromebooks befinden sich ein USB-C– sowie ein USB-A-Port, der MicroSD-Leser sowie der Klinkenanschluss.
Die rechte Seite weist noch einen Kensingston Lock und je einen weiteren USB-C- und USB-A-Port auf. Beide USB-C-Ports können, passenden Adapter oder Monitor vorausgesetzt, zur Bildausgabe genutzt werden. Zudem lässt sich das Gerät über beide Ports laden.

Das ThinkPad bietet somit eine erheblich höhere Anschlussmenge und -vielfalt, das Chromebook die moderneren Ports. Hier kommt es auf die Präferenz des Users an, der das Gerät nutzt.

Aufrüstbarkeit

Nach dem Lösen zweier Schrauben lässt sich die Wartungsklappe an der Unterseite des X230 entfernen. Sie bietet Zugriff auf zwei SO-DIMM-Slots, die sich mit jeweils bis zu 8 GB DDR3L-1600 bestücken lassen.
Für den Zugriff auf die verbaute SSD muss lediglich eine Schraube entfernt und eine kleine Plastikabdeckung abgenommen werden. Anschließend lässt sich die zwischen zwei Gummischienen gelagerte SSD entnehmen.
An der Rückseite befindet sich der Akku, der nur mittels zweier Verriegelungen befestigt ist. Nachdem man diese gelöst hat, kann man ihn einfach nach hinten herausziehen und ersetzen.

Beim 514 sieht es nicht so rosig aus: Sowohl RAM als auch der eMMC-Speicher sind verlötet, lassen sich daher nicht tauschen / aufrüsten. Der Akku ist intern verbaut und nicht dazu gedacht, entfernt zu werden.

Das X230 bietet in dieser Kategorie erhebliche Vorteile gegenüber dem 514.

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Thomas Stoffel

Seit über 8 Jahren beschäftige ich mich nun mit Hard- und Software - sowohl in meiner Freizeit als auch beruflich.

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thoasterino

Moderator

114 Beiträge 20 Likes

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