Gehäuse Testberichte

Fractal Design Define R6 im Test: Das modulare Gehäuse für Bastler

Besserer Airflow ohne Vordertür

Wir beobachteten, dass die Temperatur im Inneren des Gehäuses um bis zu fünf Grad sank, wenn wir die vordere Tür öffneten und die PCI-Slot-Blenden an der Rückseite entfernten. Die Vordertür lässt sich zwar gänzlich entfernen, um die Airflow zu verbessern, die Bügel am Rahmen für die Scharniere der Tür sind aber ziemlich prominent platziert und stören dann die Optik der ansonsten ansehnlichen Vorderseite. Außerdem fällt dann natürlich die akustische Dämmung weg, die an der Rückseite der Vordertür verklebt ist.

Wir haben die Lüfter kurzerhand ausgetauscht – natürlich durch welche mit RGB-LED-Beleuchtung. Immerhin wollten wir den aufgeräumten Innenraum des Define R6 in Szene setzen. Die Corsair HD-140er laufen mit höheren Umdrehungen, sind aber auch leider lauter als die von Fractal Design. Erst dann blieb die Temperatur der Grafikkarte im vertretbaren Bereich, wurde aber beim Daddeln grafisch anspruchsvollerer Spiele immer noch zu heiß.

Hitzewelle als Härtetest

Das Auswechseln der AiO durch einen CPU-Towerkühler und das Anbringen von zwei weiteren Corsair-Lüftern am Deckel brachte kaum Änderungen. Wohlgemerkt sind diese Beobachtungen bei der Hitzewelle der letzten Tage entstanden – ein Härtetest sozusagen. Wir probierten es noch mit die AiO an der Vorderseite und einem vertikalen Airflow mit zwei Lüftern am Boden und zwei am Deckel. Letztendlich kamen wir zu dem Schluss, dass ein horizontaler Airflow mit der AiO am Deckel der effektivste Aufbau ist.

Bis wir auf eine Custom-Wasserkühlung für CPU und Grafikkarte wechseln, behelfen wir uns mit einem Tischventilator, der Luft durch die offene Tür hineinpustet. Das kühlt zugleich die Füße. In jedem Fall sollte bei kräftiger Hardware noch in weitere Lüfter investiert werden und beim Kauf einer Grafikkarte auf eine effiziente Kühlung geachtet werden. Unser Aufbau dürfte aber auch in anderen Gehäusen zum Schwitzen kommen.

Viel Platz für Radiatoren (mit Vorbehalt)

Für eine selbstgebaute Wasserkühlung ist im Define R6 – abgesehen von dem Boden wegen der bereits erwähnten Einschränkungen – genügend Raum für Radiatoren, besonders im offenen Layout. Selbst bei einem etwas tieferen 280-mm-Radiator an der Vorderseite passt dann noch ein Ausgleichsbehälter samt Pumpe in die vordere Aussparung der Netzteilabdeckung. Vorne und an der Oberseite passen im Standard-Layout 120 mm breite Radiatoren bis zu einer Länge von 360 mm und 140 mm breite Wärmetauscher bis 280 mm gleichzeitig. Im offenen Layout ist am Deckel noch mehr Platz, bis zu 420 mm darf dann ein Radiator lang sein. An der Rückseite bleibt es bei beiden Varianten bei 120 mm.

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