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BMW testet in Südkorea neue Abomodelle einzelner Funktionen

Denkt man an Abomodelle im Bereich der Automobilbranche, fallen einem Anbieter wie Volkswagen oder Volvo ein. Diese bieten ihre Fahrzeuge mittlerweile gegen Zahlung eines monatlichen Beitrags als rundum-sorglos-Paket an. BMW möchte nun einen Schritt weiter gehen und einzelne Funktionen als Abo anbieten. So ist nun bekannt geworden, dass der traditionelle Automobilhersteller aus Bayern in Südkorea Features wie die Sitzheizung als Abo anbietet.

Auf der Suche nach dem perfekten Geschäftsmodell

Experten im Bereich der Automobilbranche wird aufgefallen sein, dass BMW seit Jahren mit verschiedensten Abomodellen herumexperimentiert. Dabei sucht sich das Unternehmen zum Teil die unterschiedlichsten Regionen auf der Erde aus, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Das neueste Versuchskaninchen ist offenbar Südkorea. Wie aus einem Bericht der Autoexperten von The Drive hervorgeht, muss man sich einen warmen Hintern und Rücken dort nun gegen Zahlung eines monatlichen Beitrags erkaufen. Dabei verlangt das Unternehmen für seine Sitzheizung im Monat 18 Euro. Wer sich gleich ein ganzes Jahr sichert, muss mit 180 Euro rechnen.

Doch nicht nur Komfortfunktionen wie Sitz- oder Lenkradheizung bietet BMW im Abomodell an. Auch Sicherheitsfeatures wie ein intelligentes Fernlicht kann man sich gegen Zahlung von Zusatzkosten sichern. Dabei muss man nicht erst eine Verkaufsstelle des Autoherstellers besuchen, um die Funktionspalette seines Fahrzeugs zu erweitern. Um Abonnent werden zu können, genügt ganz einfach ein Besuch der zentralen Steuereinheit des Fahrzeugs. Einmal durch das Menü geklickt, kann man sich Sitzheizung oder andere Abofunktionen unkompliziert sichern.

Ein fader Beigeschmack

Das perfide an dem Abomodell ist, dass man ein Auto kauft, welches weit mehr Features besitzt als man eigentlich nutzen kann. So befinden sich zwar alle technischen Voraussetzungen an Bord des Gefährts, erst mit Abschluss des Abos kann man die Features dann aber auch verwenden. Da sich die erweiterten Funktionen bereits im Fahrzeug befinden, dürfte es also nur eine Frage der Zeit sein, bis erste findige Programmierer einen Weg finden, den Abo-Zwang zu umgehen. Beispiele von der Konkurrenz zeigen, dass dieses Problem durchaus realistisch ist und ernstgenommen werden muss. So musste bereits der Volkswagen-Konzern bei einigen seiner Modelle feststellen, dass Nutzer kurzerhand in Eigenregie ein Upgrade vorgenommen haben. Es wird also spannend, inwiefern BMW hier zuverlässige Sicherheitsmechanismen integrieren möchte.

Abomodell wird immer beliebter

BMW ist nicht das einzige Unternehmen, das mit derartigen Modellen liebäugelt. Auch die Edelmarke Porsche spielt bereits seit einigen Jahren mit dem Gedanken, exklusive Features gegen Zahlung eines Abo-Beitrags freizuschalten. Das Stuttgarter Unternehmen geht in seinen Gedanken dann aber noch einen Schritt weiter als BMW. So denkt man im Bereich der Abomodelle vor allem über das autonome Fahren nach. Dieses könnte es beispielsweise ermöglichen, dass man sich nach einer anstrengenden Arbeitswoche bequem nach Hause fahren lässt, wenn man selbst nicht mehr am Steuer Platz nehmen möchte.

Wir sind gespannt wo die Reise hingeht. Feststeht, dass es zumindest bei VW noch ein wenig dauern wird, bis autonomes Fahren ein ernstzunehmendes Level erreicht. Schließlich hinkt der Konzern bei der Entwicklung seiner Cariad Software hinterher. Bei BMW scheint es hingegen richtig gut zu laufen. Erst im Juni hat das Unternehmen seinen kommenden vollelektrischen BMW iX1 präsentiert.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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