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BYD Seal: Tesla-3-Konkurrent aus China startet 2023 in Deutschland

Hersteller BYD (Build Your Dreams) bringt seine Limousine ab 2023 auch nach Deutschland. Nachdem man den BYD Seal mit einigen optischen Parallelen zum Tesla 3 bereits im April angeteasert hatte, folgten nun zahlreiche Details, die auch den Marktstart für Deutschland im Jahr 2023 bestätigen.

BYD Seal: Mittelklasse-Limousine vorgestellt

Es ist offensichtlich, dass sich die elektrische Mittelklasse-Limousine BYD Seal des chinesischen Herstellers am Tesla Model 3 orientiert. Auf dem chinesischen Heimatmarkt feierte der Seal nun seine Premiere, hierzulande soll das Auto Mitte 2023 an den Start gehen. Deutschland und Schweden sollen den Anfang machen.

Optisch erinnert die schicke Limousine an das Konzeptfahrzeug Ocean Aestetics, das BYD vor rund zwei Jahren der Öffentlichkeit präsentierte. Oder aber an das Tesla Model 3. Allerdings baut der Seal auf einer ganz neuen Plattform auf, die Elektro-Autos mit Hinter- und Allradantrieb ermöglicht, exakt diese Varianten gibt es bei der neuen Limousine dann auch. Hier ist die Batterie als tragendes und verbindendes Element in die Struktur des Fahrzeuges eingelassen.

BYD Seal
Bild: BYD

Die Präsentation in China liefert nun sämtliche Details zum E-Auto, bei dem es sich um eine 4,80 Meter lange elektrische Limousine der Mittelklasse handelt. An der Front setzt das Fahrzeug auf eine Doppelquerlenker-Einzelradaufhängung, während an der Hinterachse eine Fünflenkerkonstruktion zum Einsatz kommt.

Allradantrieb mit bis zu 530 PS

Angeboten wird der BYD Seal in verschiedenen Ausführungen. Im Einstiegsmodell setzt die E-Limousine auf einen Hinterradantrieb mit 150 kW bzw. 204 PS und einem 61,4-kWh-Akku, der eine Reichweite von maximal 550 Kilometern ermöglichen soll.

Die Allrad-Variante kommt insgesamt auf 390 kW oder 530 PS und setzt sich auf einem 160 kW starken Front- und einem 230 kW starken Heckantrieb zusammen. Hier fällt zudem der Akku mit 82,5 kWh deutlich größer aus und soll so eine Reichweite von bis zu 650 Kilometern ermöglichen.

Als drittes Modell um Bundes kombiniert die Long-Range-Variante ausschließlich den 230 kW starken Heckmotor mit dem großen Akkupack, eine Reichweitenangabe hierzu liefert der Hersteller nicht. Allerdings können alle drei Modelle mit maximal 150 Kilowatt schnell geladen werden, was keine allzu große Ladegeschwindigkeit darstellt.

Die neue Batterie hört auf den Namen Blade und wird aus Eisen-Phosphat gefertigt. Auf Kobalt wird dabei vollständig verzichtet, gleichzeitig soll davon die Wärmeentwicklung, Langlebigkeit und Reichweite profitieren.

Hoher Fahrkomfort

Die Verbindung von Batterie und Karosserie in der neuen 3.0-Plattform des Herstellers nennt BYD vollmundig „Cell-to-Body“-Technologie (CTB). Sie soll sich zudem positiv auf die Lenkung und Fahrdynamik der Limousine auswirken und gleichzeitig den Fahrkomfort verbessern.

Ein Vorteil der Verbundlösung liegt in der Torsionssteifigkeit von 40.500 Nm pro Grad und präsentiert sich damit auf dem Niveau von Fahrzeugen aus der Oberklasse. Zudem verspricht der Seal ein ausgewogenes Achslastverhältnis von 50:50, sowie einen besonders niedrigen Schwerpunkt, der das Auto sicher auf der Straße hält.

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BYD Seal Preise und Verfügbarkeit

Während der BYD Seal in China bereits startet, müssen wir uns hierzulande noch bis Mitte 2023 gedulden. Hier soll das Modell zunächst in Deutschland und Schweden zum Verkauf angeboten werden, einen konkreten Starttermin nennt der Hersteller aber nicht. Das ist vielleicht auch besser so, denn Importe gehen über den Seeweg derzeit ja ohnehin nur schleppend voran.

Preislich geht es zumindest in China ab 220.000 Yuan, also rund 31.860 Euro für das Einstiegsmodell los. Der Allradläger schlägt mit 290.000 Yuan (knapp 42.000 Euro) zu Buche.

Das deckt sich also weitestgehend mit den Teasern aus dem April, womit BYD den größten Konkurrenten in Form des Tesla Model 3 – seines Zeichens eines der beliebtesten E-Autos in China – preislich deutlich unterbietet. Entsprechend hoch soll auch die Nachfrage zum BYD Seal gewesen sein. Von mehr als 50.000 Vorbestellungen spricht der Hersteller, erste Fahrzeuge sollen noch in diesem Jahr ausgeliefert werden.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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