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Fiido stellt zahlreiche neue E-Bikes vor

Fiido, bekannt für seine günstigen E-Bikes, hat angekündigt, im laufenden Jahr eine Reihe neuer Modelle auf den Markt zu bringen. Auf seiner Website präsentiert das Unternehmen erste Informationen zu den neuen Modellen, die auf unterschiedlichste Bedürfnisse und damit diverse Zielgruppen zugeschnitten sind. Vom klassischen Commuter in unterschiedlichen Ausführungen bis hin zum Kinderfahrrad finden sich unter den sieben neuen Produkten unterschiedlichste Optionen für Interessierte.

Durchwachsene jüngere Vergangenheit

Der chinesische Hersteller blickt auf eine durchwachsene jüngere Vergangenheit zurück, die für ihn insgesamt jedoch eher positiv zu bewerten sein dürfte. So erreichte Fiido über die Crowdfundingplattform Indiegogo Finanzierungssummen von rund 900.000 Euro für das leichte E-Bike D11 sowie von 1,1 Millionen Euro für das faltbare Modell X. Mit ebendiesem Modell gab es nach Markteinführung jedoch schwerwiegende Probleme: Der Rahmen des Fahrrads war in einigen Fällen in der Mitte durchgebrochen. Daraufhin gab Fiido eine Warnung heraus und riet von der Benutzung des E-Bikes ab. Als Entschädigung erhielten die Betroffenen einige Zeit später ein kostenloses Upgrade auf die neueste Version des Fiido X.

Mit der nun angekündigten Markteinführung zahlreicher neuer Modelle möchte Fiido primär an die positiven Entwicklungen vor dem Zwischenfall mit dem Fiido X anknüpfen. Zugleich markiert die Ankündigung eine Neuorientierung des chinesischen Herstellers. Lag der Fokus bisher auf leichten Falträdern sowie auf kompakten Lastenrädern, wird das Portfolio nun um ganz neue Produkte erweitert. Unterstrichen wird die mit der Portfolioerweiterung sich vollziehende Neuorientierung auch dadurch, dass die Ankündigung im Zuge des Launchs einer völlig überarbeiteten Website erfolgte. Insgesamt stehen die Zeichen damit auf Änderung.

Fiido C21 und C22

Mit den Modellen C21 und C22 präsentiert Fiido zwei klassische Commuter, die sich ausschließlich in ihrer Rahmenform unterscheiden. So ist das C21 mit einem Hoch-, das C22 hingegen mit einem Tiefeinstieg designt. In dieser Designentscheidung zeigt sich einmal mehr der Umstand, dass die Portfolioerweiterung möglichst viele Zielgruppen ansprechen soll – hier einmal eine am eher sportlichen Fahren interessierte ebenso wie eine solche, die größeren Wert auf Komfort legt.

Fiido C21. (Quelle: Fiido).

Ausgestattet sind das C21 und das C22 mit einem mittig am Lenker angebrachten Display, das etwa Auskunft über die Akkuladung oder den gerade genutzten Gang gibt. Unter dem Display befinden sich die Gangschaltung, mit der zwischen neun Gängen gewechselt werden kann, sowie ein Knopf, über den das E-Bike ein- bzw. ausgeschaltet werden kann. Zur Ausstattung der beiden Räder gehört darüber hinaus eine Smartwatch-Schnittstelle. Diese ermöglicht es, das E-Bike über die Smartwatch zu entsperren und einzuschalten. Mutmaßlich können über die Smartwatch auch Informationen zum E-Bike abgerufen werden.

Fiido C22. (Quelle: Fiido).

Abgerundet wird die Ausstattung der beiden E-Bikes durch einen Zusatzakku, der sich am unteren Rahmen befindet. Besonders interessant daran ist, dass er die Optik einer Trinkflasche aufweist und damit nicht sofort als Akku erkennbar ist. Hierin zeigt sich eine Annäherung der E-Bikes an das Design gewöhnlicher Fahrräder.

Fiido C31

Das C31 unterscheidet sich deutlich von den beiden bereits vorgestellten Modellen. Mit ihm soll primär eine an sehr sportlichem Fahren interessierte Zielgruppe angesprochen werden. So präsentiert es sich als eine Art E-Rennrad, was unter anderem durch den typischen Rennradlenker sowie durch das geringe Gewicht von nur 12,6 Kilogramm unterstrichen wird. Zum Leichtgewicht wird das C31 durch die Verwendung eines Carbonrahmens. Ausgestattet ist es ferner mit Smartwatch-Konnektivität, einem Fingerabdrucksensor zum Starten, einem Display und dem laut Hersteller bisher intelligentesten Kontrollsystem aus dem Hause Fiido.

Fiido C31. (Quelle: Fiido).

Fiido Titan

Deutlich weniger sportlich und für ganz andere Einsatzzwecke entworfen ist das neue Modell Titan. Als eine Art rudimentäres Lastenrad bietet es sowohl vorne als auch hinten Raum für zu transportierende Güter. Der für waschechte Lastenräder typische große kastenartige Aufbau fehlt dem Titan hingegen. Nichtsdestotrotz wirkt es enorm wuchtig, was nicht nur auf die robusten Ablageflächen, sondern auch auf die 26 Zoll großen, besonders dicken Reifen zurückzuführen ist. Punkten soll es zudem mit der Möglichkeit, den Akku schlüssellos zu entnehmen, was im Alltag Zeit sparen dürfte. Hierzulande wird das Titan jedoch nicht auf den Straßen zu sehen sein: Es verfügt über einen 750 Watt starken Motor, der die Voraussetzungen für eine Zulassung in der EU nicht erfüllt.

Fiido Titan. (Quelle: Fiido).

Fiido M31

Ebenfalls eher rustikal gestaltet ist das neue Modell M31. Hierbei handelt es sich um das erste Off-Road-Bike mit Mittelmotor von Fiido. Mit einem relativ dicken Rahmen und kompletter Federung strahlt es bereits aus, eher für abenteuerliche Fahrten gedacht zu sein. Auch bei ihm besteht die Möglichkeit, den Akku ohne Schlüssel zu entnehmen. Besagter Akku weist eine beachtliche Kapazität von 696 Wh auf. Ebenso bemerkenswert ist das angegebene Drehmoment von 110 Nm.

Fiido M31. (Quelle: Fiido).

Fiido K1 und Q2

Abgerundet wird das Portfolio neuer Produkte durch das Laufrad K1, das sich an Kinder richtet, sowie durch den E-Scooter Q2. Das Laufrad ist an eine App angebunden, die es den Aufsichtspersonen des Kindes ermöglichen soll, die Kontrolle über das Geschehen zu behalten. Genutzt werden kann das Laufrad in zwei Modi: Mit und ohne Möglichkeit, das vorhandene Gaspedal zu nutzen. Zwischen den Modi gewechselt wird über die App.

Fiido K1. (Quelle: Fiido).

Der E-Scooter Q2 ist unterdessen mit einem leistungsstarken 1.200-Watt-Motor sowie mit hydraulischen Bremsen ausgestattet. In der Spitze erreicht das Fahrzeug eine Geschwindigkeit von 45 km/h. Eine Zulassung in der EU dürfte damit kaum möglich sein.

Fiido Q2. (Quelle: Fiido).

Preise und Verfügbarkeit

Die von Fiido nun vorgestellten Produkte werden im Laufe des Jahres auf den Markt kommen. Ab wann welches Rad im Handel erhältlich sein wird, ist bisher jedoch nicht bekannt. Bereits veröffentlicht wurden hingegen die unverbindlichen Preisempfehlungen. Die Modelle C21 und C22 sollen 1.599 US-Dollar kosten, während für das sportliche C31 3.399 US-Dollar verlangt werden. Für das Titan wird ein Preis von 1.999 US-Dollar aufgerufen; das M31 soll 3.999 US-Dollar kosten. Nicht bekannt sind die Preise für das Kinderlaufrad und den E-Scooter.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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