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Hyundai RN22e: Rennsport-Feeling für die Straße

Im Juli 2022 stellte der koreanische Automobilhersteller den elektrischen Sportwagen Hyundai RN22e vor. Nun verriet man weitere Details zum Auto, das Technologie aus dem Motorsport mit der E-GMP-Plattform verbinden soll.

Hyundai RN22e: Weitere Details enthüllt

Der Hyundai RN22e dient als rollendes Labor dazu, Hochleistungstechnologien aus den Rennsportserien WRC, WTCR und ETCR zu verifizieren, bevor sie in die N-Serienmodelle des Herstellers einfließen.

Dabei markiert der Hyundai RN22e das neueste Modell und nutzt ein elektronischen Sperrdifferenzial (E-LSD) und das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe N DCT, die im i30 N und KONA N zum Einsatz kommen.

Mit dem RN22e will Hyundai auch Motorsport-Fans begeistern, die von der Elektromobilität noch nicht überzeugt sind. Die Hochleistungsmarke N will Hyundai mit drei Produktsäulen für alltagstaugliche Sportwagen fit machen:

„Kurvenräuber“ (straffe, perfekt ausbalancierte Kurvenmaschine), „Rennstreckentauglichkeit“ (alle N Modelle sind für den Einsatz auf der Rennstrecke gebaut) und „Alltagssportwagen“ (für jeden und jedes Bedürfnis, nicht nur für Rennstrecken und Autobahnen).

Hyundai RN22e
Bild: Hyundai

RN22e dient als Basis für IONIQ 5 N

Die Studie RN22e steht für einen ersten Schritt in diese Richtung, während der Hyundai IONIQ 5 N ab 2023 das erste vollelektrisches Hochleistungsmodell des Herstellers markieren wird. Er basiert auf der E-GMP (Electric-Global Modular) Plattform von Hyundai und bietet, wie alle Modelle der Plattform, innovative Technologien wie das 800-V-Schnellladen und einen Getriebetrennschalter für den Allradantrieb.

Er baut auf dem Design und der Aerodynamik des IONIQ 6 auf. Mit seinem einfach gewölbten Profil und den sorgfältig ausgearbeiteten Konturen bietet der IONIQ 6 den bisher niedrigsten Luftwiderstandsbeiwert von 0,21 bei Hyundai.

Dabei komm er auf 4.915 mm Länge, 2.023 mm Breite, 1.479 mm Höhe und einen Radstand von 2.950 mm, die man mit einer niedrigen Bodenfreiheit, betonten Schultern, einem Heckspoiler und großen Heckdiffusor kombiniert.

Hyundai RN22e
Bild: Hyundai

Der Allradantrieb bietet eine optimierte Drehmomentverteilung in verschiedenen Fahrmodi. Der Drehmoment an Vorder- und Hinterachse kann nach den eigenen Wünschen angepasst werden. Die maximale Leistung des vorderen Elektromotors beträgt 160 kW, die des hinteren 270 kW, also insgesamt 430 kW. Das maximale Drehmoment liegt bei 740 Nm.

Innovative Technologien

Dank der umschaltbaren Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterrädern lässt sich für mehr Nervenkitzel je nach Fahrsituation schnell zwischen Allrad- und Heckantrieb umschalten und der Vorderradmotor deaktivieren.

Zum Einsatz im Hyundai RN22e kommt zudem eine Technologie namens Torque Vectoring (e-TVTC). Es verteilt die Antriebskraft auf die Hinterräder, indem es die Doppelkupplung des hinteren Elektromotors ein- und ausschaltet.

So lässt sich in Kurven die gesamte Antriebskraft nur auf das linke oder rechte Hinterrad übertragen, was für einen ähnlichen Effekt sorgt, wie das elektronisch geregelte Sperrdifferenzial e-LSD bei den Modellen mit Verbrennungsmotor von Hyundai N.

Auch die Aerodynamik und Kühlleistung der Batterie hat Hyundai nicht außer Acht gelassen. Sie basiert auf den Erkenntnissen aus dem Motorsport mit dem VELOSTER N ETCR und dem RM20e, womit die hohe Performance auch auf längeren Strecken abrufbar bleibt.

Gleichzeitig optimiert die Batterievorkonditionierung den Zustand der Batterie vor und nach der Fahrt auf der Rennstrecke, um eine maximale Leistung zu erzielen. Diese Funktion hebt die Batterietemperatur vorher auf ein optimales Niveau an und senkt die Batterietemperatur danach, um das ultraschnelle 800-V-Laden von E-GMP zu ermöglichen. So lädt der RN22e seine 77,4 kWh-Batterie in nur 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent auf.

Hyundai RN22e
Bild: Hyundai

Große 4-Kolben-Monobloc-Bremssättel und 400-mm-Hybridbremsscheiben sorgen für ein hervorragendes Bremsverhalten. Außerdem gibt es den sogenannten „N Sound+“, der über Innen- und Außenlautsprecher wiedergegeben wird und Motoren- und Auspuffgeräusche imitieren soll.

Hinzu kommt ein intelligentes Niveauregulierungssystem mit einer Luftfederung, das normalerweise den Fahrkomfort in Luxusfahrzeugen verbessert. Im Hyundai RN22e wurde es so angepasst, dass es darüber hinaus dynamisches Fahren auf der Rennstrecke ermöglicht. Es kann die Karosserie anheben, um Beschädigungen des Unterbodens bei Rampen oder Bodenwellen zu vermeiden, und absenken, um die Aerodynamik zu verbessern und den Schwerpunkt des Fahrzeugs auf der Rennstrecke abzusenken.

Viele dieser Technologien werden laut Hyundai voraussichtlich in künftigen elektrifizierten Hochleistungsmodellen von Hyundai N zum Einsatz kommen.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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