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Porsche verrät Details zur leistungsstarken Rekuperation des Taycan

Elektroantrieb und Sportwagen passen nicht zusammen? Mit dem Porsche Taycan konnte der Stuttgarter Edelauto-Hersteller das Gegenteil beweisen. Doch der E-Sportwagen ist mit einer Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h im Spitzenmodell nicht nur überaus schnell und soll in Zukunft auch als möglicher Energiespeicher herhalten können. Obendrein punktet er mit einer beeindruckenden Rekuperation, was für eine hohe Energieeffizienz sorgt. Stolze 290 kW soll der E-Flitzer beim Bremsen in seine Batterie zurückführen können.

Elektroautos setzen auf Rekuperation

Wer schon einmal ein Elektroauto gefahren ist, wird einige Unterschiede zum Verbrenner feststellen. Da wäre nicht nur das ruhige Fahrverhalten, welches auf den weit leiseren Elektroantrieb zurückzuführen ist. Obendrein beschleunigen Elektroautos deutlich schneller als Modelle mit Verbrennermotoren, was an der viel kürzeren Übersetzung liegt. Doch E-Autos bieten auch ein Feature, das Fahrern eines Verbrenners gänzlich unbekannt ist – die Rekuperation.

Taycan Turbo S
Der Porsche Taycan Turbo S ist das Topmodell der Taycan-Serie.

Während ein Verbrenner ausrollt, wenn du deinen Fuß vom Gaspedal nimmst, bremsen Elektroautos in diesen Fällen immer ein wenig ab. Dies soll nicht dafür sorgen, dass du deinem Vordermann nicht allzu hart ins Heck fährst. Stattdessen ist dies ein ausgeklügeltes Mittel, um keine Energie zu verschwenden. Wie beim einem klassischen Dynamo wird bei der Rekuperation die Energie der rollenden Räder kurzerhand aufgefangen und wieder in die Batterie zurückgeführt.

Porsche Taycan
Porsche setzt beim Taycan auf enge Verknüpfung zwischen Elektroantrieben und Bremssystem. (Bild: Porsche)

So wird für ein möglichst langes Durchhaltevermögen des Akkus gesorgt. Obwohl so ziemlich jedes Elektroauto auf Rekuperation setzt, weist diese je nach Modell teils deutliche Unterschiede auf. Wie sich nun herausstellt, ist der Porsche Taycan in der Disziplin des „Nutzbremsens“ ganz vorne mit dabei, setzt aber auf ein anderes Konzept. Dieses hat das Unternehmen nun auf seiner Webseite ein wenig erklärt.

Porsche schwimmt gegen den Strom

In den allermeisten Elektroautos setzen die Hersteller auf das sogenannte One-Pedal-Driving. Der Name kommt nicht von ungefähr. So bremst das Fahrzeug immer automatisch dann ab, wenn du deinen Fuß vom Gaspedal nimmst. Das sorgt dafür, dass du in den allermeisten Situation gar nicht mehr wirklich ein Bremspedal benötigst, sondern nur mit dem Spiel aus Drücken und Loslassen des Gaspedals fahren kannst. Porsche hat sich allerdings dafür entschieden, bei seinem Taycan nicht auf das Fahren mit nur einem Pedal zu setzen. Stattdessen entschied man sich für das klassische Bremsen per Bremspedal. Aus Sicht von Ingo Albers, Leiter Fahrwerk im Porsche Entwicklungszentrum Weissach, sei dies die einzig richtige Entscheidung. Schließlich haben die allermeisten ihren Führerschein ohne ein Elektroauto gemacht. Schlussendlich habe man also gelernt, mit mindestens zwei Pedalen zu fahren.

Das Porsche Stability Management ist Herzstück der Rekuperation des Taycan. (Bild: Porsche)

Obendrein betont der Fahrwerks-Experte, dass nur mit der Betätigung des Bremspedals auch die zuverlässige Unterstützung vom Sicherheitssystemen wie ABS und PSM gewährleistet ist. Wie aus den nun veröffentlichten Details von Porsche hervorgeht, hat das hauseigene Rekuperationssystem entscheidende Vorteile. Schließlich soll es extrem leistungsstark sein. Albers erklärt, dass dem Gaspedal beim Taycan lediglich eine geringe Bedeutung bei der Rekuperation zukommt. Diese soll sich vielmehr in einer Art Gleiten auf schnelleren Streckenabschnitten wie der Autobahn oder Landstraße äußern. Viel wichtiger ist der eigentliche Bremsvorgang, welcher beim Taycan für bis zu 290 kW Rückgewinn sorgt – ein beeindruckender Wert, der Lust auf mehr Elektroautos von Porsche macht. Da das Unternehmen erst im Februar ankündigte, sein Stammwerk aufzurüsten, dürfte das Erfolgsmodell durchaus aufgehen.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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