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Starlink: SpaceX werden Gelder einer knappen Milliarde US-Dollar versagt

Im Jahr 2020 durfte sich SpaceX über eine Subventionszusage in Millionenhöhe freuen. Um das von Elon Musk ins Leben gerufene Satelliteninternet Starlink zu unterstützen, sagte die US-Telekommunikationsaufsicht FCC eine Unterstützung in Höhe von 900 Millionen US-Dollar zu. Nun, zwei Jahre später, scheint das erhoffte Geld allerdings doch nicht zu fließen.

Ablehnung in letzter Sekunde

SpaceX, das Luft- und Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, hat schlechte Nachrichten ereilt. So hat die Telekommunikationsaufsicht (FCC) in den USA eine 900 Millionen US-Dollar umfassende Subventionszahlung in letzter Sekunde doch nicht getätigt. Im Fokus der finanziellen Unterstützung stand Starlink, das Satelliteninternet von SpaceX. Ziel der Subvention war es gewesen, für stabiles Internet auch in abgelegenen Regionen sorgen zu können. Allerdings wurde der Geldhahn gar nicht erst aufgedreht, da die Behörden es offenbar nicht als erwiesen ansahen, dass Starlink auch tatsächlich für das gewünschte stabile Internet sorgen könne. Insbesondere bei der gewünschten Bandbreite sah die Telekommunikationsaufsicht offenbar ein großes Fragezeichen.

Starlink ist unsicheres Investment

Da falsche Subventionen in den USA schnell den Zorn der Bürger auf sich ziehen können, werden diese in den letzten Jahren weit schärfer geprüft als es früher der Fall war. Dementsprechend verwundert auch die Aussage der FCC nicht, wenn sie davon spricht, dass man Subventionsgelder von fast einer Milliarde US-Dollar nur dann zahlen dürfe, wenn man zu 100 Prozent überzeugt ist. Bei Starlink scheint dies wohl nicht der Fall zu sein. Zwar sei man bereits jetzt beeindruckt von der Leistung des Satelliteninternets, die Technologie befinde sich aber nach wie vor in der Entwicklung.

Doch, dass Starlink aus Sicht der FCC noch nicht ganz ausgereift ist, scheint nur die eine Seite der Medaille zu sein. Obendrein scheint man sich in der Behörde zu fragen, ob sich dieses Investment langfristig überhaupt lohnt. Schließlich würde es nur dann etwas bringen, wenn man auch davon ausgehen könne, dass sich Bewohner der entsprechenden abgelegenen Orte auch die dazu passende Antenne für den Empfang kaufen. Da diese mit knapp 600 US-Dollar zu Buche schlägt, kann man davon wohl nur bei wenigen ausgehen.

SpaceX schweigt

Da das Unternehmen von Elon Musk die öffentlichen Gelder sicherlich schon fest eingeplant hat, dürfte die Entscheidung einem Schlag in die Magengrube gleich kommen. Wie SpaceX zum Rückzieher der FCC steht, weiß man aber bislang noch nicht. Schließlich hat sich das Unternehmen hinter Starlink noch nicht dazu geäußert. Anderen Unternehmen, die sich schnelles Internet auf die Fahne geschrieben haben, dürfte es indes wohl besser gehen. Insbesondere für den Glasfaserausbau hat die FCC nämlich stolze 5 Milliarden US-Dollar bereit gestellt. Für Starlink dürfte das Ganze vor allem ein Dämpfer sein, da die Konkurrenz im Bereich des Satelliteninternets nicht schläft. Mit Project Kuiper steht beispielsweise Amazon derzeit mit seinem eigenen Satelliteninternet in den Startlöchern. Auch europäische Unternehmen wie Eutelsat haben das mutmaßliche Internet der Zukunft bereits unter die Lupe genommen. So kaufte die aus Frankreich stammende Firma vor kurzem erst das auf Satelliteninternet fokussierte Unternehmen OneWeb.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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