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TÜV fordert Modernisierung der Hauptuntersuchung

Der TÜV-Verband mahnt an, dass man die bei Kfz regelmäßig anstehende Hauptuntersuchung (HU) modernisieren müsse. Im Jahresreport des Verbands wird auch das Drängen auf spezielle Sicherheitsüberprüfungen von Elektroautos deutlich.

Software wird laut TÜV immer wichtiger

In dem Jahresreport vom TÜV-Verband fordert TÜV-Geschäftsführer Joachim Bühler den „Zugang zu den Originaldaten und zur Software der Fahrzeuge“. Dieser sei elementar wichtig, dafür, dass die Sachverständigen eine umfängliche Prüfung durchführen können. Hierbei spielen in unserem Digitalzeitalter nämlich nicht mehr nur mechanische Dinge wie Bremskraft eine elementare Rolle. Durch die Zunahme an Assistenzsystemen, auf die sich Autofahrer zunehmend verlassen, müsse eben auch die Funktionsweise selbiger akribisch geprüft werden. Und nicht nur das. In Zeiten zunehmender Cyberattacken müsse man obendrein kontrollieren, inwiefern ein Fahrzeug vor Zugriffen von Dritten geschützt ist. Neben einer Modernisierung der Hauptuntersuchung fordert der Verband obendrein eine Digitalisierung in der Registrierung von Fahrzeugen.

Wenn man sich vor Augen führt, dass im Jahr 2022 noch immer die wichtigsten Informationen zu einem Auto in den dazugehörigen Papieren festgehalten sind, kann man dies durchaus verstehen. So wäre es aus Sicht des TÜV-Verbands angebracht, hier vielmehr auf ein digitales Register umzuschwenken, in dem die Fahrzeuge gelistet sind. Dies würde nicht nur für mehr Übersicht bei den Sachverständigen sorgen, sondern obendrein auch Betrügereien beim Fahrzeugkauf bzw. -verkauf vorbeugen.  Doch auch Besonderheiten von Elektroautos spielen beim Wunsch nach Digitalisierung eine große Rolle. Schließlich könne man so spezifische Daten wie den Zustand eines Akkus einsehen. Mehr Hand anlegen möchte man hingegen bei den Akkus selbst. Wird deren Zustand bislang nur mithilfe einfacher Sichtung eingeschätzt, soll zukünftig auch eine Prüfung des gesamten Hochvolt-Systems stattfinden, um Risiken zu minimieren.

Bremsen sind Achillesferse von Elektroautos

Aus dem Bericht geht außerdem hervor, dass Elektroautos nicht nur im Bereich der Batterietechnik unter die Lupe genommen werden sollen. Obendrein muss man auf deren Bremstechnik achten. Das liegt daran, dass Elektroautos eher zu korrodierenden Bremsen neigen als klassische Verbrenner. Dahinter steckt das Prinzip der Rekuperation. Hierbei schaltet sich regelmäßig die Motorbremse ein, um nach dem Vorbild eines Dynamos Energie in den Akku zurück zu speisen. Das mag Fahrzeuge mit Elektroantrieb zwar effizienter machen, sorgt aber auch dafür, dass Fahrer von E-Autos immer seltener auf das Bremspedal treten.

Vielmehr entwickelt sich mit der Zeit der Hang zum sogenannten One-Pedal-Driving, bei dem hauptsächlich das Gaspedal zum Einsatz kommt und die Rekuperation für das Bremsen sorgt. Sollte im Ernstfall dann die Bremsscheibe aufgrund von Korrosion durch Nichtgebrauch nicht funktionieren, können die Folgen schwerwiegend sein. Folglich sollten laut Bericht Besitzer eines Elektroautos regelmäßig ihre Bremsen überprüfen lassen und ihren Fahrstil anpassen. So ist es ratsam bei jeder Fahrt auch die normale Bremse zu nutzen. Die Forderungen des TÜV sind vernünftig, da sie die großen technischen Entwicklung von Autos im Hinterkopf behalten. Hoffen wir, dass es zu entsprechenden Anpassungen kommt.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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