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United Internet: Umzug in das neue 1&1-Mobilfunknetz erst 2025 abgeschlossen

Die United Internet AG plant in den kommenden Jahren deutlich höhere Investitionen in das eigene Mobilfunknetz, wie Konzernchef Ralph Dommermuth gegenüber der Nachrichtenagentur dpa-AFX mitgeteilt hat. Der Umzug der Bestandskunden in das neue, eigene Netz von 1&1 Mobilfunk ist mit einer Menge Aufwand verbunden und soll voraussichtlich erst im Jahr 2025 abgeschlossen sein.

United Internet investiert bis zu eine Mrd. Euro im Jahr 2022

Im laufenden Jahr will man Investitionen von bis zu einer Milliarde Euro tätigen. Etwa 400 Mio. Euro davon sollen in das Netz der Mobilfunktochter 1&1 Mobil fließen, wie Dommermuth mitteilt. Auch in den kommenden Jahren will das Unternehmen „erheblich“ in das Netz investieren. Der Plan: Ab Sommer 2023 will man deutschlandweit das vierte, eigene Mobilfunknetz zur Verfügung stellen. Aktuell greifen Bestandsverträge zumeist auf die Netze von O2 und zum Teil auch Vodafone zurück.

Beim Aufbau des eigenen Mobilfunknetzes müsse man sich allerdings strikt an die Vorgaben und Auflagen der Bundesnetzagentur halten. Bis zum Jahresende 2022 sollen so etwas 1.000 Basisstationen für 1&1 Mobilfunk verfügbar gemacht werden. Zum Start werde allerdings nur FWA (Fixed Wireless Access) bieten, der sich im eigenen Zuhause per WLAN-Router mit dem eigenen 1&1-Netz verbindet.

Mobiler 5G-Support soll dann voraussichtlich Mitte 2023 verfügbar sein, so Dommermuth weiter. Im Mai 2021 einigten sich Telefónica Deutschland und 1&1 Drillisch nach langwierigen Verhandlungen auf eine Roaming-Vereinbarung. Die aktuell rund 11 Millionen Mobilfunkkunden weichen automatisch per Roaming ins Netz von Telefónica aus, wenn das 1&1 Mobilfunknetz nicht zur Verfügung steht.

Eine derartige nationale Roaming-Vereinbarung sei laut Dommermuth unabdingbar gewesen, um den Ausbau des eigenen Netzes vorantreiben zu können. „Unsere Kunden benötigen bereits in den Jahren des Netzbaus überall Verbindung. Wenn man ein neues Netz errichten würde und die Kunden erst einmal nur an den eigenen Antennen Abdeckung hätten, würde das nicht funktionieren – dann hätte man schnell keine Kunden mehr,“ so der Konzernchef gegenüber der dpa.

Bereits 5 Mrd. Euro in Mobilfunknetz investiert

Laut eigener Aussage habe man zum aktuellen Zeitpunkt bereits knapp fünf Milliarden Euro in den Erwerb der Frequenzen, sowie die Aufträge für den Ausbau von Glasfaserleitungen, Antennen und Dienstleistungen investiert. Die Gesamtkosten für das 1&1 Mobilfunknetz werden in Zukunft allerdings noch deutlich höher ausfallen, da noch zusätzliche Bestellungen und weitere Bauphasen notwendig seien.

Vor allem die Migration von Bestandskunden ist mit einer Menge technischem Aufwand verbunden. 1&1 hat laut eigener Aussage aktuell rund elf Millionen Mobilfunkkunden und die Übertragung ihrer Nummern in das neue Netz werde dauern. Der Umzug in das eigene Netz von 1&1 soll im Herbst 2023 beginnen und dann „innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren erfolgen“, so Dommermuth.

In Verbindung mit dem Ausbau des eigenen Netzes rechnet der Konzernchef mit einem zusätzlichen Umsatz für das laufende Geschäftsjahr. So soll der Umsatz auf rund 5,85 Milliarden Euro steigen – das wären immerhin rund 200 Mio. Euro mehr als im abgelaufenen Jahr, in dem der Umsatz für das im MDAX notierte Unternehmen bei 5,65 Mrd. Euro lag.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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