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Geekom XT12 Pro Test: Mini-PC mit Intel Core i9 und 8K-Unterstützung!

Mini-PCs erfreuen sich aufgrund ihrer Kompaktheit und des geringen Stromverbrauchs immer größerer Beliebtheit. Ein namhafter Hersteller in diesem Bereich ist das taiwanesische Unternehmen Geekom, das sich seit seiner Gründung im Jahr 2023 auf die Herstellung von Mini-PCs spezialisiert hat. Nachdem wir bereits zahlreiche Systeme des Herstellers untersucht haben, nehmen wir heute den neuen Geekom XT12 Pro genauer unter die Lupe. Der XT12 Pro ist zwischen den Modellen Mini IT12 (unser Test) und Mini IT13 (unser Test) positioniert und verfügt über einen Intel Core i9-Prozessor. In unserem heutigen Test werden wir herausfinden, ob der Rechner überzeugen kann.

Technische Daten

Produktbezeichnung Geekom XT12 Pro
Prozessor Intel Core i9-12900H (14 Kerne, 20 Threads, bis zu 5 GHz)
Grafikleistung Intel Iris Xe Graphics G7 96EUs
Abmessungen (H x B x T)  38,5 x 117 x 111 mm
Gewicht 550 Gramm
Speicherplatz 1 TB SSD M.2 2280 (PCIe Gen4 x4)
Arbeitsspeicher 32 GB DDR4-3200 SODIMM
Video 2x HDMI, 2x USB-C bis 8K-Auflösung
Betriebssystem Windows 11 Pro
Konnektivität Wi-Fi 6E, 2,5-Gigabit-Ethernet
Anschlüsse 3x USB 3.2 Gen 2 Typ A; 1x USB 2.0; 2x USB4 Type-C; 1x 3,5-mm-Klinke; 2x HDMI 2.0; 1x 2,5 GBit/s-Ethernet-LAN; 1x DC-Buchse
Preis € 749,00 * (5% Rabatt mit dem Gutschein btpr5XT12 bei Amazon, und mit btpr5 bei Geekom)

Lieferumfang

  • 120 Watt starkes Netzteil enthalten
  • Inklusive VESA-Halterung mit Montagematerial

Im Lieferumfang des Geekom XT12 Pro ist neben dem Mini-PC selbst auch ein 120 Watt Netzteil enthalten. Zum weiteren Zubehör gehören ein kurzes HDMI-Kabel sowie eine VESA-Halterung mit Montagematerial, um den Geekom XT12 Pro bei Bedarf hinter dem Monitor befestigen zu können. Die bei technischen Geräten übliche Bedienungsanleitung sowie eine herstellereigene Danksagungskarte runden den Lieferumfang ab.

Design und Verarbeitung

  • Neues matt eloxiertes weiß-silbernes Aluminiumgehäuse
  • Optisch starke Ähnlichkeit zum AMD-Pendant Geekom A7
  • Effiziente Kühlung durch große Lüftungsgitter an beiden Seiten und der Unterseite

Im Vergleich zur Mini IT-Serie des Herstellers verpasst Geekom dem XT12 Pro einen neuen Anstrich und ändert die Farbe des Gehäuses. So kommt der Geekom XT12 Pro nicht mehr im gewohnten silber-blau schimmernden Metallgehäuse daher, sondern setzt nun auf ein matt eloxiertes weiß-silbernes Aluminiumgehäuse. Die abgerundeten Ecken verleihen dem Mini-PC ein schlichtes Erscheinungsbild. Optisch ähnelt der Geekom XT12 Pro damit eher dem AMD-Pendant Geekom A7 als der eigenen Intel-Serie. Gleiches gilt für die Größe des Mini-PCs, der im Vergleich zum Mini IT12 in der Höhe deutlich kompakter geworden ist. Das Gewicht hat sich hingegen nur marginal verändert, so dass die knapp 20 Gramm weniger kaum ins Auge fallen.

Verarbeitungstechnisch gibt es beim Geekom XT12 Pro wirklich nichts zu bemängeln. Das Gehäuse ist aufgrund seiner Beschaffenheit sehr widerstandsfähig gegen Kratzer und Fingerabdrücke und selbst bei härteren Fingerberührungen an allen Seiten konnten wir kein Knarzen oder unangenehme Geräusche feststellen. Für eine effiziente Kühlung sorgen die großen Lüftungsgitter an beiden Seiten und der Unterseite des Mini-PCs. Das ist eine echte Neuerung, denn beim Mini IT12 und IT13 war die Unterseite durchgehend ohne Lüftungsgitter.

Anschlüsse

  • Vorder- und Rückseite mit zahlreichen Anschlüssen ausgestattet
  • Kein SD-Kartenleser wie bei Mini IT12 oder IT13
  • Unterstützung von bis zu vier Bildschirmen, 4K-Auflösung über HDMI und 8K über USB-C

Geekom verbaut beim XT12 Pro zahlreiche Anschlüsse, welche sich sowohl auf der Vorderseite wie auch auf die Rückseite erstrecken. Die linke Seite ist komplett frei von jeglichen Ports, lediglich auf der rechten Seite befindet sich weiterhin der Kesington Lock. Ein SD-Kartenleser wie beim Mini IT12 oder IT13 entfällt hingegen. Dennoch reicht die Auswahl an Anschlüssen aus, sodass alle wichtigen Komponenten komfortabel an den kompakten Mini-PC angeschlossen werden können.

Bei einem Blick auf die Vorderseite fallen die vier I/O-Anschlüsse auf. Neben zwei USB 3.2 Gen 2-Anschlüssen, wobei der linke USB-Anschluss auch als Stromversorgung dient, befinden sich auf der Front noch eine 3,5 mm Klinkenbuchse und der Ein-/Ausschalter.

Wenn wir den Geekom XT12 Pro um 180° drehen, können wir alle weiteren Anschlüsse auf der Rückseite ausmachen. Neben einem USB-A 3.2 Gen 2 und einem USB-A 2.0 stehen zwei USB4-Typ-C Ports zur Verfügung, die Geschwindigkeiten von bis zu 40 Gbps erreichen können und darüber hinaus Thunderbolt 4 unterstützen. Ergänzend gibt es zwei HDMI 2.0 Anschlüsse sowie einen 2,5-Gbit-LAN-Port, alle rechts neben dem Stromanschluss platziert. Dank dieser Auswahl können bis zu vier Bildschirme gleichzeitig betrieben werden. Die HDMI-Ports unterstützen 4K-Auflösungen mit bis zu 60 Hertz, während über USB-C sogar 8K mit 30 Hz möglich sind.

Ausstattung und Wartung

  • Intel Core i9-12900H mit bis zu 5 GHz bei einer TDP von 45 Watt
  • Geekom IceBlast 1.0 Kühlsystem für effiziente Wärmeableitung
  • Einfache Zugänglichkeit zur Erweiterung von Arbeitsspeicher und SSD

Der Geekom XT12 Pro wird vom etwas älteren Intel Core i9-12900H aus dem ersten Quartal 2022 angetrieben. Die CPU verfügt über insgesamt 14 Kerne, die sich aus 6 Performance Kernen und 8 Efficient Kernen zusammensetzen. Somit kann der i9 auf 20 Threads bei einer maximalen Taktfrequenz von 5 GHz zurückgreifen. Der Cache beträgt 24 MB bei einer TDP von 45 Watt. Als interne Grafiklösung kommt die Intel Iris XE Graphics zum Einsatz, die über 96 Ausführungseinheiten und eine maximale dynamische Taktfrequenz von 1,45 GHz verfügt. Zur weiteren Ausstattung kombiniert Geekom den XT12 Pro mit 32 Gigabyte DDR4-3200-Arbeitsspeicher sowie einer 1 TB großen PCIe Gen 4 x4 SSD aus dem Hause Kingston.

Für die drahtlose Konnektivität sind Bluetooth 5.2 sowie Wi-Fi 6E integriert, was für schnelle Geschwindigkeiten unterwegs sorgen soll. Wer ein LAN-Kabel zur Hand hat, kann dieses über den RJ45-Anschluss auf der Rückseite anschließen, der bis zu 2,5 Gigabit unterstützt. Neuerdings verfügt der Mini-PC über ein ausgeklügeltes Kühlsystem, das Geekom IceBlast 1.0 getauft hat. Ein großer, leiser Lüfter soll die Wärme schneller abführen und das Gehäuseinnere konstant kühl halten.

Die Wartung ist sehr anwenderfreundlich. An der Unterseite des Gehäuses befindet sich an jeder Ecke eine Kreuzschlitzschraube, um den Mini-PC zu öffnen. Ist dies geschehen, kann man den Arbeitsspeicher auf bis zu 64 GB aufrüsten, aber auch die eingebaute SSD kann gegen eine Variante mit bis zu 2 TB ausgetauscht werden. Optional findet sogar eine zweite SSD im M.2 2242 Format mit 1 TB Platz im Gehäuse.

Praxistest des Geekom XT12 Pro

  • Schnelle Installation und Aktualisierung der Windows-Updates
  • Lüfter dreht im Idle-Betrieb sehr leise, effizientes Kühlsystem verhindert thermisches Throttling
  • Prozessor mit 14 Kernen und 32 GB RAM bewältigt üblichen Alltagsgebrauch problemlos

Die Einrichtung des Geekom XT12 Pro ist dank des vorinstallierten Windows 11 in der Version 23H2 ein Kinderspiel. Nach dem schnellen Navigieren durch die Menüs und Einloggen in ein Windows-Konto ist der Mini-PC in wenigen Minuten eingerichtet und einsatzbereit. Sobald alle Windows Updates in den Einstellungen installiert sind und weitere Updates aus dem Microsoft Store aufgespielt wurden, ist das System fortan auf dem neuesten Stand. Während des Prozesses haben wir durchgehend WLAN genutzt und konnten keinerlei Geschwindigkeitseinbußen feststellen.

Geräuschtechnisch fällt auf, dass Geekom beim XT12 Pro, wie schon beim Mini IT13, auch an der Lärmkulisse gearbeitet hat. Der Mini-PC ist dabei nicht mehr so laut wie der Geekom Mini IT12 im Test damals offenbarte. Unter Volllast haben wir ca. 45 db(A) gemessen, was für kurze Zeit bzw. bei intensiver Rechenarbeit noch akzeptabel ist. Aber auch beim Bootvorgang macht sich der XT12 Pro lärmtechnisch für kurze Zeit bemerkbar. Im Idle-Betrieb ist der Geekom XT12 Pro hingegen kaum hörbar, da der Lüfter sehr leise dreht. Obendrein funktioniert das neue Kühlsystem wahrlich reibungslos. Der Mini-PC bleibt trotz intensiver Programme kühl und gerät nicht in den Bereich des thermalen Throttlings.

In Bezug auf die Systemleistung lässt sich feststellen, dass das Betriebssystem auf dem kleinen Rechenknecht sehr gute Arbeit leistet. Der i9-Prozessor mit seinen 14 Kernen und 32 GB RAM kommt im üblichen Alltag kaum ins Straucheln. Bei grafikaufwändigen Anwendungen oder Spielen ist die Intel Iris Xe-Grafikeinheit jedoch oft der limitierende Faktor des Systems.

Benchmark: Produktivität, System, SSD und Gaming

  • Messung mit PCMark 10 und Cinebench R23/Cinebench 2024
  • PCMark 10 für Produktivitäts- und Systemleistungstests
  • Nutzung von 3DMark für Gaming-Performance-Eindruck

Um die Aussagen des Herstellers in puncto Performance mit Zahlen untermauern zu können, schauen wir uns nun die Benchmarks an. Wir messen die Produktivitäts- und Systemleistung mit PCMark 10 und Cinebench R23 bzw. Cinebench 2024. PCMark 10 simuliert unterschiedliche Workflows, die Textverarbeitung, Surfen im Internet oder Tabellenkalkulationen einschließen. Cinebench misst die Geschwindigkeit der CPU-Kerne sowohl einzeln als auch im Multi-Core-Betrieb. Die Benchmarks wurden jeweils dreimal durchgeführt und der Mittelwert aus allen drei Durchläufen angegeben.

Für unsere Benchmarks setzen wir in diesem Test somit auf folgende Anwendungen:

  • CPU-Z
  • GPU-Z
  • CrystalDiskInfo
  • CrystalDiskMark
  • AS SSD Benchmark
  • Cinebench R23
  • Cinebench R2024
  • Geekbench 6
  • PCMark 10
  • 3DMark

Obwohl der Geekom XT12 Pro nicht explizit als Gaming-PC beworben wird, sondern eher als PC für kreative Köpfe gilt, die auf 4K-Videobearbeitung und 3D-Modellierung setzen, haben wir dennoch mehrere Benchmarks in diesem Segment durchgeführt. Als Tool steht uns hierbei 3DMark zur Verfügung, um einen Eindruck von der Gaming-Performance zu erhalten. Zusätzlich haben wir in diesem Test vier Spiele unterschiedlicher Leistungsklassen eingebunden und geprüft, ob sich der Geekom XT12 Pro trotz des Onboard-Grafikchips für diesen Einsatz eignet.

Folglich haben wir für den Spiele-Test die nachfolgenden Programme verwendet:

  • Rocket League
  • Counter-Strike 2
  • Tomb Raider
  • THE FINALS

SSD-Benchmark: AS SSD, CrystalDiskMark

  • Lesegeschwindigkeit von rund 3.500 MB/s und Schreibgeschwindigkeit von 2.800 MB/s
  • Langsame SSD des Vorgängers Mini IT12 durch schnellere Variante ersetzt
  • Neue Speicherlösung stellt keinen absoluten Flaschenhals mehr dar

Der Geekom XT12 Pro ist mit einer 1 TB großen SSD von Kingston bestückt. Die NVMe-SSD wird dabei per PCIe Gen4 x4-Schnittstelle angebunden, welches sich wiederum in akzeptablen Geschwindigkeiten spiegelt.

Mit rund 3.500 MB/s beim sequenziellen Lesen und 2.800 MB/s im sequenziellen Schreiben macht die ab Werk verbaute SSD eine gute Figur, auch wenn es heutzutage definitiv keine beeindruckenden Werte mehr darstellen. Schließlich können schnelle PCIe Gen4 SSDs die doppelten Geschwindigkeiten sowohl im Lesen wie auch im Schreiben erreichen. Nichtsdestotrotz bescheinigen die ermittelten Werte ein rasches Systemtempo und auch der Windows-Start erfolgt stets sehr zügig.

Geekom hat in diesem Abschnitt glücklicherweise die langsame SSD aus dem Vorgänger Mini IT12 über Bord geworfen und durch eine deutlich schnellere Variante ersetzt. Im direkten Vergleich mit dem Mini IT13 muss die eingebaute Kingston SSD dennoch das Handtuch werfen. Zum absoluten Flaschenhals des Computers mutiert die neue Speicherlösung künftig jedoch nicht mehr.

Systemtests: Cinebench, Geekbench und PCMark

  • XT12 Pro erzielt einen Leistungssprung von ca. 18% im Vergleich zum Mini IT12
  • … unterliegt allerdings im Vergleich zum A7, vor allem in Grafik- und Multi-Core-Leistungstests

In diesem Kapitel testen wir die Systemleistung und vergleichen es mit mehreren Modellen aus der eigenen Geekom-Reihe. So lässt sich besser beschreiben, wo der Geekom XT12 Pro leistungsmäßig liegt und für welchen Interessentenkreis er geeignet sein könnte. Wir beschränken uns an dieser Stelle auf die drei Modelle Mini IT12, IT13 und A7, die sich sowohl preislich als auch von der Leistung am nächsten stehen.

Vergleich mit Geekom Mini IT12

Mit der verbauten stärkeren SSD als noch beim Mini IT12 verbessert sich die Systemleistung im Benchmark messbar. Zudem kann der XT12 Pro mit dem Intel Core i9-12900H auf zusätzliche Kerne zugreifen, als dies noch beim Mini IT12 der Fall war. Folglich fällt auf, dass der Geekom XT12 Pro in allen Tests im Vergleich überlegen ist. Betrachtet man den Cinebench R23 und den PCMark 10 Test zwischen den beiden Modellen genauer, so ergibt sich für den XT12 Pro ein satter Leistungssprung von rund 18%.

Vergleich mit Geekom Mini IT13

Erstaunlich ist auch, dass der Geekom XT12 Pro im Test gegen den Mini IT13 mit Intel Core i9-13900H bei PCMark 10 sogar knapp 5% mehr Leistung einfährt. Bei Cinebench und Geekbench kann der Mini IT13 jedoch wieder seine Muskeln spielen lassen und ein Leistungsplus von gut 15% für sich verbuchen. Bei der Grafik gibt es nur geringe Unterschiede, da beide Modelle auf die gleiche Intel Iris Xe-Grafikeinheit setzen.

Vergleich mit Geekom A7

Deutlicher wird dies im direkten Vergleich mit dem Geekom A7: Hier muss die Intel Iris Xe Graphics des Geekom XT12 Pro kräftig Federn lassen. Im Geekom 6 GPU-Test wird die verbaute Grafikeinheit des Mini-PCs vom AMD-Pendant mit AMD Radeon 780M um das Doppelte übertroffen. Das ist schon ein Paukenschlag. Im Multi-Core-Leistungstest von Cinebench liegt der Intel Core i9-12900H gut 40% hinter dem Geekom A7 mit AMD Ryzen 9 7940HS. Interessant ist jedoch, dass der Geekom XT12 Pro den Geekom A7 im PCMark 10 Essentials leicht übertrifft. Allerdings wird dieser marginale Vorsprung beim Productivity und Digital Content Creation Test wieder zunichte gemacht.

Zwischenfazit

Alles in allem liefert der Geekom XT12 Pro dennoch ein solides Ergebnis ab und kann dank des guten Kühlsystems, des starken Prozessors sowie der verbesserten SSD einige Punkte gut machen. Mit dem Geekom A7 ist man jedoch besser bedient, wenn man hauptsächlich Videos schneidet oder den Mini-PC auch zum Rendern nutzen möchte.

Benchmark Ergebnis
Cinebench R23 Multi Core 10.106 Pkt.
Cinebench R23 Single Core 1.821 Pkt.
Cinebench 2024 Multi Core 591 Pkt.
Cinebench 2024 Single Core 111 Pkt.
PCMark 10 Gesamtwert 6.478 Pkt.
PCMark 10 Essentials 11.712 Pkt.
PCMark 10 Productivity 8.405 Pkt.
PCMark 10 Digital Content Creation 7.497 Pkt.
Geekbench 6 Multi Core 10.161 Pkt.
Geekbench 6 Single Core 2.491 Pkt.
Geekbench 6 GPU 15.614 Pkt.

Gaming- und Grafikleistung

  • Eignet sich für ältere oder weniger grafisch anspruchsvolle Spiele
  • Fehlende Unterstützung für DirectX12 Ultimate, DirectX Raytracing oder Vulkan Raytracing
  • Zwei USB4-Anschlüsse für den Anschluss einer externen GPU verfügbar

Zugegeben, der Geekom XT12 Pro eignet sich für das ein oder andere Spiel, wenn man bereit ist, die Auflösung und den Detailgrad zu reduzieren. Aufgrund der integrierten Grafiklösung ist dies selbstverständlich zu erwarten. Wer sich mit älteren oder grafisch weniger anspruchsvollen Spielen zufrieden gibt, wird mit dieser Ausstattung glücklich. Allerdings können Triple-A-Games aus dem Jahr 2024 nicht mehr in einer akzeptablen Framerate wiedergegeben werden. Im Gegensatz dazu beweist AMD heutzutage zunehmend, dass es auch anders geht. Der Geekom A7 (unser Test) nutzt eine AMD Radeon 780M, die besonders im Gaming-Bereich ihre Stärken ausspielen kann.

Neben den oben genannten Tests wollten wir auch die neuen Benchmarks wie Speed Way, Port Royal oder Solar Bay von 3DMark durchführen. Leider ist der Geekom XT12 Pro hierzu nicht in der Lage, da die Intel Iris Xe Graphics keine Unterstützung für DirectX12 Ultimate, DirectX Raytracing oder Vulkan Raytracing bietet.

Es gibt jedoch eine Lösung, um dem XT12 Pro gerade im Gaming-Bereich bzw. Videobearbeitung einen zusätzlichen Leistungsschub zu verpassen. Hierzu müsste man an dem kleinen Rechenknecht eine externe GPU anschließen. Der Geekom XT12 Pro verfügt nämlich über zwei USB4-Anschlüsse, die hierfür genutzt werden können.

Benchmark Ergebnis
Fire Strike Gesamt 5.098 Pkt.
Time Spy Gesamt 1.848 Pkt.
Night Raid Gesamt 17.448 Pkt.
CPU Profile Gesamt (Max Threads) 5.572 Pkt.
Rocket League (1080p; Renderdetail: Qualität) 100 FPS
Counter-Strike 2 (1080p; Niedrig) 70 FPS
Tomb Raider (1080p; Hoch) 63 FPS
THE FINALS (1080p; Niedrig; Intel XeSS: Leistung) 30 FPS

Geekom XT12 Pro Test: Fazit

Die Arbeit mit dem Geekom XT12 Pro macht dank seiner leistungsstarken Ausstattung durchaus Spaß, sei es beim Surfen im Internet oder bei der Ausführung rechenintensiver Anwendungen. Mit insgesamt 14 Kernen des Intel Core i9-12900H und 32 GB RAM sind kreativen Köpfen kaum Grenzen gesetzt. Lediglich bei grafisch intensiven Programmen müssen aufgrund der Intel Iris Xe-Grafikeinheit teilweise Abstriche gemacht werden. Weiterhin fällt auf, dass der Lüfter bei starker Auslastung des Mini-PCs zwar hörbar aufdreht, jedoch noch nicht in den störenden Bereich fällt. Im Idle-Betrieb ist der Geekom XT12 Pro hingegen kaum wahrnehmbar. Positiv ist die flottere SSD im Vergleich zum Vorgänger und im Alltag überzeugt das Arbeitstempo bei zugleich effektiver Kühlung des Systems.

Abschließend lässt sich sagen, dass Geekom an den richtigen Stellen des Vorgängers Mini IT12 Hand angelegt hat. Umgangssprachlich könnte man das wohl so formulieren: „Der Schuh drückt nicht mehr!“. Zwar kann der Geekom XT12 Pro nicht mit der Performance des Geekom Mini IT13 mithalten, muss dies jedoch auch nicht zwingend. Gerade aufgrund der älteren Prozessorgeneration ist der Geekom XT12 Pro preislich um eine Ecke attraktiver, was sich auch positiv im Preis-Leistungs-Verhältnis widerspiegelt. Schließlich kommt dieses Modell rund 100 Euro günstiger daher und füllt somit die Lücke zwischen den beiden Mini-Modellen.

Alles in allem ist der Geekom XT12 Pro also ein überzeugender Mini-PC und definitiv eine gute Wahl für diejenigen, welche nicht mehr als 750 Euro für einen portablen Rechenzwerg ausgeben möchten. Wer jedoch einen leistungsstärkeren internen Grafikchip benötigt, sollte etwas mehr Geld in die Hand nehmen und zum AMD-Äquivalent, dem Geekom A7, greifen.

Geekom XT12 Pro

Design & Verarbeitung
Ausstattung
Leistung: System
Leistung: Gaming
Preis-Leistungs-Verhältnis

90/100

Der Geekom XT12 Pro ist eine deutliche Weiterentwicklung des Mini IT12. Die Verarbeitung ist auf hohem Niveau, die SSD ist leistungsfähiger geworden, der Lüfter arbeitet sparsamer und auch die Anschlüsse überzeugen. Aufgrund des eingebauten Grafikchips kann er jedoch nicht dem Geekom A7 mithalten.

Niklas

Als versierter Softwareentwickler kann ich mich für sämtliche Themen rund um den PC vollstens begeistern. Diese Leidenschaft begann schon zu meinen Kindheitstagen und war wegweisend für meine persönliche Laufbahn. In meiner Freizeit bin ich auch dem Gaming nicht abgeneigt und stelle gerne meine Skills in kompetitiven Matches mit Freunden auf die Probe.

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