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Logitech G435 Lightspeed Test: Review des kleinen und bunten Gaming-Headsets

Mit dem quietschbunten kabellosen Gaming-Headset G435 Lightspeed setzt Logitech auf Farbakzente, ein niedriges Gewicht und Nachhaltigkeit. Gleichzeitig will man aber auch einen guten Sound und vielfältige Einsatzmöglichkeiten dank Bluetooth- und Lightspeed-Wireless-Technologie bieten. Wir haben uns das Logitech G435 für unseren Test übergezogen und verraten euch, was ihr von dem Gaming Headset erwarten könnt.

Technische Daten

Bauform Over-Ear
Treiber 40 mm
Frequenzbereich (Kopfhörer) 20 – 20.000 Hz
Empfindlichkeit (Mikrofon) 83,1 dB SPL/mW
Konnektivität Bluetooth, Lightspeed
Mikrofontyp Dual-Beamforming
Reichweite (Wireless) Circa 10 Meter
Akkulaufzeit Bis zu 18 Stunden
Ladezeit 1,5 Stunden
Gewicht 165 g
Kompatibilität PC, Mac, PlayStation 4, PlayStation 5, Smartphone, Tablet
Preis € 66,99*

Lieferumfang des Logitech G435 Headsets

Beim G435 hat sich Logitech Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben, das zeigt sich bereits bei der Verpackung. Denn wo normalerweise Plastik und Kunststoff anzutreffen sind, setzt der Hersteller hier auf Pappe oder zumindest zu gewissen Teilen aus recyceltem Material.

Das Gaming-Headset wird in einem dunkelgrauen Karton samt hellblauer Schrift ausgeliefert. Im Inneren befindet sich das G435 selbst, dessen Kopfbügel und Ohrpolster lediglich von einem Papier-Überzug geschützt sind. Daneben legt man einen kleinen Karton bei, der das USB-A-auf-USB-C-Ladekabel, den USB-A-Dongle sowie eine Schnellstartanleitung und einen Logitech G-Aufkleber beinhaltet.

Design und Verarbeitung

„Was für ein Leichtgewicht“ war mein erster Gedanke, als ich das Logitech G435 in die Hand nahm. Tatsächlich bringt das kabellose Gaming-Headset nur rund 165 Gramm auf die Waage und fällt damit spürbar leichter aus als die meisten Mitbewerber. Selbst das ohnehin ebenfalls recht leichte Razer Barracuda X wirkt im direkten Vergleich wie ein schwerer Brocken.

Die auffällig bunte Farbgebung sticht ebenfalls sofort ins Auge. Unser Testgerät in der Farbvariante „Blue/Raspberry“ setzt auf eine matt-blaue Außenseite, die durch rosafarbene Ohrpolster und einen etwas dunkleren Stoffbezug des Kopfbügel akzentuiert wird.

Während die rechte Ohrmuschel unberührt bleibt, sind alle Bedienelemente auf der linken Seite zu finden. Unten positioniert der Hersteller den USB-C-Eingang zum Laden, darüber befinden sich ein Knopf zum Stummschalten des Mikrofons, eine Zwei-Wege-Lautstärkewippe und der Button zum Ein- und Ausschalten samt Status-LED.

Zwei dunkel abgesetzte, ovale „Löcher“ zeugen von den verbauten Dual-Beamforming-Mikrofonen, die das G435 zur Sprachübertragung nutzt – einen klassischen Mikrofonarm gibt es in diesem Fall nicht.  Hinsichtlich der Grundform erinnert das G435 dabei etwas an seinen großen Bruder Logitech G733, bringt dabei aber nur knapp die Hälfte an Gewicht auf die Waage.

Verarbeitung des Logitech G435

Um Gewicht zu sparen, mussten natürlich auch Kompromisse hinsichtlich der Verarbeitungsqualität in Kauf genommen werden. So besteht das Headset größtenteils aus (zu mindestens 22 Prozent recyceltem) Plastik und fällt entsprechend nicht so steif aus, wie entsprechende Pendants mit verbauten Metallteilen.

Bei schnellen Bewegungen fühlt sich das Gaming-Headset recht wackelig an. Unter Druck gibt der Kopfbügel zudem leicht nach, während Logitech an den Innenseiten der Ohrmuscheln auf einen Stoffüberzug verzichtet. Die Treiber ruhen also, hinter dem Plastikdeckel, direkt auf den Ohren.

Die Halterungen des Kopfbügels arbeiten sehr leichtgängig, bieten dabei allerdings keine spürbare Rasterung. So kann es vorkommen, dass sich die Position im Gaming-Betrieb versehentlich verstellt. Mehr Sorge bereitet uns allerdings die Befestigung des Kopfbügels an den Ohrmuscheln, die für unseren Geschmack zu viel Spiel hat. Hier muss erst ein Langezeittest zeigen, ob die Bügel einer dauerhaften Belastung standhalten. Nettes Detail: Hinter den Bügeln des G435 versteckt Logitech das Symbol der Welt in Herzform, um den Faktor der Nachhaltigkeit nochmals zu würdigen.

Tragekomfort des Logitech G435

Während das Logitech G435 hinsichtlich der Verarbeitung noch Kritik über sich ergehen lassen muss, gibt es hinsichtlich des Tragekomforts nicht allzu viel zu beanstanden. Positiv stechen vor allem die sehr weichen Ohrpolster aus, die mit ihrer Dicke von rund 18 mm auch langfristig für einen bequemen Sitz sorgen.

Zudem fallen sie mit einer Innengröße von 67 mm x 36 mm (Länge x Breite) recht üppig aus und ruhen selbst bei großen Ohren bequem über den Lauschern. Gleichzeitig fällt auch die passive Abdichtung hervorragend aus, sodass ein beachtlicher Teil der Umgebungsgeräusche effektiv ausgeblendet wird.

Lediglich der Kopfbügel hinterlässt einen nicht ganz so positiven Eindruck, denn hier verzichtet Logitech fast vollständig auf eine Polsterung. Den unter dem Stoff versteckten Bügel spürt man sofort auf dem Kopf. Aufgrund des niedrigen Gewichtes des Headsets lässt sich dieser Umstand allerdings verschmerzen. Wirklich drückend oder unangenehm fällt das Kopfband nicht aus.

Bedienung und Praxis

Die Bedienung des Logitech G435 funktioniert tadellos. Alle Tasten sind bequem zu erreichen und bieten einen guten Druckpunkt. Hält man die An-/Aus-Taste gedrückt, schaltet sich das Gaming-Headset sofort ein.

Im Bluetooth-Modus wird das Headset dann auch sofort erkannt und ist binnen weniger Sekunden an Smartphone, Tablet oder Notebook einsatzbereit. Ähnlich gut klappt die Verbindung via USB-A-Dongle, mit dem das G435 für die Lightspeed-Übertragung im 2,4-GHz-Netz funkt. Einfach mit dem PC verbinden und schon ist das Headset einsatzbereit.

Das funktioniert auch auf PlayStation 4 und PlayStation 5, nicht aber an der Nintendo Switch oder Xbox Series X/S beziehungsweise Xbox One. Dass Logitech hier jedoch auf einen 3,5-mm-Klinkenstecker-Anschluss verzichtet, ist aus unserer Sicht nicht ganz verständlich.  Die Reichweite im Wireless-Betrieb liegt bei guten 10 Metern, die Akkulaufzeit fällt mit rund 18 Stunden Dauernutzung ebenfalls gut aus.

Dank Plug and Play-Konnektivität ist das Gaming-Headset zudem sofort und ohne zusätzliche Software einsatzbereit. Logitechs eigene Begleit-Software G Hub erkennt zwar das Headset, bietet jedoch keinerlei Funktionen wie Presets oder Equalizereinstellungen.

Logitech G435 Gaming Headset

Logitech G435 Test: Sound und Mikrofon

In unserem Soundtest muss das Logitech G435 Lightspeed dann zeigen, was es wirklich zu leisten vermag. Zunächst einmal die technischen Daten: Hier setzt der Hersteller auf dynamische Treiber mit einem Durchmesser von 40 mm und deckt darin ein Frequenzband von 20 Hz bis 20.000 Hz ab. Das sind so ziemlich die Standard-Werte, die man von einem Gaming-Headset erwarten würde.

Die Impedanz liegt hingegen bei 45 Ohm, wohingegen die meisten ähnlich teuren Vertreter bei 32 Ohm liegen. Entsprechend fällt das G435 selbst auf der maximalen Stufe nicht ganz so laut aus, wie wir es uns wünschen würden.

Auch die Sound-Qualität kann uns nicht vollends überzeugen. Gerade, wer ähnlich teure Headsets wie das Logitech G Pro X, Razer Barracuda X oder Astro A20 kennt, wird vom Klang enttäuscht sein. Zwar bietet das Headset im Gaming-Betrieb eine recht gute und präzise Abstimmung, allerdings mangelt es dem bunten Kopfhörer etwas an Wumms, weshalb Bässe stark in den Hintergrund treten. Gleichzeitig fehlt es den Mitten etwas an Präsenz, weshalb gerade Dialoge nicht alle Nuancen der abgebildeten Stimmen wiedergeben.

Logitech G435 Lightspeed Test/Review

Grundsätzlich liegt die Soundqualität jedoch auf einem guten und recht ausgeglichenen Niveau, das aber in allen Frequenzbereichen die nötige Brillanz vermissen lässt. Das bekommen andere, ähnlich teure Headsets deutlich besser hin. Immerhin wird dank Windows Sonic und Dolby Atmos sogar simulierter Raumklang geboten, der auf ebenfalls auf einem guten Niveau liegt.

Wie gut ist das Mikrofon des G435 Lightspeed?

Die genutzten Dual-Beamforming-Mikrofone des Logitech G435 Lightspeed kommen auf eine Empfindlichkeit von 83,1 db SPL/mW und bieten einen Frequenzbereich von 100 Hz – 8.000 Hz. Da es allerdings keinen Mikrofonarm gibt, wird die eigene Stimme aufgrund der Entfernung zum Mund nur recht leise wiedergegeben. Dafür ist die Qualität stets dieselbe, da die Position nicht verändert werden kann.

Logitech G435

Dabei wird die eigene Stimme durchaus klar wiedergegeben, allerdings fehlt es auch hier etwas an Dynamik und Fülle. Von der versprochenen, effektiven Unterdrückung von Hintergrundgeräuschen ist allerdings nur wenig zu bemerken: Selbst Mausklicks und andere Geräusche sind hörbar, während stets ein leises Hintergrundrauschen wahrgenommen werden kann.

Damit rangiert die Mikrofonqualität des Logitech G435 lediglich auf mittelmäßigem Niveau. Wie das Headset klingt, könnt ihr euch in dem folgenden Video einmal genauer anhören.

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Fazit zum Logitech G435 Lightspeed Gaming Headset

Logitechs Ansatz, mit dem G435 Lightspeed ein besonders nachhaltiges Headset zu bauen, ist löblich. Wirkliche Alleinstellungsmerkmale sucht man, abseits der verwendeten Materialien, jedoch vergebens. So liegt die Verarbeitung auf ordentlichem Niveau, wirklich hochwertig fühlt sich das Headset jedoch nicht an.

Dafür ist es dank zwei verschiedener Wireless-Betriebsmodi ein echter Allrounder, der schnell und unkompliziert mit PC, Smartphone und PlayStation-Konsolen verbunden werden kann. Hinsichtlich des Tragekomforts und des Sounds leistet sich das Logitech G435 einige Patzer, bei denen der bunte Kopfhörer teils deutlich hinter der ähnlich teuren Konkurrenz zurückbleibt. Am Ende erhalten Käufer mit dem G435 ein grundsolides Gaming-Headset, weshalb es vor allem im Bluetooth-Betrieb bei einer jüngeren Zielgruppe punkten kann.

Logitech G435 Gaming Headset Award

Logitech G435

Verarbeitung
Tragekomfort
Soundqualität
Aufnahmequalität
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis

81/100

Buntes und vielseitig einsetzbares Gaming-Headset mit tadellosem Bedienkonzept, das hinsichtlich Verarbeitung und Sound jedoch nicht ganz oben mithalten kann.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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